<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012</id><updated>2012-02-01T21:35:58.040+01:00</updated><category term='Off Topic'/><category term='Temperaturanomalien'/><category term='Personen'/><category term='Medien'/><category term='CO2-Effizienz'/><category term='Statistik'/><category term='Wissenschaftstheorie'/><category term='Klimawandel'/><category term='Hockeystick'/><category term='Meeresspiegel'/><category term='Methan'/><category term='Leugner'/><category term='ENSO'/><category term='Konsens'/><category term='Massensterben'/><category term='Photochemie'/><category term='kosmische Strahlung'/><category term='Rückkopplung'/><category term='Bekloppt'/><category term='Politik'/><category term='Aerosol'/><category term='Wasser'/><category term='Grundlagen'/><category term='IPCC'/><category term='Ökonomie'/><category term='Modelle'/><category term='Ozeane'/><category term='Temperaturrekonstruktion'/><category term='Klimaoptimum'/><category term='Golfstrom'/><category term='Wolken'/><category term='Treibhauseffekt'/><category term='Trend'/><category term='Antarktis'/><category term='Presse'/><category term='Emissionsszenarien'/><category term='Gletscher'/><category term='Klimafolgen'/><category term='Vulkane'/><category term='Seeeis'/><category term='Sonne'/><category term='Geoengineering'/><category term='Grönland'/><category term='Klimasensitivität'/><category term='Klima und Wetter'/><category term='saure Meere'/><category term='CO2'/><category term='Paläoklima'/><category term='Permafrost'/><category term='Validierung'/><category term='Szenarien'/><title type='text'>Globales Klima</title><subtitle type='html'>In diesem Blog möchte ich den Klimawandel diskutieren. Was sind die Hintergründe, was passiert Neues?</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>233</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-8605473194473720766</id><published>2012-01-30T17:03:00.001+01:00</published><updated>2012-02-01T21:35:58.050+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Trend'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sonne'/><title type='text'>Falscher Bericht und prompte Richtigstellung</title><content type='html'>Nach Jahren des Lügens und Leugnens hat sich so langsam eine Routine bei der Richtigstellung der Leugnerversatzstücke eingestellt. Die letzten Tage haben vermutlich die Daily Mail und das Wall Street Journal die sichtbarsten Leistungen zur Desinformation ihrer Leser erbracht. Die Korrekturen dazu konnte man prompt beim UK Met Office und beim Blog Skeptical Science nachlesen. Eine kommentierte Linksammlung.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Daily Mail hat sich im Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht mit Ruhm bekleckert. Vielmehr ist praktisch jede Falschanschuldigung gegen das Hadley Centre und gegen das IPCC, die unter die Stichworte Climate Gate, Africa Gate, den Diebstahl von Emails von Servern der East Anglia University und so weiter fallen, über die Daily Mail zirkuliert worden. Die Daily Mail machte durch die Verbreitung extremer Langfristprognosen zum Wetter von sich reden, die weder fachlich fundiert waren, noch über einige Glückstreffer hinaus erfolgreich waren. Der Gipfel dabei war, daß hinter einer der dafür genutzten Firmen, der Positive Weather Solutions, augenscheinlich ein Mensch mit zahlreichen erfundenen Mitarbeitern stand, deren Bilder unter anderem von Heiratsportalen und Friseurwerbung gesammelt wurden.&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.metoffice.gov.uk/news/releases/archive/2012/solar-output-research"&gt;Nachdem das UK Met Office kürzlich eine Meldung brachte&lt;/a&gt;, daß ein zu erwartender Rückgang der Strahlungsleistung der Sonne auf das Klima keinen relevanten Effekt haben würde, da der menschengemachte Temperaturanstieg im Bereich von 2,5 Grad bis 2100 liegen wird, während der Effekt des Strahlungsrückgangs bei 0,08 Grad gesehen wird, nahm die Daily Mail das einfach zum Anlaß, das Gegenteil zu behaupten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://metofficenews.wordpress.com/2012/01/29/met-office-in-the-media-29-january-2012/"&gt;Die Antwort im Blog des UK Met Office, das durchgängig widerspricht, war prompt online&lt;/a&gt; und erläutert noch einmal, warum keine Rede davon sein kann, dass es aktuell auf der Erde keinen Temperaturanstieg mehr gibt - offensichtlich leben wir im wärmsten Jahrzehnt der Klimaaufzeichnungen. Zugleich kann man nachlesen, &lt;a href="http://scienceblogs.com/deltoid/global_warming/rosegate_1/"&gt;dass der nicht zum ersten Mal mit kreativer Berichterstattung auffällige Reporter David Rose&lt;/a&gt; auch diesmal es vorgezogen hatte, die Angaben und Korrekturen des Met Office zu ignorieren oder zu verfälschen. &lt;a href="http://bbickmore.wordpress.com/2012/01/29/the-daily-mail-prints-climate-nonsense/"&gt;Ebenso schnell war die Antwort von Professor Barry Bickmore auf seinem Blog online&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wallstreet Journal wiederum brachte den wiederholten Aufguß der Geschichte, daß ein Haufen mehr oder weniger disqualifizierter Leugner, die irgendwelche Titel schwenken, einen Aufruf oder Brief unterzeichnet hätten, in dem altbekannte Leugnermärchen aufgetischt werden. Die meistens im Ruhestand befindlichen, in der Regel auch nicht in einem relevanten Fachgebiet publizierenden Herren, die da als eminente Wissenschaftler auftreten, behaupten dann wieder und wieder, daß es noch keinen Konsens in der Klimaforschung gäbe, dass die globale Temperatur auch nicht mehr stiege, dass sie auch nicht bedrohlich steigen würde, dass dies auch keine Folgen hätte, mehr CO2 aber gut für die Pflanzen wäre und überhaupt die Klimaforschung, die sich in den IPCC-Berichten ausdrückt, eine nach Geld gierende Verschwörung wäre. Ermüdend daran ist, &lt;a href="http://climatedepot.com/a/1745/Scientists-Write-Open-Letter-to-Congress-You-Are-Being-Deceived-About-Global-Warming--Earth-has-been-cooling-for-ten-years"&gt;daß alles schon mal genauso aufgetischt wurde&lt;/a&gt;, schon damals wiederlegt wurde und eigentlich nur die Frage provoziert: "Ist das das Beste, was die Leugnergemeinde noch aufbieten kann?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: red;"&gt;Nachfolgender Absatz am 1.2.2012 ergänzt: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204740904577193270727472662.html?mod=wsj_share_tweet"&gt;Erbost melden sich auch inzwischen zahlreiche Wissenschaftler im Wall Street Journal mit einer Antwort&lt;/a&gt; und der von den 16 Leugnern im Wall Street Journal vereinnahmte Ökonom William Nordhaus dementiert vehement, daß er behauptet hätte,&amp;nbsp; die beste Strategie seien 50 weitere Jahre Wirtschaftswachstum ohne Regulierung von Treibhausgasemissionen. &lt;a href="http://dotearth.blogs.nytimes.com/2012/01/30/scientists-challenging-climate-science-appear-to-flunk-climate-economics/"&gt;Nordhaus erklärt, daß er im Gegenteil schon immer erläutert hätte, daß es ökonomisch vorteilhaft sei, Treibhausgasemissionen mit einem Preis, z.B. durch Steuern, zu versehen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.skepticalscience.com/examining-the-latest-climate-denialist-plea-for-inaction.html"&gt;Hier antwortete zuvor schon Dana Nuccitelli in Skeptical Science&lt;/a&gt;&amp;nbsp;prompt und ausführlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-8605473194473720766?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/8605473194473720766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=8605473194473720766' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8605473194473720766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8605473194473720766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2012/01/falscher-bericht-und-prompte.html' title='Falscher Bericht und prompte Richtigstellung'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-1495421398131236282</id><published>2012-01-29T20:57:00.000+01:00</published><updated>2012-01-29T20:57:32.475+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Imaginäre Verbündete</title><content type='html'>Die Leugnerszene ist kreativ, wenn es darum geht, Pseudoargumente für die Leugnung des Wissensstands zum Klimawandel in Stellung zu bringen. Sie ist auch kreativ dabei, angebliche Zeugen in Stellung zu bringen. George Monbiot hat ein besonders skuriles Beispiel dafür gefunden, wie Leugner versuchten Stimmung gegen seriöse Wettervorhersage und gegen die Tatsache eines globalen Erwärmungstrends zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Pseudoargumente sind zum Beispiel solche, die über die Tatsache hinwegtäuschen, daß die globale Temperaturzunahme sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend beschleunigt hat. Dies kann man daran festmachen, daß der über eine lineare Regression berechnete Trend der globalen Temperaturzunahme in den letzten 30 Jahren stärker war als in den 30 Jahren davor und in den letzten 50 Jahren größer war als in den 50 Jahren davor. &lt;a href="http://c3headlines.typepad.com/.a/6a010536b58035970c0162ffde21fa970d-pi"&gt;Darüber hinwegtäuschen kann man, indem man einfach einzelne Jahre herauspickt und deren Temperaturdifferenzen berechnet&lt;/a&gt;. Wenn man Glück hat, ist zufällig die Differenz des früheren Jahrespaares größer und man kann behaupten, daß in dieser Zeit die Temperatur stärker gestiegen war. &lt;a href="http://www.woodfortrees.org/graph/gistemp/from:1912/to:2011/plot/gistemp/from:1912/to:1961/trend/plot/gistemp/from:1962/to:2011/trend/plot/hadcrut3vgl/from:1912/to:2011/plot/hadcrut3vgl/from:1912/to:1961/trend/plot/hadcrut3vgl/from:1962/to:2011/trend"&gt;Nimmt man die lineare Regression über die gleichen Temperaturspannen, sieht man jedoch, daß die mittlere Steigung in den Zeiträumen von der Verbindungsstrecke zwischen den Endpunkten der Zeiträume erheblich abweichen kann&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß schon mal bei den Argumenten gemogelt wird, ist man von der Leugnerfraktion gewohnt. Doch es geht auch absurder. &lt;a href="http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Science_and_Environmental_Policy_Project"&gt;Der Leugner Fred Singer zum Beispiel hat für sein Ein-Mann-Institut Science and Environmental Policy Project ein Direktorium mit einem toten Mitglied und ein wissenschaftliches Beratergremium mit 5 Toten von insgesamt 9&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/environment/georgemonbiot/2012/jan/26/weather-forecasters-daily-mail"&gt;Doch die beste Geschichte hat der Journalist des britischen Guardian George Monbiot gefunden.&lt;/a&gt; Er hatte sich darüber gewundert, daß britische Schundzeitungen, wie die Daily Mail, im Oktober vergangenen Jahres noch Geschichten darüber verbreiteten, daß ein extrem kalter Winter bevorstünde. Seriöse Wetterdienste, wie das britische MetOffice, halten sich bei Langfristprognosen zurück. &lt;a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/paulhudson/2011/10/the-winter-forecast-and-media.shtml"&gt;Doch Dienste wie etwa Exacta Weather oder Positive Weather Solutions (PWS) waren bereit, sich weit aus dem Fenster zu lehnen und Schlagzeilen dafür zu liefern, wie saukalt der Winter 2011/2012 sein würde&lt;/a&gt;, verbunden mit Seitenhieben gegen die Propagandisten einer Klimaerwärmung. Auf der Webseite von PWS wurden Bilder von 7 Mitarbeitern präsentiert, die angeblich die Wettervorhersagen erstellen. Die Suche nach den Personen im Web führte jedoch zu seltsamen zweiten Existenzen der Mitarbeiterinnen als heiratswillige Russin, Frisurenmodel und Fotomodel. Wie sich herausstellte, existierte keiner der angeblichen Mitarbeiter des PWS. Und der laufende Winter entsprach auch in keiner Weise der angeblichen Vorhersage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderer Leugner des menschengemachten Klimawandels, der behauptet, wir durchliefen nur einen Klimaschwankungszyklus, der nun in einer Abkühlung laufen würde, ist Piers Corbyn. Auch er liefert gerne extreme Wettervorhersagen. Und bei der Vorhersage eines kalten Dezember 2010 lag er auch mal zufällig richtig. &lt;a href="http://www.carbonbrief.org/blog/2010/12/are-piers-corbyns-weather-forecasts-consistently-ahead-of-the-met-office"&gt;Allerdings lag er auch öfters daneben, was den Verdacht eines Zufallstreffers erhärtet.&lt;/a&gt; Das größte Problem von Corbyn ist, daß er sich weigert, seine Methodik für seine Langfristprognosen zu veröffentlichen. Die Frage stellt sich, ob die Methodik ebenso imaginär ist, wie die Mitarbeiter von PWS? Was allerdings einige britische Blätter, die die Wissenschaftsleugnung fördern, nicht daran hindert, auf Corbyn ebenso zuzugreifen, wie sie es mit PWS gemacht hatten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-1495421398131236282?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/1495421398131236282/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=1495421398131236282' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1495421398131236282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1495421398131236282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2012/01/imaginare-verbundete.html' title='Imaginäre Verbündete'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-1023920152451863766</id><published>2012-01-15T20:32:00.000+01:00</published><updated>2012-01-15T20:32:41.089+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='CO2'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Methan'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emissionsszenarien'/><title type='text'>Klimawandel ohne Zinsen</title><content type='html'>Wenn wir den Treibhauseffekt verschiedener Substanzen vergleichen, haben wir immer ein grundsätzliches Problem. Ihr relatives Erwärmungspotential verändert sich im Laufe der Zeit. Kohlendioxid hat eine lange Lebenszeit im gekoppelten System Atmosphäre - Biosphäre - obere Schichten der Ozeane. Würde man das Erwärmungspotential als J/je emittierte Tonne über 1000 Jahre messen, wäre CO2 eines der wirkungsvollsten Treibhausgase. Über kürzere Zeitskalen wird es jedoch von Gasen wie Methan in den Hintergrund gedrängt. Gängige Zahlenwerte sind eine um einen Faktor 25 stärkere Treibhauswirkung als CO2 über 100 Jahre und ca. 81 momentan bei Methan. Solche Zahlen hängen von Annahmen über die jeweiligen Verweildauern in der Atmosphäre ab und erfordern entsprechende Modellrechnungen. Die Versuchung ist groß, nur auf die kurzfristig viel höhere Treibhauswirkung bestimmter Gase oder kurzlebiger Substanzen wie schwarzem Kohlenstoffaerosol zu schauen und zu postulieren, daß der Klimawandel einfacher zu bekämpfen sei, wenn man sich auf die Reduktion der Emissionen von Methan und schwarzem Kohlenstoffaerosol beschränkte. In diesem Sinne wird gerade eine neue Studie falsch interpretiert, die zusammenstellt, welche Maßnahmen hier besonders effizient sein sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Denkfehler dahinter, man könnte eine Minderung der CO2-Emissionen durch die Minderung der Emissionen anderer Treibhausgase ersetzen, hatte ich schon früher erläutert. Damals war diese Idee durch das sogenannte &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/05/das-hartwell-papier-was-die.html"&gt;Hartwell-Paper propagiert worden&lt;/a&gt;, ein Propagandapamphlet der Leugner-Szene, getarnt als ökonomisches Traktat. Ich hatte darauf hingewiesen, daß zum Beispiel schwarzes Kohlenstoffaerosol aufgrund seiner kurzen Lebenszeit schnell aus der Atmosphäre verschwinden wird, wenn die Quellen dafür eingeschränkt werden. CO2 hingegen bleibt zu einem wesentlichen Teil über 1000 Jahre im Kreislauf mit der Atmosphäre, bevor es deponiert werden kann. Daher muß dessen Konzentrationszuwachs zuerst eingeschränkt werden, denn einmal emittiert, bleibt es in historischer Zeit praktisch ewig klimawirksam. Für Methan gilt dies nicht ganz, aber weitgehend. Zudem sind viele Quellen für Methan und schwarzen Kohlenstoffaerosol gemeinsame Quellen mit CO2, wie Förderung und Verbrennung fossiler Brennstoffe oder Abholzung und Verbrennung von Biomasse. Das heißt, einige Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen reduzieren gleichzeitig auch die Emissionen kurzlebiger Treibhausgase. Nicht zuletzt ist keine Volkswirtschaft daran gehindert, die Emissionen von CO2 zusammen mit den Emissionen kurzlebiger Treibhausgase zu vermindern - dies gilt um so mehr, als die üblicherweise propagierten Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen solche sind, die sich in einer gewissen Zeit armortisieren sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Sinne des Hartwell-Papers fand ich nun kürzlich einen Spiegel-Artikel, der einen absurden Titel hat: &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,808824,00.html"&gt;"Forscher finden einfachste Wege zur Klimakühlung"&lt;/a&gt;. Nun kann man Journalisten nicht dafür verantwortlich machen, was die Kollegen, die die Schlagzeilen texten, aus ihren Artikeln machen. In dem Artikel geht es keines wegs um Maßnahmen, das Klima zu kühlen, sondern darum, die Erwärmung etwas zu mindern. Und die dazu gefundenen Wege sind auch nur einfach in einem bestimmten Kontext. Von 400 verschiedenen Wegen, die Emissionen von Methan und schwarzem Kohlenstoffaerosol zu mindern, wurden die 14 ausgewählt, die die geringsten Kosten bei der Minderung des Klimaantriebs erzeugen. Axel Bojanowski, schon früher von mir für inkompetente Berichterstattung zum Klimathema gescholten, stellt des so dar, als handelte es sich hier um eine Alternative zur Reduktion von CO2-Emissionen. Angesichts des Scheiterns der Klimakonferenzen bei der Einrichtung eines verbindlichen Rahmens für eine Erweiterung des Kyoto-Abkommens müßte man demnach vorerst auf Anstrengungen zur CO2-Minderung verzichten und stattdessen andere Treibhausgase einschränken. Doch wenn Methan nach 20 Jahren noch 72mal so wirksam ist wie die gleiche Gewichtsmenge an emittiertem CO2, ist es nach 500 Jahren nur noch 7,6mal so wirksam. Angesichts der viel höheren Gesamtemissionen von CO2 im Vergleich zu Methan führt auf Dauer nur die Emissionsminderung von CO2 zu einer langfristigen Stabilisierung des Erdklimas für die kommenden Generationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeit, die der Spiegel hier etwas einseitig propagiert, ist bei weitem nicht so bedeutend, wie dargestellt. &lt;a href="http://www.sciencemag.org/content/335/6065/183.abstract"&gt;Die Wissenschaftler um Drew Shindell, die hier eine Einstufung verschiedener Maßnahmen über die Bewertung mit einem Klimamodell vornahmen&lt;/a&gt;, haben dies keineswegs als eine Alternative zur Reduktion von CO2-Emissionen gesehen, sondern als eine Ergänzung, die zusätzlich den Effekt hat, auch Todesfälle durch Luftverschmutzung und Ernteausfälle durch Ozon zu reduzieren. (Schon in der ersten Abbildung wird klar, daß erst die Kombination mit der CO2-Minderung zu einer nachhaltigen Abbremsung der Erwärmung führt - leider nicht mit in den unterstützenden Materialien, die ohne Bezahltzugriff online sind.) Wenn man alleine schon die Zusammenfassung des Artikels durchsieht, stellt sich Bojanowskis Charakterisierung als Verfälschung dar durch eine Verschiebung der eigentlichen Gewichte in der Arbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzelnen Maßnahmen ausgewählten brauche ich hier nicht zu diskutieren. Sie haben zu einem großen Teil eine Besonderheit: es sind Maßnahmen, die nicht in erster Linie von den USA umgesetzt werden müssen. Luftverschmutzung durch Ruß und Methan ist ein Problem, das stärker als die CO2-Emissionen in Asien und in Schwellen- und Entwicklungsländer auftritt. Das ist für US-basierte Ökonomen und Politiker der besondere Charme von Maßnahmen gegen den Klimawandel, die alternativ zu CO2 andere Treibhausgase aufgreifen. Und genau das macht es fragwürdig, wenn solche Maßnahmen als Alternativen zur CO2-Reduktion diskutiert werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-1023920152451863766?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/1023920152451863766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=1023920152451863766' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1023920152451863766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1023920152451863766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2012/01/klimawandel-ohne-zinsen.html' title='Klimawandel ohne Zinsen'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-3809072194624228555</id><published>2012-01-05T16:12:00.000+01:00</published><updated>2012-01-05T16:12:46.222+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Vorsätze für das neue Jahr 2012</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Neujahrsvorsätze fasse ich grundsätzlich nicht. Es gibt einen Grund, warum Vorsätze, die zum neuen Jahr gefaßt werden, oft nicht eingehalten werden. Sie sind oft ungenügend fundiert. Außer dem Jahreswechsel fehlt jede Begründung dafür, den guten Vorsatz ausgerechnet jetzt umzusetzen. Es gibt aber oft einen Grund, warum man ein bestimmtes Fehlverhalten hat, das man abstellen will, und dieser Grund bleibt weiter bestehen, auch im neuen Jahr. Verhalten ändert man nur, indem man etwas grundsätzlich ändert – seine Motivation oder die Rahmenbedingungen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wenn ich einen guten Vorsatz fassen wollte, wäre es der, öfter und regelmäßig im Klimablog zu schreiben, denn in den vergangenen Monaten stand hier so selten etwas, daß ich sicherlich den letzten regelmäßigen Leser verloren habe. Schuld daran bin ich selber, indem ich mich doppelt in die Zange genommen hatte. Zum einen wollte ich immer bessere Beiträge schreiben, die eigene Recherche erfordern, die nun einmal Zeit kostet. Zum anderen wollte ich mich um die Familie kümmern und nicht zu viel am Computer sitzen. Die Folge war, daß verschiedene Artikel begonnen oder im Kopf zurechtgelegt wurden, aber nicht geschrieben wurden und schließlich einfach zu wenig aktuell waren, um noch einen Blogbeitrag zu lohnen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Also; Änderung der Rahmenbedingungen: ich werde auf Perfektion verzichten und mich öfter melden, um einfach mitzuteilen, was ich für interessant und wichtig halte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Das Jahr 2012 hat beim Thema Klimawandel einen ganz eigenen Charme. 2012 wird beim Thema „Weltuntergang“ besonders vermarktet. Im Mayakalender entspricht der 21.12.2012 dem 31.12.9999 in unserem Kalender – für die Datumsangabe wird eine neue Stelle erforderlich, sonst steht der Kalender wieder beim 1.1.0. Ohne eine neue Stelle im Datum wäre das so etwas wie das Ende der Zeit und der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Von einem Weltuntergang ist in den spärlichen und schwer zu interpretierenden Aufzeichnungen der Maya wohl nicht die Rede, aber für Verschwörungstheoretiker und Esoteriker ist eine apokalyptische Vision eines untergegangenen Volkes für die Welt einfach zu sexy. Als rational denkender Mensch fragt man sich natürlich, selbst wenn die Maya für irgendein Datum das Ende der Welt vorhergesagt hätten, na und?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Völker, die weder Computer noch Autos und Flugzeuge, Demokratie, Buchdruck oder Gentechnik kannten, sollen über eine überirdische Weisheit verfügen, die ihre philosophischen und religiösen Äußerungen für die heutige Zeit relevant machen. Verzeihung, aber wer das glaubt, ist unfähig zum kritischen Denken. Schätzungsweise mehr als 70% der Menschen in Deutschland disqualifizieren sich auf diese Weise, oder was ist die Bibel anderes als substanzloses mystisches Geschreibsel primitiver Völker, dessen Ethik schon am deutschen Grundgesetz scheitern müßte, das Todesstrafe, Sklaverei, Monarchie und die Diskriminierung von Frauen oder Homosexuellen im Gegensatz zur Bibel verbietet?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Die Maya konnten noch nicht mal ihre eigenen Angelegenheiten vernünftig regeln, sie sind an einem selbst verursachten regionalen Klimawandel zugrunde gegangen. Sie hatten ihre Wälder abgeholzt und dadurch regionale Dürren ausgelöst. Am Ende kam es zu Hungersnöten, Unruhen und Epidemien und dadurch zum Untergang der Mayazivilisation. Das klingt nach einem déjà vu für den laufenden Klimawandel, bei dem die Menschheit die eigene Existenz auf den Roulettetisch legt. Wenn die Menschheit Neujahrvorsätze hätte, müßte sie sich etwas dazu überlegen, warum ihre &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz"&gt;Klimagipfel wie zuletzt der in Durban vom 28.11. – 11.12.2011 regelmäßig scheitern&lt;/a&gt; und warum die Treibhausgasemissionen auch 2011 weiter gestiegen statt geschrumpft sind. 2011 war dank eines La Nina bei der globalen Temperatur kein Rekordjahr wie 2010, sondern steht auf Platz 11 (HADCRUT3, NOAA NCDC) bzw. Platz 9 (NASA GISS) und das UK Met Office erwartet, daß 2012 auch kein Rekordjahr sein würde, aber immerhin zu den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Klimaaufzeichnungen gehören wird. In den nächsten Jahren ist allerdings zu erwarten, daß die globale Temperatur einen Sprung nach oben zeigen wird. Das möchte ich in einem anderen Beitrag erläutern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-bidi-language: AR-SA; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;"&gt;2012 werden wir weiter von aktuellen Sorgen getrieben sein wie der Schuldenkrise in Griechenland, die wir entweder durch großzügige Geldspenden befrieden oder über Bankenkrisen und eine schwere Rezession bezahlen oder die drohende Eskalation des Konflikts mit dem Iran, dessen Führung die Auslöschung Israels als realistische Option sieht. Der langfristige Plan gerät dabei weiterhin ins Hintertreffen. Bisher hat nämlich niemand die Frage beantwortet, wie viel Treibhausgase in der Atmosphäre eigentlich toleriert werden können. Wir wissen es nicht und das ist schlecht.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-3809072194624228555?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/3809072194624228555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=3809072194624228555' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3809072194624228555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3809072194624228555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2012/01/vorsatze-fur-das-neue-jahr-2012.html' title='Vorsätze für das neue Jahr 2012'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-740414920694214161</id><published>2011-12-21T21:30:00.000+01:00</published><updated>2011-12-21T21:30:21.782+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Gewalt</title><content type='html'>"Gewalt - Eine neue Geschichte der Menschheit" ist das aktuelle Buch von Steven Pinker (Original: &lt;a href="http://stevenpinker.com/publications/better-angels-our-nature"&gt;The better angels of our nature&lt;/a&gt;). Es beschreibt, daß die Neigung der Menschen zur Anwendung von Gewalt rückläufig ist. Der Mensch war früher roh, grausam und mordlustig, aber er verliert diese Neigung seit Beginn der Zivilisierung schrittweise. &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/gewaltforschung-halbmond-der-letzten-kriege-1.1009254"&gt;Pinker schreibt über die möglichen Gründe für diesen Rückgang in der menschlichen Bereitschaft zu Mord und Grausamkeit&lt;/a&gt;. Warum schreibe ich darüber in einem Klimablog? Ich glaube, daß die Mechanismen, die die Menschheit weniger gewalttätig machen, ihr auch helfen könnten, das Problem des Klimawandels anzugehen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Den Kern von Pinkers Buch kann man recht schnell beschreiben (siehe auch diverse Rezensionen, &lt;a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-10/menschheit-gewalt-frieden-gesellschaft"&gt;zum Beispiel von Die Zeit&lt;/a&gt;). Die Frühzeit des Menschen, als er noch in kleinen Gruppen umherstreifte und vom Sammeln und Jagen lebte, war mörderisch. Es gab oft gewalttätige Auseinandersetzungen, in der Gruppe und zwischen den Gruppen. Für 5 bis 60 Prozent der Jäger und Sammler in prähistorischer Zeit und auch bis in die Gegenwart hinein endete das Leben mit einem Mord.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statistiken zeigen, daß die Todesraten durch Mord, Krieg und staatliche Eingriffe in dem Maß zurückgingen, wie die menschlichen Gesellschaften komplexer und zivilisierter wurden. Vermutlich war die größere Sicherheit vor Gewalt ein wichtiger Grund dafür, daß Menschen sich dem Aufbau von Staaten unterwarfen. Doch es ging in der menschlichen Entwicklung nicht nur darum, daß Staaten das Gewaltmonopol für sich forderten und durchsetzten. Das Denken der Menschen veränderte sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Bis in die jüngste Zeit ging nicht nur die Bereitschaft zu Krieg und Mord in allen Staaten zurück, auch die Bereitschaft, Menschen zu unterdrücken, zu schlagen, zu versklaven, zu benachteiligen oder zu vergewaltigen, ließ nach. Formen des Sexismus und Rassismus, die vor einigen Jahrzehnten noch gesellschaftlich akzeptiert waren, sind es inzwischen nicht mehr. Wenn man Steven Pinkers Buch durchliest, ergibt sich in der Gesamtschau, daß gesellschaftlich akzeptables Verhalten entsprechend den sozialen Notwendigkeiten sich im Laufe der Zeit durchsetzt. Pinker stellt dafür mehrere Mechanismen vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Beispiel von Kriegen oder des Völkermordes zeigt er, daß die Neigung dazu zurückgeht, wenn nur anerkannte Beobachter vorhanden sind, die sich als Verhandlungspartner anbieten, um zwischen die Konfliktparteien zu treten. Dabei können sie sogar dann vor Gewaltakten schützen, wenn sie im Vergleich zu den Konfliktparteien nicht besonders stark oder gut bewaffnet sind. So sind in den meisten Fällen UNO-Missionen erfolgreich, obwohl die militärischen Mittel der UNO-Kräfte üblicherweise eher begrenzt sind. In nur wenigen Fällen scheitern UNO-Missionen (etwa beim Schutz der Zivilbevölkerung in Bosnien), doch sind dies Ausnahmefälle. Der Vorteil solcher Friedensmissionen ist hier, daß Zugeständnisse bei Gesichtswahrung gemacht werden können, weil hier eine dritte Seite einen Einigungsdruck erzeugt und daß hier Öffentlichkeit hergestellt wird, so daß Konfliktparteien sich eher genötigt fühlen, ihr Handeln rechtfertigen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Mechanismus ist ein allgemeiner Trend zur Aufklärung. Die öffentliche Meinung setzt in einem langwierigen Prozess immer mehr allgemein akzeptable Normen durch, um so mehr, wenn die Bürger gebildeter, informierter und international vernetzt werden. Was sich vor einigen Jahrzehnten noch rechtfertigen ließ, gilt inzwischen als nicht mehr akzeptabel. Was vor einigen Jahrzehnten noch geübte Praxis sein konnte, zum Beispiel Rassentrennung in den USA, kann heute schon, wenn auch nur eine gewisse Andeutung erfolgt, daß man nicht bedingungslos dagegen ist, eine Politikerkarriere beenden. Menschen gewöhnen sich an Standards, die sich einmal entwickelt haben, und setzen sie als Basisniveau für die weitere Entwicklung. Das kann man zum Beispiel daran sehen, daß der Gleichberechtigung von Afroamerikanern in den USA die Gleichberechtigung von Frauen im öffentlichen Interesse folgte, dann die Gleichstellung von Homosexuellen, die Durchsetzung von Kinderrechten und schließlich von Tierrechten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit ergibt sich ein dritter Mechanismus der Übertragung von sozialen Errungenschaften auf verschiedene Gebiete. Wenn also anerkannt wird, daß die Sklaverei unrecht ist, weil alle Menschen gleich geboren sind, folgt darauf die Argumentation, daß auch Frauen das Wahlrecht erhalten müßten oder die Anerkennung von Rechten anderer Gruppen auf der Basis der Gleichheit aller Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist das Buch von Steven Pinker schon an sich sehr interessant und bietet schöne Möglichkeit, die verschiedensten Entwicklungen der Menschheit zur Gewalt nachschlagen zu können. Aber ich sehe darin auch ein Modell für einen optimistischen Ausblick auf die Haltung der Menschheit zu Maßnahmen gegen den Klimawandel. Auch hier stehen wir vor ähnlichen zivilisatorischen Herausforderungen. Der menschliche Egoismus führt zunächst dazu, Maßnahmen gegen den Klimawandel aufzuschieben, damit man heute Geld spart, aber erhebliche größere Schäden in der Zukunft dafür hinnimmt. Doch in Europa ist heute schon der gesellschaftliche Druck so groß geworden, das Problem des Klimawandels anzugehen, daß Regierungen in einem Rechtfertigungsdruck sind, zu zeigen, daß sie Klimaschutzmaßnahmen umsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anscheinend ist man in vielen anderen Staaten noch nicht so weit. &lt;a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15596934,00.html"&gt;So hat kürzlich Kanada zum Ende des Jahres das Kyoto-Protokoll gekündigt&lt;/a&gt;, um mehrere Milliarden kanadische Dollar an Strafzahlungen zu vermeiden, die sonst fällig würden, weil Kanada die nationalen Emissionsziele verfehlt hatte. Die Vertragskündigung war keineswegs ein Zeichen dafür, daß man in Kanada nicht an den Klimawandel glaubt, &lt;a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15599509,00.html"&gt;sondern basiert explizit nur auf egoistischen Motiven&lt;/a&gt;. Damit stellt sich Kanada in einer Reihe mit Rußland, China, Indien, die USA oder Japan, die entweder dem Kyoto-Protokoll nicht beigetreten sind oder aus ihm austreten wollen oder für sich keine bindenden Emissionsziele akzeptieren, um eigene Kosten zu vermeiden. In keinem Fall wird dabei angezweifelt, daß ein Klimawandel droht oder daß dieser bedrohlich für die Menschheit sei. Aus genau diesem Grund ist es aber möglich, öffentlichen Druck aufzubauen, der Staaten dazu zwingt, ihr moralisches Handeln zu rechtfertigen und sich zunehmend an allgemein akzeptierten Werten auszurichten. Es ist also nur eine Frage der Zeit, daß auch die heutigen Klimaegoisten sich genötigt fühlen zu demonstrieren, daß sie wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz umsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die große Unbekannte ist dabei, ob dieser Wandel der Staaten rechtzeitig kommt. Damit die globale Temperaturänderung im Bereich von 2 bis 3 Grad bleibt (bis 2100), müßte der Höhepunkt der globalen CO2-Emissionen deutlich vor dem Jahr 2030 erreicht werden. Staatliche Maßnahmen dazu brauchen erheblichen Vorlauf, so daß ein weltweiter Wandel in der Haltung der meisten Staaten innerhalb der nächsten Jahre erfolgen muß. Für einen allgemeinen gesellschaftlichen Wandel ist das ein sehr kurzer Zeitraum. Der Wandel könnte aber schon weiter sein, als man glaubt. Der größte CO2-Emittent ist inzwischen die Volksrepublik China. Obwohl China für sich internationale Vorgaben ablehnt, hat sich andererseits aufgrund der extremen Luftverschmutzung in Chinas Städten und den Auswirkungen der Verwüstung des Westens Chinas ein Problembewußtsein ausgebildet, daß die Luftverschmutzung ein dringendes Problem ist. &lt;a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13182654/China-verstaerkt-Ausbau-von-Wind-und-Solarenergie.html"&gt;Daher investiert der chinesische Staat erhebliche Mittel in den Ausbau von Wind- und Solarkraft&lt;/a&gt;. Möglicherweise könnte schon in einigen Jahren auch für China es einfach nicht mehr gesellschaftlich akzeptabel sein, internationalen Verträgen zur Begrenzung von Treibhausgasemissionen nicht beizutreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen wir die Veränderungen beim Thema Gewalt als Modell, dann können wir einen Beitritt anderer Staaten zu einem internationalen Vertragswerk herbeiführen, indem wir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;das Gespräch über die Folgen des Klimawandels permanent auf der Tagesordnung halten&lt;/li&gt;&lt;li&gt;selbst deutlich zeigen, daß wir bereit sind, erheblich in Maßnahmen gegen den Klimawandel zu investieren&lt;/li&gt;&lt;li&gt;für Verhandlungen über Klimaschutzziele möglichst akzeptierte internationale Plattformen nutzen, wie etwa die UNO&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Menschen die Folgen des Klimawandels durch plakative Einzelbeispiele demonstrieren - sobald Menschen den Klimawandel als ein persönliches Problem erfahren und eine eigene Identifikation dazu aufbauen können, bauen sie einen starken Rechtfertigungsdruck für Staaten auf&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Allerdings wird beim Vergleich mit dem Buch "Gewalt" auch deutlich, daß gesellschaftlicher Wandel am effektivsten in demokratischen Systemen abläuft. Das reduziert die Erwartungen für China oder den Iran. Andererseits können moralische Werte auch über das Ausmaß bestehender Handelsbeziehungen transportiert werden. Daher besteht auch die Chance, daß in dem Maß, in dem der Klimaschutz zu einem Kaufkriterium für Waren wird, auch darüber der nötige Druck bei Exportnationen aufgebaut wird, sich um den Klimaschutz zu bemühen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-740414920694214161?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/740414920694214161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=740414920694214161' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/740414920694214161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/740414920694214161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/12/gewalt.html' title='Gewalt'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-711334437161276891</id><published>2011-09-19T16:23:00.001+02:00</published><updated>2011-09-19T20:13:33.956+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Temperaturanomalien'/><title type='text'>Nobelpreis schützt vor Torheit nicht</title><content type='html'>Titel und wissenschaftliche Ehrungen verleihen Wissenschaftlern Autorität. Dieses Gut kann sinnvoll eingesetzt werden. Es kann auch verschwendet werden. Wenn Prof. James Hansen an Protesten gegen Kohlekraftwerke oder umweltzerstörenden Kohleabbau teilnimmt und sich dabei festnehmen läßt, zeigt er, daß sein Handeln als Privatperson seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen folgt. Wenn Wissenschaftler im Ruhestand für Beraterverträge Gefälligkeitsgutachten erstellen, die offensichtlich dem anerkannten Kenntnisstand im Fach widersprechen, zeigen sie einen Zynismus, den man anprangern sollte. Neben Geld kann aber auch eine Motivation darin bestehen, seine Reputation für seine politischen oder religiösen Überzeugungen in die Waagschale zu legen oder einfach mal wieder öffentliche Aufmerksamkeit zu finden. Erhöhte Aufmerksamkeit erregt auch ein Nobelpreisträger, wenn er außerhalb seines Fachgebietes antiwissenschaftliche Strömungen unterstützt. Prof. Giaever ist das neueste Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wissenschaftler, die ihre Reputation zerstören, weil sie längst gut belegte Feststellungen der Klimaforschung leugnen, treten immer wieder auf, doch ein besonderes Hallo erregen dabei Nobelpreisträger. Einer davon, der schon seit Jahren immer wieder auf Unterschriftenlisten und in Wortbeiträgen der Leugnerszene auftritt, ist der 82 Jahre alte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ivar_Giaever"&gt;Prof. Ivar Giaever&lt;/a&gt;. So bemerkenswert seine Beiträge zu Quanteneffekten bei Supraleitern sein mögen, die ihm seine Auszeichnung eintrugen, hat er damit allerdings trotzdem keinen Freibrief dafür, die Arbeit von tausenden Kollegen, die in der Klimaforschung tätig sind, als Unsinn abzuqualifizieren.&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/lindaunobel/2008/07/ganz-viel-heisse-luft.php"&gt;Da Prof. Giaever sich schon früher als Leugner dargestellt hatte&lt;/a&gt;, hat seine Ablehnung des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes in der Klimaforschung keinen Neuigkeitswert. Da ist es schon ein kleiner Erfolg, die Medien dazu zu bringen, die altbekannte Tatsache erneut zu berichten. In diesem Fall haben Giaever und die Leugnerszene seinen Austritt aus der American Physical Society als Showeinlage benutzt. &lt;a href="http://www.thegwpf.org/science-news/3870-nobel-prize-winner-ivar-giaever-resigns-from-aps-over-global-warming-alarmism.html"&gt;In der per Email verbreiteten Begründung des Austritts&lt;/a&gt; hatte er behauptet, daß eine globale Erwärmung von 288 auf 288,8 Kelvin in 150 Jahren (korrekt wären übrigens eher eine Erwärmung von 286,8 Kelvin auf 287,6 Kelvin für das Bodenmessnetz und die Ozeane laut NCDC, aber dies ist nicht wirklich wichtig) nur zeigte, daß das Erdklima bemerkenswert stabil sei. Weil die APS die globale Erwärmung als unwiderlegbare Tatsache dargestellt habe, während man in vielen anderen Bereichen über Zahlenwerte von Konstanten oder alternative kosmologische Theorien diskutierte, könne er deren Haltung dazu nicht mittragen und trete daher aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Stilübung kann man auseinandernehmen, in welchen Punkten hier eine gewollte Irreführung des Publikums erfolgt. Der Kernpunkt ist das Spektakel um die absolute Temperatur. Sie soll den Eindruck physikalischer Korrektheit erwecken, beinhaltet aber das Gegenteil. In der Klimaforschung betrachtet man nicht die absolute Temperatur der Erde, &lt;a href="http://www.ncdc.noaa.gov/cmb-faq/anomalies.php"&gt;sondern die relative Temperatur zu einer bestimmten Bezugsperiode&lt;/a&gt;. Nur diese Abweichung, die Temperaturanomalie, kann mit zufriedenstellender Genauigkeit bestimmt werden. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/04/warum-es-egal-ist-ob-es-eine-mittlere.html"&gt;Fehler der absoluten Temperaturbestimmung heben sich dabei heraus&lt;/a&gt;. Ob nun eine Abweichung klein oder groß ist, hängt davon ab, wie stabil der Ausgangswert ist und welche Abweichungen signifikante Auswirkungen haben. Ob ein Stück Eisen bei 1250 oder 1260 Kelvin geschmiedet wird, hat wohl keine merklichen Auswirkungen. Es ist auch schwierig, ein so heißes Stück Eisen beim Schmieden auf wenige Kelvin genau zu temperieren. Hingegen unterscheidet bei einem Menschen ein Temperaturunterschied von weniger als einem Grad darüber, ob er gerade gesund ist oder ein Entzündungsprozess in ihm abläuft und eine erhöhte Temperatur oder ein Fieber auslöst. Bei der globalen Temperatur liegen die üblichen Schwankungen im Bereich von wenigen zehntel Grad. Eine globale Temperaturänderung von&amp;nbsp; 5 oder 6 Grad unterscheidet unsere Zwischeneiszeit von einer Eiszeit. Solche Klimaänderungen sind hoch signifikant und verändern weltweit Lebensräume und führen potentiell zum Aussterben ganzer Artengruppen. 0,8 Grad globale Temperaturänderung sind eine erhebliche Veränderung und die zu erwartenden 3 bis 10 Grad in der Zukunft, abhängig von unseren Maßnahmen gegen den Klimawandel erst recht. 288 Kelvin aufzuaddieren, damit diese Änderung geringfügig erscheint, ist offensichtlich ein Täuschungsmanöver, eine Form des Lügens ohne formal eine Unwahrheit zu sagen. Ich bin außerdem der Meinung, daß Giaever dieses Täuschungsmanöver bewußt durchführt. Der Begriff einer Temperaturanomalie ist recht einfach und Prof. Giaever hatte genügend Gegenheit, diesen Hintergrund zur Kenntnis zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Könnte Giaever zumindest mit seiner Kritik recht haben, daß die APS hier etwas als unwiderlegbar anerkennt, hingegen in anderen Fällen die wissenschaftliche Diskussion fördert? Der Vorwurf, es würden die Ergebnisse der Klimaforschung als unwiderlegbare Erkenntnisse („settled science“) behandelt, während sonst alle wissenschaftlichen Ergebnisse immer der weiteren Diskussion offenstünden, ist ja ein gern wiederholtes Motiv der Klimaleugnerszene. Aber auch hier verdeckt die Show den eigentlichen Hintergrund. Gerade weil es keine Sonderbehandlung für die Klimaforschung geben darf, muß man hier auch anerkennen können, welche Erkenntnisse gesichert sind (nach heutigem Kenntnisstand unwiderlegbar) und welche in der Diskussion sind. Solche Feststellungen bedürfen normalerweise keiner quasiamtlichen Feststellungen von Wissenschaftsorganisationen, weil sie nicht politisch angegriffen werden. Daß es kein Perpetuum Mobile geben kann, läßt sich trivial aus anerkannten Gesetzmäßigkeiten ableiten (zum Beispiel Energieerhaltungssatz). Niemand nimmt hier Anstoß daran, daß Wissenschaftler es nicht mehr für erforderlich halten, weiterhin nachzuweisen oder anzuzweifeln, daß ein Perpetuum Mobile unmöglich ist. In diesem Sinne hält es auch in der Klimaforschung kein seriöser Wissenschaftler für erforderlich, erneut zu beweisen, daß die globale Erwärmung der letzten 100 Jahre 0,8 Grad betrug, daß sie durch natürliche Größen nicht erklärt werden kann, jedoch aufgrund des Treibhauseffektes und der Emissionen von CO2 aus fossilen Brennstoffen zu erwarten war und damit auch quantitativ erklärt werden kann. Und daß eine weitere Verstärkung des Treibhauseffektes zu einer erheblichen globalen Erwärmung führen muß. Das sind nun einmal Feststellungen, die viel besser gesichert sind als der genaue Zahlenwert einer Konstante, der noch vom Meßfehler verdeckt wird, oder die bevorzugte kosmologische Theorie unter einem Satz von verschiedenen, die sich anhand der bekannten Messungen bislang noch nicht unterscheiden lassen. Warum Temperaturmessungen, Klimaeffekte, CO2-Anstieg und weitere Prognose so gut abgesichert sind, dokumentieren die IPCC-Berichte. Dort kann man auch nachlesen, was nun als gesichert akzeptiert wird und was weiterhin in der wissenschaftlichen Diskussion steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wesentliche Argument dafür, daß es feststehende Ergebnisse der Wissenschaft gibt („settled science“) ist die Tatsache, daß jede Überprüfung des Ergebnisses eines Experiments nur eine begrenzte Anzahl von Durchführungen sinnvoll ist. Die Rechtfertigung einer weiteren Wiederholung des Experimentes kann dann nur noch sein, daß sich etwas fundamental geändert hat. Wenn Giaever also den Kenntnisstand zum Klimawandel angreifen will, ist zuerst er selbst gefragt, darzustellen, was sich denn nun fundamental geändert hat, um eine erneute Überprüfung alter Ergebnisse sinnvoll zu machen. Diesen Beleg liefert er nicht. Ohne diesen Beleg sind aber die grundsätzlichen Erkenntnisse zur globalen Erwärmung genau das, was sie sind: unwiderlegbar.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-711334437161276891?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/711334437161276891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=711334437161276891' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/711334437161276891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/711334437161276891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/09/nobelpreis-schutzt-vor-torheit-nicht.html' title='Nobelpreis schützt vor Torheit nicht'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5867533398890292079</id><published>2011-09-08T18:39:00.000+02:00</published><updated>2011-09-08T18:39:18.449+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissenschaftstheorie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Wenn Blogs Fachbegutachtungen kritisieren</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Der &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/09/wolken-uber-der-fachbegutachtung.html"&gt;Spencer-Braswell-Skandal&lt;/a&gt; hat zu einer unüberschaubaren Menge von Diskussionen in den Blogs geführt. Darunter auch zur Frage, wo denn der Unterschied ist, wenn Blogs die Klimaforschung angreifen oder wenn andere Blogs den Spencer-Braswell-Skandal zum Thema machen. Was ist also besonders an dem Skandal?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Die fachliche Diskussion in der Wissenschaft findet in der Fachliteratur, auf Treffen, Konferenzen und Seminaren statt. Da Menschen dazu verurteilt sind, Fehler zu machen, und da die Effizienz der fachlichen Diskussion gesteigert wird, wenn man nicht diskussionswürdige Beiträge gar nicht erst bekannt gibt, ist es üblich, bei allen Beiträgen, die weitere Verbreitung finden sollen, eine Fachbegutachtung vorzuschalten. Das kann durch 2 bis 5 Fachgutachter, durch offene Diskussion in einem vorgegebenen Zeitraum mit anschließender Freigabe zur Publikation oder durch ein dafür eingesetztes Kommitee&amp;nbsp;geschehen. Doch in allen Fällen gilt, daß die Fachbegutachtung erst mal ein Filter ist, der vor allem formale Korrektheit und Plausibilität abprüft. Die publizierte Arbeit kann dann immer noch falsch sein. Oder zwar formal richtig, aber für den wissenschaftlichen Fortschritt uninteressant. Die Qualität einer Arbeit erweist sich darin, wie oft sie zitiert wird, ob sie in der weiteren Diskussion bestätigt werden kann und ob andere auf dieser Arbeit aufbauen können. Es kann Jahre dauern, bis man den Wert einer Arbeit einschätzen kann. Und manchmal kann sogar eine falsche Arbeit, die aber eine neue, interessante Methodik einbringt oder neue Fragen aufwirft, wissenschaftlich sehr wertvoll sein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Aus all dem folgt der Satz, schlechte Arbeiten werden meistens nicht zurückgezogen oder durch Gegenartikel beantwortet, sie werden ignoriert. Eine schlechte Arbeit, die es irgendwie durch die Fachbegutachtung geschafft hat, tut dem Wissenschaftler auf Dauer selten gut, sondern schadet seiner Reputation. - Das war in den guten, alten Zeiten...&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wenn wissenschaftliche Arbeiten jedoch nur ein Spiel über die Bande darstellen, um in der politischen Diskussion zu punkten, ändert sich alles. Als Wolfgang Wagner zurücktrat und seinen Rücktritt begründete, spielte es eine große Rolle, daß Roy Spencer seinen Artikel in Medien und Blogs einbrachte und dort die Bedeutung der Ergebnisse übertrieb. In der Echokammer der Leugnerblogs und der wissenschaftsfeindlichen Medien wie zum Beispiel Fox-News&amp;nbsp;wurde Spencers Artikel als Beleg für eine niedrige Klimasensitivität beworben, ohne daß hier eine fachlich angemessene Bewertung möglich war. Die Wissenschaft kann gerne den schlechten Beitrag von Spencer und Braswell leugnen, aber die Medien werden darüber nicht berichten und der Mann auf der Straße wird nie davon erfahren. Spencer und Braswell haben Fakten geschaffen. Wir haben in der Klimadiskussion die perverse Situation, daß mittelmäßige oder gar schlechte Wissenschaftler sich mit schlechten Arbeiten öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen können, wenn sie nur gegen den wissenschaftlichen Konsens schießen. Judith Curry wäre mit ehrlicher Facharbeit heute unbekannt, Patrick Michaels verdient mit Leugnen seinen Lebensunterhalt, Roy Spencer und &lt;a href="http://scienceblogs.com/deltoid/global_warming/plimer/"&gt;Ian Plimer&lt;/a&gt; nehmen mit Leugnerbüchern gutes Geld ein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wagner trat zurück, weil er erkannte, daß er ein Bauer in einem politischen Spiel geworden war, bei dem wissenschaftliche Journale und Fachpublikationen nur für andere Zwecke benutzt werden. Es ist geradezu ironisch, daß Leugner genau dieses der seriösen Wissenschaft vorwerfen, und einer der Fälle, wo Vorwürfe der Leugnerszene nur beschreiben, was ihre eigenen Leute tun. Es ist die Selbstimmunisierung gegen zu erwartende Vorwürfe wie der Ruf: „Haltet den Dieb.“ vom Taschendieb, der sich gerade mit seiner Beute absetzen will.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;In verschiedenen Leugnerblogs kommt nun der Gedanke hoch: „Spencer und Braswell werden in Blogs kritisiert und dort gefordert, der Beitrag solle zurückgezogen werden. Also erkennen nun plötzlich die „Alarmisten“ an, daß es doch „Blogwissenschaft“ gibt und doch die Diskussionen in Blogs Einfluß auf die wissenschaftlichen Veröffentlichungen nehmen sollen.“ Ein Missverständnis, denn die Begründung des Rücktritts von Wagner ist im Fachjournal publiziert worden und die Antwort von Andrew Dessler ist auch in der Fachzeitschrift veröffentlicht worden. Die Diskussion über den politischen Teil dieses Skandals von Spencer und Braswell gehört aber rechtens in die Blogs und Medien.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Da Wagner die Politisierung der Wissenschaft in diesem Fall beklagte, &lt;a href="http://rogerpielkejr.blogspot.com/2011/09/retraction-remote-sensing-and-due.html"&gt;geht Roger Pielke jr. sogar so weit,&lt;/a&gt; mit Genugtuung festzustellen, daß es doch genau das Grundübel sei, das von seiner Seite so beklagt würde, daß in die Fachbegutachtung Erwartungen der politischen Auswirkungen einfließen sollten. Nun ist das ein gewolltes Mißverständnis: in der Klimaforschung verlangt niemand, man solle bei der Fachbegutachtung berücksichtigen, welch schlimme Dinge geschehen könnten, wenn man den Klimawandel nicht ernst nimmt und etwas unternimmt. Pielkes Unterstellung ist eine Verschwörungstheorie, die nicht funktionieren kann, die allen üblichen Verfahrensweisen in der Wissenschaft widerspricht und die ohne Belege dasteht. Der Hauptvorwurf in dem Fall ist die skandalöse Vermarktung des Artikels von Spencer und Braswell bei bekannten Fehlern des Artikels in Verbindung mit der Ausnutzung einer fehlerhaften Fachbegutachtung, aber nicht in erster Linie die Motive der Gutachter. Bei den Gutachtern steht nur der Mangel an anerkannter guter wissenschaftlicher Praxis in der Kritik. Dazu gehört, daß Gutachter geeignet sein müssen und daß sie anmerken müssen, wenn in einem Beitrag wichtige Gegenargumente zu den Schlussfolgerungen verschwiegen werden. Wenn Pielke jr. unterstellen will, daß Artikel zur Klimaforschung üblicherweise nur erscheinen, weil sie politisch gewollt sind, und daß die Klimaforschern durchsetzt sei von Leuten, die Fachpublikationen nur als Teil ihrer politischen Kampagne sehen, sollte er das ehrlich sagen, statt Unterstellungen zu streuen, damit man diese Behauptung endlich als die unhaltbare Verschwörungstheorie diskutieren kann, die sie ist. Umgekehrt wissen wir im Fall von Spencer und Braswell, daß hier die Fachbegutachtung fehlerhaft war – der verantwortliche Redakteur selbst hat es zugegeben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Es ist wohl nicht zu vermeiden, daß Presseerklärungen zu Fachartikeln diese gelegentlich sexier machen, als angemessen ist und man kann keine Zeitung und keinen Blog daran hindern, die publizierte Mücke in der öffentlichen Diskussion zum Elefanten aufzublasen. Aber es ist wichtig, solche Fälle zu kritisieren. Und in besonders gravierenden Fällen ist dann auch der Rücktritt des verantwortlichen Redakteurs angemessen. Zumal in der Klimadiskussion schlechte Artikel eben nicht einfach verschwinden. Sie werden nach unserer Erfahrung in den Leugnerblogs und auch in den Medien immer wieder umgewälzt und neu verwertet. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5867533398890292079?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5867533398890292079/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5867533398890292079' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5867533398890292079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5867533398890292079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/09/wenn-blogs-fachbegutachtungen.html' title='Wenn Blogs Fachbegutachtungen kritisieren'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-7473442014361385299</id><published>2011-09-07T11:56:00.003+02:00</published><updated>2011-09-14T21:14:34.896+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wolken'/><title type='text'>Wolken über der Fachbegutachtung</title><content type='html'>Die Leugner des wissenschaftlichen Sachstands zum Klimawandel spielen auf einer breiten Palette von Instrumenten. An einem Ende sind platte wissenschaftsfeindliche Tiraden in den Medien und Blogs, am anderen werden die Instrumente wissenschaftlichen Arbeitens für eigene Zwecke genutzt. Dazu gehört es, nach Wegen zu suchen, die wissenschaftliche Fachbegutachtung auszutricksen oder zu umgehen oder wissenschaftliche Artikel für die eigenen Zwecke umzudeuten. Der Skandal um einen Artikel von Roy Spencer und&amp;nbsp;Braswell in der noch jungen Fachzeitschrift für Fernerkundung Remote Sensing gehört zu dieser Seite der Leugneraktivität und bietet ein Déja Vue, schwache Wissenschaft und ein Beispiel für die Bedeutung der Umdeutung von Forschungsergebnissen in Medien und Blogs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Der Hintergrund zum Ganzen ist, daß die Leugnerszene damit gescheitert ist, die Grundsätze des wissenschaftlichen Sachstands zum Klimawandel anzuzweifeln. Kein Wissenschaftler kann mehr anzweifeln, daß es derzeit global wärmer wird oder daß es einen Treibhauseffekt gibt, ohne dadurch als ein Narr zu erscheinen. Gerlich und Tscheuschner haben etwas in dieser Art versucht, aber sie sind auch nicht vom Fach und, mit Verlaub, der polemische Stil ihres Beitrags zum Thema ist so fern einer seriösen wissenschaftlichen Erörterung des Themas, daß man an der grundsätzlichen naturwissenschaftlichen Kompetenz der Herren zweifeln muß. Doch interessant an diesem Fall ist, daß auch hier mit Tricks versucht wurde, die Fachbegutachtung auszuhebeln, die ja eine erste Plausibilitätsprüfung für Fachbeiträge darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;Die Tricks, mit denen Pseudowissenschaft in fachbegutachtete Literatur geschmuggelt wird:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1)&amp;nbsp; Publikation in einer themenfremden Fachzeitschrift.&lt;br /&gt;(2)&amp;nbsp; Ausnutzung eines befreundeten oder politisch förderlichen Herausgebers oder Redakteurs.&lt;br /&gt;(3)&amp;nbsp; Auswahl genehmer Fachgutachter oder einfach Nachlässigkeit und Überforderung der Fachgutachter.&lt;br /&gt;(4)&amp;nbsp; Publikation in einem Journal mit niedrigem Profil und geringer Ablehnungsrate&amp;nbsp;– Hauptsache der Artikel kann als fachbegutachtet&amp;nbsp;vorgezeigt werden.&lt;br /&gt;(5) vage Darstellung des Themas im Artikel, die zulässt, daß man den Beitrag seriös deuten kann und Nachlieferung der unseriösen Deutung in der öffentliche Diskussion.&lt;br /&gt;(6) Bearbeitung eines Details, das an sich genommen korrekt dargestellt wird, mit der Möglichkeit unzulässiger Verallgemeinerung in der öffentlichen Debatte; &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/02/wie-leugner-die-wissenschaft-bekampfen.html"&gt;Aufblasen an sich unbedeutender Abweichungen als totale Widerlegung&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;(7) Arbeiten, in denen Daten so ausgewählt werden, daß sie ein gewünschtes Ergebnis ergeben bzw. manipulativer Einsatz von Theorie, Modell und Daten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/05/nachweis-des-treibhauseffekts.html"&gt;Gerlich und Tscheuschner publizierten zum Beispiel in einem themenfremden Journal&lt;/a&gt; (1), hatten dort anscheinend einen befreundeten Redakteur (2) und einen genehmen sowie einen nachlässigen Fachgutachter (3) und konnten so unplausible und polemische Unterstellungen als fachbegutachteten Artikel herausgeben. Hätten sie recht, wäre die Klimaforschung mittlerweile mitten in einer dramatischen Revolution und Gerlich und Tscheuschner in der Diskussion für einen Nobelpreis. Im Gegenteil aber fanden Meteorologen und Klimatologen den absurden Beitrag noch nicht einmal einer Erwiderung wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/04/warum-es-egal-ist-ob-es-eine-mittlere.html"&gt;Auch Essex, McKitrick und&amp;nbsp;Andresen sind mit der Nutzung eines themenfremden Journals gut gefahren&lt;/a&gt;. In diesem Fall haben sie behauptet, es gäbe keine globale Temperatur, ein Schmarrn, mit dem sie sich natürlich an keine Fachzeitschrift für Meteorologie, Klimatologie oder Geophysik wenden durften. Also traf hier mindestens Punkt (1) zu, mit Verdacht auf Punkte (2) und (3), denn wer soll bei einem Journal für Nichtgleichgewichtsthermodynamik schon genauer die Hintergründe bei meteorologischen Meßreihen und Methoden kennen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;McLean, DeFreitas und Michaels (2009) hatten wiederum zwar in&amp;nbsp;dem passenden und angesehenen Journal of Geophysical Research publizieren können, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/07/enso-macht-keinen-trend-aber-politik.html"&gt;aber ihre These, daß der Klimawandel nur die Folge einer Aneinanderreihung von ENSO-Zyklen sei, war so fehlerhaft und unsinnig&lt;/a&gt;, daß man Mutmaßungen zu Punkt (3) machen muß. Punkt (7) wurde dann von &lt;a href="http://www.cgd.ucar.edu/cas/Trenberth/trenberth.papers/Foster_et%20alJGR09_formatted.pdf"&gt;Foster et al. (2009) nachgeliefert&lt;/a&gt; - &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/03/was-wurde-sie-denn-widerlegen.html"&gt;der Umgang mit Daten war manipulativ&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;Neben dem offensichtlichen Unsinn gibt es aber auch andere Möglichkeiten, Zweifel zu streuen. Die wichtigste Methode ist dabei, die Klimasensitivität kleinzureden (&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/05/die-welt-kommt-langsam-aber-gewaltig.html"&gt;im Gegensatz zu einer Vielzahl von Arbeiten dazu&lt;/a&gt;)&amp;nbsp;und die globale Erwärmung über alternative Theorien zu erklären. Üblicherweise bemüht man hier zusätzliche Strahlungsantriebe durch die Wolkenbedeckung, die auf geheimnisvolle Art und Weise durch kosmische Einwirkung, Sonnenaktivität oder unerklärte interne Variabilität des gekoppelten Systems von Atmosphäre und Meeren angetrieben wird. Doch da die Diskussion darüber auch schon seit über 20 Jahren läuft, wird es auch hier für Leugner immer enger. Hier gab es gleich drei Einschläge im Leugnerlager, die von jenen zu letzten Nägeln im Sarg der Theorie zum menschengemachten Klimawandel uminterpretiert werden (letzte Nägel gibt es seit über 20 Jahren mindestens wöchentlich, was Klimawandelleugner genauso beeindruckt, wie das Ausbleiben des vorhergesagten Weltuntergangs die Jehovas Zeugen). Da war die Arbeit von Lindzen und Choi, On the determination of climate feedbacks from ERBE data, Geophysical Research Letters, 36, L16705 (2009), in der anhand willkürlich ausgewählter Perioden des Wetters über den tropischen Ozeanen behauptet wurde, man hätte einen Beleg dafür, daß es eine negative Rückkopplung für die globale Erwärmung durch die Bewölkung gibt. &lt;a href="http://www.realclimate.org/index.php/archives/2010/01/lindzen-and-choi-unraveled/"&gt;Legt man die gewählten Perioden geringfügig anders, kann man zu gegenteiligen Ergebnissen kommen.&lt;/a&gt; Zudem lassen sich in Lindzen und Choi (2009) erhebliche Fehlinterpretationen des tropischen Klimasystems und der Anwendung von Klimamodellen finden. &lt;a href="http://www.realclimate.org/index.php/archives/2010/01/lindzen-and-choi-unraveled/"&gt;Alles in allem Punkt (7) in der obigen Liste, aber hier muß schon von Experten die fehlerhafte Arbeit auseinandergenommen werden&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://www.cgd.ucar.edu/cas/Staff/Fasullo/refs/Trenberth2010etalGRL.pdf"&gt;Trenberth, Fasullo, O’Dell und Wong, Relationships between tropical sea surface temperature and top-of-atmosphere radiation, GRL 37, L03702, (2010)&lt;/a&gt; widerlegen nicht nur Lindzen und Choi (2009), sondern überhaupt vereinfachende Modelle, die eine negative Rückkopplung auf die globale Erwärmung durch Wolken unterstellen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2011/06/winos-lament.html"&gt;Nicht zufrieden damit, daß eine Arbeit widerlegt worden ist, versuchten Lindzen und Choi unter Ausnutzung des Status von Lindzen als Mitglied der National Academy of Sciences im zugehörigen Journal eine Fortführung der Arbeit im zugehörigen Journal PNAS unterzubringen&lt;/a&gt;. (&lt;a href="http://scienceblogs.com/stoat/2011/06/lindzen_goes_emeritus.php"&gt;Zum selben Thema Hintergründe bei Stoat.&lt;/a&gt;) Hier sollte Punkt (3) greifen, indem Lindzen und Choi als Gutachter die erklärten Gegner des wissenschaftlichen Standardmodells Will Happer wählten, der noch nie zu Klimathemen publiziert hatte, und Ming-Dah Chou, der zusammen mit Lindzen dessen Theorie eines Iris-Effektes der Erde publiziert hatte, also hier die eigene Theorie begutachten würde. Als PNAS seinerseits vier Experten die Arbeit begutachten ließ, gab es vier Ablehnungen in der Fachbegutachtung, zum Teil aufgrund gravierender fachlicher Mängel, zum Teil, weil Lindzen und Choi die Kritik von Trenberth et al. (2010) in keiner Weise entkräftet hatten. Dies waren wohl auch schon die Gründe dafür, daß Lindzen und Choi diese Arbeit nicht dort publizieren können, wo es eigentlich geplant war, nämlich in Geophysical Research Letters als direkte Antwort auf Trenberth et al (2010).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;Echte Verschwörungstheoretiker kann man nun daran erkennen, daß an dieser Stelle die Immunisierung der eigenen „Crank“-Theorie einsetzt. Laut Lindzen ist seine Arbeit nämlich fachlich sehr gut und die einmütige Ablehnung durch alle seriösen Fachleute nur Folge einer IPCC-gesteuerten Verschwörung, die Fachbegutachtung zur Abwehr aller IPCC-kritischen Arbeiten zu nutzen. Sozusagen eine Entschuldigung auf dem Niveau „der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen“. Denn zum einen gibt es genug IPCC-kritische Arbeiten, die es in Fachjournale geschafft hatten, zum anderen kann man die Fachgutachten nachlesen und sich davon überzeugen, daß diese nachprüfbare Schwächen in der Arbeit von Lindzen und Choi benennen. Die Arbeit wurde schließlich im koreanischen Asia-Pacific Journal of Atmospheric Sciences veröffentlicht (&lt;a href="http://www-eaps.mit.edu/faculty/lindzen/236-Lindzen-Choi-2011.pdf"&gt;Richard Lindzen&amp;amp;Jong-San Choi: On the observational determination of climate sensitivity and its implications, Asia-Pacific J. Atm. Sci., 47(4), 377, 2011.&lt;/a&gt;)(***), was Lindzens Behauptung, die IPCC-Verschwörung verhindere eine Publikation seiner Arbeiten, ausgesprochen paranoid erscheinen läßt. Gut war es trotzdem nicht, was man da durchließ. &lt;a href="http://geotest.tamu.edu/userfiles/216/Dessler2011.pdf"&gt;Andrew Dessler erläuterte, daß die Vorstellung, Wolken könnten Abkühlungen oder Erwärmungen des tropischen Ozeans antreiben im Gegensatz dazu, daß Erwärmungen und Abkühlungen der Ozeane die Entstehung von Wolken antreiben, mit den vorliegenden Daten nicht vereinbar ist&lt;/a&gt;. Und antwortet damit zugleich auf eine andere Publikation.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Lindzen und Choi waren nämlich nur das Vorspiel für den &lt;a href="http://scienceblogs.com/stoat/2011/09/porkies_from_woy.php"&gt;Skandal um die Arbeit von Spencer und Braswell (2011)&lt;/a&gt;. Auch jene behaupten, daß Wolken eine stark negative Rückkopplung für die globale Erwärmung wären. Man sollte vermuten, daß Spencer und Braswell die Diskussion zwischen Lindzen und Choi (2009) und Trenberth et al. (2010) unbedingt erwähnen müssten, da letztere ja sehr definitiv dargelegt hatten, daß ein negativer Wolkenfeedback anhand ausgewählter Episoden und mit vereinfachten Modellen eben nicht belegt werden kann. Das war aber nicht der Fall. Auch sind die Aussagen, die Spencer und Braswell da machen, in ihrer Konsequenz sehr stark (IPCC widerlegt), während die dafür angeführten Daten und vereinfachten Modelle eher schwach sind (**). Man vermutet also schon Punkt (5) und (7) der obigen Liste und sieht das insbesondere daran, daß in den Leugnerblogs die Arbeit als Beweis begrüßt wurde, daß die Klimasensitivität viel niedriger sei, als vom IPCC akzeptiert und die globale Erwärmung daher nicht vorwiegend vom Menschen verursacht sein könne, übrigens die gleiche Reaktion, die es auf die widerlegte Arbeit von Lindzen und Choi (2009) gab. Da das Machwerk im Journal Remote Sensing publiziert wurde, das nach eigener Beschreibung sich nicht mit der Analyse von Klimadaten oder der Untersuchung klimatischer Prozesse beschäftigt, trifft zudem Punkt (1) der obigen Liste zu, immer schon ein Alarmsignal. &lt;a href="http://scienceblogs.com/stoat/2011/09/holy_editor_resignation_batman.php"&gt;Der Skandal erwiese sich als solcher, als der leitende Redakteur des Journals Wolfgang Wagner zurücktrat&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.mdpi.com/journal/remotesensing/about/"&gt;eine Erklärung abgab&lt;/a&gt;, warum die Arbeit von Spencer und Braswell nie hätte publiziert werden dürfen, nämlich aufgrund der Schwächen, die ich oben angegeben hatte und die man an anderem Ort detailliert nachlesen kann. &lt;a href="http://www.realclimate.org/index.php/archives/2011/09/resignations-retractions-and-the-process-of-science/"&gt;Realclimate bringt die Fälle Lindzen und Choi und Spencer und Braswell in eine Gesamtschau und verweist auf Andrew Dessler&lt;/a&gt;. Bei Andrew Dessler kann man genauer nachlesen, warum schon die Annahmen von Spencer und Braswell genauso wie bei Lindzen und Choi der Realität bei den Wärmeflüssen über den Ozeanen widersprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenbei erwähnt Wagner beim Spencer und Braswell-Skandal auch, daß die Fachbegutachtung hier wohl gescheitert sei, weil die gewählten drei Gutachter anscheinend die gleichen Ansichten zum Thema hatten wie Spencer selbst, und damit Punkt (3) der obigen Liste erfüllt war. Die Fachbegutachtung war nicht wirklich unabhängig und ein unabhängiger Gutachter hätte wohl nachgefragt, warum Spencer und Braswell &lt;a href="http://www.cgd.ucar.edu/cas/Staff/Fasullo/refs/Trenberth2010etalGRL.pdf"&gt;Trenberth et al. (2010)&lt;/a&gt; nicht erwähnen. Ein kritischer Gutachter hätte es wohl auch für unnötig gehalten, den wiederholten Aufguß einer widerlegten These zu publizieren. Vermutlich ist es gravierender, daß Spencer und Braswell ihnen bekannte Erwiderungen auf ihre These verschwiegen hatten, als eine fehlerhafte Analyse durchzuführen und ihre&amp;nbsp;vagen Ergebnisse dann in den Schlußfolgerungen zu übertreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;Auch Spencer reagiert wie Lindzen. Die ablehnende Reaktion der Fachwelt oder der Rücktritt des Redakteurs und seine Erklärung, die die Publikation von Spencer und Braswell zum Skandal machen sieht Spencer nicht etwa als Hinweis, daß an seinen Thesen was faul ist, vielmehr erklärt er trotzig, es hätte ihm in seiner ganzen wissenschaftlichen Karriere nur ein Fehler nachgewiesen werden können und die fachbegutachteten Journale steckten in einer Verschwörung des IPCC, kritische Arbeiten herauszuhalten. Nicht er liege falsch, sondern fast alle anderen Wissenschaftler auf dem Gebiet. So hat Spencer zwar nicht den finalen Nagel in den Sarg der Theorie zur menschengemachten Erwärmung eingeschlagen, aber immerhin den letzten Rest eigener wissenschaftlicher Seriosität begraben. Und dazu gleich ein Déja Vue geliefert. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Soon_and_Baliunas_controversy"&gt;2003 traten von Storch und die Hälfte der übrigen Redakteure des Journals Climate Research zurück, weil einer der Redakteure (de Freitas) ein Machwerk von Soon und Balliunas durchwinkte&lt;/a&gt;. Auch damals war die Fachbegutachtung unterlaufen worden (Punkte&amp;nbsp;2 und 3), hatte dem Magazin seine Reputation gekostet, allerdings nicht verhindert, daß die Leugnerszene Soon und Balliunas als Zeugen anführen, daß die globale Erwärmung nur ein Schwindel sei. Die Arbeit von Soon und Balliunas beschrieb den Klimawandel der letzten 1000 Jahre als Folge von Änderungen der solaren Aktivität und stoppelte unterschiedliche Proxydaten für Niederschlag und Temperatur so zusammen, daß der Eindruck erweckt wurde, daß es in diesen 1000 Jahren zeitweilig deutlich wärmer war als gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Die Fehler in der Arbeit waren so gravierend, daß sie von Fachleuten als lächerlich oder absurd beschrieben wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;Es bleiben ein paar Fragen: Sollte es die Gegner des Sachstandes zum Klimawandel nicht langsam stören, daß ihre präsentierten Zeugen, wie Lindzen, Spencer, Svensmark, Soon, Douglas, Idso (die ganze Familie), McKitrick, nur mit Schwierigkeiten ihre abweichenden Darstellungen in seriösen Journalen unterbringen können? &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/06/konsenswissenschaft-ist-gute.html"&gt;Und daß Wissenschaftler, die den anerkannten Sachstand zum Klimawandel vertreten, mehr publizieren, öfter zitiert werden und relevantere Arbeiten zum Thema erstellen&lt;/a&gt;? Sollte es nicht zu denken geben, daß der Weg zur Publikation meistens befreundete Redakteure, genehme Gutachter, fachfremde Journale oder gar Fringe-Postillen wie Energy&amp;amp;Environment erfordern (letztere publiziert als Soziologie-Magazin alle möglichen Leugnerbeiträge, die sich mit naturwissenschaftlichen Fragen zu beschäftigen vorgeben und hat eine Redakteurin, die öffentlich zugibt, sie wollen eine Gegenmeinung zum IPCC aufbauen)? &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/08/der-letzte-nagel-zum-sarg-der-globalen.html"&gt;Sollte es nicht zu denken geben, daß mindestens seit zwei Jahrzehnten verkündet wird, eine neue Publikation würde die Theorie zum Klimawandel widerlegen, aber sich kein einziges Mal die Fachwelt davon beeindruckt zeigt&lt;/a&gt;? Der einzige Weg, bei all diesen Fragen nicht zum Ergebnis zu kommen, daß die Klimawandelfraktion schon längst ein esoterischer Zirkel ist, ähnlich wie die Evolutionsgegner und die Gegner der Relativitätstheorie, Impfgegner und Homöopathieanhänger, Anthroposophen und verschiedenste Verschwörungstheoretiker, ist anzunehmen, daß die Wissenschaftler weltweit in ihrer Mehrheit Teil einer großen nazi-kommunistisch-ökologischen Verschwörung zur Unterdrückung der Wahrheit und Errichtung einer IPCC-Weltherrschaft seien. Und wenn man bei Lindzen und Spencer (*)&amp;nbsp;zwischen den Zeilen liest: von dieser Verschwörungstheorie sind sie nicht mehr weit entfernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(*) &lt;a href="http://www.drroyspencer.com/2011/09/more-thoughts-on-the-war-being-waged-against-us/"&gt;Zitat von Spencer&lt;/a&gt;: "...there is a bust-gut effort going on to make sure that either (1) no scientific papers get published which could get in the way of the IPCC’s politically-motivated goals, or (2) any critical papers that DO get published are discredited with any and all means available."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(**) &lt;a href="http://www.skepticalscience.com/Dessler-2011-Debunks-Roy-Spencer-And-Richard-Lindzen.html"&gt;Weitere Details zur Widerlegung von Spencer und Braswell und von Lindzen und Choi findet man bei Skeptical Science&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(***) Korrektur: nicht im Journal of Geophysical Research, sondern im Acia-Pacific Journal of Atmospheric Sciences brachten Lindzen und Choi schließlich ihren Artikel 2011 unter.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-7473442014361385299?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/7473442014361385299/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=7473442014361385299' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7473442014361385299'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7473442014361385299'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/09/wolken-uber-der-fachbegutachtung.html' title='Wolken über der Fachbegutachtung'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-4217481129276365801</id><published>2011-09-04T16:11:00.000+02:00</published><updated>2011-09-04T16:11:45.758+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='CO2'/><title type='text'>Abhängigkeiten in der Wissenschaft</title><content type='html'>In der Wissenschaft stehen Einzelerkenntnisse selten allein. Oft gibt es verschiedene Wege, zum gleichen Ergebnis zu gelangen und oft haben Fakten in einem Bereich Auswirkungen auf ganz andere Bereiche. Die Mendelschen Gesetze wurden zum Beispiel empirisch gefunden, sie ergeben sich aber auch zwanglos aus unseren Kenntnissen über die Weitergabe von Erbinformationen über unsere DNS. Leugner des vom Menschen verursachten Klimawandels scheitern nicht einfach daran, dass ihre Pseudowissenschaft fehlerhaft ist, sondern auch daran, dass sie immer nur einen Aspekt wegzuerklären versuchen und alle anderen damit verknüpften Aspekte vergessen. Klimasensitivität und Temperaturen in früheren Jahrhunderten ist ein bekanntes Beispiel, wo man nicht einfach behaupten kann, was man will. Versucht man Klimaschwankungen in der jüngeren Vergangenheit zu übertreiben, erhält man zwangsläufig eine hohe Klimasensitivität und muss sich über unsere Zukunft erst recht Sorgen machen. Ein kleine Klimasensitivität wiederum macht es schwierig, die Eiszeiten zu erklären, die unbestreitbar stattgefunden haben, es sei denn, man traut der Sonne eine furchtbare Instabilität zu. Die wäre aber wiederum im Konflikt mit astrophysikalischen Erkenntnissen und wäre zudem über Indikatoren für den Teilchenfluss von der Sonne und Isotopenverhältnissen in Sedimenten zu überprüfen. Sollten die Eiszeiten daher rühren, dass die Emissionen der Sonne massiv zurückgegangen sind, wäre nicht nur die Frage zu beantworten, was denn da in der Sonne vorgefallen sein soll, wir würden auch einen massiven Anstieg bestimmter Isotope in Sedimenten zu Beginn einer Eiszeit sehen. Ein Punkt sollte eigentlich kein Problem bereiten. Der CO2-Anstieg in der atmosphärischen Zusammensetzung stammt ausschließlich aus menschlichen Einflüssen. Oder?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Ein Thema großer Verwirrung bei vielen Leugnern ist der Anstieg der Kohlendioxidmischungsverhältnisse in der Atmosphäre. Die Emissionen aus fossilen Quellen sind klein gegenüber dem Umsatz von Kohlendioxid aus natürlichen Quellen und Senken. Das verleitet dazu, so zu tun, als sei die fossile Quelle daher auch für den Anstieg des CO2-Anteils der Atmosphäre vernachlässigbar. Doch würden wir wirklich den CO2-Anteil aus natürlichen Quellen steigen lassen, würden wir langfristig schwere Probleme zu lösen haben. So groß die Umsätze sind, so endlich sind dabei doch die Ressourcen. Angenommen, der Anstieg des CO2-Anteils um ca. 120 ppb im Laufe der letzten 200 Jahre kommt aus natürlichen Quellen. Dann wäre eine Möglichkeit, daß die Meere CO2 ausgasen.&amp;nbsp; Für Leugner kein Problem, denn es wird ja global wärmer, da sinkt die Löslichkeit für CO2 im Meerwasser (&lt;a href="http://harvardmagazine.com/2002/11/the-ocean-carbon-cycle.html"&gt;der Sprudelwassereffekt&lt;/a&gt;). Dann wäre aber ein CO2-Überschuß in den Oberflächengewässern gegenüber dem Partialdruck von CO2 am Boden. Wir beobachten das Gegenteil. Das falsche Vorzeichen beim Gradienten des CO2-Anteils an der Grenze zwischen Ozean und Luft ist aber nur das halbe Problem. Das zweite Problem ist, daß ein Anstieg des CO2-Mischungsverhältnisses keinen Einfluß auf das Verhältnis von Sauerstoff zu Stickstoff in der Atmosphäre haben dürfte. &lt;a href="http://www.carboscope.eu/?q=co2_budget"&gt;Tatsächlich wird beobachtet, daß der Sauerstoffanteil entsprechend dem Anstieg des Kohlendioxidanteils abnimmt.&lt;/a&gt; Daher ist die Zunahme des Kohlendioxidanteils in der Luft das Ergebnis einer Kohlenstoffoxidation und nicht einfach das Umschichten von Kohlendioxid aus einem anderen Reservoir, wie etwa das Ausgasen des Ozeans oder der Ausstoß aus Vulkanen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die andere Möglichkeit ist, daß der gewaltige Zuwachs des atmosphärischen Kohlendioxids aus der Umwandlung biologisch gebundenen Kohlenstoffs stammen muß. Der Zuwachs entspricht 220 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Das entspricht einem Viertel der gesamten Biomasse auf der Erde. Da wir nicht beobachtet haben, daß etwa ein Viertel aller Wälder auf der Erde abgebrannt und verschwunden sind, sondern den Waldverlusten in den Tropen Gewinne des Baumbestandes in gemäßigten Breiten gegenüber stehen, ist der Zuwachs atmosphärischen Kohlendioxids auch durch eine Abnahme des biologischen gebundenen Kohlenstoffs nicht zu erklären. Allenfalls einen Teil könnten wir so erklären, und den nur, wenn es sonst keine Quellen gäbe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben also das Wissen um den Kohlendioxidgradienten in den Meeren, der diese als Kohlenstoffsenke anzeigt, das Wissen, daß das Kohlendioxid in der Atmosphäre direkt aus der Kohlenstoffoxidation stammt und daß der Zuwachs sich nicht durch eine drastische Abnahme der Biomasse auf der Erde erklären läßt. Unerklärlich ist der Zuwachs des CO2-Anteils in der Luft trotzdem nicht, weil wir aus dem Verbrauch fossiler Kohlenwasserstoffe errechnen können, daß etwa 315 Milliarden Tonnen Kohlenstoff auf diesem Wege in die Atmosphäre abgegeben wurden. Das ist mehr, als überhaupt erklärt werden muß. Wir haben also nicht etwa ein Problem darin, durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas den Zuwachs an atmosphärischen CO2 zu erklären, sondern müssen eher versuchen zu verstehen, wo dieses Gas außer in die Atmosphäre noch hinging. Die Aufnahme in die Meere ist leicht zu verstehen. Durch Vermischung des Oberflächen- mit dem Tiefenwasser wird ständig ein Teil des Kohlendioxids in tiefere Gewässer verfrachtet. (Um genau zu sein, gibt es mehrere Mechanismen des Kohlenstofftransports in den Ozeanen - grob gesagt sinken vor allem Organismen sowie Kalkschalen ab, werden zu Kohlendioxid abgebaut, das in den Tiefengewässern dadurch in viel größerer Menge vorhanden ist. Der Transport dann durch Mischung von Tiefen- und Oberflächenwasser ist sogar aufwärts gerichtet, aber die Summe aller drei Mechanismen schafft Kohlenstoff in die Tiefe und in Form von Kalkablagerungen schließlich auf den Meeresgrund.) Anzunehmen, daß die Meere einerseits unerschöpfliche Senken für fossilen Kohlenstoff sind, andererseits kleinere Mengen Kohlenstoffs aus heute lebenden Pflanzen und Tieren nicht aufnehmen können, ist schizophren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dem Gradienten des Kohlendioxid haben wir noch einen zweiten Indikator dafür, daß die Meere Kohlenstoffsenken sind. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Versauerung_der_Meere"&gt;Wir wissen nämlich, daß der pH-Wert der Meere im Mittel abnimmt.&lt;/a&gt; Das heißt, die vorerst noch basischen Meere werden saurer. Die Ansäuerung ergibt sich aus der bekannten Reaktion (1):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1)&amp;nbsp; CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; + H&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;O -&amp;gt; H&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;CO&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt; -&amp;gt; H&lt;sup&gt;+&lt;/sup&gt; + HCO&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt;&lt;sup&gt;-&lt;/sup&gt;&lt;br /&gt;(2)&amp;nbsp; H&lt;sup&gt;+&lt;/sup&gt; + CO&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt; &lt;sup&gt;2-&lt;/sup&gt; -&amp;gt; HCO&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt;&lt;sup&gt;-&lt;/sup&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reaktion (2) stellt dann die mögliche Auflösung von Kalkschalen von einigen Lebewesen dar, die das Gleichgewicht der Lösung von CO2 im Wasser in (1) auf die rechte Seite zieht. Aus Sedimentanalysen wissen wir, daß der mittlere pH-Wert der Ozeane in den letzten ca. 200 Jahren um etwa 0,1 pH-Wert-Einheiten abgenommen hat. Unter Berücksichtigung des Transports in Tiefengewässer kann man abschätzen, daß die CO2-Aufnahme der Ozeane in der Größenordnung von vielen Milliarden Tonnen Kohlenstoff gelegen haben muß. Das ist nur ein sehr grober Indikator, aber auch er zeigt an, daß die Ozeane CO2 aufnehmen und nicht abgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betrachtungen der Kohlenstoffflüsse auf der&amp;nbsp; Basis von Isotopenverhältnissen habe ich noch außer Betracht gelassen. Neben dem Hauptisotop C12 (Kohlenstoffatom der Kernmasse 12) gibt es auch geringe Mengen des schwereren C13 und Spuren des radioaktiven C14. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radiokohlenstoffdatierung"&gt;Letzteres wird durch die Höhenstrahlung aus Stickstoff gebildet und zerfällt mit einer Halbwertszeit von 5730 Jahren&lt;/a&gt;. Allerdings setzten auch die Atombombenversuche seit 1945 C14 frei. Im Gegensatz zum atmosphärischen CO2 ist fossiler Kohlenstoff frei von C14. Aus Sedimenten oder Eisbohrkernen läßt sich bis 1945 also der Rückgang von C14 in CO2-Proben als Hinweis auf die Zunahme von CO2 aus fossilen Quellen nutzen. Doch zur Verfolgung der Kohlenstoffflüsse benutzt man vor allem C13. C13 wird in Pflanzen zu einem geringeren Anteil eingebaut. Daher ist in fossilen Brennstoffen ebenso wie in Verbrennungs- und Zersetzungsgasen lebender Organismen weniger C13 vorhanden. Ein Beitrag von fossilen Brennstoffen zu atmosphärischem CO2 wäre ebenso wie eine Abnahme der Biomasse auf der Erde mit einer Abnahme des C13-Anteils im atmosphärischen CO2 verbunden. Mit globalen Kohlenstoffmodellen kann man die Kohlenstoffflüsse in verschiedenen Bereichen der Erde nachvollziehen und darauf zurückschließen, welchen Beitrag die fossilen Brennstoffe auf die globale Abnahme des Anteils an C13 am gesamten Kohenstoff in der Atmosphäre hat. Kompliziert wird es dadurch, daß es hinsichtlich der Verarbeitung von Kohlenstoff zwei große Zweige bei den Pflanzen gibt, die unterschiedlich stark C12 gegen C13 bevorzugen. Aber durch hinreichend komplexe Modelle kann man das nachbilden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was also sagt es aus, wenn jemand feststellte, daß er die Abnahme des C13-Anteils in der Atmosphäre allein dadurch erklären könnte, daß er annimmt, daß die globale Biomasse abnimmt? Gar nichts, denn diese eine Punkt wäre ja nicht in der Lage, die ganzen anderen Fakten über CO2 zu erklären. Nur fossile Brennstoffe als Quelle von CO2 befriedigen alle bekannten Fakten: Gesamtbudget, Abnahme des Sauerstoffanteils, gemessene Gradienten, pH-Wertanstieg der Ozeane und Verteilung und Änderung des C13-Isotopenanteils.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher ist es schon ironisch, wenn selbsternannte Skeptiker meinen, daß ein Wissenschaftler den bekannten Wissensstand zum Kohlendioxidanstieg umstoßen könne. Und das einfach durch seine Behauptung, Schwankungen des C13-Anteils ließen sich allein durch biologische Faktoren erklären und sprächen nicht für einen Eintrag von Kohlenstoff aus fossilen Quellen. Es sollte dabei verdächtig sein, daß jener Wissenschaftler bisher auf diesem Gebiet gar keine eigene Forschung publiziert hatte. Da abhängig vom ENSO-Zyklus verschiedene Jahre in den Tropen eher warm oder weniger warm sein können, dies aber auch die biologische Produktion und die Aufnahme von Kohlenstoff durch Pflanzen beeinflußt, sieht man eine Korrelation zwischen dem &lt;b&gt;Anstieg&lt;/b&gt; des CO2-Anteils, zwischen der globalen Temperatur und auch dem Anteil von C13-Isotopen an allen Kohlenstoffatomen in der Luft. Wenn man weniger beschlagene Menschen täuschen will, tut man dann so, als würden sich diese relativen Änderungen zum Trend aufaddieren, unterschlägt den Gesamttrend und erklärt also den atmosphären Abfall des C13-Anteils mit rein biologischen Effekten, sozusagen als Reaktion der Atmosphäre auf die aktuelle Erwärmung. Doch die relative Abnahme von C13 kann man nur als Effekt einer Erwärmung erklären, wenn man alle anderen Kopplungen unterschlägt und wenn man den langjährigen Trend herausrechnet. Wer macht so etwas? Vor zwei Jahren hatte Roy Spencer, Fringe-Wissenschaftler an der University of Huntsville in Alabama, &lt;a href="http://www.drroyspencer.com/2009/01/increasing-atmospheric-co2-manmade%E2%80%A6or-natural/"&gt;eine solche Analyse in seinem Blog publiziert&lt;/a&gt;, die für den Laien irgendwie "wissenschaftlich" aussieht, obgleich ziemlich falsch. &lt;a href="http://scienceblogs.com/deltoid/2011/08/murray_salby_and_conservation.php"&gt;Vor einigen Wochen hat ein gewisser Murry Salby etwas ähnliches bekannt gegeben.&lt;/a&gt; Und diesmal gab es geradezu frenetischen Beifall in allen möglichen Leugnerblogs, obwohl ja dieses Mißverständnis, daß gobales Wetter die Änderungen der Kohlenstoffaufnahme und der C13-Abnahme in der Luft um den Trend schanken läßt, ein uralter Hut ist. Es war, man errät es sogleich, zum x-ten Mal der finale Nagel im Sarg der offiziellen wissenschaftlichen Erklärung zum Klimawandel - und genauso verbogen und weich wie die anderen finalen Nägel vorher. Und das einfach deshalb, weil Leugner die Grundnatur der Wissenschaft ablehnen - daß alle Erkenntnisse konsistent zusammenpassen müssen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-4217481129276365801?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/4217481129276365801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=4217481129276365801' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4217481129276365801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4217481129276365801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/09/abhangigkeiten-in-der-wissenschaft.html' title='Abhängigkeiten in der Wissenschaft'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-3860748736318943031</id><published>2011-08-17T12:05:00.000+02:00</published><updated>2011-08-17T12:05:40.565+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Statistik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='IPCC'/><title type='text'>Die neue Pielke-Taktik - wie das IPCC sicher unrecht hat</title><content type='html'>Ich stelle fest, daß die Wahrscheinlichkeit dafür, daß ein Würfel beim nächsten Wurf keine 6 wirft, 5/6 ist. Ich würfele, und erhalte eine 6. Ich stelle fest, daß meine Aussage damit nicht widerlegt ist. Statistisch ist das völlig korrekt, trotzdem kommen viele Menschen damit nicht zurecht. Wahrscheinlichkeitsaussagen zu interpretieren ist keine einfache Sache, sondern erfordert statistisches Verständnis und eine entsprechende Ausbildung. Selbst Mathematiker sollen schon an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ziegenproblem"&gt;dem Ziegenproblem&lt;/a&gt; gescheitert sein. Das Problem hier ist, daß die meisten Aussagen im IPCC-Bericht Wahrscheinlichkeitsaussagen sind. Und in der Pielke-Logik kann das bedeuten, daß das IPCC nicht gewinnen kann. Entweder es stellt konservativ fest, daß die eigenen Feststellungen eine gewisse Unsicherheit haben. Dann sagt das IPCC, daß es zu dem Prozentsatz unrecht hat. Oder es behauptet, seine Aussagen seien sicher. Dann handelt das IPCC unredlich.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://julesandjames.blogspot.com/2011/08/how-many-of-rogers-findings-about.html"&gt;Wie James Annan berichtet&lt;/a&gt;, hat Roger Pielke jr. sich in einem Artikel (zusammen mit Rachael Jonassen) und einem Blogbeitrag eine neue Methode erschlossen, das IPCC anzupinkeln. Bisher wurde ja dem IPCC vorgeworfen, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/10/kann-das-ipcc-den-nutzen-des.html"&gt;die Literatur falsch repräsentiert&lt;/a&gt; zu haben oder &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/07/erbsenzahlen-ist-keine-wissenschaft.html"&gt;es wurde nach einzelnen Stellen gesucht&lt;/a&gt;, in denen man dem IPCC Fehler unterstellen konnte. Der Fehler zur Gletscherschmelze im Himalaya wurde ja von einem Autor des IPCC gefunden und ist inzwischen korrigiert worden, während der Fehler zum Anteil hochwassergefährdeten Landes in den Niederlanden ein Fehler auf Seiten der Niederlande war und ebenfalls korrigiert wurde. Seitdem gibt die Fehlersuche beim IPCC keine Ergebnisse, die außerhalb der Leugnerszene jemanden beeindrucken könnte. Da ist es doch viel pfiffiger, dem IPCC zum Vorwurf zu machen, daß es seine eigenen Aussagen als Wahrscheinlichkeitsaussagen darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Artikel von Jonassen und Pielke jr. wurde der Gebrauch von Wahrscheinlichkeitsaussagen in den IPCC-Berichten zur Festlegung des Ausmaßes an Vertrauen in Feststellungen untersucht. Dieser Gebrauch ist in den IPCC-Berichten teilweise inkonsistent und vage, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/08/ipcc-wurde-begutachtet.html"&gt;was keine neue Erkenntnis ist&lt;/a&gt;. Jonassen und Roger Pielke jr. hatten dazu die Idee, die Wahrscheinlichkeiten der Aussagen des IPCC zu mitteln. So stellen Sie fest, daß die Aussagen des IPCC im Bericht der Arbeitsgruppe 1 insgesamt auf einem durchschnittlichen Wahrscheinlichkeitsniveau von 72% gemacht werden. Im IPCC-Bericht könnte zum Beispiel stehen, daß man es für sehr wahrscheinlich hält, daß der Temperaturanstieg im abgelaufenen Jahrhundert zum größeren Teil eine Folge menschlicher Aktivität war. „Sehr wahrscheinlich“ heißt, daß man sich zu 90-99% sicher ist, daß die Aussage durch die Literatur so belegt ist. Jonassen und Pielke jr. nehmen den unteren Rand, die 90%, machen das für andere Aussagen im Bericht genauso und erhalten eine mittlere Wahrscheinlichkeit, die sie interpretieren als Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Aussagen des IPCC-Berichts der Arbeitsgruppe 1 zur Zukunft tatsächlich eintreffen. Das Mitteln über die vielen verschiedenen mehr oder weniger sicheren Aussagen von ganz unterschiedlicher Bedeutung ist so sinnvoll, als würde man eine mittlere Temperatur eines Kernreaktors feststellen, indem man das gesamte Betriebsgelände einbezieht und dabei die Zahl 44 Grad Celsius erhalten würde. Selbst wenn die Zahl korrekt wäre, könnte man nichts mit ihr anfangen. Man kann etwas mit der Reaktortemperatur anfangen, um zu wissen, daß der richtig funktioniert und mit der Raumtemperatur in der Anlage, damit Vorgaben des Arbeitsschutzes eingehalten werden und die Temperatur auf dem Außengelände wird vielleicht den Gärtner des Reaktors interessieren, wenn überhaupt jemanden, aber der Mittelwert über alles interessiert keinen. Es ist zugegeben nur ein Punkt in der Arbeit, aber es ist der Punkt, der von Pielke jr. herausgestellt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wozu macht man so etwas? Wie wir inzwischen gelernt haben, fahren viele Leugner eine Doppelstrategie. Sie publizieren etwas, das noch so halbwegs den wissenschaftlichen Regeln genügt, um eine Chance zu haben, eine Fachbegutachtung zu überstehen. Dann interpretieren sie es in Blogbeiträgen und in der Presse ein bißchen um, und bringen ihre Leugnerthesen an. Hier also schreibt Pielke jr. im Blog, aber nicht im Artikel, daß ein mittleres Wahrscheinlichkeitsniveau für die Aussagen des IPCC von 72% bedeutet, daß der IPCC-Bericht zu 28% falsch ist. Wenn wir wieder an den Würfel denken, sollte uns klar sein, daß diese Interpretation falsch ist. Wenn wir eine 6 würfeln, ist damit keineswegs gesagt, daß die Aussage falsch ist, daß mit einer Wahrscheinlichkeit von 5/6 keine 6 kommt. Diese Aussage ist vielmehr zu 100% korrekt. Und wenn 28% der Aussagen des IPCC nach Ablauf von 100 Jahren sich als zu niedrig oder zu hoch angegeben herausstellen sollten, würde das die früher getroffene Bewertung des IPCC über die Wahrscheinlichkeit seiner Aussagen zu 100% bestätigen. In der Tat wäre eine so gute Übereinstimmung sogar überraschend, da die Bewertung der Sicherheit seiner Aussagen von den Autoren des IPCC ja nur Schätzungen sind. Der Verdacht liegt nahe, daß der wesentliche Zweck der Arbeit von Pielke jr. die Möglichkeit war, titeln zu können, daß der IPCC-Bericht zu 28% falsch ist, auch wenn er in der weiteren Diskussion dann so tut, als wäre der Titel des Blogbeitrags ironisch gemeint. Und wir haben noch nicht darüber geredet, daß in Pielkes Interpretation sich hinter diesen 28% zu je 50% die Möglichkeiten verbergen, daß Vorhersagen zukünftige Entwicklungen übertreiben oder verharmlosen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bedeutet es aber, daß die Aussage, daß ein Würfel mit der Wahrscheinlichkeit 4/5 im nächsten Wurf keine 6 trifft, mit dem Auswürfeln einer 6 nicht widerlegt wird? Heißt das, daß die Aussage nicht widerlegt werden kann, wie Pielke jr. in der Diskussion zu Annans Blogbeitrag behauptet? Wir wissen, daß wir tatsächlich zwei Möglichkeiten haben. Die eine ist, den Würfelwurf so lange zu wiederholen, bis wir stabile Schätzwerte für die Wahrscheinlichkeit erhalten, keine 6 zu würfeln. Nach 100 Würfen bekommen wir schon eine gute Idee dafür, daß die 6 im Schnitt nur jedes sechste Mal gewürfelt wird. Oder wir erhalten erste Hinweise darauf, daß der Würfel manipuliert ist. Erden haben wir allerdings nicht so viele, es gibt nur eine. Tatsächlich wollen wir in vielen Dingen noch nicht einmal den ersten Wurf abwarten und erst mal schauen, ob wir wirklich Grönland und die Antarktis zum Abschmelzen bringen können. Wir können uns aber auch einfach die Physik des Würfelwurfs klar machen, schauen, ob die Würfelseiten hinreichend gleich und das Innere des Würfels hinreichend homogen sind und dann berechnen, daß die Zahlen auf dem Würfel alle mit gleicher Wahrscheinlichkeit kommen werden. Viele der Wahrscheinlichkeiten des IPCC beruhen auf solchen Arbeiten, wenn zum Beispiel die Sicherheit der Bestimmung der Werte für eine Klimasensitivität unter anderem darauf beruht, wie gut Modelle in der Lage sind, Klimaänderungen der letzten Abfolge von Eiszeiten und Zwischeneiszeiten nachzuvollziehen. Und solche Arbeiten sind für sich nachprüfbar, reproduzierbar, wiederholbar und widerlegbar. Daher liegt der Test für viele IPCC-Aussagen gar nicht in der Zukunft, sondern in der Vergangenheit und Pielke jr.s Erwartung, man müsse schauen, ob in der Zukunft 72% der IPCC-Aussagen eintreffen, ist sehr naiv. Im Grunde ist es daher auch kein sinnvolles Ziel, zu überprüfen, ob in der Zukunft mindestens 72% der Feststellungen aus dem IPCC-Bericht eingetroffen sind, um die Qualität des IPCC-Berichts zu überprüfen, denn diese Qualität kann ja niemals besser sein als die der zugrunde liegenden Literatur. Deren Qualität wird aber laufend durch ständige Diskussion überprüft und Ergebnisse fortlaufend verbessert, und Fragen nach der Sicherheit wissenschaftlicher Erkenntnisse sollte gleich auf die Ebene der Originalliteratur gebracht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um das alles auf die Spitze zu treiben, könnte man Pielke jr. noch fragen, für wahrscheinlich er es hält, daß seine Arbeit korrekt ist. Egal welche Zahl er angibt, das Risiko ist, daß die Arbeit von Jonassen und Pielke jr. zu einem gewissen Grad auf Interpretationen beruht, was eigentlich eine Feststellung ist und ob tatsächlich dieser eine konkrete Wahrscheinlichkeit zugeordnet wurde. Hier könnten anderen Autoren zu anderen Ergebnissen kommen. Außerdem stellt sich die Frage, wie die Aussagen voneinander abhängen. Sollte zum Beispiel die Aussage zur Klimasensitivität sich als falsch erweisen, wird fast jede andere Aussage im IPCC-Bericht ebenfalls zur Makulatur. Wir würden also 0% eingetroffene Feststellungen erhalten, obwohl nur eine einzige Feststellung nicht eingetreten und, eventuell auch, aber nicht zwingend, falsch war. Das macht den Ansatz von Jonassen und Pielke jr., die Wahrscheinlichkeiten zu mitteln, zu komplettem Unfug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-3860748736318943031?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/3860748736318943031/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=3860748736318943031' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3860748736318943031'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3860748736318943031'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/08/die-neue-pielke-taktik-wie-das-ipcc.html' title='Die neue Pielke-Taktik - wie das IPCC sicher unrecht hat'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-8887712899889900787</id><published>2011-07-27T15:06:00.001+02:00</published><updated>2011-07-28T08:14:52.518+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Paläoklima'/><title type='text'>Lemuria, Mu und Pangäa - echte und erfundene Superkontinente</title><content type='html'>Pangäa verdanken wir viel. Unsere Kohle stammt von Wäldern Pangäas, unser Gas und Öl von dem Mittelmeer Pangäas, der Thetys, unser Salz und Baustoffe für viele historische Gebäude dem austrocknenden Zechsteinmeer. Pangäa war der Urkontinent, aus dem sich in über 200 Millionen Jahren schließlich die heutigen Kontinente entwickelten. Pangäa war der Startpunkt für die Kontinentalverschiebungstheorie Alfred Wegeners. Es gab auch mal Konkurrenz. Für die Theorie und für den Kontinent. Mu und Lemuria waren wie Atlantis erdachte Kontinente, die Brennstoff für den größten Stuß auf dieser Erde boten. Noch heute leben Esoteriker und Anthroposophen von dem, was da seit dem 19. Jahrhundert so nach und nach über untergegangene Kontinente und frühere Menschengeschlechter zusammengesponnen wurde. Die Kontinentalverschiebungstheorie hingegen hat sich mit einigen Jahrzehnten Verzögerung gegen Thesen über untergegangene Landbrücken und das Zusammenziehen der erkaltenden Erde durchgesetzt. Das alles ist viel Stoff, der in dem Buch "Superkontinent" von Ted Nield sehr unterhaltsam verarbeitet wurde. Schauen wir mal hinein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;In einem früheren Beitrag hatte ich bereits über das &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/01/das-gedachtnis-des-meeres.html"&gt;Gedächtnis der Meere gesprochen&lt;/a&gt; - die Magnetisierung des erstarrten magmatischen Gesteins auf dem Meeresboden, die uns zusammen mit dem Wissen über den Wechsel der Richtung des Erdmagnetfeldes im Laufe von Millionen Jahren erzählt, wann der Meeresboden gebildet wurde und welchen Weg daher die dadurch angeschobenen Kontinente im Laufe der Zeit nehmen mußten. Die Verschiebung der Kontinente beeinflußt Meeresströmungen. Und die verändern das globale Klima. Der Zusammenstoß von Nord- und Südamerika könnte die Voraussetzung für die Eiszeiten gewesen sein, die über die Milankovich-Zyklen gesteuert wurden. Die Verschiebung der Kontinente hatte genauso wie die Vereisung polarer Gebiete Einfluß auf die Meereshöhe im Laufe der Jahrmillionen. Und natürlich legte die Kontinentalverschiebung das Schicksal ganzer ökologischer Gemeinschaften fest. Warum ist die Tier- und Pflanzenwelt auf Australien und Madagaskar so einzigartig? Woher kommen große Ähnlichkeiten in den Fossilien Südamerikas, Afrikas, Indiens, Australiens und sogar der Antarktis? Warum haben sich aber später Afrika, Südamerika und Australien in bestimmten Punkten dramatisch auseinanderentwickelt? Die Erklärung ist, daß all diese Kontinente und Subkontinente früher mal vereint waren, noch während der Zeit der Dinosaurier getrennt wurden und früher (Afrika) oder später (Südamerika) oder intensiver (Indien) oder gar nicht (Australien) mit den Nordkontinenten verbunden wurden. So überlebten Beutel- und Kloakentiere in Australien, aber nur in Resten in Südamerika, so schafften es Riesenfaultiere und fleischfressende, große Laufvögel nur so lange in Südamerika zu überleben, bis von Norden her große Raubkatzen nach Süden vordringen konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Entdeckern des großen Südkontinents zählte der Österreicher Eduard Sueß (1831-1914), der geologische Belege sammelte, daß Südamerika, Afrika, Indien und Australien einmal als ein Kontinent verbunden sein mußten. Diese Belege waren neben den paläobiologischen Befunden geradezu zwingend - die Gleichartigkeit der geologischen Formationen, die über die verschiedenen Kontinente zogen, genauso wie die ähnlichen Fossilienfunde waren eindeutig. Ähnliche Rätsel gaben Funde von William Thomas und Henry Francis Blanford in Indien auf, die sich nur als Reste von Gletschern interpretieren ließen, die bis 20 Grad südlicher Breite und damit bis in die Tropen gereicht hatten, das allerdings vor vielen Millionen Jahren. Und wie sollte man verstehen, daß es Lemuren (in der alten Definition, nach der man auch einige Affenarten&amp;nbsp; dazuzählte) in Madagaskar, Südindien und Sri Lanka, sowie einigen südostasiatischen Inseln gab? Man tat sich schwer, dies alles zu erklären. Es schien noch die beste Erklärung zu sein, alte Landbrücken zu postulieren, ehemalige Kontinente, die aber vor langer Zeit versunken waren, die aber damals die Ausbreitung verschiedenster Tier- und Pflanzenarten ermöglichten. Der Kontinent, der den Lemuren ihre Ausbreitung ermöglichte, hieß dann sinnigerweise Lemuria. Im Pazifik hingegen erfand man sich den sagenhaften Kontinent Mu. Denn man hatte zwar verstanden, daß sich Landmassen senken und Gebirge auffalten können, aber es gab keinen bekannten Mechanismus dafür, daß sich Kontinente bewegen konnten. Man wußte, daß die Erde sich abkühlte, wobei man allerdings die Geschwindigkeit der Abkühlung dramatisch überschätzte, da man vor den bahnbrechenden Arbeiten zur Radioaktivität und der Existenz radioaktiver Elemente im Erdinnern in den 20er und 30er Jahren noch nicht wußte, daß die Erde eine innere Heizung hat. Damit schätzte man nicht nur das Alter der Erde auf einige Millionen Jahre statt der heute bekannten gut 4,5 Milliarden Jahre, womit man auch eine Grenze vorgab, was an geologischen Abläufen auf der Erde überhaupt möglich war, man sah damit auch nicht den Erdmantel als das an, was er für uns heute ist - ein sehr zäher, durch die innere Hitze in Konvektionsströmen umgewälzter Brei. Die sich schnell abkühlende Erde sollte sich in der alten Vorstellung zusammenziehen und dabei Runzeln bilden. Die Reste der Urkontinente, die nicht abgesunken waren, bildeten die heutigen Kontinente, die Landbrücken dazwischen waren im Laufe der Zeit versunken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Alfred Wegener den Urkontinent Pangäa entdeckte und postulierte, daß die geologischen und paläobiologischen Funde, die Ausdehnung der verschiedenen geologischen Lagerstätten und alten, stark abgetragenen Gebirge es erforderlich machten, daß die heutigen Kontinente nicht etwa nur durch Landbrücken verbunden waren und sich im Laufe der Zeit auch gedreht haben mußten, um wirklich zusammen zu passen, konnte er auf Befunde vieler Kollegen aufbauen. Doch seine Theorie wurde gerade von amerikanischen Geologen ungnädig aufgenommen, weil sie gar zu dogmatisch daherkam und zudem aus damaliger Sicht erhebliche Mängel aufwies. Zum Beispiel war es beim damaligen Wissensstand um das Alter der Erde nötig, daß das Auseinanderbrechen Pangäas vor wenigen Millionen Jahren erfolgt sein mußte. Die Geschwindigkeit der Kontinentalbewegung, die Wegener forderte und sogar behauptete, gemessen zu haben, ist auch nach heutigem Maßstab atemberaubend und um über eine Größenordnung zu hoch angesetzt. Zudem meinte Wegener, der Mechanismus der Kontinentalbewegung müßten Fliehkräfte sein, die an den schweren Kontinenten zerren und sie über den Meeresboden wandern ließen. Trotz dieser Probleme gab es von Anfang an auch Zustimmung zu Wegeners Theorie, weil man die geologischen und paläontologischen Funde nachvollziehen konnte. Erst in den 60er Jahren hatte man mit der Geophysik die Möglichkeit zu verstehen, daß die Magnetisierung des Meeresbodens der Beweis für die Kontinentalbewegung war und daß die Kontinente dabei das passive Element waren. Sie waren leichter als das magmatische Gestein des Meeresbodens und wurden durch die Bildung des Meeresbodens verschoben. Erst das Zusammentreffen ein Vielzahl unterschiedlicher Erkenntnisse aus Physik und Geophysik boten den theoretischen Unterbau, aus dem sich eine Kontinentalverschiebungstheorie aufbauen ließ. Insofern war Wegener einfach zu früh dran. Und er hatte nur recht, was die Interpretation der Funde im Erdboden anging, jedoch nicht, was den Mechanismus der Kontinentalverschiebung anging (ohne seine wissenschafliche Leistung schmälern zu wollen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Hintergrund ist wichtig zu wissen, wenn heute Leugner des menschengemachten Klimawandels den wissenschaftlichen Konsens dazu als unwichtig wegerklären wollen. Schließlich seien die Wissenschaftler seiner Zeit auch geschlossen gegen Alfred Wegeners Kontinentalverschiebungstheorie gewesen und hätten 50 Jahre gebraucht, sie anzuerkennen. So würde man auch in 50 Jahren die Leugner des heutigen Wissenschaftskonsenses als Pioniere anerkennen. Doch hier gibt es wesentliche Unterschiede. Im Gegensatz zur Kontinentalverschiebungstheorie haben wir auch die erforderlichen experimentellen Möglichkeiten, um alle Teile der Theorie zum menschengemachten Klimawandel zu untersuchen. Der Widerstand ist auch nicht der gegen eine neue, revolutionäre, aber noch unausgegorene Idee, sondern im Gegenteil sind die Leugner es, die eine Idee, die im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, und in den 80er Jahren zur Schlußfolgerung führte, daß der Mensch das Klima verändert und wir es nun beobachten können, ablehnen, obwohl sie von immer mehr unabhängigen Forschungsergebnissen bestätigt wird. Die Vorstellungen der Leugner erinnern eher an die Ideen von untergegangenen Kontinenten wie Lemuria und Mu, auf denen vor Millionen Jahren frühere Menschengeschlechter gelebt haben sollen mit überlegenen Kulturen, aus deren reichem Wissen dann Esoteriker und Theosophen im Sinne der Mystikerin und Schwindlerin Helena Petrovna Hahn (1831-1891) ihren Stuß zusammenreimen, mit dem sie ihre "Grenzwissenschaften" begründen wollen. Vorstellungen von untergegangenen Menschengeschlechtern oder gar Außerirdischen, die vor Millionen Jahren die Erde bevölkerten, treiben Anthroposophen und Scientologen gleichermaßen, und irgendwie fühlen sich in dem Umfeld auch zum Beispiel Homoöpathen und noch ganz andere Wirrköpfe wohl, die mit naturwissenschaftlich-kritischem Denken nicht so viel anfangen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn nun Pangäa durch die Kräfte der Erdmantelkonvektion auseinanderbrach, sollten die Teile, aus denen sich Pangäa zusammengesetzt hatte, selbst Bruchstücke eines früheren Superkontinents sein. Und dafür gibt es in der Tat Belege. Einige geologische Formationen erlauben es, Kontinetbruchstücke zu einem früheren Superkontinent Rodinia zusammenzusetzen, der vor über 600 Millionen Jahren existiert haben muß. Das Problem ist jedoch, daß fast der gesamte Meeresboden aus jenen Zeiten inzwischen im Erdmantel eingeschmolzen wurde. Das Gedächtnis des Meeres für Kontinentalbewegungen vor Pangäa ist weitgehend gelöscht und nur sehr indirekte Indizien weisen auf die früheren Kontinetalverschiebungen hin. Vielleicht gab es sogar 4 oder 5 Superkontinente vor Pangäa, aber wenig Hoffnung, daß wir sie so gut rekonstruieren können, wie gerade Pangäa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/04/lemuria-wenn-wissenschaft-zu-esoterik-wird.php"&gt;Der Vollständigkeit halber: das Buch wurde auch bei Astrodicticum Simplex besprochen&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-8887712899889900787?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/8887712899889900787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=8887712899889900787' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8887712899889900787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8887712899889900787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/07/lemuria-mu-und-pangaa-echte-und.html' title='Lemuria, Mu und Pangäa - echte und erfundene Superkontinente'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-3799822408877910249</id><published>2011-06-23T20:53:00.000+02:00</published><updated>2011-06-23T20:53:56.277+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Wutbürger</title><content type='html'>Üblicherweise lösen erwachsene Menschen Konflikte auf, indem sie darüber reden. Sie sammeln die Fakten, decken auf, wo diese fehlen, und stellen fest, wie weit Einigkeit erzielt werden kann. Viele Menschen sind in diesem Sinne nicht erwachsen. Da wird dann lieber gestritten, auf Basis von Vorurteilen geredet und ausgeschlossen, an der eigenen Position Abstriche zu machen. Der Wutbürger, der sich so kindisch gebärdet, ist immer mehr in Mode. Er steht in Athen und trägt einen Galgen, an dem die Politiker hängen sollen, die an allem schuld seien. Er steht in Stuttgart, und mobt auf der Straße erfolgreich gegen ein abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren. Er marschiert in den USA als Tea Party-Bewegung, und fordert, dem eigenen Staat den Geldhahn abzudrehen, ganz im Sinne der Milliardäre wie den Koch-Brüdern, die diese Bewegung mit initiiert und finanziert haben und vermutlich zum eigenen Schaden vieler Tea-Party-Bewegten. Um zornig zu sein, braucht man kein Hirn. Wutbürger sind auch ein wachsendes Problem für die Klimaforschung. Die gleichen Medien, die jeden Blogger-Pups zum IPCC-Skandal stilisieren, schauen hier aber beharrlich weg. In Australien hingegen schaut man hin. Ein Blick ins Ausland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Australien melden derzeit einige Zeitungen und Sender Morddrohungen und Übergriffe gegen Wissenschaftler, die auf die Gefahren des Klimawandels hinweisen. Beispiele dafür kommentiert Tim Lambert auf seinem Blog Deltoid.&lt;a href="http://www.canberratimes.com.au/news/opinion/editorial/general/change-of-attitude-needed-as-debate-overheats/2194216.aspx"&gt; In einem Fall wurde einer Frau, die in einer Bücherei über Klimaänderungen informierte, das Auto mit Kot beschmiert und mit diesem Kot darauf geschrieben: „climate turd“&lt;/a&gt; (Klimastuhlgang oder Klimascheiße). Eine andere Frau posierte mit Kindern einer Zeitung für ein Bild zur Unterstützung eines lokalen Baumpflanztags. Daraufhin erhielt sie Emails, in denen Gewalt und sexueller Missbrauch an ihren Kindern angedroht wurden. &lt;a href="http://www.canberratimes.com.au/news/local/news/general/climate-of-fear-scientists-face-death-threats/2185089.aspx"&gt;Schon zuvor hatte die Canberra Times in einem anderen Artikel berichtet, dass Klimaforscher an der Australian National University Emails mit Todesdrohungen erhielten und deshalb in gesicherte Gebäude umziehen mußten. &lt;/a&gt;Da dieser Bericht angezweifelt wurde, sammelte die Zeitung weitere Berichte von 30 Wissenschaftlern, die bestätigten, daß sie das Ziel von Haßemails und Drohungen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das paßt in das Bild, daß auch Wissenschaftler in den USA und Großbritannien zeichnen. Auch hier werden Klimaforscher wiederholt das Opfer von Emailkampagnen und Morddrohungen, &lt;a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/8502823.stm"&gt;wie etwa Professor Phil Jones, Direktor der Climate Research Uni&lt;/a&gt;t. &lt;a href="http://scienceblogs.com/deltoid/2011/06/another_day_another_death_thre.php"&gt;Das jüngste Beispiel ist die Drohung an Anna-Maria Arabia, Direktorin der Federation of Australian Science and Technological Societies, daß sie für ihre Unterstützung der Wissenschaft aufgehängt würde&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum dieser Haß? Wissenschaftler argumentieren ja im fachlichen Bereich. Man könnte dagegen argumentieren. Doch die Leugner können ja nicht dagegen argumentieren. Sie können leugnen. Sie können einfach permanent das Gegenteil der Fakten behaupten. Sie können Unterstellungen verbreiten. Aber das nutzt ab. In der Argumentation immer das Gefühl zu haben, daß man nicht durchdringt, kann zu Frustration und Frustration zu Wut führen. Wenn die Worte nicht mehr überzeugen, droht man eben und setzt auf die Faust. Vielleicht ist das aber zu einfach gestrickt. Die Unternehmen und politischen Seilschaften, die an der Leugnung des Klimawandels zu ihrem Vorteil interessiert sind, wollen natürlich erreichen, daß die Debatte nicht auf sachliche Weise stattfindet. Sie wollen gerade darstellen, daß diese Debatte unsachlich ist. Daß es hier persönlich wird. Damit alle Beteiligten unseriös wirken und die beteiligten Wissenschaftler nicht ihre Kompetenz als Karte ausspielen können. Und verängstigte Wissenschaftler sind vielleicht auch schweigende Wissenschaftler. Man kann daher in den entsprechenden Blogs und in der Argumentation von Wissenschaftsleugnungspredigern wie Monckton erleben, daß hier bewußt emotionalisiert und auf die persönliche Ebene gegangen wird. Je nach Zweckdienlichkeit wird von der Klimakirche geredet, von einer sozialistischen Motivation der Klimaforschung geredet oder &lt;a href="http://scienceblogs.com/deltoid/2011/06/monckton_says_that_if_you_acce.php"&gt;Warner vor dem Klimawandel mit Nazis verglichen&lt;/a&gt;. Klimaforschern wird unterstellt, sie seien gekauft oder unfähig oder würden aus persönlichen Gründen lügen. Ironischerweise treffen die meisten Vorwürfe sogar auf prominente Leugner selbst zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://scienceblogs.com/deltoid/2011/06/more_on_the_threats_on_and_abu.php"&gt;In der Diskussion in Lamberts Blog wird eine weitere Erklärung für die Leugnerwutbürger angeboten. &lt;/a&gt;Dabei geht es um die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_K%C3%BCbler-Ross"&gt;fünf Phasen der Trauer nach Kübler-Ross &lt;/a&gt;(eigentlich die fünf Phasen des Sterbens). Hier muß eine erschütternde Nachricht (zum Beispiel der bevorstehende eigene Tod) bewältigt werden. Und hier eben die Erkenntnis, daß genau die Art und Weise wie man lebt, nicht nachhaltig ist, sondern ohne Veränderungen zum größten Massenaussterben seit über 50 Millionen Jahren führen würde und zu einer Erde, die vielleicht nicht mehr alle Menschen tragen kann, die hier leben möchten, eine Zukunft, in der vielleicht Millionen oder 100 Millionen oder über eine Milliarde Menschen infolge der Störungen des Wasserkreislaufs und des Verlusts an Lebensraum vertrieben werden oder sterben müssen. Eine solche Erkenntnis führt in der ersten Phase zur Leugnung (oder Isolierung), genau das, was wir seit über 30 Jahren sehen. Wenn die Leugnung nicht mehr möglich ist, folgt der Zorn, der sich gegen ein geeignetes Ziel richtet. Bei Kübler-Ross ist es der Neid auf die, die leben können, beim Klimawandel richtet sich der Zorn gegen die Überbringer der schlechten Nachricht, deren Mitteilungen man ausblenden möchte – Leugnung und Zorn überlagern sich. Die dritte Phase ist die des Verhandelns, in der man versucht, der eigentlichen Konsequenz der Erkenntnis zu entgehen, in dem man versucht, über Randbereiche zu verhandeln oder sich selbst aus dem kommenden Prozess freizukaufen. Hier findet man möglicherweise Leute wie Tol und Lomborg, die uns zu erzählen versuchen, daß zwar der Klimawandel real sei, aber nicht so schlimm, wie allgemein behauptet und daß geringe Veränderungen angemessen seien, aber eine massive Senkung der Emissionen der Treibhausgase weder nötig noch bezahlbar sei. Dazu gehören auch die Leute, die argumentieren, daß ihr Staat zu klein sei, um bei den Emissionen global gesehen einen Unterschied zu machen. Es folgt dann die Resignation oder Depression, die man schon jetzt bei den Menschen findet, die behaupten, es sei sinnlos etwas gegen den Klimawandel zu tun, da wir ohnehin die Treibhausgasemissionen gar nicht entsprechend dem 2-Grad-Ziel senken könnten, die Katastrophe daher sowieso unvermeidlich sei. Erst die fünfte Phase ist konstruktiv – es ist die Annahme des Ereignisses, in der man akzeptiert, daß sich die Rahmenbedingungen geändert haben und man auf der Basis der neuen Erkenntnisse handeln muß. Die Wutbürger sind also in der zweiten Phase, sie haben verstanden, daß etwas falsch läuft und sie es nicht mehr leugnen können. Aber die Erkenntnis wollen sie damit nicht annehmen, sondern sie wollen Schuldige haben. Zum Beispiel die Überbringer der schlechten Nachricht, die Wissenschaftler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Bild, das für die Beschreibung der Entwicklung von Menschen geeignet ist, die erfahren, daß sie sterben müssen, passt natürlich nur bedingt. Das schon deshalb, weil die Größenordnung der bevorstehenden Schäden durch den Klimawandel nicht gesichert ist. Wir sehen Parallelen zu erdgeschichtlichen Entwicklungen, die uns besorgt machen sollten. Aber wir wissen nicht, wann die Erde kippt und welche Möglichkeiten die Menschheit hat, sich daran anzupassen. Es fehlen dafür die Erfahrungswerte, weil es Menschen mit einer technologischen Zivilisation erst seit wenigen Jahrhunderten gibt – oder Jahrzehnten, je nachdem, wo man den Anfang setzt. Daher ist auch nicht klar, ob die Wutbürger wirklich innerlich spüren, daß die alte Lebensweise in eine Umweltkatastrophe führt. Doch die Zunahme von Drohungen gegen die Menschen, die vorhergesagt haben, was sich mittlerweile auf diesem Planeten tut, sollte uns für die Zukunft besorgt machen, wenn immer mehr Menschen vor Augen geführt bekommen, daß sich mehr auf der Erde verändert, als sie wahrhaben wollten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-3799822408877910249?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/3799822408877910249/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=3799822408877910249' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3799822408877910249'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3799822408877910249'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/06/wutburger.html' title='Wutbürger'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-4498090687613517048</id><published>2011-06-21T21:34:00.001+02:00</published><updated>2011-07-28T08:15:23.890+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Neuer eingebildeter IPCC-Skandal</title><content type='html'>In China fallen öfters mal Säcke mit Reis um und in der Blogosphäre findet sich immer wieder mal jemand, der meint, dem IPCC einen Skandal anhängen zu müssen. &lt;a href="http://www.marklynas.org/2011/06/new-ipcc-error-renewables-report-conclusion-was-dictated-by-greenpeace/"&gt;Diesmal hat Mark Lynas den Wanderpokal.&lt;/a&gt; Sein Problem: &lt;a href="http://srren.ipcc-wg3.de/report/report/report/report"&gt;die Arbeitsgruppe zu Maßnahmen gegen den Klimawandel (WG3) des IPCC hat einen Bericht zu Möglichkeiten herausgegeben, über erneuerbare Energien den Klimawandel zu verlangsamen.&lt;/a&gt; Der Bericht liefert auf über 1000 Seiten Informationen zu den verschiedenen alternativen Energien im Vergleich zum heutigen Energieträgermix und mögliche Entwicklungen abhängig von ökonomischen Randbedingungen. Wie schafft man es, da einen Skandal zu finden? Entweder pickt man sich auf den 1544 Seiten irgendeinen nebensächlichen Fehler heraus, den es in so einem langen Bericht unweigerlich geben muß oder man mäkelt an der Vita eines von etwa 120 Autoren herum oder man mißversteht eine Textpassage aus der Zusammenfassung, die aus irgendeinem Grund den Inhalt des Berichts zu verkürzt wiedergibt. Nichts davon macht Mark Lynas, denn es geht noch dümmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mark Lynas nimmt sich die Presseberichterstattung vor, &lt;a href="http://srren.ipcc-wg3.de/press/content/potential-of-renewable-energy-outlined-report-by-the-intergovernmental-panel-on-climate-change"&gt;die wiederum die Pressemitteilung des IPCC zu dem Bericht des IPCC interpretiert&lt;/a&gt;. Und erfindet gleich eine Verschwörungstheorie dazu. In der Pressemitteilung hebt das IPCC hervor, daß laut dem Bericht erneuerbare Energieträger das Potential hätten, bis fast 80% der gesamten Energieproduktion im Jahr 2050 zu decken und so einen wirksamen Beitrag zu leisten, das 2-Grad-Temperatursteigerungsziel einzuhalten. Etwas weiter wird dann klargestellt, daß es sich dabei um ein Szenario mit einem oberen Grenzwert handelt - was daher heißt, daß es andere Szenarien gibt, bei denen man erheblich weniger Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen hat. Und tatsächlich kann man im Bericht zu den erneuerbaren Energien dann im Kapitel 10 nachlesen, daß es über 160 Szenarien gibt, die den Bereich von um die 15 bis fast 80% Abdeckung durch erneuerbare Energieträger umspannen, je nach angenommenen wirtschaftlichen Randbedingungen und der Entwicklung des zukünftigen Energieverbrauchs. Die Pressemitteilung verkürzt natürlich den Inhalt des Berichts ziemlich. Aber wer außer Lynas kann eigentlich auf die Idee kommen, daß daran etwas ungewöhnliches wäre? Lynas stellt nämlich fest, daß einer der 120 Autoren des Berichts ein gewisser Sven Teske ist, der für Greenpeace Deutschland arbeitet. Und das Szenario, das einen Anteil von fast 80% erneuerbaren Energien bei den Energieträgern ausweist, stammt aus einer Studie, an der Teske mitgearbeitet hatte. Und Greenpeace hat, meint Lynas, eine klare Agenda bezüglich erneuerbarer Energien, weshalb es ein Skandal sei, wenn ein Greenpeace-Mitarbeiter die Inhalte eines IPCC-Berichts mitbestimmen und reißerische Pressemitteilungen dazu schreiben könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Lynas aber nicht mitbekommen hat ist, daß Teske nun einmal nur einer von 120 Autoren ist. Daß der IPCC-Bericht eben auch die anderen rund 160 Szenarien berücksichtigt. Daß die Teske et al.-Arbeit fachbegutachtet und sauber referenziert ist. Und daß die Pressemitteilung nicht von Teske geschrieben wurde, sondern von Patrick Eikemeier. Wenn Lynas also meint, Greenpeace hätte hier dem IPCC diktieren können, welchen möglichen Anteil erneuerbare Energien 2050 am Energiemix haben werden, hat er sich mit viel Phantasie eine Verschwörungstheorie ausgedacht, die weitab von der Realität ist. Der Beifall aus Leugnerkreisen ist Lynas dadurch natürlich gewiss. Hätte es Sinn gehabt, darauf hinzuweisen, daß genausogut auch zum Beispiel Raymond Wright von der Petroleum Corporation of Jamaica, einer staatlichen Ölfördergesellschaft, zu den Autoren gehört? Wäre das nicht auch so ein Interessenkonflikt? Im übrigen genauso bedeutungslos wie die Mitarbeit eines Mitarbeiters von Greenpeace. Den Nachweis dafür, daß es einen inhaltlichen Fehler im Bericht gibt, liefert Lynas nicht - und alleine das wäre relevant gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun könnte man über den Sturm im Wasserglas in einem beliebigen Blog, der nur das übliche Echo bei den Leugnerblogs hervorruft, als vorhersehbar, langweilig und belanglos hinweggehen. Doch da gibt es noch solche Leute wie Gerald Traufetter beim Spiegel, der seinen persönlichen Krieg gegen die Wissenschaft betreibt und als Spiegelredakteur den Freibrief hat, den letzten Mist in Millionenauflage zu verbreiten. &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,769471,00.html"&gt;In einem Beitrag gibt er die Verschwörungstheorie von Lynas wieder,&lt;/a&gt; würzt das mit einem Verweis auf Vorwürfe von Steve McIntyre, vergißt nicht, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/04/mull-gegen-geld.html"&gt;einen Link auf den von ihm mit konstruierten Pseudoskandal beim IPCC zu setzen&lt;/a&gt; und vermeidet es tunlichst, die Vorwürfe dem Realitätscheck zu unterwerfen. Und nur deshalb war es mir überhaupt den Aufwand wert, die Verschwörungstheorie von Lynas hier zu erwähnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-4498090687613517048?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/4498090687613517048/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=4498090687613517048' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4498090687613517048'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4498090687613517048'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/06/neuer-eingebildeter-ipcc-skandal.html' title='Neuer eingebildeter IPCC-Skandal'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5734748694267667726</id><published>2011-06-05T19:01:00.000+02:00</published><updated>2011-06-05T19:01:57.308+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Paläoklima'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Massensterben'/><title type='text'>Schwefelwasserstoffhölle</title><content type='html'>Leider war ich von Arbeit und Familie zu sehr eingebunden, um den Blog voranzubringen. Mehrere Beiträge haben es nur in den Entwurfsstatus gebracht, sind in ihm veraltet und schon wieder verworfen. Also mache ich jetzt mal etwas, das ganz bewußt nicht aktuell ist. Ich schaue 251 Millionen Jahre zurück. Damals starben 90% aller Arten im Meer und 70% an Land aus. Das Massensterben an der Grenze zwischen Perm und Trias schuf nicht nur Platz für die Dinosaurier, es ist auch ein Lehrstück für die vielen Zustände, die die Erde im ungünstigen Fall einnehmen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In früheren Beiträgen hatte ich über &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/11/der-lebende-planet.html"&gt;die Entwicklung der Erde&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/01/schneeball-im-treibhaus-die-erde-vor.html"&gt;den Schneeball Erde&lt;/a&gt; geschrieben: als zuletzt vor ca. 630 Millionen Jahren der CO2-Gehalt zurückgegangen war, vermutlich als Resultat zunehmender Photosynthese und zeitweilig geringer vulkanischer Aktivität, kam ein Rückkopplungsereignis in Gang, bei dem die Erde zunehmend von Eis bedeckt wurde. Das Eis reflektierte die Sonnenstrahlung stärker und verstärkte damit die Abkühlung der Erde, bis praktisch alle Ozeane an der Oberfläche zugefroren waren. Felsablagerungen aus Eisbergen in damals äquatornahen Erdschichten sind ein Beleg für diese Ereignisse. Der gegenteilige Vorgang ist die starke Erwärmung aufgrund eines starken Anstiegs von CO2 durch vulkanische Ausgasung. Als der Superkontinent Pangäa vor 251 Millionen begann aufzubrechen, wurde dieses Ereignis durch eine gewaltige vulkanische Aktivität begleitet. Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre war auf gut 3000 ppm angestiegen, mehr als zehnmal so viel wie der aktuelle vorindustrielle Wert in Warmzeiten. Man sollte auch nicht vergesen, daß die Stärke der Sonneneinstrahlung permanent zunimmt - eines Tages ist für die Erde ein Hitzetod unvermeidlich. Vor 251 Millionen Jahren reichte deshalb schon eine niedrigere CO2-Konzentration als vor 630 Millionen Jahren für das gleiche Temperaturniveau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem starken Anstieg des Mischungsverhältnisses von CO2 vor 251 Millionen Jahren am Ende des Perm und somit des Erdaltertums stiegen die Temperaturen auf der Erde auf seit langem nicht mehr erreichte Werte. Die Polkappen schmolzen möglicherweise komplett ab. Wichtiger ist aber, daß die Meeresoberfläche bis zu den Polen hin sehr warm war. Dies brachte die thermohaline Pumpe komplett zum Erliegen. Diese Pumpe funktioniert darüber, daß in den polaren Gebieten Wasser mit hohem Salzgehalt und niedriger Temperatur aufgrund der hohen spezifischen Dichte absinkt. Damit kommen Wasserströmungen in Gang, durch die Oberflächen- und Tiefenwasser permanent umgewälzt werden. Ein Resultat dieser Strömungen ist der Golfstrom. Diese Strömungen können nicht nur manchen Weltgegenden mildere Temperaturen bescheren, sie sorgen auch dafür, daß weite Teile der Ozeane mit Sauerstoff versorgt werden. Vor 251 Millionen Jahren jedoch konnte in den Polarregionen das Oberflächenwasser nicht mehr absinken - die Dichteunterschiede zum Tiefenwasser waren zu gering. Dadurch und durch die größere Menge gelösten CO2 verarmten die Meere an Sauerstoff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch heute gibt es Bereiche in den Ozeanen, die an Sauerstoff verarmt sind. Dies ist sowohl in der Nähe großer Flußdeltas möglich, wo zuviele Nähr- und Schwebstoffe das Wasser belasten. Der Abbau der ganzen Nährstoffe zehrt den Sauerstoff auf und anaerobe Bakterien übernehmen das Regime. In größeren Tiefen überwiegen ebenfalls anaerobe, also sauerstofffreie Verhältnisse. Hier werden organische Stoffe zu Methan oder Wasserstoff, zu Essigsäure und Sulfat abgebaut. Andere Bakterien leben von diesen Abfallprodukten. Knallgasbakterien oxidieren den Wasserstoff, wenn Sauerstoff vorhanden ist, und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Desulfurikation"&gt;Schwefelbakterien&lt;/a&gt; beziehen ihre Energie aus dem Sulfat und dem Wasserstoff oder der Essigsäure und bauen es zu Hydrogensulfid ab. In darüber liegenden Schichten oxidieren Purpurbakterien mit Sauerstoff den Schwefelwasserstoff zu Schwefel. Die Grenze zwischen dem anaeroben Bereich und dem sauerstoffhaltigen Bereich nennt man Chemokline. Diese liegt oft in etwa 150 Metern Tiefe und ist damit komfortabel weit entfernt von dem Bereich, in dem die Chemie im Meer sich auf die Atmosphäre und das Land auswirken könnte. Doch verarmt auch das Oberflächenwasser an Sauerstoff, weil es zu warm wird, weil der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre ansteigt, weil die thermohaline Pumpe stillsteht und das Wasser schlecht durchmischt wird, steigt die Chemokline immer weiter an. Im Extremfall gibt das Meerwasser Schwefelwasserstoff ab, ein starkes Gift für alle aeroben Organismen, also für das Leben, das wir kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor 251 Millionen Jahren dürfte ein großer Teil der Meere anaerob gewesen sein und Schwefelwasserstoff abgegeben haben. Das dürfte auch große Teile der Atmosphäre vergiftet haben. Zu allem Unglück konnte der Schwefelwasserstoff bis in die Stratosphäre aufsteigen und dort Ozon abbauen. Die Luft war nicht nur vergiftet, sondern zugleich wurden die Erde und Oberflächengewässer durch harte UV-Strahlung sterilisiert, die nicht mehr durch eine Ozonschicht herausgefiltert wurde. Verwunderlich ist nicht so sehr die Tatsache des Massensterbens, sondern vielmehr, daß überhaupt höheres Leben diese Katatstrophe überstand. Vermutlich hat es selbst in den schlimmsten Fällen noch wenige Rückzugsgebiete gegeben, wo Leben dem giftigen Schwefelwasserstoff entkommen konnte und die Sonneneinstrahlung nicht ganz so intensiv einfiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor 20 Jahren herrschte noch die Ansicht vor, daß vor allem Asteroideneinschläge Verursacher eines Massenaussterbens sein konnten. Der bekannteste Fall ist das Aussterben der Dinosaurier und anderer Organismengruppen am Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren. Hier findet man nicht nur durch Iridiumablagerungen Hinweise auf den Einschlag des Asteroiden, auch das Aussterben von Arten und die Wiederherstellung der Artenvielfalt erfolgte schnell. Ganz anders aber bei vielen anderen Massenaussterben, wie eben am Ende des Perm, &lt;a href="http://depts.washington.edu/astrobio/research/highlight.html"&gt;aber auch am Ende des Trias&lt;/a&gt;. Hier zog sich das Aussterben der Arten ebenso hin wie die Erholung. Das Ende des Perm war dadurch gekennzeichnet, daß sich immer wieder Schichten bildeten, in denen Schwefelwasserstoff auftrat, in denen weniger Kohlenstoff biologisch gebunden war und somit die Wiederherstellung der Artenvielfalt mehrere Millionen Jahre auf sich warten ließ. Tatsächlich baute sich die Überhitzung der Erde und der Aufstieg der Chemokline an die Oberfläche über einen langen Zeitraum auf und wies ein wiederholtes Voranschreiten und Zurückweichen auf. Gerade dieser Streß wird wohl letztlich den meisten Arten des Erdaltertums den Garaus gemacht haben. Dem Wechsel von Sauropoden zu Sauriern an Land entsprach im Meer das Aussterben der meisten &lt;a href="http://www.elektroplanung-wutha-farnroda.de/altenstein/html/brachiopoden.html"&gt;Brachiopoden&lt;/a&gt; und der Aufstieg der Mollusken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Belege für diese Abläufe sind nicht nur schwarze Schichten mit ausgefälltem Eisensulfid, sondern auch starke Schwankungen des C13/C12-Isotopenverhältnisses. Je nach Stärke der biologischen Aktivität kann sich die Atmosphäre mit C13 anreichern, das langsamer bei der Photosynthese eingebaut wird. Abgestorbene Lebewesen sind also entsprechend reicher oder ärmer an C13. Die Abweichung des Isotopenverhältnisses beim biologischen Kohlenstoff (das nicht leicht durch Säure gelöst wird) in verschiedenen Schichten zeigt also an, wie stark die biologische Aktivität war und ob gerade ein Massenaussterben einen großen Teil des Lebens ausgemerzt hatte. Zwischen Perm und Trias schwankte dieses Isotopenverhältnis mehrmals über Millionen Jahre hin und her, am Ende der Kreide vor 65 Millionen Jahren hingegen gab es nur einen eher kurzen Ausschlag im Isotopenverhältnis des Kohlenstoffs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten Ereignisse mit einem Massenaussterben in den letzten 300 Millionen Jahren waren also Erwärmungsereignisse, ausgelöst durch einen starken Anstieg des CO2-Anteils aufgrund vulkanischer Aktivität. Gefolgt wurden diese Ereignisse durch einen Anstieg der Chemokline in den Ozeanen und möglicherweise einer Vergiftung der Oberflächengewässer und gar der Atmosphäre mit Schwefelwasserstoff. Im Extremfall wurde sogar die Ozonschicht geschädigt oder zerstört. Die Erholung der Umwelt geschah langsam über 100.000de und Millionen von Jahren. Manche Menschen denken bei hohen CO2-Anteilen nur an üppige Vegetation und reiches Leben, wie wir es aus dem Erdmittelalter kennen. Aber während ein stabil&amp;nbsp; hohes CO2-Angebot die Pflanzenwelt düngen kann, führt der starke Anstieg zunächst zu erheblichem Streß, und ein Anstieg des CO2-Anteils über 1000 ppm birgt das Risiko eines Umkippens der Ozeane zu Schwefelwasserstoffkloaken.Das ist vor allem deshalb besorgniserregend, weil Schätzungen des CO2-Gehalts der Atmosphäre nach 2100 von gut 900 ppm gefährlich nahe an diese kritische Grenze kommen. Die Erde im nächsten oder übernächsten Jahrhundert steht also in durchaus realistischer Gefahr zur Schwefelwasserstoffhölle des Übergangs vom Perm zum Trias vor 251 Millionen Jahren zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.spektrum.de/artikel/864271"&gt;Einen weiterführenden Artikel findet man bei Spektrum der Wissenschaft, März 2007&lt;/a&gt;. Weitere Links &lt;a href="http://www.geosociety.org/gsatoday/archive/18/9/pdf/i1052-5173-18-9-4.pdf"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2005/02/050223130549.htm"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5734748694267667726?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5734748694267667726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5734748694267667726' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5734748694267667726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5734748694267667726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/06/schwefelwasserstoffholle.html' title='Schwefelwasserstoffhölle'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5437713795739257317</id><published>2011-04-08T09:49:00.000+02:00</published><updated>2011-04-08T09:49:40.091+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><title type='text'>Werden die USA den Klimaschutz endgültig sabotieren?</title><content type='html'>In den USA fanden in den letzten Tagen die &lt;a href="http://thehill.com/blogs/e2-wire/677-e2-wire/154637-house-votes-to-block-epa-climate-regulations"&gt;Abstimmungen zu Anträgen der republikanischen Mehrheit statt&lt;/a&gt;, daß der amerikanische Umweltbehörde EPA die Kompetenz zur Regulierung von Treibhausgasen entzogen werden soll. Der Antrag im US Senat scheiterte an der erforderlichen Mehrheit von 60 der 100 Sitze. Im Repräsentantenhaus ist der Antrag jedoch durchgekommen. Das hat zwar zunächst keine Auswirkung, denn gegen das Veto des Präsidenten wären hohe Mehrheiten in beiden Häusern erforderlich, um die Umweltbehörde zu kastrieren. Aber in den gleichzeitig laufenden schwierigen Haushaltsverhandlungen wird damit auch Stimmung gemacht, um Ausgaben für den Umweltschutz zu beschneiden und Forschung zu Umweltfragen wie die Klimaforschung zu behindern und zu unterdrücken. Im Rahmen einer der Abstimmungen hat das Repräsentantenhaus sogar mit Mehrheit festgestellt, daß sie recht haben und die Wissenschaft unrecht. &lt;a href="http://thehill.com/blogs/congress-blog/energy-a-environment/154197-congress-on-wrong-side-of-history-in-denying-climate-change&amp;amp;reason=0"&gt;Sie haben entschieden, daß der Klimawandel nicht stattfindet und kein Problem darstellt&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://americasclimatechoices.org/panelscience.shtml"&gt;Die eigene National Academy of Sciences meint exakt das Gegenteil&lt;/a&gt;. Wem sollen wir nun glauben? Respektablen Politikern, die Wahlkampfspenden von Koch Industries erhalten und von denen einige auch daran glauben, daß die Erde 6000 Jahre alt ist und die Evolutionstheorie eine wilde Spekulation? Oder einigen zig Tausend dahergelaufenen Wissenschaftlern? Wenn die Kampagne gegen die Wissenschaft in den USA weiter die Mehrheit hinter sich hält, werden die USA dauerhaft an Treibhausgasen ausspucken, was die Wirtschaft hergibt. Der Klimaschutz ist damit weltweit zum Scheitern verurteilt. Die hohen Emissionsszenarien werden sicher eintreten. Aus einem Klimawandel wird eine katastrophale Klimastörung. Ist es wirklich so schlimm?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Die EPA hatte die&lt;a href="http://www.epa.gov/climatechange/science/index.html"&gt; wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel zusammengetragen&lt;/a&gt; und festgestellt, daß &lt;a href="http://www.epa.gov/climatechange/endangerment.html"&gt;Treibhausgase eine Gefahr für die Gesundheit der Bürger der USA darstellen&lt;/a&gt; und daher ihr Ausstoß ähnlich reguliert werden muß wie andere Luftverschmutzung. Ein Urteil des obersten Gerichtshofs in den USA stärkte diese Position. Die Regulierung des Ausstoßes von Treibhausgasen würde jedoch die Profitabilität der Öl- und Kohleindustrie in den USA mindern und auch in anderen industriellen Bereichen zu Belastungen führen. Diese Unternehmen und die von ihnen beeinflussten Wähler fragen daher, warum sie dafür bezahlen sollen, damit in 50 Jahren weltweit hypothetische Umweltschäden verhindert werden. Die aktuelle Brieftasche ist also wichtiger als mögliche Schäden und der mögliche Verlust von Menschenleben in einer fernen Zukunft möglicherweise außerhalb der USA. Daher ist gerade jetzt in Zeiten wirtschaftlicher Probleme eine Politik populär, die die Umweltbehörde effektiv kastrieren möchte. Da sich die EPA auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft, ist der Kampf gegen die EPA ein Kampf zur Zerstörung der Glaubwürdigkeit der Wissenschaft. Führend in dem Kampf sind die Koch-Brüder, die mit Koch Industries eines der größten und profitabelsten Industriekonglomerate der Ölindustrie besitzen und mit Millionenspenden die Leugnung der Wissenschaft durch konservative Denkfabriken und die rechtspopulistische und antiwissenschaftliche Tea Party-Bewegung finanzieren zusammen mit Gleichgesinnten.&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/02/nachtragoder-wissenschaftler-einsperren.html"&gt;Diese Bekämpfung der Wissenschaft&lt;/a&gt; hatte ihre Früchte getragen. So konnte erfolgreich vielen Menschen der Eindruck vermittelt werden, es gäbe Zweifel an der Integrität von Klimaforschern oder des IPCC, obwohl eine Reihe von Untersuchungen die Anschuldigungen widerlegten und obwohl wissenschaftliche Arbeiten seitdem die früheren Feststellungen bestätigen. Es gab Versuche,&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/02/sabotage.html"&gt; wissenschaftliches Arbeiten zu sabotieren&lt;/a&gt;, auch durch Eingriffe eines Generalstaatsanwaltes, die seitdem durch die betroffene Universität vor Gericht abgeweht wurden, aber wiederholt werden sollen. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/02/pi-ist-gleich-3-und-globale-erwarmung.html"&gt;Und es gab bereits Abstimmungen in Staatsparlamenten, in denen Politiker per Mehrheitsbeschluß die Wissenschaft korrigieren wollten&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/02/fakten-demokratisch-andern-oder-die.html"&gt;Weiterer Link dazu hier. &lt;/a&gt;Dies alles ist nur das Vorspiel zu dem, was nun auf der Ebene der beiden Häuser im Kongreß stattfindet und 2012 schließlich mit einem der Industrie genehmen republikanischen Präsidenten gekrönt werden soll: per Mehrheitsbeschluß wird entschieden, was die Wissenschaft zu meinen hat und erforderliche Umweltschutzmaßnahmen der USA werden auf unbestimmte Zeit verschoben – soll doch der Rest der Welt in den Umweltschutz investieren. (Einschub: wenn man als Deutscher in einem Land wohnt, das die Verbrennung des Klimakillers Kohle und insbesondere Braunkohle fördert, sollte man mit dem Aburteilen anderer Klimasünder Maß halten. Dieses Land bräuchte eigentlich einen Ausstiegsbeschluß aus der Kohleenergie innerhalb der nächsten 15 Jahre. In einer Demokratie geht es nicht immer vernünftig zu. Das gilt für Deutschland genauso wie für die USA.)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;In dieser Woche wurden Anträge der Republikaner zur Beschränkung der Umweltbehörde EPA in beiden Häusern des Kongresses zur Abstimmung gestellt mit der letzten Abstimmung im Laufe des Donnerstags. Im Vorfeld dieser Abstimmungen gab es Anhörungen, &lt;a href="http://science.house.gov/hearing/full-committee-hearing-climate-change"&gt;insbesondere am 31. März vor dem Ausschuß für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie des Repräsentantenhauses zum Klimawandel,&lt;/a&gt; in denen die Republikaner verschiedene Zeugen präsentierten, die angeblich widerlegen, daß es einen wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel, der menschlichen Verursachung und der vorwiegend negativen Auswirkungen gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach den Anhörungen kamen die Abstimmungen. Hier versuchten die Demokraten, die Anträge der Republikaner durch Anhänge in ihren Auswirkungen zu lenken, jedoch ohne Aussicht auf Erfolg. &lt;a href="http://initforthegold.blogspot.com/2011/04/okies-from-muskogee.html"&gt;Doch besonders aussagekräftig war der Antrag des demokratischen Senators Waxman, einen Anhang an die Vorlage der Republikaner anzubringen&lt;/a&gt;, der den Wortlaut hat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Congress accepts the scientific findings of the Environmental Protection Agency that climate change is occurring, is caused largely by human activities, and poses significant risks for public health and welfare.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der Kongreß nimmt die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Umweltbehörde an, daß ein Klimawandel stattfindet, verursacht durch menschliche Handlungen und mit erheblichen Gefahren für Gesundheit und Wohlstand.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Dies wurde mit 240 zu 184 Stimmen abgelehnt. &lt;a href="http://climateprogress.org/2011/04/06/gop-led-house-rejects-science-240-184/"&gt;Wie der Umweltaktivist Joe Romm in seinem Blog feststellt, &lt;/a&gt;war die Formulierung des abgelehnten Anhangs sogar schwächer als die &lt;a href="http://americasclimatechoices.org/panelscience.shtml"&gt;Stellungnahme der National Academy of Sciences der USA&lt;/a&gt; die schreiben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;A strong, credible body of scientific evidence shows that climate change is occurring, is caused largely by human activities, and poses significant risks for a broad range of human and natural systems….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Some scientific conclusions or theories have been so thoroughly examined and tested, and supported by so many independent observations and results, that their likelihood of subsequently being found to be wrong is vanishingly small. Such conclusions and theories are then regarded as settled facts. This is the case for the conclusions that the Earth system is warming and that much of this warming is very likely due to human activities.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Eine starke, glaubwürdige Menge an wissenschaftlichen Belegen zeigt, daß ein Klimawandel stattfindet, verursacht durch menschliche Handlungen und mit erheblichen Gefahren für einen weiten Bereich menschlicher und natürlicher Systeme...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Einige wissenschaftliche Feststellungen oder Theorien wurden so gründlich untersucht und geprüft und sind bei so vielen unabhängigen Beobachtungen und Ergebnissen unterstützt, daß die Wahrscheinlichkeit verschwindend klein ist, daß sie noch nachträglich als falsch festgestellt werden könnten. Diese Schlußfolgerungen und Theorien werden als feste Tatsachen betrachtet. Das ist der Fall für Schlußfolgerungen, daß die Erde sic herwärmt und viel von dieser Erwärmung sehr wahrscheinlich aufgrund menschlicher Handlungen erfolgt.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Die Politiker widersprechen also mehrheitlich der ausdrücklichen, wissenschaftlich fundierten Aussage der zuständigen Experten. Der mit Lüge, Betrug, teuren Medienkampagnen und Sabotage wissenschaftlicher Arbeit geführte Kampf zur Untergrabung der Glaubwürdigkeit von Wissenschaftlern findet hier einen Höhepunkt, dessen Früchte wohl in den nächsten zwei Jahren geerntet werden. Die Vehemenz, mit der Journalisten zu den andauernden Fälschungen, Betrügereien und Lügen aus dem Lager der Klimawandelleugner schweigen, jedoch über ihre falschen Anschuldigungen gegen Wissenschaftler berichten konnten, läßt einen an der Funktionsfähigkeit der Medien überhaupt zweifeln. Und wer so richtig an intelligentem Leben auf der Erde zweifeln will, braucht sich nur die Kommentarseiten bei den On-line-Ausgaben deutscher Printmedien zum Thema Klimawandel anzusehen. Ein solches Ausmaß an unbelehrbarer Ignoranz ist unerträglich. Und dieser Bodensatz ist in den USA politisch repräsentiert und mehrheitsfähig. &lt;a href="http://climatesight.org/2011/04/06/the-rest-of-the-world/"&gt;In dem Land, aus dem über 20% der globalen Treibhausgasemissionen kommen und das die Hälfte davon sofort einsparen könnte, würde es nur europäische Energieeffizienz erreichen&lt;/a&gt;. Aus dem Land, in dem 1979 bereits in einem Bericht an den Präsidenten festgestellt wurde, daß der Klimawandel kommt, daß er bei Verdopplung der CO2-Konzentration zu einem Temperaturanstieg um 3 Grad führen würde, daß dies verschiedenste schädliche Auswirkungen haben würde und daß man daher die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren müßte. 2011 weiß man in den USA anscheinend weniger als 1979.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5437713795739257317?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5437713795739257317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5437713795739257317' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5437713795739257317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5437713795739257317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/04/werden-die-usa-den-klimaschutz.html' title='Werden die USA den Klimaschutz endgültig sabotieren?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-4153317440825718544</id><published>2011-04-03T11:24:00.001+02:00</published><updated>2011-04-03T11:26:17.704+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Statistik'/><title type='text'>Fukushima, schwarzer Schwan oder fetter Schwanz?</title><content type='html'>Nachdem ich schon vor 2 Wochen angefangen habe, was zum Thema zu schreiben, möchte ich es doch auch endlich on-line stellen, auch wenn der Artikel eigentlich noch nicht fertig ist. Zur Sicherheit von Kernreaktoren oder den Einzelheiten der Geschehnisse in Japan kann ich mangels Fachkenntnisse naturgemäß nichts beitragen. Nachdem ich mich mit vielen Stellen im Netz beschäftigt hab, kann ich &lt;a href="http://www.physikblog.eu/2011/03/21/eine-zusammenfassung-der-probleme-bei-fukushima-i/"&gt;folgenden Link empfehlen (Physikblog)&lt;/a&gt;. Aktuelle &lt;a href="http://www.bfs.de/bfs"&gt;Informationen zu Strahlungswerten in Deutschland&lt;/a&gt; erhält man hier, wobei ich gleich dazu schreiben muss, dass das irrelevant ist. Es gibt kein denkbares Szenario, bei dem eine radioaktive Wolke im Ausmaß des Unfalls in Tschernobyl Europa erreichen könnte. Die Spurenaktivitäten, die man messen wird, sind eher von akademischem Interesse. Das Reaktorunglück weist aber mehrere Überschneidungen mit dem Thema Klimawandel auf. Stichworte sind die Auswirkungen auf die CO2-Bilanz, die Frage nach dem „fetten Schwanz“ und die Frage nach dem „schwarzen Schwan“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Für Japan ist der Unfall tragisch. Vor allem ist aber das Erdbeben ein furchtbares Ereignis mit voraussichtlich über 25.000 bis zu 28.000 Toten. Da viele Verstorbene ins Meer hinausgezogen wurden, wird es noch einige Zeit dauern, bis Klarheit über das Schicksal der vielen Vermissten besteht. Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand, der sich natürlich ändern kann, sind nach wie vor das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami die eigentliche Katastrophe für Japan. Gesundheitliche Folgen müssen die Arbeiter und Hilfskräfte vor Ort erwarten, die versuchen, die Lage unter Kontrolle zu bringen. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dhoku-Erdbeben_2011"&gt;Das Erdbeben war mit der Stärke 9,0&lt;/a&gt; möglicherweise so stark oder noch stärker als ein Erdbeben in der Region vor über 1200 Jahren. Es handelt sich also um ein Jahrtausendereignis. In der Konzeption des Kernkraftwerks Fukushima I wurde ein Erdbeben dieser Stärke und (insbesondere) ein Tsunami von 14 (nach anderen Angaben 10) Metern Höhe nicht berücksichtigt. Zwar gibt es außerdem Hinweise darauf, dass bei den Kontrollen der Sicherheitseinrichtungen geschlampt wurde und der Betreiberkonzern TEPCO unangemessenen Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen konnte, aber nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand war der Tsunami, der die Notstromaggregate wegspülte oder beschädigte, der eigentliche Grund dafür, dass die Situation außer Kontrolle geriet. Ein Ingenieur, der bei der Planung des Kraftwerks 1967 beteiligt war, soll Medien gegenüber geäußert haben, daß die Möglichkeit eines Tsunamis damals für die Auslegung des Kernkraftwerks keine Rolle spielte. Der Schluß wäre: ein überaltertes Kraftwerk, ursprünglich mit Planungsfehlern, schlampig überwacht, trifft auf ein Jahrtausendereignis, mit dem man bei der Auslegung nicht rechnen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage ist, ist das ein „schwarzer Schwan“ (ein Begriff, den der Philosoph Karl Popper für ein Ereignis geprägt hat, mit dem bei der Erstellung einer Theorie niemand rechnete, wie die Existenz schwarzer Schwäne in Australien, wenn jemand die Theorie aus Beobachtungen in Europa aufstellt, alle Schwäne seien weiß - der Ausdruck wurde noch mal populärer nach dem Buch "Black Swan" on Nicholas Taleb, &lt;a href="http://www.amazon.de/review/R31PW6XQKGPDIM/ref=cm_cr_dp_perm?ie=UTF8&amp;amp;ASIN=3446415688&amp;amp;nodeID=299956&amp;amp;tag=&amp;amp;linkCode="&gt;allerdings wird das Buch als oberflächlich kritisiert&lt;/a&gt;)? Ist das Reaktorunglück ein Ereignis, mit dem man nicht rechnen konnte? &lt;a href="http://www.blicklog.com/2011/03/21/warum-das-unglck-in-japan-kein-schwarzer-schwan-war/"&gt;In einem Blog wird genau diese Frage besprochen und mit „Nein“ beantwortet.&lt;/a&gt; Das Erdbeben und der Tsunami sind für die Region nicht wirklich ohne Präzedenz. Zwar gab es eine sehr unglückliche Abfolge von Zufällen, die insgesamt wahrscheinlich extrem unwahrscheinlich waren, aber mit jedem dieser Zufälle hätte gerechnet werden können. Das Problem ist eher das, was mit einem „fat tail“, einem „fetten Schwanz“ einer Risikoverteilung bezeichnet wird. Das Risiko ist das Produkt von Schadenshöhe und Wahrscheinlichkeit des Schadens. Das Risiko von Schäden durch Kernkraftwerke leidet ganz dramatisch unter dem Einfluß des „fetten Schwanzes“. Während die wahrscheinlichen und auch weniger wahrscheinliche Störfälle letztlich zu beherrschbaren Fällen führen, bis hin zu einer teilweisen Kernschmelze, bei der jedoch der Schutzbehälter intakt bleibt, gehen bei extrem unwahrscheinlichen Verkettungen unglücklicher Zufälle die möglichen Schäden so steil in die Höhe, daß das Risiko am Ende der unwahrscheinlichen Fälle mit hohen Schäden nicht vernachlässigbar wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich steht hinter dem "fetten Schwanz" auch die Diskussion um die Art der Verteilung für die Häufigkeit eines Schadensereignisses. Diese Verteilungen können eher gutartig oder eher bösartig sein in dem Sinne, daß die Verteilungen zu den Rändern hin rasch abfallen oder sich weit an den Rändern ausdehnen. Gutartig wäre zum Beispiel eine Normalverteilung. Ereignisse, die um mehr als zwei Standardabweichungen&amp;nbsp; vom Mittelwert in einer Richtung abweichen, haben eine Wahrscheinlichkeit unter 2,3 Prozent, bei 3 Standardabweichungen von gut 0,15 Prozent, bei 4 Standardabweichungen liegen wir bei Bruchteilen einer Promille. Beschreibt die Verteilung Ereignisse, die entsprechend oft pro Jahr vorkommen können, wären wir bei 4 Standardabweichungen bei Ereignissen, die seltener als einmal pro Jahrtausend vorkommen. Wäre nun die Toleranz des betrachteten Systems, noch Abweichungen vom Mittelwert von 4 Standardabweichungen auszuhalten, würde man das System als stabil betrachten, denn es wäre davon auszugehen, daß ein Fehler des System auch über ein Jahrtausend hinweg unwahrscheinlich wäre. Die Verteilung könnte aber auch bösartig sein und zu den Rändern hin nicht exponentiell, wie eine Normalverteilung, sondern schwächer abfallen. Dann könnten Ereignisse, die in der Normalverteilung eine Wahrscheinlichkeit von unter einer Promille haben, hier wesentlich häufiger vorkommen, zum Beispiel eher bei einigen Promille oder einem Prozent liegen.Dahinter steckt eine statistische Größe, die Wölbung oder Kurtosis der Verteilung. Kurtosis 0 hat zum Beispiel die Normalverteilung, negative Werte beschreiben eine Verteilung, die sich stärker zu den Rändern hin ausdehnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist also sowohl ein Problem, wenn die Schadenswahrscheinlichkeit eine starke Ausdehnung zu den Rändern hin aufweist und daher auch starke Schadensereigtnisse nicht vernachläßigt werden können, es ist aber auch ein Problem, wenn das Produkt mit der Schadenshöhe zu einer Verteilung mit starken Ausläufern zu den Rändern, zu einer Verteilung mit einem "fetten Schwanz" führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau um diesen „fetten Schwanz“ geht wohl der Atomstreit. Die Gegner der Atomkraft argumentieren mit der Existenz des „fetten Schwanzes“, die Befürworter der Atomkraft würden ihn gerne bestreiten. Wirklich berechnet werden kann er nicht. Das schreibe ich mit Vorbehalt, denn es gibt durchaus Möglichkeiten der Extremwertstatistik, Rechnungen zu extrem seltenen Ereignissen durchzuführen. Die Rechnungen sind aber nicht validierbar, denn zwei Ereignisse in gut 50 Jahren, in denen man ernsthaft die Kernenergie zur Stromversorgung nutzt, würden gut zu einem Reaktorunfall mit starkem Austritt von radioaktivem Material in 5000 Betriebsjahren passen, aber natürlich ist das statistisch nicht zu unterscheiden von einer Wahrscheinlichkeit von einmal in 2000 Jahren oder einmal in 20.000 Jahren. Noch gravierender ist aber, daß die beiden schwersten Unfälle beim Betrieb ziviler Kernkraftwerke in gewisser Hinsicht wenig überraschend waren. Der Unfall von Tschernobyl betraf einen bekannt unsicheren Kernkraftwerkstyp. Die Moderierung mit Graphit hat zwei Nachteile. Zum einen müßte man, um die Kernreaktion zunächst zu stoppen, das Graphit als Moderator aktiv entfernen. Wenn durch einen Schaden das nicht geht, wird also gerade bei einem Unfall die Kettenreaktion am Laufen gehalten. Außerdem liefert ein Graphitbrand zusätzlich gewaltige Energie, um einen Reaktor durchgehen zu lassen. Von Kernkraftwerken des sowjetischen Typs kann man nicht wirklich etwas über Risiken anderer Kraftwerkstypen ableiten. Im Fall von Fukushima ist genau das Kraftwerk durchgegangen, das besonders alt war und ohnehin als gefährdet gelten mußte, und es ist bei einem Jahrtausendereignis geschehen mit genau der Komplikation, die man bei der Reaktorauslegung sträflich vernachläßigt hatte. Auch hier kann man zwar sagen, daß Kernkraftwerke, die veraltet sind und in Risikozonen stehen, prioritär abgeschaltet werden sollten, aber für Kernkraftwerke eines neueren Typs kann man daraus wenig ableiten. Kernkraftwerke sind statistisch ein Gemisch aus Elementen mit um Größenordnungen unterschiedlichem Eintrittswahrscheinlichkeiten für den Fall eines Austritts radioaktivem Material. Gerade weil Tschernobyl und Fukushima keine „schwarzen Schwäne“ waren, sind sie so schlechte Argumente gegen den Betrieb von Kernkraftwerken der dritten Generation, wie sie inzwischen ans Netz gehen oder in letzter Zeit gebaut wurden. Wir haben nichts gelernt, sondern erhielten nur bestätigt, daß unsichere Kernkraftwerkstypen bei schlampiger Überwachung und/oder einem extremen äußeren Ereignis nicht mehr sicher sind. Aber wie „fett“ ist die Risikoverteilung bei neuen Kernkraftwerken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessanterweise ist das eine ähnliche Frage, die sich beim Klimawandel stellt. Es gibt zwar einen Konsens, daß die Verdopplung des Mischungsverhältnisses von CO2 in der Atmosphäre zu einer Temperaturerhöhung von 2 bis 4,5 Grad führt. Aber die Wahrscheinlichkeit für eine höhere Sensitivität ist nicht gleich Null. Da es aber bei den gegenwärtigen Emissionsszenarien recht sicher ist, daß der Strahlungsantrieb der Treibhausgase bis zur Jahrhundertwende einer Vervielfachung des CO2-Gehalts entsprechen wird, sind damit Szenarien mit globalen Temperatursteigerungen über 10 Grad zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen. Bei solchen Temperatursteigerungen werden Klimafolgen plausibel, bei denen größere Weltregionen unbewohnbar werden, bei denen Klimazonen sich massiv verschieben und die Nahrungsmittelversorgung für Teile der Weltbevölkerung zusammenbrechen. Das sind Szenarien, in denen die Zahl der Klimaopfer nicht mehr in Millionen gerechnet wird, sondern in mehreren 100 Millionen oder gar Milliarden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.economics.harvard.edu/faculty/weitzman/files/REEP2011%2Bfat-tail.pdf"&gt;Relevant dazu sind zum Beispiel Arbeiten von Martin Weitzmann, der sich mit den ökonomischen Folgen des Klimawandels beschäftigt hat und dabei den "fetten Schwanz" der Verteilung im Blick hat.&lt;/a&gt; Bei Auswertung der Ergebnisse von Klimamodellen zu den Klimasensitivitäten fällt auf, daß hohe Klimasenisitivitäten, also ein starker Anstieg der globalen Temperatur schwächer als exponential abfallen - die Verteilung ist also in dem Sinne "fett", nicht nur in dem Sinne, wie ich es oben beschrieben hatte, wenn man die Schadenshöhe bei Extremereignissen dazu nimmt. Was aber in letzterem Sinne auch nach Weitzmann hinzukommt, ist die Möglichkeit, daß zusätzliche Rückkopplungen bei einer stärkeren globalen Temperaturerhöhung einsetzen können, wie etwa eine erhebliche Freisetzung von Methan aus Permafrostböden oder aus Methanhydraten in Flachwassergebieten in gemäßigten und polaren Breiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Klimawandel machen uns also nicht so sehr der zentrale Teil der Verteilung der möglichen Temperatursteigerung und der möglichen Schäden sorgen, sondern der „fette Schwanz“, der obere Rand der Verteilung, der sich umso stärker ausdehnt, je größer wird die Unsicherheit bei den Klimaprognosen ansetzen. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/03/leugner-bekampfen-die-wissenschaft-teil.html"&gt;Wenn Judith Curry also behauptet, die Klimasensitivität müsse man irgendwo zwischen 0 und 10 Grad je Verdopplung des CO2-Äquivalents ansetzen,&lt;/a&gt; füttert sie besonders extrem den „fetten Schwanz“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vergleicht man die Risiken des Klimawandels und der Kernenergie, ist die Größenordnung der Risiken durch einen Klimawandel bei den extremen Ausreißern der Verteilung geradezu atemberaubend und durchaus weniger spekulativ als extreme Auswirkungen von Reaktorunfällen. Doch um daraus Handlungen abzuleiten, müßte man die möglichen Schadensverläufe noch besser vergleichen und dabei zugleich die weiteren Alternativen gewichten. Immerhin kann man ja auf die Möglichkeit von Reaktorunfällen verschieden reagieren - man könnte Atomkraftwerke durch Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen, man könnte Energie sparen und regenerative Energien ausbauen und man könnte Atomkraftwerke sicherer machen. Insbesondere könnte man eine Mischung aus all diesen Alternativen erwägen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-4153317440825718544?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/4153317440825718544/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=4153317440825718544' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4153317440825718544'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4153317440825718544'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/04/fukushima-schwarzer-schwan-oder-fetter.html' title='Fukushima, schwarzer Schwan oder fetter Schwanz?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-6009435073943801675</id><published>2011-03-20T12:13:00.003+01:00</published><updated>2011-03-21T19:44:06.848+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Fake scandal again</title><content type='html'>Most probably you have seen it on Wattsupwiththat, though it has made the round in all the denier blogs. Former German chancellor Helmut Schmidt is cited to have said, that some climate scientist were proven to be fraudsters and has called for the investigation of the IPCC by German scientific institutions. What you will probably never hear by those outlets of misinformation: Helmut Schmidt never said this. Not, that he would not say stupid things once in a while. He is more than 90 years old, he is ignorant about natural sciences, and when he was chancellor he was rather not famous for putting the environment on the agenda. But he didn’t say it. I checked with the bureau of the former chancellor, Mrs. Krüger-Penski, and she says that what was on display on the Max-Planck-Gesellschaft (MPG) website and what was cited all the time by deniers was not what Schmidt has said. What he has said is, what is on display under the very same links on the MPG site and what you could have read at the German weekly news paper DIE ZEIT, where Schmidt still is co-publisher. Schmidt never called IPCC scientists fraudsters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;So, what is the background for this? It should be clear, that especially in Germany it should be a great propagandistic success for deniers, if they could present Helmut Schmidt as a witness. He was famous in Germany for mastering critical situations like a flood in Hamburg or the years of communist terror in Germany, and he has a standing for many outside of the socialdemocrat party under liberals and conservatives as well. For many people in Germany his opinion has weight like comments from a former president who left his office successful and without any scandal. So, it was quite a find, when a manuscript could be found on the website of the MPG, where Schmidt on a centennial celebration of the leading German scientific society Max-Planck-Gesellschaft (former Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) on January 11th, 2011, in a welcome speech allegedly has made the remark. However, it is not clear, how this half sentence made it into the text. It was not said.&lt;br /&gt;Benny Peiser of the Global Warming Policy Foundation put it on the website thegwpf.org on March 6th. From there the usual propaganda chain of denial web sites was started. Bob Carter took the information about the word of the chancellor and wrote on March 7th on the website of the Quadrant that it may not be enough, that German scientific organisations look into the case, because they might be in the fraud, too. Yes, it has become really nuts on this stage already. And then it only went down hill. Bob Carter was allowed to copy his work into Wattsupwiththat later the same day and it made the round in denier websites around the world until now and coming. In Germany, however, Benny Peiser noticed on March 8th, that in the version of Schmidts speech made public in the magazine DIE ZEIT the ominous words about proven fraudsters were missing. Quickly Peiser declared that Helmut Schmidt was censored by his own newspaper. So he added the story of the suppression of those who speak out against the IPCC. It was wrong again.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;After contacting the leader of the PR-department Mrs. von Aretin at MPG about who said what, she contacted the bureau of the former chancler. On March 16th I received the message from Mrs. Krüger-Penski that Schmidt never said the half sentence about fraudsters and that the correct version of the speech will be put on the MPG website. On March 17th&lt;a href="http://www.mpg.de/990353/Verantwortung_der_Forschung"&gt; the website corrected the speech&lt;/a&gt;, which is, what you will find now under the denier links to the MPG. &lt;span style="color: red;"&gt;On March 21th I received a second Email from another assistant of the former chancellor, who confirmed that the speech which was on the website of the Max Planck Gesellschaft before, was a sketch and not authorized.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don’t expect deniers to correct what they have said. For them it is “mission accomplished, misinformation spread.”&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-6009435073943801675?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/6009435073943801675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=6009435073943801675' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6009435073943801675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6009435073943801675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/03/fake-scandal-again.html' title='Fake scandal again'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-2012877123909645760</id><published>2011-03-17T19:43:00.003+01:00</published><updated>2011-03-21T19:39:34.828+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Schon wieder ein inszenierter Skandal</title><content type='html'>&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/03/wenn-alte-politiker-die-welt-nicht-mehr.html"&gt;Dem Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt wurde die Behauptung zugeschoben, Klimaforscher hätten sich als Betrüger erwiesen.&lt;/a&gt; Diese Behauptung war nicht nur sachlich falsch, das Büro des Kanzlers a.D. dementiert auch, daß diese Bemerkung gemacht wurde. Auf google aber findet man mit dem Suchstring "Helmut Schmidt IPCC Betrüger" gut 136.000 Einträge. Schon wieder ein inszenierter Skandal? Im folgenden gehe ich der Sache nach.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Leugnerszene hat keine Sachargumente, aber sie bemüht sich, Zweifel zu sähen, indem mit Scheinargumenten eine wissenschaftliche Debatte inszeniert wird. Und weil die Auseinandersetzung in Wahrheit gar nicht auf der Sachebene stattfindet, sollte es auch nicht verwundern, daß auch nötigenfalls Skandale inszeniert werden. Gerne werden Klimaforscher als Betrüger hingestellt, ganz egal, wie absurd die Begründung dafür ist. „Climategate“ war wohl der größte und effektivste der inszenierten Skandale, der Diebstahl von Emails gefolgt mit einer Umdeutung herausgegriffener Inhalte der Emails, um den Anschein zu geben, Wissenschaftler würden Daten fälschen und widersprechende Ansichten aus der Fachliteratur heraushalten. Mehrere Untersuchungen zeigten, daß dies falsch war und die wissenschaftlichen Publikationen seither zeigen, daß alle wesentlichen Feststellungen der Klimaforschung vor „Climategate“ weiterhin gültig sind. Die Leugner haben nie zugegeben, daß der Skandal eine Inszenierung war und daß die nachfolgenden Untersuchungen die Vorwürfe widerlegt haben. Korrekturen und Entschuldigungen werden wir von der Seite auch nie zu hören bekommen. Stattdessen wird derzeit in den USA versucht, durch staatsanwaltliche Untersuchungen und Abstimmungen in politischen Vertretungen die Inszenierung fortzuführen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Als ein Text auf der Webseite des MPI erschien, laut dem Helmut Schmidt behauptet haben sollte, Klimaforscher hätten sich als Betrüger erwiesen, war dies in den Blogs der Leugner mit großem „Hallo“ begrüßt worden. In einem Blogbeitrag hatte ich erläutert, warum diese Äußerung, wenn sie so gemacht worden wäre, unakzeptabel ist und juristisch in Deutschland sogar bedenklich ist. In den Leugnerblogs, etwa auf den Seiten von EIKE oder auch bei der sogenannten Achse des Guten, hier geschrieben von Herrn Peiser, in den USA bei Wattsupwiththat ist das angebliche Schmidt-Zitat eifrig verbreitet worden und von dort aus hat es das Internet regelrecht verseucht. Wer bei google „Helmut Schmidt Betrüger IPCC“ eingibt, sieht, was ich meine. Die eifrige gegenseitige Verlinkung in Leugnerkreisen sorgt dafür, daß gut drei oder vier Seiten nur dieselben Texte gefunden werden, bevor erstmals eine andere Meinung auftaucht – mein eigener Blog.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Geschichte des inszenierten Skandals habe ich über verschiedene Webseiten nachverfolgt. Am 11. Januar war die Helmut Schmidt-Rede. Im Februar wurde der falsche Text der Rede beim MPI publiziert. Am 6. März verbreitet Benny Peiser erstmals auf der Seite der Global Warming Policy Foundation, einer Lobbyorganisation zur Verbreitung von Lügen über den Klimawandel zum Nutzen der diversen Geldgeber, thegwpf.org die angebliche Behauptung von Schmidt auf Englisch. Der Geologe und als Leugner bekannte Bob Carter greift am 7. März in der Online-Fassung des australischen Magazins Quadrant, das bekannt dafür ist, Lügen über den Klimawandel zu verbreiten, den Text von Benny Peiser auf und legt noch einen drauf. Er meint, daß die angebliche Behauptung von Schmidt, Klimaforscher hätten sich als Betrüger erwiesen, richtig sei, läßt aber zwischen den Zeilen den Eindruck aufkommen, daß aber sein Aufruf, Wissenschaftsorganisationen in Deutschland sollten dies untersuchen, das Problem unterschätze – die steckten doch auch im Betrug mit drin. („An equal problem in nearly all western countries (…) is the integrity of their national science academies (…)” – Ein gleiches Problem ist in nahezu allen westlichen Staaten … die Integrität ihrer nationalen Wissenschaftsakademien…) Beweis sei, daß die Untersuchungen zu „Climategate“ ergaben, daß an den Anschuldigungen der Leugner nichts dran sei. Dies ist im übrigen erneut der Beweis, daß Leugner mit keiner Untersuchung je zufriedenzustellen sind, denn sie akzeptieren nur ein Ergebnis – ihre falsche Meinung. Der Beitrag von Bob Carter taucht am selben Tag bei Wattsupwiththat auf und dann geht es hierüber und über Benny Peiser und EIKE in die übrigen Leugnerblogs.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das reicht dann immer noch nicht. In der ZEIT stand der Text von Helmut Schmidt, der tatsächlich gehaltenen Rede – ohne die Unterstellung, daß sich Klimaforscher als Betrüger erwiesen hätten. Daraufhin verbreitet Benny Peiser, daß die ZEIT Helmut Schmidt zensiert hätte. Man hätte natürlich auch mal nachfragen können, warum die ZEIT einen anderen Text abdruckt oder ob Helmut Schmidt denn nun zu dem steht, was da verbreitet wurde. Das haben die hauptamtlichen Lobbyisten natürlich nicht tun wollen und so gleich noch einen Skandal des Skandals inszeniert. Auf der Klimazwiebel verbreitet dann Grundmann den Beitrag und von Storch tut so, als könne man darüber ernsthaft diskutieren. Daß die ZEIT den Betrügervorwurf nicht übernimmt, wird in der Diskussion kommentiert, führt aber nicht zum Innehalten der „ehrlichen Makler“. So sieht die Verwertungskette des Lobbyismus gegen unerwünschte Resultate aus, vom Profischreiber über die Leitblogs in die Leugnerblogosphäre bis zu den Betroffenheitstrollen, die so tun, als würden sie wertneutral diskutieren.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Hingegen hatte ich die Pressesprecherin Dr. von Aretin des MPI auf die sachlich falsche Behauptung und die juristische Problematik hingewiesen und vorgeschlagen, daß das MPI hier die Sachlage klären sollte. Frau Dr. von Aretin nahm Kontakt mit dem Büro des früheren Bundeskanzlers auf, das am 16. März wiederum darauf hinwies, daß der publizierte Text beim MPI nicht mit der gehaltenen Rede übereinstimmt. &lt;a href="http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/8183-helmut-schmidt-der-ipcc-und-die-betrueger/"&gt;Fast zeitgleich ist übrigens Nick Reimer von www.klimaretter.info unabhängig von mir zu den gleichen Ergebnissen gekommen, hat aber seinen Beitrag schon heute morgen schreiben können.&lt;/a&gt; Wie die Büroleiterin Frau Krüger-Penski mir mitteilte, soll der Text beim MPI korrigiert werden. Das wird aber nicht reichen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Für die Leugner war es auf jeden Fall ein großer Propagandaerfolg. Die Korrektur, daß Helmut Schmidt den unterstellten Text nicht gesagt hat, werden wir von der Seite nie hören, vielmehr wird es als Schmidtzitat nun dauerhaft benutzt werden. Die Leugnerseite hat nun einen weiteren präsentablen Zeugen für ihre Verschwörungstheorie der Wissenschaftler als Betrüger und die google-Suche zeigt eindeutig, daß das nicht rückgängig gemacht werden kann. Denn im Internet wird das angebliche Schmidt-Zitat, daß sich Klimaforscher als Betrüger erwiesen hätten, als scheinbar weiter gültig halten. Einzig Hoffnung gibt, daß die Korrektur auf der Seite klimaretter.info auf Anhieb an erster Stelle bei google steht - übersehen kann man das nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aktualisierung: &lt;a href="http://www.mpg.de/990353/Verantwortung_der_Forschung?page=1"&gt;Beim MPI steht mittlerweile die korrigierte Fassung der Schmidtrede mit dem Hinweis: "Es gilt das gesprochene Wort.", aber leider keinem Hinweis auf die Vorgeschichte&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: red;"&gt;Aktualisierung (21.03.2011): Eine weitere Mitarbeiterin im Büro des Bundeskanzlers a.D. bestätigte in einer Email, dass es sich bei der von der Max-Planck-Gesellschaft zuerst veröffentlichten Fassung um einen Rohentwurf handelte, der geändert wurde und nicht autorisiert war. Wer den Rohentwurf für Herrn Schmidt geschrieben hatte, war leider nicht zu erfahren. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-2012877123909645760?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/2012877123909645760/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=2012877123909645760' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/2012877123909645760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/2012877123909645760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/03/schon-wieder-ein-inszenierter-skandal.html' title='Schon wieder ein inszenierter Skandal'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-7868812334583064173</id><published>2011-03-08T20:13:00.004+01:00</published><updated>2011-03-17T19:47:15.247+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Wenn alte Politiker die Welt nicht mehr verstehen</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="color: red; font-family: inherit;"&gt;In diesem Blogbeitrag bin ich davon ausgegangen, daß eine von der MPI veröffentlichte und in Leugnerkreisen weithin zitierte Textfassung einer Rede von Helmut Schmidt der gehaltenen Rede entspricht. Nach Auskunft des Büros des Bundeskanzlers a.D.&amp;nbsp;entspricht der beim MPI publizierte Text nicht der von Herrn Schmidt gehaltenen Rede. Auch wenn Herr Schmidt vermutlich meinen Blogbeitrag nicht zur Kenntnis nehmen konnte oder wird, und mir keine Klagen deswegen zu Ohr gekommen sind, möchte ich an dieser Stelle trotzdem dafür um Entschuldigung bitten, daß ich davon ausgegangen bin, daß Herr Schmidt tatsächlich Klimaforscher als Betrüger bezeichnet hatte. Das hat er nicht. Wenn ich den Blogbeitrag trotzdem stehen lasse, dann nur deshalb, weil im Internet das Löschen eines Beitrages sinnlos ist und die Ergänzung um eine Korrektur sinnvoller ist. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Sie sind alt, sie sind geachtet, manchmal haftet ihnen was mythisches an. Frühere Präsidenten und Kanzler, die es geschafft hatten ohne all zu großen Skandal abzutreten, können noch Jahrzehnte später weit beachtete Auftritte haben. Logisch muß man das nicht finden. Die früher im Amt gesammelten Erfahrungen mögen wertvoll sein. Das heißt aber nicht, daß der alte Staatsmann zu aktuellen Problemen immer was hilfreiches sagen kann. &lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28102379.html"&gt;Der Ex-Forschungsminister Andreas von Bülow stellte sich nach dem 11.09.2001 als einer der abgedrehtesten Verschwörungstheoretiker vor dem Herrn heraus.&lt;/a&gt; Einst der jüngste Minister im Kabinett Schmidt und Hoffnungsträger, später Verbreiter von Wirren Theorien über US-Geheimdienste, die das World Trade Center in die Luft sprengen. Der Verweis auf die früheren Amtswürden war einer der Schlüssel, um mit diesen Spinnereien Gehör zu finden und Bücher zu verkaufen.&amp;nbsp;&lt;span style="color: red;"&gt;Auch Helmut Schmidt ist nicht davor gefeit, merkwürdige Ansichten zum Kliamwandel zu&amp;nbsp;vertreten.&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.mpg.de/print/990353"&gt;Kürzlich wurde ihm sogar zugeschrieben, er hätte Klimaforscher gar "Betrüger" genannt.&lt;/a&gt; Wie kommt das eigentlich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In den siebziger Jahren wurden an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt"&gt;Helmut Schmidt&lt;/a&gt; seine wirtschaftspolitische Kompetenz und sein Realitätssinn gelobt. Er regierte zeitgleich mit Präsidenten in verschiedenen Ländern, denen hohe wirtschaftspolitische Kentnisse unterstellt wurden. Gemeinsam mit Giscard d'Estaing regte er die G7-Treffen an. Ihre Politik galt als eine Umsetzung der Theorien von Keynes. Die Regierungen steuerten nach Bedarf die Nachfrage in der Wirtschaft. Schuldenmachen galt als notwendig, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, das erzeugte Wachstum würde am Ende die Schulden wieder decken. Dazu kam es allerdings nie. Die Schulden der Ära Schmidt und Brandt haben sich seither nur verzinst, obendrauf kamen die Lasten der Wiedervereinigung. Seither ist die Nettoneuverschuldung nur ausnahmsweise höher gewesen als die Zinsen auf die Altschulden - der Schuldenberg erhält sich selbst. Kann man die Schulden- und Inflationspolitik Schmidt anlasten? Wenn man fair ist, muß man anerkennen, daß er als Kanzler verantwortet hat, was in seiner Zeit jeder getan hatte. Es war falsch, aber es war für die siebziger Jahre normal. Der Mythos von Schmidt beruht auf seinem Krisenmanagement - bei der Hamburger Sturmflut 1962 und auch in der Hochzeit des linksextremen Terrors. Zusammen mit seiner Affinität zur Bundeswehr, seiner Unterstützung der NATO-Nachrüstung, seiner Unterstützung der Kernenergie, seiner wirtschaftspolitischen Profilierung und seiner Tätigkeit als Finanzminister hat er ein Profil, das ihn manchmal in Konflikt mit der SPD brachte, aber bei bürgerlichen Wählern zu Ansehen führte. Als er 1982 in einem Mißtrauensvotum abgewählt wurde, hatte er vermutlich die anstehenden Probleme Deutschlands realistischer gesehen als seine Partei. Aber da übernahm schon Helmut Kohl von der CDU. Im Vergleich mit dem tumb wirkenden, immer stark unterschätzten Pfälzer wirkte Schmidt erst recht staatsmännich und klug. Es mag vielleicht die Achtung vor dem Amt sein, vielleicht auch der geschaffene Mythos um die Person, die zu einer manchmal komisch wirkenden Servilität ihm gegenüber führt. So wird dem passionierten Raucher im öffentlichen Raum in Hamburg an manchen Orten noch das Privileg zugebilligt, rauchen zu dürfen, wo es eigentlich verboten ist. Schmidt selbst hält Rauchverbote für eine Übergangserscheinung. Da merkt man dem 92 Jahre alten Mann an, daß er zunehmend den Anschluß an gesellschaftliche Entwicklungen verliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Klimafragen hat er sich schon seit Jahren geäußert, so auch 2007. Seine Meinung dazu ist, was einen nicht überraschen kann, so ungetrübt von fachlicher Vorbildung wie falsch. Klimawandel habe es schon immer gegeben, die Sorgen darum seien Hysterie und es sei zu wenig darüber bekannt. Offensichtlich hat Schmidt sich nur oberflächlich aus Zeitungen darüber informiert, keinen Zugang zu den Naturwissenschaften und vertritt bekannte Leugnerpositionen im Widerspruch zu den tatsächlichen Fakten. Darin gleicht er vielen anderen alten Menschen. Das Problem hier ist aber, daß man Helmut Schmidt immer noch zuhört und ihm Autorität zubilligt. Und kürzlich&amp;nbsp;&lt;span style="color: red;"&gt;soll &lt;/span&gt;er noch einen drauf gesetzt &lt;span style="color: red;"&gt;haben&lt;/span&gt;, was in den Leugnerblogs zu Begeisterungsstürmen führte (es mangelt wohl an realen Erfolgserlebnissen). In einer Rede zum hundertsten Jahrestag der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft bei der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), dem heutigen Nachfolger,&amp;nbsp;wiederholte er seine Meinung zum Klimawandel. &lt;a href="http://www.mpg.de/print/990353"&gt;Dann soll er nach einer Redefassung beim MPI nachgesetzt&amp;nbsp;haben: " Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher gelieferten Unterlagen stoßen auf Skepsis, zumal einige der beteiligten Forscher sich als Betrüger erwiesen haben." und "Es scheint mir an der Zeit, daß eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorganisationen die Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt...."&lt;/a&gt;. &lt;span style="color: red;"&gt;Diese Teile der Rede wurden aber in Wahrheit von Helmut Schmidt nicht gehalten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte fragen, ob&amp;nbsp;&lt;span style="color: red;"&gt;der Autor dieser Sätze&lt;/span&gt;&amp;nbsp;eigentlich weiß, was er da tut. Aus dem Zusammenhang wird klar, daß indirekt die Professoren Phil Jones, Michael Mann und andere des Betrugs bezichtigt &lt;span style="color: red;"&gt;werden&lt;/span&gt;, auch wenn ihre Namen nicht fallen. Das wäre &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cble_Nachrede"&gt;üble Nachrede&lt;/a&gt;, eine Straftat, wenn man tatsächlich den Bezug auf konkrete Personen belegen könnte. Man sollte bedenken, daß diese Personen in einer Reihe von unabhängigen Untersuchungen von diesem Vorwurf explizit entlastet wurden. Das einzige, was in diesem Zusammenhang herausgekommen ist, &lt;a href="http://climateprogress.org/2010/02/08/wegman-barton-hockey-stick-analysis-revealed-as-fatally-flawed-right-wing-anti-science-set-up/"&gt;ist der Vorwurf an Prof. Wegmann, Plagiate angefertigt zu haben, etwa für eine Anhörung in einem Komitee im Kongreß&lt;/a&gt; unter dem republikanischen Abgeordenten im Repräsentantenhaus Joe Barton. Wegmann hatte also einen Karl Theordor zu Guttenberg gemacht, in diesem Fall, um Michael Mann anzuschwärzen. Gerade das &lt;span style="color: red;"&gt;war hier&lt;/span&gt; sicher nicht gemeint, &lt;span style="color: red;"&gt;es&lt;/span&gt; ging ja um Betrüger beim IPCC. &lt;a href="http://www.nationalpost.com/news/story.html?id=2518632"&gt;Michael Mann ist aber ebenso entlastet&lt;/a&gt; worden &lt;a href="http://www.desmogblog.com/sites/beta.desmogblog.com/files/phil%20jones%20house%20of%20commons%20report.pdf"&gt;wie auch Phil Jones&lt;/a&gt;, letzterer&lt;a href="http://www.uea.ac.uk/mac/comm/media/press/CRUstatements/independentreviews"&gt; in mehreren verschiedenen Untersuchungen&lt;/a&gt;. Wenn also &lt;span style="color: red;"&gt;jemand&lt;/span&gt; Phil Jones oder seine Kollegen oder Michael Mann des Betrugs bezichtigen würde, und man zudem davon ausgehen müßte, daß ihm bekannt geworden sein müßte, daß diese in Untersuchungen entlastet wurden, wäre hier nicht nur üble Nachrede, sondern sogar Verleumdung als Tatbestand zu vermuten. Was&amp;nbsp;&lt;span style="color: red;"&gt;der Schreiber der Redenfassung bei der&lt;/span&gt;&amp;nbsp;MPG getan hatte, ist also keineswegs harmlos. Daß die MPG diese Rede mit den zitierten Stellen kommentarlos auf der eigenen Webseite stehen läßt, ist übrigens auch nicht ohne. Hat man bei der MPG über die juristischen Implikationen nachgedacht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum aber&amp;nbsp;&lt;span style="color: red;"&gt;hat&lt;/span&gt; Helmut Schmidt &lt;span style="color: red;"&gt;eine von den Fakten so weit abweichende Meinung und gibt diese kund?&lt;/span&gt;&lt;strike&gt;überhaupt, daß er seine unqualifizierten Äußerungen zu einem Problem, mit dem er sich nicht beschäftigt hat, ablassen muß?&lt;/strike&gt; Sein Alter, sein früheres Amt und die Weise, mit sein Umfeld mit ihm umgehen, dürften hier eine Rolle spielen. Ich habe schon öfter erlebt, daß sehr alte Menschen dazu neigen, die Problematik des Klimawandels falsch einzuschätzen, dabei auch solche, die es eigentlich besser wissen müßten. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/01/ein-problem-anderer-leute-warum-gegen.html"&gt;Das liegt auch daran, daß der Klimawandel erst im Laufe von Jahrzehnten zum Tragen kommt, wenn die alten Menschen sicher schon unter der Erde liegen.&lt;/a&gt; Sie werden definitiv die schlimmen Auswirkungen des Klimawandels nicht mehr erleben, eventuelle Gegenmaßnahmen allerdings schon. Alte Menschen sind einfach nicht motiviert, im Klimawandel ein Problem zu sehen. Das Problem gehört auch nicht zu denen, mit denen sie aufgewachsen sind. Helmut Schmidt kennt aus eigener Erfahrung Krieg und Nationalsozialismus, Wiederaufbau, Kernenergie und Kalten Krieg, Rezession, Energiekrisen und Inflation, Arbeitslosigkeit und, ja, auch unter Schmidt ist schon einmal das Rentenproblem "gelöst" worden. Als die drohende Zerstörung der Ozonschicht und der Klimawandel im Bundestag diskutiert wurden, und sich der politische Konsens aller Parteien in Deutschland dazu entwickelte, war Helmut Schmidt bereits nicht mehr im Amt. Doch bei all dem Aufwand, der um ihn gemacht wird und die unkritische Anerkennung des alten Staatsmannes kann er wohl nicht anders, als zu allen Punkten der aktuellen politischen Diskussion seinen Senf dazuzugeben, auch dann, wenn er besser den Mund halten würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß die obigen Zitate zu Jubel bei Wattsupwiththat bis EIKE führten, ist nicht überraschend. Diese Gruppen stört weder, daß sich hier jemand äußert, der definitiv von der Sache keine Ahnung haben kann und leicht nachprüfbaren Tatsachen widerspricht, noch daß Schmidt als Sozialdemokrat ansonsten politisch den Kreisen fern ist, die hinter diesen Blogs stehen. Es demonstriert die Hohlheit und den Fanatismus der Leugner des wissenschaftlichen Sachstandes zum Klimawandel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/03/schon-wieder-ein-inszenierter-skandal.html"&gt;Siehe auch der Folgebeitrag. &lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-7868812334583064173?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/7868812334583064173/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=7868812334583064173' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7868812334583064173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7868812334583064173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/03/wenn-alte-politiker-die-welt-nicht-mehr.html' title='Wenn alte Politiker die Welt nicht mehr verstehen'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-8074318020650810152</id><published>2011-03-01T21:40:00.000+01:00</published><updated>2011-03-01T21:40:59.130+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Leugner bekämpfen die Wissenschaft, Teil 2</title><content type='html'>&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/02/wie-leugner-die-wissenschaft-bekampfen.html"&gt;Im letzten Beitrag hatte ich dargelegt, daß Leugner die Wissenschaft bekämpfen.&lt;/a&gt; Sie bestreiten nicht nur Grundaussagen der Wissenschaft, die eigenen politischen, wirtschaftlichen, religiösen oder egoistischen Zielen entgegenstehen, sie greifen auch Wissenschaftler in Person an und unterstellen ihnen, daß sie sich gegen die Gesellschaft verschwören. In dieser angeblichen Verschwörung blocken die Wissenschaftler abweichende Meinungen ab, vertuschen eigene Fehler und organisieren sich in einer eigenen Sekte, die die Meinung vertritt, die den Wissenschaftlern politisch paßt oder für die sie Geld erhalten. Die Unterstellung einer Verschwörung ist die entscheidende Schutzbehauptung der Leugner zu erklären, warum ihre Meinung in der Fachliteratur kaum zum tragen kommt. Im letzten Beitrag zeigte ich auf, wie schäbig der Kreis um Steve McIntyre, in diesem Fall Ryan O'Donnell, mit Wissenschaftlern umgehen, selbst wenn jene ihnen vorher geholfen hatten und äußerst fair waren. McIntyre beklagt sich regelmäßig darüber, daß Wissenschaftler gegen ihn abblocken würden, vergißt aber dabei natürlich, daß er zuvor gegen genau diese Wissenschaftler konstruierte Vorwürfe der Unfähigkeit und Datenfälschung vorgebracht hatte (etwa gegen Michael Mann und seine Kollegen bei der Hockeyschlägertemperaturkurve) oder Daten verlangte, die er gar nicht benötigte, weil er sie entweder schon hatte (die Yamal-Baumringdaten von Briffa) oder die er gar nicht brauchte, wenn er nur seine Arbeit tun würde (wie die Reproduktion der globalen Temperatur entsprechend der Arbeit des Teams um Phil Jones, die andere Gruppen leisten konnten ganz ohne Freedom of Information-Anfragen). Doch auch andere Personen sind hier zu erwähnen. Nehmen wir Prof. Judith Curry.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/09/currys-italienische-flagge-postnormales.html"&gt;Prof. Judith Curry hatte ich bereits eingeführt. &lt;/a&gt;Ihre Arbeit in der Vergangenheit weist einen Beitrag auf, bei dem das Wort "Plagiat" fast auf der Zunge liegt, ihre Arbeit in der Gegenwart ist durch zunehmend absurde Blogbeiträge gekennzeichnet, in denen sie mit Äußerungen glänzt, die an ihre Professionalität zweifeln lassen. In einem Blogbeitrag meinte sie gar, &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2011/02/l-cary-plays-karnak.html?showComment=1298734500101#c2118245411865913423"&gt;daß ihrer Meinung nach die Klimasensitivität, die globale Temperaturänderung bei einer Verdopplung der CO2-Konzentration mit 90% Wahrscheinlichkeit zwischen 0 und 10 Grad liegen würde&lt;/a&gt;. Die Konsensschätzung des IPCC liegt bei einem Bereich von 2 bis 4,5 Grad, in dem der wahre Wert mit 67% Wahrscheinlichkeit liegt, allerdings sehr wahrscheinlich nicht tiefer als 1,5 Grad. In Currys Bereich liegt die Möglichkeit, daß es keine positive und sogar eine negative Rückkopplung bei Klimaantrieben gibt, was die letzten Eiszeiten unmöglich machen würde, aber auch mit einer Wahrscheinlichkeit von 5% eine globale Temperaturerhöhung über 10 Grad bis 2100, was zu einem sicheren Massenaussterben der Arten und zu einer absoluten Katatstrophe für die Menschheit führen würde. Letzteres würde Curry zur einzig wahren Klimaalarmistin machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dem Versöhnungstreffen der Leugner mit sich selbst in Lissabon wurde sie mit einem Leugnerpreis ausgezeichnet - einem T-Shirt, auf dem eine Abfalltonne mit der Aufschrift Klimaforschung (climate science) abgebildet war. Wer ihren Blog liest, bekommt schnell mit, daß sie ihren Kollegen wiederholt unterstellt, sie würden Skeptiker bei der Fachbegutachtung ausgrenzen, sie würden große Unsicherheiten ihrer Arbeiten vertuschen, etwa wie stark die globale Erwärmung tatsächlich werden könnte und bei den Leugnern besonders gern kritisierte Arbeiten wie Michael Manns Hockeyschlägerkurve oder die globalen Temperaturdaten seien fehlerhaft. &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2011/02/gavin-gets-it-wrong.html"&gt;Das konnte so weit gehen, daß schließlich der NASA-Mitarbeiter Gavin Schmidt die Contenance verlor.&lt;/a&gt; In den letzten beiden IPCC-Berichten waren auch Abbildungen der Temperaturrekonstruktionen über die letzten bis zu 2000 Jahren zusehen, darunter auch aus Baumringdaten, die Briffa und seine Kollegen bearbeitet hatte. Wie bekannt ist, weil dies in Briffas Arbeiten diskutiert wird und auch im vierten IPCC-Bericht deutlich geschrieben wird, geben die Baumringdaten nach etwa 1960 nicht mehr die Temperaturentwicklung wieder, und wurden deshalb in den Abbildungen in den IPCC-Berichten ausgeblendet. Eine legitime Weise, die Daten darzustellen, so lange über die Literatur nachvollziehbar ist, was hier geschehen ist. Nicht so für Leugner, für die "hide the decline" und "Mann's trick" zu den größten Betrügereien der Wissenschaft gehört. Nachdem Curry im Blogbeitrag aus einem Real Climate-Beitrag und diversen Leugnerpassagen eine Collage zusammengestellt hatte, die eine Wissenschaftlerverschwörung beim IPCC konstruierte, warf sie den Beteiligten offen "Unehrenhaftigkeit" ("dishonest") und Verfälschung der Temperaturrekonstruktion vor. Das ist ein in Wissenschaftlerkreisen unerhörter Vorwurf, ganz besonders, wenn er von jemand geäußert wird, die selbst in dem Gebiet nicht gearbeitet hat und nicht kompetent ist, auf der Basis einer substanzlosen Diffamierungskampagne und nur deshalb, weil man mit einer gewählten Darstellungsweise der Daten nicht einverstanden ist. Zumal sämtliche anderen Temperaturrekonstruktionen mit den Schlußfolgerungen von Briffa und seinen Kollegen übereinstimmen. &lt;a href="http://judithcurry.com/2011/02/22/hiding-the-decline/#comment-45769"&gt;Kurz, die zusammenfassende Darstellung in den IPCC-Berichten ist nur genau das, die technischen Einzelheiten stehen ohnehin in der referenzierten Literatur und die Schlußfolgerungen bleiben mit und ohne Briffas Daten und mit oder ohne "decline" die gleichen&lt;/a&gt;. Es bleibt nur der Eindruck, daß auch hier nur Wissenschaftsfeindlichkeit genährt werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da bleibt die Frage, wie Curry eigentlich dazu kommt, ihre Kollegen so unqualifiziert anzugreifen und sich den Applaus der Leugnergemeinde abzuholen? &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2011/02/l-cary-plays-karnak.html"&gt;Eine, zugegeben weit hergeholte These ist die, daß Curry versucht, eine neue Karriere als häretische Wissenschaftlerin aufzubauen, die mit Enthüllungsbüchern und Fernsehauftritten als Wissenschaftskritikerin ihr Geld auf interessantere Weise macht denn als mäßig erfolgreiche Professorin. &lt;/a&gt;Die These ist wohl eher als Witz zu verstehen, aber immerhin gibt einem zu denken, daß etwa Ian Plimer, ein australischer Geologie-Professor mit seinem Leugnerbuch, das von Fehlern und Dummheiten nur so strotzt, angeblich eine Millionenauflage erreicht hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-8074318020650810152?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/8074318020650810152/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=8074318020650810152' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8074318020650810152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8074318020650810152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/03/leugner-bekampfen-die-wissenschaft-teil.html' title='Leugner bekämpfen die Wissenschaft, Teil 2'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-7860918952037784244</id><published>2011-02-26T22:43:00.022+01:00</published><updated>2011-02-28T21:30:57.586+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Antarktis'/><title type='text'>Wie Leugner die Wissenschaft bekämpfen</title><content type='html'>Wenn Lobbygruppen in Feststellungen der Wissenschaft eine Gefahr sehen, daß es dadurch zu Regulierungen kommt, die Profite mindern oder gar das ganze Geschäftsmodell in Frage stellen, kämpfen sie dagegen mit einer Strategie, die sich im Kampf der Tabakindustrie bewährt hat. Man widerspricht nicht offen den Feststellungen, sondern man unterminiert die Wissenschaft. Man erweckt den Eindruck, es gäbe keinen Konsens in den relevanten Fragen. Man greift Wissenschaftler an, um ihre Glaubwürdigkeit zu mindern. Auf dieser Basis sind verschiedene Allianzen möglich. Zum Beispiel mit religiösen Gruppen, die ebenfalls daran interessiert sind, die Autorität der Wissenschaft zu schwächen. Aber auch mit Spinnern, Verschwörungstheoretikern und mäßig begabten Wissenschaftlern, die als Außenseiter die Anerkennung holen können, zu der es mit seriöser Wissenschaft nicht reicht. Die Wissenschaftsfeindlichkeit dieser Gruppen ist strategisch gewollt und grundsätzlich. Wissenschaftler können nichts tun, um mit solchen fundamentalistischen Gegnern zu einer Versöhnung zu kommen. Es ist geradezu ein Trick solcher Gruppen, neben ihren Vorwürfen auch zu behaupten, es würden keine Anstrengungen von Seiten der Wissenschaft getroffen, mit ihnen zu einer Verständigung zu kommen. Gehen Wissenschaftler darauf ein, riskieren sie nur, zum Ziel noch schlimmerer Tiefschläge zu werden. Einzelheiten und Beispiel folgen....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Es gibt mehrere Motivationen für die Wissenschaftsfeindlichkeit und sie lassen sich verschiedenen Gruppierungen unter den Leugnern zuordnen. Zum einen gibt es Lobbygruppen, wie sie von der Kohle- und Ölindustrie gesteuert werden. Hier ist das Hauptmotiv, daß man den Eindruck erwecken möchte, die Feststellungen der Wissenschaft seien zu unsicher, um als Grundlage für regulatorische Gesetze zu gelten. Die Grundfeststellungen der Wissenschaft in einem bestimmten Bereich werden daher als unsicher dargestellt. Die Debatte halte noch an, die Wissenschaftler wären sich nicht einig, die Fehlergrenzen seien noch sehr groß. Wichtige Wissenschaftler greift man auch persönlich an, um sie als nicht vertrauenswürdig darzustellen. Zum anderen gibt es die Leugner selbst, die teilweise auch glauben oder unbedingt glauben wollen, daß ihre Leugnerthesen stimmen. Ihr Hintergrund ist eher politisch oder religiös. Oder es handelt sich um Leute, die sich in eine eigene These verrannt haben, die wider alle Vernunft verteidigt wird. Diese Leute müssen für sich erklären, wie es denn kommen kann, daß so viele Wissenschaftler eine andere Meinung vertreten. Die Immunisierung abseitiger Leugnerthesen gegen Argumente baut darauf auf, daß man die wissenschaftliche Konsensmeinung wegerklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leugnerthesen dazu sind:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Es gibt eigentlich viel mehr Wissenschaftler, die den Konsens nicht vertreten, aber sie werden daran gehindert, sich zu Wort zu melden: etablierte Wissenschaftler kontrollieren die Fachzeitschriften und manipulieren die Fachbegutachtung.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wissenschaftler vertreten ihren Standpunkt, weil sie dadurch ihre Forschungsgelder sichern - sie sind also gekauft.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Maßgebliche Wissenschaftler sind politisch voreingenommen (grün oder sozialistisch) und liefern daher nur Tendenzarbeiten ab.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Expertenwissen der Wissenschaftler würde überschätzt und versuchten, ihre Wissen als sicherer darzustellen, als es ist, um eigene Fehler zu vertuschen - Journalisten, Laienforscher und Blogger könnten genauso gut forschen und Ergebnisse abliefern, und sie könnten den etablierten Forschern zahlreiche Fehler nachweisen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;Um diese Leugnerthesen zu belegen, sind Leugner damit beschäftigt, folgendes zu finden:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;angebliche Fehler in Veröffentlichungen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Anzeichen für Gruppenbildung unter Wissenschaftlern&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Versuche zum Torschluß in der Fachbegutachtung gegen Außenseiter&lt;/li&gt;&lt;li&gt;erfolgreiche Veröffentlichungen von Leugnern (eigentlich ein Widerspruch zur vorherigen Unterstellung)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;Daher war der Diebstahl von Emails von einem Server der Climate Research Unit unter Professor Phil Jones an der East Anglia University so wichtig. Die daraus gefischten, aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate konnten die Verschwörungstheorie unterstützen, daß Fehler vertuscht, Arbeitsergebnisse und Daten verheimlicht und "Forscher" auf Seiten der Leugner sabotiert würden. Daß danach mehrere unabhängige Kommissionen in ihren Untersuchungen die Vorwürfe widerlegen konnten, dient nur dazu, die Verschwörungstheorie noch glaubhafter zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher ist der Blog ClimateAudit mit dem selbsternannten Auditor Steve McIntyre von zentraler Bedeutung. Er soll permanent für Nachschub bei den Vorwürfen sorgen, Wissenschaftler würden Fehler machen und sie vertuschen und sie würden sich gegen Kontrolle und Außenseiter abschotten. Letztlich soll auch einfach dumpfe Antiwissenschaflichkeit, eine Ablehnung von "Eierköpfen" und "arroganten, faulen, überbezahlten Professoren" bedient werden. Unter Leugnern gilt, gemeinsam dagegen zu sein erhöht die Schlagkraft. Eine Standardvorgehensweise von McIntyre ist es, einen geringfügigen Fehler, vielleicht auch nur einfach eine alternative Vorgehensweise zu einer publizierten Methodik zu finden und dies mit einer Reihe von Blogbeiträgen zu einem furchtbaren Fehler aufzublasen, die alle Erkenntnisse der Wissenschaftler korrumpiert und dabei Böswilligkeit zu unterstellen. Die Blaupause dazu ist die völlig konsequenzlose Kritik an der Temperaturrekonstruktion von Michael Mann und Kollegen, die feststellten, daß in den vergangenen 1000 Jahren die globalen Temperaturschwankungen im Vergleich zum 20. Jahrhundert nicht groß waren und die Temperaturen am Ende des 20. Jahrhunderts sehr wahrscheinlich höher lagen als zu irgendeinem gleich langen Zeitraum der letzten 1000 Jahre. Selbst wenn McIntyre und McKitrick und andere tatsächlich Fehler von Mann et al. gefunden haben sollten, wäre das wissenschaftlich gegenstandslos, weil die Grundfeststellungen seitdem vielfach reproduziert und bestätigt wurden. Jeder gefundene Fehler kann als nur geringfügig und für die Wissenschaft bedeutungslos sein. Was im Blog ClimateAudit stattfindet, ist daher nur ein Theater und Sabotage der Wissenschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher legen Leugner so großen Wert auf einzelne Veröffentlichungen ihrer Seite, die sie irgendwie durch die Fachbegutachtung bekommen. Alternativ gibt es auch unseriöse Zeitschriften wie Energy&amp;amp;Environment, deren erklärte Agenda es ist, eine Plattform für Leugner zu bieten. Oder die Möglichkeit, in einem fachfremden Journal sachkundigen Fachbegutachtern auszuweichen, wie es Gerlich und Tscheuchner vorexerziert haben. Kombiniert mit anderen Arbeiten, deren Ergebnisse gewollt mißverstanden oder durch Herausfischen von passenden Auszügen umgedreht werden, werden Listen von Arbeiten erstellt, die die weitgehende Übereinstimmung der Wissenschaft widerlegen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders infam wird es, wenn Laienforscher zuerst vorgeben, nach den Regeln zu spielen, sich Hilfe von etablierten Forschern holen und an deren Fairness appelieren, nur um dann vermeindliche Schwachstellen auszunutzen umd den gleichen Forschern in den Unterleib zu treten. Damit wären wir beim Fall Ryan O'Donnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nahkampf gegen Klimaforscher&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.nature.com/nature/journal/v457/n7228/full/nature07669.html"&gt;2009 hatten Eric Steig und seine Kollegen eine Studie veröffentlicht&lt;/a&gt;, in der versucht wurde, die &lt;a href="http://www.realclimate.org/index.php/archives/2011/02/west-antarctica-still-warming-2/"&gt;Temperaturentwicklung in der Antarktis über die letzten ca. 50 Jahre zu untersuchen&lt;/a&gt;. Die Schwierigkeit dabei ist, daß es für diesen Zeitraum nur wenige Meßstellen an einzelnen Punkten gibt mit vielen Brüchen in den Zeitreihen. Mit Satellitendaten kann man zwar andererseits die räumliche Verteilung der Temperaturen über der Antarktis verfolgen, aber diese Daten liegen erst für einen deutlich kürzeren Zeitraum zur Verfügung. Daher war es ein Verdienst von Steig et al., daß sie demonstrieren konnten, daß man mit geeigneter statistischer Methodik die Bodenmessungen und die Satellitenmessungen kombinieren kann, um damit abzuschätzen, wie die Temperaturentwicklung in der gesamten Antarktis in den letzten 50 Jahren war. Daraus ließ sich ableiten, daß die Temperatur in der Antarktis in den letzten 50 Jahren nicht nur in der westantarktischen Halbinsel, sondern in der ganzen Westantarktis und geringfügig sogar in der Antarktis insgesamt gestiegen war. In der Westantarktis war der Temperaturanstieg sogar recht stark. Genau diese Feststellung war für Leugner problematisch, denn zu ihrer Rhetorik gehörte seit langer Zeit, daß die Antarktis abkühlen würde und das deshalb ein Beleg sei, daß die globale Erwärmung nur ein Schwindel sei. Die Logik hinter dieser Verknüpfung muß man nicht verstehen - Leugner finden das einleuchtend. Wenn also Steig et al 2009 finden, daß die Antarktis insgesamt eine Temperaturanstieg zeigt, dann kann das für Leugner nur bedeuten, daß Steigs Daten oder Methoden falsch sein müssen. Kaum war Steigs Arbeit veröffentlicht, kamen gleich entsprechende Unterstellungen raus, Stationsdaten seien fehlerhaft. Zwar konnte schnell geklärt werden, daß die fehlerhaften Stationsdaten für die Arbeit von Steig ohne Konsequenzen waren, aber trotzdem wurde die Unterstellung, sie seien falsch oder gar eine Fälschung in Leugenrkreisen genährt. Das brachte auch Ryan O'Donnel auf den Plan, der selbst bisher keine wissenschaftlichen Arbeit veröffentlicht hatte, aber glaubte, mit seinen Statistikkenntnissen zeigen zu können, daß Steig et al. zu falschen Ergebnissen gekommen waren und ihre Schlußfolgerungen widerlegt werden können. &lt;a href="http://journals.ametsoc.org/doi/abs/10.1175/2010JCLI3656.1"&gt;Zusammen mit Nicholas Lewis, Steve McIntyre und Jeff Condon wurde 2010 im Journal of Climate eine alternative Analyse der Temperaturtrends in der Antarktis veröffentlicht&lt;/a&gt;, deren Ergebnisse sich zusammenfassen lassen, daß mit etwas anderer Methodik im wesentlichen die gleichen Ergebnisse erzielt werden als im Artikel von Steig et al. 2009 mit etwas flacheren Trends und gewissen regionalen Abweichungen. Die Unterschiede sind vermutlich im wesentlichen Ausdruck der bestehenden Unsicherheit der Daten, aber vorerst kann man nicht sagen, daß die Ergebnisse des einen oder anderen Artikels besser sind. &lt;a href="http://www.realclimate.org/index.php/archives/2011/02/west-antarctica-still-warming-2/"&gt;Tatsächlich kann Steig eine Reihe von Gründen anführen, warum die Feststellungen von O'Donnell et al 2010 Schwächen zeigen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Umstände der Publikation und vor allem die Angriffe von O'Donnell und McIntyre danach zeigen die dunkle Seite der Wissenschaftsgegner auf. Auf ClimateAudit beschwert sich O'Donnell mit einem Beitrag über Steig, dem er Doppelspiel, Lug und Betrug unterstellt. Es stellte sich heraus, daß Steig einer der Fachbegutachter von O'Donnells Artikel war. Als solcher hatte er mit viel Einsatz dafür gesorgt, daß die zahlreichen Fehler und die überflüssige Polemik des Artikels angesprochen wurden, hatte Wege angezeigt, den Artikel zu verbessern und hatte gegenüber dem Redakteur dafür plädiert, daß dieser Artikel nach entsprechender Überarbeitung erscheinen sollte. Der Artikel wurde auch massiv überarbeitet. Als dann Steigs oben verlinkte Kritik an dem Artikel auf dem Blog RealClimate herauskam, schrieb O'Donnell den ClimateAudit-Beitrag, in dem er sich beklagte, daß Steig die gleiche statistische Routine iridge, die er kritisierte, ihm im PeerReview aufgezwungen hätte. Doch wie nähere Betrachtung zeigte, hatte O'Donnell selbst die Routine eingebracht - Steig hatte lediglich geschrieben, es sollte das statistisch beste Resultat gezeigt werden, und sollte dies durch iridge erhalten werden, dann eben das mit iridge, da O'Donnell genau dies behauptete. Schlimmer noch, O'Donnell lüftete dabei die Anonymität von Steig als Reviewer, obwohl dies gegen die Praxis des Journals verstößt, obwohl ein Redakteur des Journals einem Co-Autor gegenüber dies auf Nachfrage bekräftigt hatte und obwohl O'Donnell Steig sein Ehrenwort gegeben hatte, seine Anonymität gegenüber Dritten zu wahren. An den Wortbruch O'Donnells und seine falschen Anschuldigungen schloß sich eine Serie von Polemiken von McIntyre an, in denen er zu begründen suchte, daß Steig und seine Kollegen versuchten, Außenseiter daran zu hindern zu publizieren und daß es im übrigen moralisch ok war, ihm gegenüber sein Wort zu brechen und gegen akademische Standards zu verstoßen. &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2011/02/staked-goat-stew.html"&gt;Details sollte man über weitere Links nachverfolgen.&lt;/a&gt; Das Fazit: O'Donnell et al. ging es weniger darum, der Wissenschaft durch eine Verbesserung der Methode zu helfen, sondern es ging vor allem darum, ein Papier zu veröffentlichen, das als weitere Leugnerreferenz gelistet werden kann und Verleumdungen gegen Wissenschaftler zu produzieren. Neben dem Vertrauensbruch war auch eine Argumentationsliste besonders infam. Es wurde Steig beschuldigt, er hätte die Publikation von O'Donnell et al durch eine Vielzahl von Einwänden versucht zu verhindern entsprechend der Verschwörungstheorie, die etablierten Wissenschaftler würden andere Ansichten aus den fachbegutachteten Zeitschriften mit Tricks heraushalten. Argumentiert wurde damit, es seien 88 Seiten aufgrund der Einwände von Steig geschrieben worden, während der publizierte Artikel nur 8 Seiten lang war. Verschwiegen wurde dabei, daß nur 24 der 88 Seiten von Steig stammten, der Rest bestand aus Antworten mit langen Zitaten aus dem Artikel. Und der Artikel selbst in der Version im Review war über 50 Seiten lang. Erst in der Formatierung für die Publikation wurde der Artikel so kurz. Die einmal verbreitete Unterstellung konnte man dann aber wiederholt im Argumentationssatz von Leugnerkommentaren finden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-7860918952037784244?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/7860918952037784244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=7860918952037784244' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7860918952037784244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7860918952037784244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/02/wie-leugner-die-wissenschaft-bekampfen.html' title='Wie Leugner die Wissenschaft bekämpfen'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-6229211955666456382</id><published>2011-02-20T18:55:00.001+01:00</published><updated>2011-02-20T23:04:26.818+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Pi ist gleich 3 und globale Erwärmung ist natürlich und gut</title><content type='html'>Ich brauche es fast nicht zu kommentieren.&lt;a href="http://tamino.wordpress.com/2011/02/19/the-champion/"&gt; Tamino hat einen Blogbeitrag geschrieben über einen US-Politiker, der sich um einen Dämlichkeitsrekord bemüht.&lt;/a&gt; (&lt;a href="http://www.huffingtonpost.com/peter-h-gleick/montana-considers-repeali_b_824378.html"&gt;Dazu auch ein Kommentar in der Huffington Post.&lt;/a&gt;) Für das Staatsparlament von Montana hat Joe Read einen Antrag eingebracht, in dem steht, daß die globale Erwärmung ein natürliches Ereignis ist und der Mensch diese nicht beschleunigt. Vernünftige Mengen an Kohlendioxid, die in die Atmosphäre eingebracht würden, hätten keinen nachweisbaren Effekt auf die Umwelt. Und die globale Erwärmung sei vorteilhaft für das Wohlsein und das ökonomische Klima des Staates von Montana. Im Antrag fehlte noch der Zusatz: "Scheiß' auf den Rest der Welt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt natürlich viele störende physikalische Erscheinungen, die man einfach per Gesetz abschaffen könnte. Das Problem ist, daß sich die störrische Natur um menschliche Gesetze nicht schert. Die abgrundtiefe Ignoranz einer großen Zahl derzeit gewählter republikanischer Abgeordneter in den USA, die über die USA immerhin Klimaschutzbemühungen der Mehrheit der übrigen Staaten in der Welt sabotieren, macht aber deutlich, daß man das Leugnertum und käufliche Wissenschaft im Dienst von Koch Industries, Exxon, Eon oder dem deutschen Steinkohleverband und den übrigen Firmen der Kohle- und Ölindustrie nicht einfach als die übliche menschliche Dummheit abtun darf, sondern diese Form des Lügens aktiv bekämpfen muß, indem man die Wissenschaftsfeindlichkeit und Dummheit dieses Lobbytums bloßstellt. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/02/fakten-demokratisch-andern-oder-die.html"&gt;Siehe auch die Debatte um das Gesetz zur Zahl Pi und andere politische Absurditäten.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-6229211955666456382?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/6229211955666456382/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=6229211955666456382' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6229211955666456382'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6229211955666456382'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/02/pi-ist-gleich-3-und-globale-erwarmung.html' title='Pi ist gleich 3 und globale Erwärmung ist natürlich und gut'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-4154503654162259851</id><published>2011-02-06T13:51:00.000+01:00</published><updated>2011-02-06T13:51:17.391+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Versöhnungstreffen? Eher nächste Runde im Propagandakrieg.</title><content type='html'>&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/02/leugner-versohnen-sich-mit-sich-selbst.html"&gt;In Lissabon fand angeblich ein Treffen statt zur Versöhnung der seriösen Wissenschaftler, auch gerne Warmisten oder Alarmisten genannt, und der Leugner, Lügner, Verschwörungstheoretiker und Betroffenheitstrolle, auch gerne fälschlich Skeptiker und ehrenwerte Makler genannt.&lt;/a&gt; Dieses Treffen war alles andere als das. Zunächst beruhte es auf der Annahme, es ginge bei dem Streit darum, wie einige wissenschaftliche Erkenntnisse zu bewerten seien. Also, ob zum Beispiel die mittelalterliche Erwärmung stattgefunden habe, wie die Klimasensitivität einzuschätzen sei und ob die globalen Temperaturzeitreihen korrekt seien. Und daß man dies dadurch herausbekommt, daß man irgendwelche Blogger und einzelne zufällig herausgegriffene Wissenschaftler mit Journalisten und Philosophen und Soziologen drei Tage zusammenbringt. Das Problem ist, daß jeder, der sich mit wissenschaftlichem Arbeiten beschäftigt hat weiß, daß es so nicht geht. Es gibt wissenschaftliche Fachtagungen für diese Fragen und Fachzeitschriften, in denen solche Fragen bearbeitet werden. Und jeder, der vorgibt, sich mit Wissenschaftstheorie zu beschäftigen, muß das wissen. Es ist Grundlage der Arbeit, so wie ein Meteorologe wissen muß, was eine Temperatur ist und woher er Daten bekommt, wenn er vorhat, globale Temperaturzeitreihen zu erstellen. Frage Nummer 1: wieso wissen die Lissaboner Veranstaltungsorganisatoren nicht, was sie als Voraussetzung für ihre fachliche Arbeit zwingend wissen müßten? Zu den Tagungsteilnehmer zählen Wissenschaftler vom Fach wie Hans von Storch und Judy Curry. Warum wissen die nicht, wie man in ihrem Fach arbeitet? Und schließlich die Rolle der Journalisten. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/02/leugner-versohnen-sich-mit-sich-selbst.html"&gt;Das Machwerk von Traufetter hatte ich bereits aufgegriffen.&lt;/a&gt; Auf der anderen Seite hatte auch Fred Pearce vom New Scientist einen Artikel zu dem angeblichen Versöhnungstreffen geschrieben. Während Traufetter falsch behauptete, Gavin Schmidt hätte sein Kommen zum Treffen abgesagt, um Steve McIntyre nicht zu begegnen, und dies bisher nicht korrigiert hat, &lt;a href="http://www.newscientist.com/blogs/shortsharpscience/2011/02/climate-sceptics-scientists-at.html"&gt;brachte Pearce die Behauptung auf, Schmidt hätte sein Kommen abgesagt, weil es deshalb nichts zu diskutieren gäbe, weil die Wissenschaft zum Thema abgeschlossen sei und zu endgültigen Ergebnissen gekommen sei ("the science is settled")&lt;/a&gt;. Ist das wahr? Wenn nicht, warum schreibt Pearce so etwas? Und was steckt wirklich hinter dem sogenannten Versöhnungstreffen?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Fangen wir mit Fred Pearce an. Im New Scienstist berichtete er über das Versöhnungstreffen in ähnlich irreführender Weise wie Traufetter im Spiegel. Genauso wie jener gab Pearce zunächst den Eindruck, hier hätte eine echte Konferenz stattgefunden, besetzt mit Klimaforschern und Leugnern (Skeptiker genannt). Daß in Wahrheit die Personen, die Klimaforschung betreiben, in der Minderheit waren, und von diesen maximal fünfen drei zu den Betroffenheitstrollen zählten, die die Leugnerseite mit subtiler Methodik einnehmen, tatsächlich aber kein einziger Wissenschaftler da war, von dem man hätte sagen können, daß er irgendeinen Bereich der seriösen Klimaforschung tatsächlich vertritt, verschwieg Pearce. Richtig böse aber war, daß er Gavin Schmidt etwas unterstellt, was er nachweislich weder gesagt hatte noch gesagt haben könnte. Wer bei &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2011/02/gavingate.html"&gt;Rabett Run nachschaut, kann dort noch mal nachlesen, was im Einladungsschreiben an Gavin Schmidt stand, was dieser geantwortet hatte und was Gavin Schmidt danach an Pearce geschrieben hatte&lt;/a&gt;. Den &lt;a href="http://tamino.wordpress.com/2011/02/03/not-a-misquote-a-nonquote/"&gt;Sachverhalt hatte auch Tamino im Blog Open Mind kommentiert&lt;/a&gt;. Und &lt;a href="http://scienceblogs.com/deltoid/2011/02/pearcegate.php"&gt;auch bei Deltoid findet man eine Aufstellung dazu, wer was geschrieben hatte und die ironische Bezeichnung des journalistischen Lügengespinstes als Pearcegate&lt;/a&gt;. Kurz: es ist eine oft benutzte Redefigur der Leugner, daß Klimaforscher behaupten würde, die Wissenschaft sei abgeschlossen, während in Wahrheit kein Wissenschaftler so etwas behauptet. Pearce Behauptung ist gelogen und dazu Leugnerpropaganda. Und das macht klar, worum es bei Pearces Arbeit genauso ging, wie der von Traufetter. Zuerst wird eine angebliche Wissenschaftstagung vorgespielt, die in Wahrheit keine war. Dann werden Artikel und Blogbeiträge lanciert, die den Mythos von der Wissenschaftstagung verbreiten. Und darin eingebettet wird Leugnerpropaganda verbreitet. Zum einen, daß es eine wissenschaftliche Kontroverse um Fragen gäbe, um die es so in Wahrheit keine Kontroverse in der Fachwelt gibt. Zum anderen, daß Klimaforscher arrogant seien und behaupteten, "the science is settled" und Daten und Code verbergen, vielleicht sogar, um ihre eigene politische Agenda ein grün-kommunistischen Verschwörung voranzubringen, während in Wahrheit all dieses nicht passiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowohl Traufetter als auch Pearce haben bisher ihre Artikel nicht korrigiert. Und im Fall von Pearce ist ihm ganz unmißverständlich auch vom Betroffenen seiner Verleumdung vorgebracht worden, daß er eine Falschmeldung verbreitet. Doch eine Korrektur erfolgt nicht, denn die mediale Komponente gehört zum Krieg der Leugner gegen die Wissenschaft dazu. Umgekehrt müßte man schon wieder fragen, wo eigentlich der seriöse, der investigative Journalismus bleibt, der untersuchen würde, wie die Leugnerkreise organisiert sind, wie sie solche Pseudowissenschaftstagungen vorbereiten, wer das wirklich und warum finanziert, wie hinterher damit Propaganda in Blogs und mit eingebundenen Journalisten gemacht wird und wie damit Politik betrieben wird. Die Medien tun bei diesem Thema ihre eigentliche Arbeit nicht. Man möchte Journalisten zurufen: He, aufwachen! Hier passiert etwas und ihr berichtet nicht darüber, ihr berichtet allenfalls über die inszenierten Pseudoskandale.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ganze Skandal rückt aber auch die beteiligten Wissenschaftler in ein sehr schlechtes Licht. Jerome Ravetz und Jeroen van der Sluijs betreiben Forschung dazu, wie Wissenschaft abläuft und entwickeln die Theorie von der post-normalen Wissenschaft. Fachliche Voraussetzung für ihre Arbeit ist daher zu wissen, wie eigentlich Wissenschaft gemacht wird. Wie also Theorien gebildet werden, Wie publiziert wird. Wie Fachtagungen gemacht werden. Wenn man dies alles weiß, kann man dann auf die Idee kommen, die Kontroverse um die Klimaforschung könnte eine fachbezogene Kontroverse sein? Eine fachbezogene Kontroverse, die in den Fachzeitschriften und auf den Fachtagungen nicht stattfindet? Die man auflösen könnte, indem man eine willkürliche Sammlung von Bloggern und Wirrköpfen mit eine noch willkürlicher ausgesuchten Handvoll mehr oder weniger, eher weniger im Gebiet arbeitenden Zahl von Wissenschaftlern zusammenbringt (weniger als 20% der Teilnehmer!), das ganze aufgefüllt mit Journalisten (Journalisten!), Soziologen, Philosophen und Ökonomen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schreibe es mal ganz offen: wenn das wahr wäre, hätten Ravetz und van der Sluijs von ihrem eigenen Fachgebiet keine Ahnung. Sie wären Quacksalber, Stümper. Wüßten sie aber, wie Wissenschaft funktioniert, dann wäre ihnen auch klar, daß ihre ganze Tagung nur als Propagandaveranstaltung taugt. Das würde ihre unehrliche Zielsetzung aufdecken. Ein Dilemma: unfähig oder unehrlich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich sieht es mit Curry und von Storch aus. Curry nimmt auf der Tagung ein T-shirt als Preis entgegen, auf dem eine Mülltonne mit der Aufschrift "Klimawissenschaft" steht. Und fühlt sich geehrt. Die gleiche Curry, die sich darüber beklagt, sie sei zur Pariah und Klimaforschern geworden. Spätestens jetzt ist wohl klar, daß sie selbst gute Gründe dafür liefert. Offensichtlich geht ihre politische Frontstellung über ihre wissenschaftliche Integrität. Und von Storch? Er läßt die Drecksarbeit andere tun und vermeidet es möglichst, die unsinnigen Leugnerpositionen zu vertreten oder überhaupt zu deutlich eine Seite einzunehmen. Werner Krauss ist es, der die Pseudotagung im Blog Klimazwiebel anpreist. Aber von Storch müßte doch wissen, wo Fachfragen diskutiert werden können? Warum gibt er sich für diese Show her? Da niemand in seinen Kopf schauen kann, kann nur er das wissen. Beurteilen kann man nur, mit wem er sich zusammentut, wen er wiederholt in Artikeln oder Blogbeiträgen angreift und was er damit bewirkt - &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/01/betroffenheitstrolle.html"&gt;was mich schon einmal dazu bewogen hat, die Rolle des Betroffenheitstrolls darzustellen&lt;/a&gt;. Allerdings wird man irgendwann unglaubwürdig, wenn man einerseits so tut als wollte man neutraler Mittler zwischen Fronten in der Wissenschaft sein, und andererseits daran teilnimmt, Mißtrauen gegen die Klimaforschung zu schüren. Klimaforschung als post-normale Wissenschaft zu bezeichnen, bedeutet nichts anderes als zu behaupten, daß die Klimaforschung durch eine drängende politische Fragestellung daran gehindert ist, noch unabhängig zu arbeiten und daß ihre Fragen nicht naturwissenschaftlich gelöst werden können, sondern nur im Rahmen einer demokratischen Diskussion der gesamten Gesellschaft. Was absurd ist, sobald man sich die einzelnen Fachfragen anschaut, die da diskutiert werden. Von Storch weiß das, und stellt die Frage unehrlich dar, oder er weiß es nicht und steht in dieser Sache inkompetent da. Es ist das gleiche Dilemma wie bei Ravetz und van der Sluijs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich zu einem Punkt führt, der scheinbar gar nichts damit zu tun hat. Von Storch zitiert einen zwei Jahre alten Beitrag im Spiegel von sich, in dem er meinte, der Klimawandel würde weiter gehen, mit Erwärmung, steigendem Meeresspiegel und wachsender Not, aber die Menschen würden andererseits vom Alarmismus müde auch vernünftiger mit dem Thema umgehen. Schon diese Formulierung ist unfreiwillig komisch, denn wenn es allgemein Not durch den Klimawandel gäbe, hätte sich ja wohl das, was als Alarmismus diffamiert wurde, als sehr berechtigt herausgestellt. &lt;a href="http://klimazwiebel.blogspot.com/2011/01/einschatzung-aus-2009-noch-plausibel.html"&gt;Dann fragt er, ob man zwei Jahre nach dem Beitrag die Schlußfolgerung halten könnte&lt;/a&gt;. Das ist sehr schwammig formuliert und man fragt sich, was soll man darauf antworten? Zwei Jahre sind klimatologisch ein Nichts. Ist dafür die Diskussion um die Klimaforschung anders geworden? Ein Jahr nach dem inszenierten Pseudoskandal von Climategate? Was soll die Frage? Eigentlich gar nichts. Denn richtig los geht es erst in der nachfolgenden Diskussion. &lt;a href="http://klimazwiebel.blogspot.com/2011/01/einschatzung-aus-2009-noch-plausibel.html?showComment=1296316586746#c6457894826359411318"&gt;Da gibt er eine Geschichte weiter, die der Journalist Bob Reiss in einem Interview 2001 erzählte&lt;/a&gt;: Reiss erzählt, er hätte um 1988 James Hansen gefragt, ob New York in 20 Jahren anders aussehen würde. Hansen behauptete angeblich, Teile der Stadt stünden dann unter Wasser, einige Vogelarten seien verschwunden, wegen heftigerer Stürme würden Fenster mit Haftfolien geschützt und es gäbe mehr Polizei, da bei größerer Hitze auch die Kriminalität anstiege. Es würde auch zu Dürren kommen und vermutlich würde man Wasser in Restaurants nur noch bei Nachfrage anbieten. Wenn James Hansen das tatsächlich so gesagt hatte und wenn er tatsächlich um 2001 gesagt hätte, er glaube das alles immer noch, dann stünde im Jahr 2011 Hansen ziemlich dumm dar, denn bisher sieht man davon nichts. Aber die Geschichte, die Reiss erzählt, ist nicht wahr. &lt;a href="http://www.columbia.edu/%7Ejeh1/mailings/2011/20110126_SingingInTheRain.pdf"&gt;Hansen selbst erklärt (in Fußnote 1)&lt;/a&gt;, daß zum einen nicht 20 Jahre, sondern 40 Jahre die Zeitspanne war, die Reiss ihm gab. Und dazu war eine weitere Bedingung, daß in den 40 Jahren die CO2-Konzentration sich verdoppeln sollte. Reiss gibt auch zu, daß er beim Interview sein eigenes Buch falsch wiedergegeben hatte. Nun war der Irrtum von Reiss als Propaganda von Klimaleugner Patrick Michaels genutzt worden. Daher verwundert es auch nicht, wenn der Leugnerblogger Steven Goddard dies unter seinen Freunden weiterverbreitet. Was verwundert ist, daß auch Hans von Storch diese Diffamierung von Hansen einfach weitergibt, ohne sich vorher mit den Hintergründen zu befassen. Und daß er, als Goddards Glaubwürdigkeit angegriffen wird, diesen zuerst in Schutz nimmt, was angesichts des Unfugs, den Goddard immer wieder verbreitet, erstaunt. Wie man an den weiteren Kommentaren sieht, ist aber der wesentliche Punkt angekommen: Leute wie Hansen schüren Angst mit übertriebenen Darstellungen der Geafhren des Klimawandels, sind also Alarmisten. Von Storch hingegen ist ein Realist, der Vernunft und Maß in die Diskussion bringen will, denn er fragt ja, ganz neutral, ob der Alarmismus in der Diskussion inzwischen nach 2 Jahren, einer extrem langen Zeitspanne bezogen auf den Klimawandel, einer wachsenden Vernunft gewichen sei (*Ironie Ende*). Ist von Storch neutral?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder was bedeuten Blogbeiträge wie jener: Von Storch bringt Beiträge, &lt;a href="http://klimazwiebel.blogspot.com/2011/02/ich-bin-nur-geologe-zur-stimmung-im.html"&gt;hier von einem angeblichen Geologen&lt;/a&gt;, in denen unterstellt wird, die Geschichte vom menschengemachten Klimawandel sei fragwürdig, gar ein Schwindel. Der Geologe meldet sich anonym, was vielleicht bei dem Stuß, den er da schreibt, der Klimawandel sei vom Menschen nicht zu beeinflussen, auch ganz gut ist.Warum postet man das? Um die Stimmung im Lande wiederzugeben? Was hat ein anonymer Beitrag mit der Stimmung im Lande zutun? Und wie kann man gleichzeitig schreiben, der Beitrag sei nicht repräsentativ und dann wieder, man bringe ihn als Fallstudie für die Stimmung im Lande, für ein weit verbreitetes Unwohlsein? Was denn nun? Für solche Beiträge gibt es Leugnerblogs. Wie kann man dem eine Plattform bereiten und dann doch wieder so tun, als distanziere man sich vom Inhalt socher Beiträge? Schaut man auf von Storchs Antwort auf Marco im Kommentar Nummer 4, sieht man ein Muster, wie man es in dem Blog immer wieder sieht. Von Storch hebt zum einen hervor, daß er natürlich glaubt, daß der Klimawandel real und von Menschen verursacht ist und zu Problemen führen wird. Aber, er habe Verständnis mit einem Unwohlsein unter Menschen, die nicht daran glauben. Und Leute, wie Marco, die den Unfug Unfug nennen, würden mit ihren harten Reaktionen die Leute wie den anonymen Autoren abstoßen udn damit erst recht diese in ihr Lager treiben. Was von Storch damit letztlich wünscht ist klar: sollen doch die, die den Leugnerstuß als solchen angreifen, doch bitte still sein. Nur sie sind daran schuld, daß es Streit gibt. Würden alle Wissenschaftler ihre Wissenschaft im Stillen machen, aber bloß nicht auf politischen Implikationen ihrer Ergebnisse hinweisen und das Maul halten, wenn in der Lobbypolitik ihre Forschung verfälscht und umgekehrt wird und würden alle Menschen ihren Mund halten, wenn Leugner sich zu Wort melden und höchstens höflich sagen "Wir haben eine Meinung und ihr eine andere und beides könnte stimmen, was aber werden wir zu Lebzeiten nicht wissen.", gäbe es keinen Streit. Die ganze Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft und Leugnern nur ein Problem mangelnder Höflichkeit auf der Wissenschaftsseite, keine Beziehung zur Faktenlage. Meine Meinung braucht niemand zu teilen, aber von Storch demaskiert sich in diesem Beitrag geradezu perfekt. Und damit versteht man auch seine Rolle bei der Propagandashow von Lissabon.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-4154503654162259851?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/4154503654162259851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=4154503654162259851' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4154503654162259851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/4154503654162259851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/02/versohnungstreffen-eher-nachste-runde.html' title='Versöhnungstreffen? Eher nächste Runde im Propagandakrieg.'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-8434550006304296366</id><published>2011-02-03T16:54:00.000+01:00</published><updated>2011-02-03T16:54:15.282+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Nachtrag zum sogenannten Versöhnungstreffen in Lissabon</title><content type='html'>Die interessanteste Frage zu der &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/02/leugner-versohnen-sich-mit-sich-selbst.html"&gt;angeblichen Versöhnungstagung der Klimaforscher mit den Klimalügnern&lt;/a&gt; bei fast vollständiger Abwesenheit seriöser Klimaforscher ist, wer diese Veranstaltung eigentlich bezahlt hat und damit seine Interessen vertreten sieht. Außerdem gibt es auch inzwischen erste Reaktionen aus dem Kreis, um den es angeblich dabei ging. Damit meine ich nicht &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/01/betroffenheitstrolle.html"&gt;die Betroffenheitstrolle&lt;/a&gt; wie die Professoren Hans von Storch, Judith Curry oder Peter Webster, die natürlich alles Interesse daran haben, über ihre Tätigkeit als „Mittler und ehrliche Makler“ in ihren Blogs zu schreiben. Vielmehr kann man im &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2011/02/that-ol-devil-rabett.html"&gt;Blog Rabett Run vorbeischauen&lt;/a&gt; und Gavin Schmidts Kommentar lesen, warum er eigentlich nicht bei der „Versöhnung“ dabei war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte bereits Gerald Traufetters Geschichte über das Versöhnungstreffen als Wunschdenken entlarvt. Angeblich wurde das Treffen von dem Joint Research Centre ISPRA gesponsert. Nun waren zwar von dort ein halbes Dutzend Teilnehmer angereist, die sicher bei der Organisation des Treffens eigene Mittel einbringen konnten, aber Traufetter wollte den Anschein erwecken, als wäre das eine EU-finanzierte und aus der Forschung geförderte Tagung. Laut Rabett sollte man aber lieber schauen, womit eigentlich der Stifter des Tagungsortes, die Gulbenkian Foundation, ihr Geld verdient. Und man stellt fest, der Stifter ist gut in Öl und Gas-Unternehmen (Partex) investiert. Das könnte ein Zufall sein. Denn das Problem ist ja, daß sich jemand freiwillig bereit erklären müßte, zu publizieren, woher er zu welchem Zweck Geld bekommen hat. Das Glück haben wir fast nie. Deshalb bleibt nur, festzustellen, daß wir hier ein Muster sehen. Bei allen Think Tanks, die die Wissenschaft zur Klimaforschung bekämpfen, finden wir Kohle und Öl-Unternehmen bei den Förderern. Wir sehen starken Mitteleinsatz von Koch Industries bei der &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/01/antiklimatalibane-und-gewalt.html"&gt;klimafeindlichen Politikbewegung (Tea Party)&lt;/a&gt;&amp;nbsp;in den USA bis hin zu den Aktionen des Generalstaatsanwalts von Virginia, der mit Untersuchungsanträgen versucht, Wissenschaftler einzuschüchtern. Wir finden Verbindungslinien zur Energiewirtschaft bei den Blogaktivitäten von McIntyre und bei der Arbeit von Richard Lindzen, ohne allerdings aktuelle Mittelflüsse beziffern zu können. Und wir müssen nun sagen: „Komischer Zufall, daß ein Treffen im Interesse der Kreise, die die Wissenschaft gerne als zerstritten darstellen und den Eindruck großer Unsicherheit bei deren Ergebnissen erwecken möchte, ausgerechnet im Zentrum einer Stiftung auftritt, die in der Öl und Gasindustrie investiert ist.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Traufetter hatte auch die märchenhafte Episode geschildert, daß Gavin Schmidt sein Kommen in Lissabon abgesagt hätte, als er erfuhr, daß Steve McIntyre teilnehmen würde. Frei erfunden, um noch mal McIntyre als verfolgten Außenseiter darzustellen, den niemand liebt, weil er die angeblichen Fehler der Klimaforscher aufdeckt. Schmidt legt klar, daß er erst gar nicht sein Kommen in Aussicht gestellt hatte und im Vorfeld auch keine Teilnehmerliste einsehen konnte und auch nicht die inzwischen publizierte 2-Seiten-Motivation des Treffens. Sein Grund für das Nichterscheinen war, daß er keinen Sinn in der Veranstaltung erkennen konnte. Er hatte den richtigen Eindruck, daß den Veranstaltern nicht klar war, worum es eigentlich bei der Auseinandersetzung von Wissenschaftlern und Interessengruppen eigentlich ging. Die Politisierung hängt nicht an mittelalterlichen Temperaturen, sondern daran, daß die Wissenschaftler Fakten akzeptiert und ihre Gegner nicht, sobald sie die politischen Folgen daraus stören. Die wissenschaftlichen Fakten würden schon auf den entsprechenden Fachtagungen diskutiert und wenn man den politischen Hintergrund der Leugner als Ursache für den Konflikt bereits in der Einladung ausklammert, gibt es nichts zu diskutieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Versöhnung ist wohl genauso als Kulisse aufzufassen, wie die sogenannten Weltklimatagungen der Heartland Stiftung, wo es auch nur darum geht, Wissenschaftstagung zu spielen und einen Anti-IPCC-Bericht herauszubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Diskussion bei Rabett Run erhellt auch die Motivation der Organisatoren wie Jerome Ravetz. Er hat nämlich seinen philosophischen Entwurf zu vertreten über das Aufkommen post-normaler Wissenschaft. Dieses Konzept findet bei den Leugnern deshalb Beifall, weil es die eigene geförderte Verschwörungstheorie unterstützt. die besagt, daß in der Klimaforschung die Wissenschaftler aufgrund eigener Interessen die Öffentlichkeit anlügen. Fast alle. Weltweit. Und einige Außenseiter und Blogwissenschaftler wären die einzigen, die die Wahrheit vermitteln, weil sie so ehrlich und selbstlos und klarblickend und unkorrumpiert durch akademische Bildung oder öffentliche Gelder seien. Die These von der PM-Wissenschaft bricht in dem Augenblick zusammen, wenn man anfängt, jede einzelne wissenschaftliche Arbeit durchzugehen. Jede einzelne Publikation ist keiner der Prämissen unterzogen, die Ravetz und seine Mitstreiter aufstellen und erfordert deshalb auch keiner erweiterten, demokratischen Mitwirkung durch Laien, um relative wissenschaftliche Wahrheiten in einem öffentlichen Abstimmungsprozess zu finden. Weder bei der Bestimmung einer Temperatur noch einer Spurengaskonzentration, weder bei der Berechnung einer Klimasensitivität noch bei der Auswertung von Satellitendaten würde eine demokratische Abstimmung mit interessierten Bloggern und anderen Laien zu besseren wissenschaftlichen Ergebnissen führen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-8434550006304296366?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/8434550006304296366/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=8434550006304296366' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8434550006304296366'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8434550006304296366'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/02/nachtrag-zum-sogenannten.html' title='Nachtrag zum sogenannten Versöhnungstreffen in Lissabon'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-342848495174332893</id><published>2011-02-01T23:53:00.000+01:00</published><updated>2011-02-01T23:53:36.579+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Leugner versöhnen sich mit sich selbst</title><content type='html'>Ich hätte es fast nicht mitbekommen, wenn nicht Pippi Langstrumpf ("Ich mal mir die Welt wie sie mir gefällt") Gerald Traufetter, "Wissenschafts"redakteur vom Spiegel, &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,742612,00.html"&gt;darüber einen Artikel abgeliefert hätte&lt;/a&gt;. Er war nämlich bei einem Leugnertreffen in Lissabon unter dem Titel "Reconciliation in the Climate Change Debate - Versöhnung in der Klimawandeldebatte", vom 26. - 28.1.2011. Agenda des Treffens von 28 Personen aus Soziologie, Ökonomie, Journalistik, Querulantistik und Quacksalberei, aufgelockert mit ein paar Wissenschaftlern vom Fach war, daß man Leugner und seriöse Wissenschaftler, hier als Skeptiker und Alarmisten bezeichnet, an einen Tisch bekommen wollte, um ihre angebliche Sprachlosigkeit zu überwinden und ein wenig über postnormale Wissenschaft und Stammesdenken unter Klimaforschern zu &lt;strike&gt;schwafeln&lt;/strike&gt; diskutieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grund dafür, daß ich nichts von dem Treffen mitbekommen hatte war, daß es wissenschaftlich gesehen ein Nicht-Ereignis war. Das IPCC war nicht dabei, keine einschlägige Wissenschaftsorganisation war dabei, weder eine Akademie der Wissenschaften, noch die American Geophysical Union, die European Geophysical Society, die American Meteorological Society usw. noch Vertreter irgendeiner renommierten Forschergruppe oder einfach betroffene herausragende Wissenschaftler. Die Leugner versöhnten sich mit sich selbst oder, wie es jemand in einem Diskussionsbeitrag in Judith Currys Blog formulierte: Israel und Palästina versöhnen sich auf einer Konferenz, bei der aber kein Vertreter Israels auftaucht. Nun, das ist vielleicht übertrieben. Es waren auch Leute wie &lt;a href="http://www.marine.csiro.au/%7Eris009/pubfiles/aussci_strawmen.pdf"&gt;James Risbey vom CSIRO&lt;/a&gt; in Australien dabei, die durchaus einen Gegenpart bilden konnten, aber es war von der Seite her ein Drittligatreffen, und die Fraktion der Leugner und der Menschen ohne einen Hintergrund in der Klimaforschung dominierte bei weitem. Will man also etwas über dieses Nicht-Ereignis erfahren, hat man die Wahl zwischen &lt;a href="http://wattsupwiththat.files.wordpress.com/2011/01/reconciliation-rationale-ws2011.pdf"&gt;einem Konzeptpapier, das über Wattsup... erreichbar ist&lt;/a&gt;, den langatmigen Ergüssen von Judith Curry in ihrem Blog, den sicher nicht neutralen Beiträgen im Blog Klimazwiebel oder halt Traufetters Desinformationsbeitrag - &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/04/mull-gegen-geld.html"&gt;letzterer gehörte schon zu den drei Schreiberlingen, die ein Lügengebäude unter dem Titel "Die Wolkenschieber" verbrochen hatten&lt;/a&gt;. Eine ordentliche Konferenzankündigung mit Tagungsprogramm, Rednerliste, Vorträgen oder ihren Zusammenfassungen habe ich jedenfalls nicht finden können, &lt;a href="http://www.gulbenkian.pt/section54artId2969langId1.html"&gt;abgesehen von der Einladung zum öffentlichen Teil&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß Judith Curry für dieses Treffen geworben hatte, kann nicht verwundern. Sie ist aktiv dabei, die Frontstellung von seriöser Wissenschaft gegen Leugner, Lügner und Verschwörungstheoretikern zu verschwurbeln. Es ist die neue Taktik der Gegner von Maßnahmen zum Klimaschutz: so zu tun, als würde man seriöse Wissenschaft unterstützen, aber Unsicherheiten und Dissenz so betonen, daß der Eindruck entsteht, alles sei noch zu unsicher, um schon zu Entscheidungen zu kommen. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/09/currys-italienische-flagge-postnormales.html"&gt;Wie etwa Currys Ansatz mit der italienischen Flagge&lt;/a&gt;. Oder der in dem Treffen in Lissabon immer wieder mißbrauchte Verweis auf "postnormale Wissenschaft", um die es sich bei der Erforschung des Klimawandels angeblich handelt. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/05/postnormale-wissenschaft-ein-idealer.html"&gt;Wobei "postnormale Wissenschaft" in Wahrheit auch nur ein trojanisches Pferd ist&lt;/a&gt;, um die Botschaft zu sähen, die Klimaforschung wäre politisch gekapert und würde nicht auf Fakten basieren. Jedes Baustein im Gebäude, vom Treibhauseffekt, über den CO2-Anstieg, über den Temperaturanstieg, über die abgeleitete Klimasensitivität hin zu dem erwarteten Temperaturanstieg und erwarteten Klimafolgen ist klassische Wissenschaft, basierend auf zahlreichen fachbegutachteten Arbeiten, gedeckt durch Theorien, Rechnungen und Messungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit, so langweilig, so folgenlos. Nun mußte Traufetter dafür sorgen, daß die "richtige" Botschaft an den deutschen Leser gebracht wird, denn Leugnerfreundschaft verpflichtet anscheinend. Eigentlich sorgt er selbst dafür, klarzumachen, wo er steht, denn wer ernsthaft die Ausdrücke Warmisten oder Alarmisten für seriöse Wissenschaftler benutzt, beweist ohne Zweifel, daß er Partei gegen die seriöse Forschung ist. In seinem Artikel behauptet er, es handelte sich dabei um eine Versöhnungstagung der seriösen Wissenschaftler mit den Leugnern. Daß von den seriösen Forschern in Wahrheit kaum jemand kam und die wenigen Teilnehmer auch nicht aus der ersten Reihe stammen, erfährt man bei Traufetter natürlich nicht. Dafür versucht er, dem ganzen einen seriösen Anstrich zu geben. Von der Gemeinsamen Forschungsstätte der Europäischen Union (Joint Research Centre JRC) sei das Treffen organisiert. Dort wird das "Ereignis" allerdings gar nicht unter den Tagungen aufgeführt. Was allerdings nicht dagegen spricht, daß bei der privaten Calouste Gulbenkian Stiftung, die den Konferenzort lieferte, eine Arbeitsgruppe am JRC Ispra die Tagungsorganisation übernahm. Daraus läßt sich aber kein Placet der EU ableiten. Warum Spitzenforscher wie etwa Gavin Schmidt fehlten, erklärt Traufetter dann in eigenwilliger Weise. Weil der nämlich nicht kommen wollte, wenn Steve McIntyre dort aufkreuzt. Und schon kann Traufetter wieder erläutern, wie sehr McIntyre von Klimaforschern angegriffen würde, ohne dabei je zu erwähnen, daß McIntyre eine politische Agenda hat und daß er keinen beachtenswerten Beitrag zur Klimaforschung geleistet hat. Laut&amp;nbsp; Traufetter hat McIntyre methodische Ungereimtheiten in Michael Manns "Hockeyschlägerkurve" gefunden. Daß aber die Ergebnisse jener Arbeit von Michael Mann und seinen Mitarbeitern seitdem immer wieder bestätigt wurden und sich die publizierte Kritik von McIntyre und McKitrick selbst als fehlerhaft herausstellte, erzählt Traufetter nicht. Auf den angeblich beschimpften McIntyre, der als idealistischer Kritiker präsentiert wird, folgt als Stichwort "Climategate", wo Traufetter ausführlich verschweigt, daß sich alle Vorwürfe daraus als haltlos erwiesen, 4 Untersuchungskommissionen die beschuldigten Wissenschaftler entlasteten und ein Jahr nach Climategate nur feststeht, daß die Leugnertruppe von Koch Industries hier einen Propagandasieg gelandet hatte, an den wissenschaftlichen Aussagen aber nichts zu ändern war. Als angebliche Mittlerin zwischen Klimaforschern und Leugnern wird Judith Curry herausgestellt, ohne dabei zu erwähnen, daß die Frau gar nicht neutral ist. Wegen ihrer Mittlerrolle wäre sie angeblich zum Paria geworden. Traufetter verschweigt, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/07/stunde-der-wahrheit-in-der.html"&gt;daß es in Wahrheit handfeste Diffamierungen und Unterstellungen von Curry gegen ihre Kollegen sind&lt;/a&gt;, sowie wissenschaftlich fragwürdige und plagiatverdächtige Beiträge, mit denen sie sich selbst ins Aus manövriert hat. Man könnte Traufetter auch fragen, warum er ausschließlich Leugner zitiert, und dabei auch noch verschweigt, wie eigentlich der Hintergrund der Leute aussieht, die sich da äußern dürfen. Neben Curry sind das der Initiator des Treffens Jerome Ravetz (einer der Propagandisten der "postnormalen Wissenschaft"), Hans von Storch und Steven Moshner.&amp;nbsp; &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/12/klimaforscher-als-antidemokraten-oder.html"&gt;Von Storch ist sicher kein ehrlicher Makler&lt;/a&gt;. Und Steven Mosher ist ein regelmäßiger Autor bei Wattsup..., der ein Buch veröffentlicht hat, in dem politisches Kapital aus dem Raub der Emails bei der Climate Research Unit geschlagen wurde und der ständig nach Argumenten sucht, warum die Temperaturmessungen in den globalen Datensätzen falsch sein müssen. Laut ihm sollten die Wissenschaftler Interessenkonflikte angeben, alle verwendeten Daten öffentlich machen und zudem auch Skeptikern erlauben, in Fachzeitschriften zu publizieren. Ehrlicherweise hätte man angeben können, daß Leugner wie McIntyre im Dunkeln lassen, für wen sie arbeiten, daß man Scafetta&amp;amp;West, laut denen die Sonne an der globalen Erwärmung schuld wäre, vergeblich nach ihrem Code fragt und es "Skeptikern" keinesfalls erschwert wird, zu publizieren, sie müssen nur auch etwas einigermaßen publizierbares einreichen. Moshers Klagen klingen wie die des Mannes, der Gott anfleht, ihn doch endlich im Lotto gewinnen zu lassen, bis dieser entnervt vom Himmel donnert "Gib mir doch mal eine Chance. Reich mal endlich einen Lottoschein ein!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-342848495174332893?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/342848495174332893/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=342848495174332893' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/342848495174332893'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/342848495174332893'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/02/leugner-versohnen-sich-mit-sich-selbst.html' title='Leugner versöhnen sich mit sich selbst'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-6486542827378348969</id><published>2011-01-22T08:59:00.003+01:00</published><updated>2011-01-24T20:38:40.936+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimafolgen'/><title type='text'>Ein Problem anderer Leute - warum gegen den Klimawandel nichts getan wird</title><content type='html'>Der Klimawandel wird meistens wahrgenommen als ein Problem anderer  Leute. Wir erfahren zwar aus den Medien, daß wir mit unserem Lebensstil  das Klima dauerhaft verändern und dies gravierende Folgen hat, aber die  Folgen werden erst in der Generation der Kinder und Enkel real. Schaut  man in die Projektionen für Treibhausgasanteile und globale Temperatur,  sieht man überall, daß wir erst ganz am Anfang der Entwicklung stehen,  obwohl der globale Temperaturanstieg schon seit über 30 Jahren von  natürlichen Faktoren nicht mehr verdeckt werden kann. Wir würden wohl  handeln, wenn wir eine dramatische Entwicklung sähen und innerhalb von  wenigen Jahren erkennbar Ernten einbrächen, Lebensräume verschwänden und  das Wetter unerträglich würde. Aber hier ist kein Feuer ausgebrochen,  bei dem man sofort flüchten würde, sondern hier sind eher die  Wasserleitungen bleibelastet und man merkt erst nach Jahren, daß man  immer schwerer krank wird, wenn es schon zu spät ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn  der Klimawandel als Problem anderer Leute wahrgenommen wird, ist der  Anreiz bei den Menschen groß, es zu verdrängen. Denn man möchte seinen  Lebensstil und seine Bequemlichkeit nicht aufgeben, nicht mehr bezahlen  müssen, wenn davon andere Menschen, nämlich die kommenden Generationen,  daraus den Nutzen haben. Das ist purer Egoismus. Aber wir möchten uns  nicht als Egoisten sehen. Also setzt unser Unterbewußtsein ein und  steuert unsere Wahrnehmung. Gibt es wirklich einen Klimawandel oder sind  sich die Wissenschaftler noch uneinig? Jeder Abweichung unter den  Wissenschaftlern wird verschärft wahrgenommen. Wenn es Jahrzehnte  dauert, bis sich ein bestimmtes Treibhausgasniveau in eine höhere  globale Temperatur übersetzt hat, dann haben wir doch viel Zeit, bevor  wir handeln müssen? Also werden Maßnahmen immer wieder verschoben. In  den USA sind seit dem Ergebnis aus 1979, daß der Klimawandel kommt und  schlimm sein wird, bisher 31 Jahre ohne Maßnahmen vergangen, was die  Kosten dafür dramatisch erhöht hat. Und wenn die Kosten für eigenes  Handeln steigen, kann man immer wieder weitere Zeit mit der Frage  verlieren, ob diese Kosten nicht höher sind als der Schaden aus dem  verursachten Klimawandel. Die Verdrängung setzt umso stärker ein, je höher die Leistungen sind, die von uns verlangt werden, wenn wir das Problem zur Kenntnis nehmen. In den USA etwa braucht man zur Erlangung eines vergleichbaren Lebensstandards fast die doppelte Menge an Energie und die doppelte Menge an Kohlendioxid. Der Grund dafür ist, daß in den USA die Steuern auf Strom und Benzin viel zu niedrig sind. Weil man sich aber an dieses Niveau gewöhnt hat, finden sich gerade dort besonders viele Argumente, warum eine Steuer auf Energieträger furchtbar schädlich für die Wirtschaft wäre. Wenn auch nur etwas davon zuträfe, müßte Deutschland ein Entwicklungsland sein, unfähig auf dem Exportmarkt mitzuhalten, während die USA die Werkbank der Welt sind. Wir wissen, es ist umgekehrt. Die Wirtschaftswissenschaftler machen irgend etwas ganz furchtbar falsch. Aber die Anpassung der USA an niedrige Steuern auf Energieträger sorgt unfehlbar dafür, daß in den USA die Bekämpfung des Klimawandels als furchtbar teure und aussichtslose Sache empfunden wird. Man wartet lieber ab und rechnet gerne noch zehnmal aus, ob die Kosten des Klimawandels nicht vielleicht kleiner sind. Vor allem, wenn die Menschen, die dadurch sterben, ja "nur" Inder, Chinesen oder Afrikaner sind. Andere Leute...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Normalerweise  ist der Grundsatz bei dem Einbringen von Stoffen in die Umwelt, daß wir  zuerst wissen wollen, ob der Stoff nicht schädlich ist. Wenn  nachgewiesen wurde, daß der Stoff in der Weise, wie man damit umgeht,  keinen Schaden verursacht, darf er verwendet werden. Bei den  Treibhausgasen ist es umgekehrt. Hier wird immer wieder gefordert, daß  mit absoluter Sicherheit erst nachgewiesen wird, daß diese Stoffe einen  Schaden verursachen, und zwar exakt welchen in welcher Weise. Das ist  absurd, aber es liegt an der obigen Erklärung: wir sind Egoisten, die  nicht für ein Problem anderer Leute bezahlen wollen, deshalb verdrängen  wir gerne das Problem und versuchen, die Fakten ausgewählt so  wahrzunehmen, daß wir vor uns selbst nicht als die Egoisten erscheinen,  die wir sind. Das ist sehr menschlich, aber trotzdem sollten wir das  möglichst ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS.: &lt;a href="http://www.newsweek.com/2011/01/23/the-economics-of-global-warming.html"&gt;passend zum Thema dieser Beitrag in Newsweek von Thomas Schelling&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-6486542827378348969?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/6486542827378348969/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=6486542827378348969' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6486542827378348969'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6486542827378348969'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/01/ein-problem-anderer-leute-warum-gegen.html' title='Ein Problem anderer Leute - warum gegen den Klimawandel nichts getan wird'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-3552330732986962752</id><published>2011-01-16T21:19:00.000+01:00</published><updated>2011-01-16T21:19:23.104+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Paläoklima'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meeresspiegel'/><title type='text'>Das Meer formt das Land</title><content type='html'>Im Beitrag&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2011/01/das-gedachtnis-des-meeres.html"&gt; "Das Gedächtnis des Meeres"&lt;/a&gt; hatte ich mit Inspiration durch das gleichnamige Buch von Eugen Seibold erzählt, daß das Auf und Ab des Meeresspiegels über die Jahrmillionen ein Ergebnis der Kontinentalplattenbewegung sein kann. Schnellere Änderungen des Meeresspiegels sind eher die Folge von Klimaänderungen. Lokal können sich auch vulkanische Aktivität auswirken, wie auch die Entspannung von Landgebieten, die von einer starken Eislast befreit werden, wie etwa Skandinavien nach der letzten Eiszeit. Die Hebung und Senkung des Meeresspiegels kann in die Größenordnung von 100 Meter gelangen (ca. 1 mm pro Jahrhundert bei Änderungen durch Kontinentalverschiebungen, ca. 1 Meter pro Jahrhundert bei Klimaänderungen, wobei das gemittelte Werte über eine solche Veränderung sind - Spitzenwerte können weit höher sein). Die Geologie liefert Daten über gewaltige Veränderungen in der Vergangenheit. Aber was sagt dies über unsere Zukunft aus?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit dem laufenden Klimawandel ändert sich die Höhe des Meeresspiegels gegenwärtig mit ca. 3 mm pro Jahr oder 30 cm pro Jahrhundert. Diese Geschwindigkeit wächst - in den nächsten Jahrzehnten wird sie sich zumindest verdoppeln, bis zum Ende des Jahrhunderts vielleicht verdreifachen, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2008/09/wann-uns-das-wasser-bis-zum-hals-steht.html"&gt;womit im gesamten Jahrhundert ein Meerespiegelanstieg von 80 cm bis über 1,5 Meter plausibel erscheint&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/04/anzeichen-fur-2-3-meter.html"&gt;Meerespiegeländerungen von global über einem Meter in einem Jahrhundert hat es in der Vergangenheit wiederholt gegeben&lt;/a&gt;, daher müssen wir auch diesmal davon ausgehen. Denn vorhersagen können wir nur den Meeresspiegelanstieg durch die thermische Ausdehnung des Meerwassers und mit größerer Unsicherheit auch den verstärkten Abfluß in die Meere durch schmelzende Gletscher und Landeisflächen. Doch wie schnell und in welchem Maß die Eisbdeckung an den Polen instabil wird und ins Meer abrutscht und abtaut ist immer noch spekulativ. Im Laufe von einigen Jahrhunderten werden daraus aber wahrscheinlich mehrere Dutzend Meter Meerespiegelanstieg, falls wir nicht dieses Jahrhundert die Treibhausgasemissionen massiv einschränken, denn schon jetzt sind einige Gebiete des ewigen Eises nur metastabil - sie würden be istabilen Temperaturen nicht abtauen, aber es ist auch zu warm, daß diese sich neu bilden könnten. Das gilt etwa für die Eisbedeckung Grönlands, die bis zu 3 Kilometern dick ist. Wäre dieses Eis nicht vorhanden, könnte im Sommer das Eis, daß sich im Winter in Grönland bildet, wieder abtauen. In 3 Kilometern Höhe ist es aber auch im Sommer meistens kalt genug, daß Neuschnee auch den Sommer übersteht und sich im Laufe der Zeit in Gletschereis verwandelt. Grönlands Eis schmilzt vor allem von den Rändern her ab und fließt zu einem großen Teil über Gletscher ins Meer ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie wirkt sich der Meeresspiegelanstieg aus? Und was macht uns gegenüber dem Meeresspiegelanstieg verwundbar? Eine Tatsache, die eine wichtige Rolle spielt ist die, daß das Meer selbst dafür gesorgt hat, daß das Land für einen Meeresspiegelanstieg empfindlich ist. Für die Gestalt der Erde spielen Dichteunterschiede des Gesteins eine wichtige Rolle. Das Gestein der Kontinente hat eine andere Dichte als das Tiefengestein aus dem Erdmantel, das als Lava durch Vulkane nach oben quellen kann. Die Kontinente schwimmen auf dem Erdmantel auf und ragen entsprechend dem Auftrieb entsprechend weit heraus. Die ozeanische Kruste andererseits sinkt nach ihrer Produktion an den mittelozeanischen Rücken tief ab. Wurde sie neu gebildet, ist sie aufgrund ihrer Hitze noch von geringerer Dichte und schwimmt stärker auf. Bei der Abkühlung nimmt die Dichte zu und die ozeanische Kruste sinkt nach einem einfachen Gesetz immer mehr ab (grob nach der Wurzel der Zeit). Verschiedene Messungen ermöglichen es sehr schön zu zeigen, wann ein Teil der ozeanischen Kruste gebildet wurde. Magnetische Erzpartikel im Gestein richten sich nämlich nach dem Erdmagnetfeld aus und behalten die Orientierung, sobald sie genug abgekühlt sind. Das Erdmagnetfeld aber wechselt seine Orientierung alle paar 100.000 bis zu ca. ein paar Millionen Jahren. Wie die Ringe eines Baumes kann man mit dem Wechsel der magnetischen Orientierung im Gestein zurückverfolgen, wann ein Stück Ozeanboden gebildet wurde, und erlauben es, zu verstehen, warum es in einer bestimmten Tiefe liegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Ozeanboden lagern sich Sedimente ab. Sie werden durch Erosion an Land gebildet und von Flüssen ins Meer gewaschen. Diese Erosion bindet auch immer Kohlendioxid in den Gesteinen. Deshalb nimmt über die Jahrmillionen der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre ab. Das ist gut so, denn gleichzeitig nimmt über die Jahrmillionen die Strahlungsstärke der Sonne immer mehr zu, um gut 30% in den vergangenen 4 Milliarden Jahren (genaue Zahlen sollte man Lehrbüchern entnehmen). Die Bindung von Kohlendioxid im Gestein und die Entwicklung der Strahlungsstärke der Sonne zeigen also gegenläufige Effekte, ohne die die Erde schon in einen Hitzetod gelaufen sein könnte. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/11/der-lebende-planet.html"&gt;Dazu kommen auch biologische Effekte, die insgesamt dafür sorgen, daß die Erdoberfläche wie ein Thermostat das Klima in einem für das Leben günstigen Bereich hält. Dazu hatte ich bereits eine Einführung geschrieben&lt;/a&gt;. Mit dem ganzen erodierten Gestein werden im Meer fortlaufend Sedimentschichten gebildet. Enthaltenes Salz wird herausgelöst und sorgt für den Salzgehalt der Meere und für ihre Düngung mit Mineralien. Carbonat und Silikat gehen ins Meerwasser, werden von Schalentieren verbaut, schließlich als Sedimente abgelagert. Letztlich aber werden gewaltige Mengen an Meerwasser, Salzen, Sedimenten und Carbonaten an aktiven Kontinentalplattengrenzen mit absinkenden ozeanischen Platten in den Erdmantel hinuntergezogen. Das wirkt sich in der Stoffbilanz nur über Jahrmillionen aus, aber es entzieht der Erdatmosphäre so langfristig Kohlenstoff, es wirkt sich auch langfristig auf den Meeresspiegel aus. Das mitgezogene Meerwasser kann den Vulkanismus fördern und so auch wieder aus dem Erdmantel austreten. Und die in den Erdmantel gezogene Salze sorgen auch dafür, daß der Salzgehalt der Meere trotz des ständigen Zulaufs von den Kontinenten stabil bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde sehen wir überall in den Stoffbilanzen Kreisläufe am Werk, die vieles auf der Erde in einem normalen Bereich halten. Fatal wird es, wenn der Mensch diese Stoffbilanzen stört, wie im Fall des Kohlendioxid. Dann müssen sich neue Gleichgewichtswerte einstellen, und die sind nicht unbedingt zu unserem Nutzen. Ein Wert betrifft den der nutzbaren Landfläche. Wie schon geschrieben, bilden sich durch die Erosion und durch von den Flüssen mitgeschlepptes Erdreich wie auch durch die Schalen und Abfälle der Meereslebewesen Sedimentschichten. Die bilden sich nicht an beliebigen Orten. Sie bilden sich zum Beispiel eher an den Küsten, weil das meiste ausgeschwemmte Material auch direkt dort im Meer absinkt. In zu großer Tiefe lösen sich auch die Carbonatschalen von Kleinlebewesen im Meer wieder auf. Auch hier können Sedimentschichten, die zukünftigen Kalksteingebirge, nur in bestimmten Tiefenbereichen wachsen, die eher in der Nähe der Küsten liegen. In Küstennähe sind die ozeanischen Krusten, die von den mittelozeanischen Rücken her wachsen, üblicherweise auch recht alt und liegen daher sehr tief. Eine 160 Millionen Jahre alte Kruste, wie es etwa an den Rändern des Atlantik möglich wäre, müßte 7 km tief liegen. Tatsächlich liegt sie noch viel tiefer, der Meeresgrund aber viel höher. Denn die aufliegende Sedimentschicht ist selbst viele Kilometer dick. Und ihr Gewicht drückt die Erdkruste um etwa die Hälfte ihrer Dicke tiefer. Unter einer aufliegenden Schicht von 14 Kilometern Sedimenten ist die ozeanische Kruste also 14 Kilometer tief, die Wassertiefe vielleicht aber weniger als 100 Meter. Die Erosion schafft also vor den Küsten einen breiten Saum, in dem die Wassertiefe zunächst nur langsam zunimmt. Darauf folgt eine rascher Abfall auf das Niveau der Tiefsee, teilweise bis fast zur ozeanischen Kruste hinunter, die mehrere Kilometer tief liegt. Im Mittel ist das Meer ca. 3800 Meter tief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An Land sorgt die Erosion dafür, daß das Land stetig abgetragen wird. Besonders stark wirkt die Erosion an den Küsten, denn hier kann auch das Meer mit Wellen, mit den Gezeiten, mit Stürmen und Springfluten, auch mit dem Wechsel des Meeresspiegels das Land abtragen. Am Rande der Kontinente entsteht dadurch ein breiter Rand von Landflächen, die sich nur wenig über Meeresniveau erheben. Will man sich anschauen, wie groß relativ die Anteile der Oberfläche der Erde sind, die in einem bestimmten Höhenniveau bezüglich des Meeresspiegels liegen, ergibt sich ungefähr die folgende Verteilung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TTNOdyogeKI/AAAAAAAAANg/vNYU1lXf4OQ/s1600/Erdoberfl%25C3%25A4che+relativ+zu+Meeresh%25C3%25B6he.png" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TTNOdyogeKI/AAAAAAAAANg/vNYU1lXf4OQ/s640/Erdoberfl%25C3%25A4che+relativ+zu+Meeresh%25C3%25B6he.png" width="451" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Es gibt zum einen einen besonders großen Anteil der Erdoberfläche, der in 3 bis 6 km Tiefe liegt, Maximum bei -4,7 Kilometern. Das ist die Lage eines großen Teils der ozeanischen Kruste. Zum anderen gibt es einen großen Anteil, der um 1 km unter bis 1 km über dem Meeresspiegel liegt, mit einem scharfen Maximum bei 100 Metern. Das ist der Teil, der durch Erosion und dem Wechsel des Standes des Meeresspiegels besonders beeinflußt wird. Zugleich liegen in diesem Bereich große Teile des fruchtbarsten Schwemmlandes. Hier liegen viele der größten Städte und dichtbesiedelsten Regionen, der überwiegende Teil der Menschheit lebt in Gebieten, die kaum 200 Meter über Meeresniveau liegen. 1/8 der Erde liegt im Bereich von 200 Metern über und unter dem Meeresspiegel. Das ist kein Zufall. Die Änderungen des Meeresspiegels haben sich in den vergangenen paar Milliarden Jahren in diesem Bereich bewegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir also die globale Temperatur um mehrere Grad steigen lassen und dabei riskieren, daß die polaren Eisschilde instabil werden und unwiderruflich über die nächsten Jahrhunderte abschmelzen, treiben wir den Meeresspiegel um mehr als 50 Meter nach oben. Der dadurch verursachte Landverlust ist gewaltig und kann auch nicht dadurch aufgewogen werden, daß wir andererseits in subarktischen Gebieten nutzbares Land gewinnen, weil hier das Klima milder wird. Schaut man auf eine Landkarte der Zeit, als die polaren Gebiete im Sommer eisfrei waren, findet man ausgedehnte Flachmeere auf Gebieten, die heute Land sind. Gut für Meerestiere, weniger gut für den Menschen, der andererseits die tropischen Breiten wegen der großen Hitze nicht mehr nutzen kann. Aber wie realistisch ist dieses Szenario? Dafür brauchen wir uns nicht allein auf Modelle zu verlassen. Geologische Daten der fernen Vergangenheit können uns ebenfalls eine Antwort geben. Das möchte ich aber auf einen weiteren Artikel verschieben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-3552330732986962752?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/3552330732986962752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=3552330732986962752' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3552330732986962752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3552330732986962752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/01/das-meer-formt-das-land.html' title='Das Meer formt das Land'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TTNOdyogeKI/AAAAAAAAANg/vNYU1lXf4OQ/s72-c/Erdoberfl%25C3%25A4che+relativ+zu+Meeresh%25C3%25B6he.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-3673785178751086010</id><published>2011-01-13T20:24:00.001+01:00</published><updated>2011-01-14T08:21:48.877+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Antiklimatalibane und Gewalt</title><content type='html'>Die Meldung ging auch durch deutsche Medien: Gabrielle Giffords, Abgeordnete im Repräsentantenhaus für Arizona, konservative Demokratin, die aber die Gesundheitsreform Obamas unterstützte und für die Rechte mexikanischer Immigranten eintrat, wurde von einem jungen Mann namens Jared Lee Loughner in Tucson angeschossen. Loughner, der vermutlich ein insgesamt wirres Politikbild und eine gewalttäige Natur hat, war wohl durch die Diskussion um die Gesundheitsreform und die mexikanischen Immigranten aufgehetzt worden. 6 Menschen, darunter ein Kind, wurden beim Gewaltausbruch des Mannes erschossen, 15 verletzt, darunter die Politikerin. &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,739240,00.html"&gt;Der blutige Anschlag hat die Gefühle der Amerikaner vor allem deshalb so aufgewühlt&lt;/a&gt;, weil gerade in Arizona die politische Auseinandersetzung ungewöhnlich hart geworden war. Es gibt bei dem Ereignis auch eine Verbindung zur Klimadiskussion, aber sie wird erst klar, wenn ich den Hintergrund näher erläutere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die politische Auseinandersetzung in den USA zwischen Republikanern und Demokraten zeigt über Jahre hinweg eine Tendenz zur Radikalisierung. Man kann dafür viele Gründe anführen, aber sie geraten eher zu einer Aufzählung von Symptomen. Man denke daran, daß unter George W. Bush eine Talibanisierung der Politik aufkam. Es wurde hoffähig, religiöse Begründungen für politische Aktionen anzuführen, die generelle Wissenschaftsfeindlichkeit der Administration wuchs, die Außenpolitik verengte sich auf die Option, Kriege zu führen, die Kompetenzen der Sicherheitsbehörden wuchsen unverhältnismäßig, sogar Folter wurde offiziell gebilligt. Sowohl der Einfluß radikaler Wirtschaftskreise als auch der religiösen Fundamentalisten auf die Politik erreichte ein neues Maximum. Der Wahlsieg Obamas im Jahr 2008 wurde vom republikanischen Wahlvolk nicht einfach als Sieg der anderen Partei angesehen, sondern wurde wie die Besetzung des Landes durch eine fremde Macht aufgenommen. Obama und den Liberalen wurde Verrat an der amerikanischen Sache vorgeworfen, Verschwörungstheorien verbreitet, daß Obama in Wahrheit nicht in den USA geboren sei, daher nicht Präsident sein könne, daß er Moslem sei und mit den moslemischen Feinden gemeinsame Sache mache, daß er die USA unterdrücken, überfremden, dem Kommunismus ausliefern, die Wirtschaft ruinieren, einen Faschismus durch übermächtige Behörden einführen will. Die Vorwürfe sind wirr, widersprechen sich und können trotzdem vom aufgehetzten Wahlvolk gleichzeitig geglaubt werden. Wie kommt das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dahinter steckt die Macht der rechten Medien in den USA. Bekannte Talk-Radio- und Fernsehmoderatoren wie Rush Limbaugh oder Glenn Beck wurden dadurch populär, daß sie einfache Feindbilder und eine gewaltätige Sprache nutzen. Es sind einfach gestrickte, wenig gebildete oder politisch radikale Menschen, die von diesen Moderatoren und dem Leitsender der Rechten, dem Fox-Kanal erreicht werden, und sie können sich zu strukturellen Mehrheiten aufbauen. Diese Moderatoren hetzen, lügen, vergröbern ganz, wie es der politischen Rechten paßt und den Zuhörern gefällt. Denn die Popularität des Talkradios beruht darauf, den Menschen zu erzählen, was sie hören wollen und ihre Emotionen aufzupeitschen. Das ist ein selbstverstärkender Rückkopplungskreis. Zum Repertoir des Talk-Radios gehört es, über Liberale und das politische Establishment zu schimpfen, übernationalistisch und ausländerfeindlich zu sein, die UNO und gleichberechtigte Beziehungen zu ausländischen Staaten abzulehnen, gegen alle als liberal empfundenen Themen zu stehen, etwa ausreichende Finanzierung des Staates, Umweltschutz, soziale Maßnahmen wie eine solidarische Krankenversicherung, andererseits für Todesstrafe und Waffenbesitz einzutreten, religiösen Fundamentalismus zu unterstützen und - den menschengemachten Klimawandel und die Gefährlichkeit der globalen Erwärmung zu leugnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade Glenn Beck ist dabei einer der Kondensationskerne für die Radikalen unter den Republikanern, die angebliche Bewegung einer Anti-Establishment-Basis der Rechten, der sogenannten "Tea-Bagger" oder Tea Party. Ebenso stark mit den "Tea-Baggern" verbunden ist die inoffizielle Oppositionsführerin Sarah Palin. Obwohl Talk Radio-Moderatoren, Fox-Kanal, ein generell politisch rechtsgerichtetes Umfeld in den (ländlichen) USA, fundamentalistische Christen und Politiker wie Sarah Palin eine kritische Masse entwickeln, eine insgesamt radikalisierte Rechte in den USA aufzubauen, ist die Tea Party nicht so spontan, wie sie sich geriert. In Wahrheit ist die Bewegung eine Züchtung interessierter Kreise, die ihre eigenen Ziele damit verbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://thinkprogress.org/2009/04/09/lobbyists-planning-teaparties/"&gt;Hinter der Tea Party stehen die Koch-Brüder&lt;/a&gt;, die Eigentümer von Koch Industries, &lt;a href="http://climateprogress.org/2010/04/02/david-koch-industrations-acid-rain-climate-denial-polluter-front-groups/"&gt;die zahlreiche Think Tanks und Lobby-Gruppen finanziell unterstützen und koordinieren mit dem Ziel, Zweifel an wissenschaftlichen Feststellungen zu Umweltproblemen zu schüren&lt;/a&gt;. Koch-Industries als führender Konzern im Energiebereich und bei Leistungen für die Ölindustrie hat ein vitales Interesse daran, Maßnahmen zum Klimaschutz zu verzögern. Jedes Jahr, in dem Maßnahmen zum Klimaschutz verzögert, verwässert und aufgehalten werden können, bedeuten für Koch-Industries und viele andere Firmen, mit den kooperiert wird, bares Geld, langfristig vielleicht in Milliardenhöhe. Es ist eine Strategie der Koch-Brüder und ihrer Gesinnungsgenossen, jede Form liberaler Politik, von Politik, die den Staat und Regulierungen stärkt und die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu untergraben. Dazu werden Think Tanks unterstützt, die Lügen verbreiten, dazu werden Medien unterstützt und beeinflußt, die ein genehmes Meinungsbild erzeugen, dazu werden Politiker herangezogen, die in ihrem Sinne abstimmen. &lt;a href="http://thinkprogress.org/2010/09/17/citizens-united-corporations-spending/"&gt;Recht fatal war dabei eine Entscheidung des obersten Gerichtshofs, die letztlich Industrieunternehmen praktisch unbegrenzte finanzielle Unterstützung von Wahlkämpfern ermöglicht.&lt;/a&gt; Das ist ganz im Sinne der Koch-Brüder. Zusammen mit anderen Lobbyisten, führenden Republikanern und mit Glenn Beck haben sie die Tea-Party-Bewegung als angebliche Graswurzelbewegung ins Leben gerufen. Damit gewinnen sie in jedem Fall. Im günstigsten Fall schießen sie damit demokratische Politiker aus dem Amt und etablieren eine republikanische Mehrheit, die eine ihnen genehme Politik betreibt. Zumindest können sie die politische Diskussion radikalisieren und dadurch die Möglichkeiten unterminieren, daß Demokraten und Republikaner sich in politischen Fragen einigen können oder der Präsident zu einzelnen Themen beide Lager zusammenführen kann, um handlungsfähig zu bleiben. Denn das zweitbeste nach genehmen Entscheidungen ist aus Sicht der Koch-Brüder, wenn gar keine Entscheidungen getroffen werden. Daher paßt es ihnen auch gut in das Konzept, wenn die politische Diskussion radikal, emotional und gewalttätig wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher ist es wohl nicht so zufällig, wenn Rush Limbaugh und Glenn Beck gegenüber den Demokraten eine gewalttätige Sprache führen, wenn es von Unterstellungen sozialistischer Verschwörungen und Nazi-Vergleichen nur so wimmelt und dazu aufgerufen wird, Tritte in den Arsch zu verpassen, zu verjagen, zu eliminieren, zu beseitigen. &lt;a href="http://climateprogress.org/2011/01/11/climatedepot-marc-morano-hostile-climate-scientists-cyber-bullying/"&gt;Es paßt in genau dieses politische Klima, wenn der von CFACT (Comittee for&amp;nbsp; a constructive tommorrow - ein Lobbyorganisation für Industrieinteressen, möglicherweise ist in Deutschland auch EIKE damit verbandelt) bezahlte Klimawandelleugner Marc Morano, der die Webseite Climate Depot zur Hetze gegen Wissenschaftler einsetzt und dazu aufgerufen hatte, Klimaforscher öffentlich zu verprügeln, damit Haßmails gegen Klimaforscher provoziert, so daß diese Menschen um ihre Sicherheit fürchten müssen&lt;/a&gt;. Es geht darum, die wissenschaftliche Arbeit zu sabotieren, Wissenschaftler einzuschüchtern und Wähler und Politiker zu radikalisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieses Klima der Radikalisierung paßt nur zu gut der blutige Anschlag von Loughner auf die Abgeordnete Giffords, der schon einige Monate zuvor gewaltätige Anhänger der Republikaner ihr Wahlkampfbüro verwüstet hatten. So ist es nicht überraschend, daß Anhänger der Demokraten Sarah Palin, aber auch andere Angehörige der Tea Party und ihre gewaltgeladene Sprache dafür verantwortlich machten, daß das Klima für den Anschlag bereitet wurde. Doch ob Loughner wirklich von der Tea Party aufgehetzt wurde oder einfach ein gewaltätiger Wirrkopf ist, der auf jeden Fall irgendwann eine Bluttat verübt hätte, kann man jetzt noch gar nicht sagen. Sagen kann man nur, daß diese weitere Radikalisierung, diese Gewalt, diese Schuldzuweisungen so oder so ins Konzept der Koch-Brüder und ihrer Verbündeten passen, die sich so sicher sein können, daß politische Einigungen für den Klimaschutz und gegen ihre Lobbyarbeit immer weniger wahrscheinlich werden. Es ist ein Beispiel dafür, wie Lobbyarbeit über mehrere Bande spielt. Und man muß wohl sarkastisch werden, da ist das erschossene 9-jährige Kind für die Koch-Brüder nur ein Kollateralschaden darin, wirksames staatliches Handeln in den USA zu sabotieren. Die gerade erst aus dem Koma erwachte Giffords war eine sichere Stimme für Initiativen zum Umwelt- und Klimaschutz. Ob sie je wieder gesund wird, ist noch offen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-3673785178751086010?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/3673785178751086010/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=3673785178751086010' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3673785178751086010'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3673785178751086010'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/01/antiklimatalibane-und-gewalt.html' title='Antiklimatalibane und Gewalt'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5739412137575204143</id><published>2011-01-09T20:51:00.000+01:00</published><updated>2011-01-09T20:51:59.986+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Paläoklima'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meeresspiegel'/><title type='text'>Das Gedächtnis des Meeres</title><content type='html'>Das Gedächtnis des Meeres ist ein Buch von Eugen Seibold, das 1991 im Piper-Verlag herauskam. Mir fiel es im Antiquariat in die Hände, und auch wenn ich bisher nur einzelne Kapitel davon durchschmökert hatte, war es doch schon inspirierend. Genauso, wie uns die Schichtungen der Erde etwas darüber erzählen, wie über die letzten Milliarden Jahre der Erdgeschichte sich die Zusammensetzung der Atmosphäre geändert hatte und wann zum Beispiel der steigende Sauerstoffgehalt in den Meeren anfing, das gelöste Eisen auszufällen, genauso wie diese Ablagerungen uns auch sagen, wann die Erde von Eis bedeckt war, und genauso, wie beides zusammengenommen uns erzählt, daß die Zusammensetzung der Atmosphäre unser Klima beeinflußt, aber auch, daß das Leben auf der Erde wiederum die Zusammensetzung der Atmosphäre beeinflußt, genauso erzählen uns geologische Schichtungen auch etwas darüber, wie sich die Meere verändert haben. Und auch die Veränderungen der Meere sind eng verbunden mit dem Klima der Erde. Das Gedächtnis der Meere kann uns auch etwas über unsere Zukunft sagen.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TSoRTlJyxAI/AAAAAAAAANc/k578sM2DkBY/s1600/Kontinentaldrift.png" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="225" src="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TSoRTlJyxAI/AAAAAAAAANc/k578sM2DkBY/s400/Kontinentaldrift.png" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Schematische Darstellung der Kontinentaldrift durch Aufstieg von Material des Erdmantels und Neubildung ozeanischer Kruste. Die leichtere Kontinentalkruste wird auseinandergeschoben. Solche Abläufe können in Millionen Jahren auch den Meeresspiegel um über 100 Meter anheben oder senken.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein augenfälliges Beispiel ist das der Ruinen des Serapistempels in Pozzuoli in der Nähe von Neapel. Um 1750 wurde der Tempel ausgegraben und erstaunte die Zeitgenossen dadurch, dass die Säulen im zweiten Viertel von Bohrmuscheln besetzt waren, obwohl dieser Bereich des Tempels klar über Meereshöhe stand. Wie konnte das Meerwasser hier über 6 Meter hoch gestiegen sein, wo es doch im Mittelmeer keine nennenswerten Springfluten gibt? Zumal das Wasser für die Anlagerung der Muscheln länger dort gestanden haben mußte? Offensichtlich hatte das Land sich zeitweilig um mehrere Meter gesenkt und wieder gehoben und tat dies auch weiterhin, wie wiederholte Messungen im 19. Jahrhundert auch ergaben. Die Antwort auf dieses Problem ist der Vulkanismus in der Region. Hebungen und Senkungen ließen sich gut mit der vulkanischen Aktivität in Einklang bringen. Bei großer Aktivität erwärmte sich der Boden und hob sich, bei einer Abkühlung senkte er sich. Das zeigt aber, wie schwierig das Geschäft ist, über lange Zeiträume zu verfolgen, wie der Meeresspiegel sich hob und senkte, wenn doch gleichzeitig auch das Land ansteigen und fallen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verfolgt man an geeigneten Stellen die geologischen Schichtungen, dann kann man in der Tat Folgen von Sedimenten unterscheiden, die auf ein wiederholtes Vordringen und Zurückweichen der Meere hinweisen. Über die letzten 2 Millionen Jahre kann man an geeigneten Stellen dabei gut nachverfolgen, wie in den Eiszeiten die Meere zurückwichen und in Zwischeneiszeiten erneut vordrangen. Verräterische Schichtfolgen wären Sandstein (durch Erosion von Felsen aufgeschichtet), Schiefertone, Kohle, Ton, Schiefertone mit Fossilien aus Strandnähe (jetzt ist das Meer über dieses Landstück vorgedrungen), Kalk mit Schieferton (Flachmeer, wo Kalkschalen bis zum Grund fallen, ohne wieder gelöst zu werden, vermischt mit Sedimenten von Flüssen), Kalk mit Meeresfossilien und&amp;nbsp; ähnliche Schichten in umgekehrter Reihenfolge, gefolgt von ähnlichen Schichtfolgen. Datiert man diese Schichten, etwa mit der Radiocarbondatierung, kann man daraus ableiten, wie sich an dieser Stelle der Meeresspiegel im Laufe der Zeiten entwickelt hat. Doch es gibt dabei viele mögliche Probleme. Dazu gehört das obige Beispiel: Vulkanismus kann zu Hebungen und Senkungen führen. Auch auflastende Eisschichten und Sedimente können Land sinken oder nach ihrer Entferung wieder steigen lassen. Aber auch die Datierung von Schichten kann verfälscht werden. Zum Beispiel verjüngen nach unten wachsende Wurzeln das Alter einer Sedimentschicht nach der Radiocarbonmethode.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Geologen ist die Interpretation der geologischen Schichten verbunden mit dem Wissen um all die Möglichkeiten, die diese Deutungen verfälschen können. Genau deshalb wirkt es absurd, wenn manchmal von unberufener Seite der Einwand kommt, daß unsere heutigen Daten über den Meeresspiegelanstieg falsch seien, weil man nicht berücksichtigt habe, daß sich das Land infolge des Abschmelzens großer Eisschichten nach der letzten Eiszeit stellenweise, wie in Skandinavien, nach wie vor hebe. Es ist den Geologen und Ozeanologen genauso bewußt, wie Meteorologen, die lange Temperaturzeitreihen aufstellen bewußt ist, daß sie dabei gegebenenfalls einen Wärmeinseleffekt zu korrigieren haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über viele Millionen Jahre findet man aber bei der Hebung und Senkung des Meeresspiegels ein komplizierteres Bild als lediglich die Bildung und das Schmelzen großer Eispanzer als Folge der Eiszeiten und Warmzeiten. Für den Geologen wird über Dutzende oder Hunderte von Millionen Jahren die Wirkung der Verschiebung der Kontinentalplatten augenfällig. Bewegen sich zwei noch verbundene Kontinentalplatten auseinander, so kann das geschehen, weil der Erdmantel darunter aktiv wird, die Erdkruste darüber erhitzt und sich aufwölben läßt. Dies treibt nicht nur die Kontinentalplatten auseinander, es bildet sich dazwischen auch sogenannte ozeanische Kruste, die aus basaltischem Material höherer Dichte besteht. Kühlt sich dieses ab, sinkt es ab, und zwar ungefähr proportional zur Wurzel aus der Zeit seit der Bildung der neuen Kruste. Mit dem Auseinanderdriften von Kontinenten bildet sich also Meeresgrund, der immer tiefer sinkt und damit immer mehr Platz für das Meerwasser läßt. Über einige Hundert Millionen Jahren ändert sich die Menge an Meerwasser aber nicht tiefgreifend. Hat sich also viel neuer Meeresboden gebildet, und die Meeresbecken dadurch vergrößert, sinkt der Meeresspiegel relativ zu den Kontinenten. Der Meeresspiegel geht zurück. Diese Situation könnte im Trias bestanden haben, als der Urkontinent Pangäa auseinanderbrach. Neue Meeresbecken bildeten sich, gleichzeitig hoben sich die Kontinente (die Gründe lasse ich hier außen vor) vor mehr als 200 Millionen Jahre. Der Rückgang des Meeresspiegels erfolgte dabei extrem langsam, nämlich mit 1 mm pro Jahrhundert (man vergleiche mit einem Anstieg von 2 bis 3 mm pro Jahr derzeit aufgrund der Erwärmung der Meere). Trotzdem konnte sich dadurch in 10 Millionen Jahren der Meerespiegel um 100 Meter senken. Später in der späten Kreidezeit bildeten sich die mittelozeanischen Rücken mit gesteigerter Geschwindigkeit. Zugleich senkten sie sich durch erhöhte vulkanische Aktivität langsamer ab. Die Folge war, daß die Meeresbecken flacher wurden. Der Meeresspiegel stieg über die Jahrmillionen zum Ende des Zeitalters der Dinosaurier um über 100 Meter an. Die Meeresspiegeländerungen aufgrund der Eiszeiten waren hingegen eine Sache, die über wenige 1000 Jahre ablief mit Änderungsgeschwindigkeiten von über einem 1 cm pro Jahr. Änderungen des Meeresspiegels über beide Zeitskalen lassen sich geologisch feststellen, wobei die zweite, die schnelle Zeitskala uns mit Blick auf den Klimawandel besorgt macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Geologen aus den Schichtfolgen ableiten können, daß der Meeresspiegel über die Erdzeitalter so oft angestiegen und wieder gefallen ist, mag ihnen das zum Teil auch ein Gefühl dafür geben, daß auch ohne Eingriff des Menschen der Meeresspiegel hochvariabel ist und sich die aktuellen Änderungen des Wasserstands damit relativieren. Aber der Trugschluß ist dabei, zu vergessen, daß für die heute lebenden Menschen Meerespiegeländerungen auf Zeitskalen von Jahrtausenden oder gar Jahrmillionen nicht relevant sind. Daß wir es aber schaffen, den Meeresspiegel in diesem Jahrhundert in der Größenordnung von einem Meter zu ändern, das ist für uns hochrelevant.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5739412137575204143?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5739412137575204143/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5739412137575204143' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5739412137575204143'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5739412137575204143'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2011/01/das-gedachtnis-des-meeres.html' title='Das Gedächtnis des Meeres'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TSoRTlJyxAI/AAAAAAAAANc/k578sM2DkBY/s72-c/Kontinentaldrift.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-1179587252932282972</id><published>2010-12-31T20:19:00.006+01:00</published><updated>2010-12-31T23:26:01.961+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klima und Wetter'/><title type='text'>2010 - ein Jahresrückblick</title><content type='html'>2010 liegt, während ich das tippe, in seinen letzten Zügen. Für mich war es ein arbeitsreiches Jahr, auch aus familiären Gründen. Vieles, was ich gerne geschrieben hätte, ist dann doch liegen geblieben. Also wage ich mit dem Jahresrückblick noch mal einen Rundumschlag.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TR3T7micZaI/AAAAAAAAANM/Gj_8CqPkPBM/s1600/GISStemps_2000-09.png" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TR3T7micZaI/AAAAAAAAANM/Gj_8CqPkPBM/s400/GISStemps_2000-09.png" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TR5YESEhMaI/AAAAAAAAANU/8cHjy4JHM1Q/s1600/GISStemps_palette.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="17" src="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TR5YESEhMaI/AAAAAAAAANU/8cHjy4JHM1Q/s400/GISStemps_palette.png" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Temperaturanomalie 2000-2009 gegenüber 1951-1980 laut GISS, NASA. &lt;a href="http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=47628"&gt;Von NASA Earth Observatory&lt;/a&gt;.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Das Jahr war reich an extremen Wetterereignissen, an neuen Rekorden. Es gab neue Erkenntnisse, die einem Trend folgten, der schon 2008 und 2009 bestand - der letzte IPCC-Bericht von 2007 hat die Gefahren des Klimawandels in den meisten Punkten untertrieben. Und die Öffentlichkeit und die Politik haben das nicht wirklich zur Kenntnis genommen. 2010 war das Jahr, in dem das sogenannte "Climategate" in sich zusammenfiel und die schmutzigen Hintergründe der erklärten sogenannten "Skeptiker", das heißt Leugner und Lügner, besonders offensichtlich wurden. 2010 schließlich war auch das Jahr der Folgekonferenzen zum Klimagipfel in Kopenhagen. Die Nachlese zum Gipfel in Cancun in Mexiko fällt gemischt aus - wenn man so will, ist das Glas halbvoll oder halbleer, je nach Sichtweise. Das 2-Grad-Ziel wurde als politisches Ziel akzeptiert. Aber bringt uns das weiter?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2010 hat eigentlich jedem, der die Realität zur Kenntnis nehmen will gezeigt, daß unser Klima aus dem Ruder läuft. &lt;a href="http://www.wunderground.com/blog/JeffMasters/comment.html?entrynum=1701"&gt;In 19 Staaten und Territorien gab es&amp;nbsp; nationale Hitzerekorde, außerdem einen Rekord für den Kontinent Asien und für besiedeltes Gebiet in der Volksrepublik China&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Bolivien (46,7 Grad in Villamontes)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Burma (47,2 Grad in Mjinmu) &lt;/li&gt;&lt;li&gt;China, Volksrepublik (kein nationaler Rekord, aber Rekord für besiedeltes Gebiet bei 48,7 Grad in Tojok)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Finnland (37,2 Grad in Joensuu)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Irak (52,0 Grad in Basra) &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Kolumbien (42,3 Grad in Puerto Salgar)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Katar (50,4 Grad Doha Flughafen)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Kuwait (52,6 Grad in Abdali)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Niger (47,1 Grad in Bilna)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Pakistan (53,5 Grad Mohenjo Daro, &lt;b&gt;zugleich der Allzeithitzerekord für den Kontinent Asien&lt;/b&gt;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Palästina (51,4 Grad in Kibbutz Almog)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Rußland (45,4 Grad in Utta, Kalmykische Republik)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sambia (42,4 Grad in Mfuwe)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Saudi-Arabien (52,0 Grad in Dschiddah)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Solomonen (36,1 Grad in Honiara)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;St. Helena (34,9 Grad in Georgetown)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sudan (49,7 Grad in Dongola) &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Tschad (47,6 Grad in Faya)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ukraine (42,0 Grad in Luchansk)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weißrußland (38,9 Grad in Gorky)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zypern (46,6 Grad in Lefkonika)&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;(Einige der Temperaturrekorde müssen noch bestätigt werden.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die Höchsttemperatur des Tages eine extrem variable Größe ist, kann sie auch Rekorde einnehmen, wenn das Gesamtjahr keine ungewöhnliche Mitteltemperatur hat und bei einer ungewöhnlich hohen Mitteltemperatur auch ohne neuen Rekord in einem Jahr bleiben. Entscheidend ist, daß noch nie zuvor in einem Jahr in so vielen Gebieten, die 20% der Landfläche der Erde repräsentieren, neue Allzeithitzerekorde aufgestellt wurden (seit Beginn der jeweiligen Wetteraufzeichnungen). Dies ist nur eine Auswirkung der Tatsache, daß das vergangene meteorologische Jahr (von Dezember 2009 bis November 2010) das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war im wärmsten Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und sehr wahrscheinlich das wärmste Jahrzehnt seit über 2000 Jahren. Und dies immer noch im Anfangsbereich der vom Menschen verursachten Klimaveränderungen, die sich über mindestens ein weiteres Jahrhundert hinziehen werden, selbst wenn scharfe Maßnahmen gegen den Klimawandel beschlossen werden sollten (was noch nicht geschehen ist!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den ungewöhnlichen Wetterereignissen zählten eine Jahrtausendhitze- und -dürrewelle in Rußland, die zusammen mit dem Putinschen Mißmanagement zu ungewöhnlich heftigen Waldbränden führten. Diese Hitzewelle wiederum spielte eine Rolle bei der Entwicklung einer Jahrhundertflut in Pakistan am Ende einer Rekordhitzewelle vor der Monsunzeit mit ungewöhnlich vielen Hitzetoten. Am Ende des Jahres gibt es in Nordostaustralien außerdem gewaltige Überschwemmungen. Zuvor gab es nicht nur in Rußland, sondern auch in Israel, Australien und Kalifornien Waldbrände von besonderer Heftigkeit. Alle diese Ereignisse für sich genommen lassen sich durch die hohe Variabilität des Wetters erklären, doch die Häufung solcher Ereignisse in einem Jahr spricht dafür, daß sie vom Klimawandel begünstigt wurden. Anders gesagt, werden wir Wetterextreme, die vom Klimawandel begünstigt werden, immer öfter sehen, ohne je für das einzelne Extremereignis sagen können, ob es nicht auch ohne den Klimawandel möglich gewesen wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Menschen, die den Klimawandel in Zweifel ziehen wollen, gehört es zur Strategie, an schlichte Gemüter zu appelieren und zu leugnen, daß die hohe Variabilität des Wetters vereinbar mit beobachtbaren Klimatrends ist. Auch bei langfristig steigenden Temperaturen sind Winter kälter als Sommer und gibt es einzelne Jahre, die über und unter dem Trend liegen und daher innerhalb des intakten Trends einzelne kühlere und wärmere Jahre erzeugen. Andererseits kann der Klimawandel Wettermuster und Meereströmungen verändern und eine &lt;b&gt;globale&lt;/b&gt; Erwärmung&lt;b&gt; regionale&lt;/b&gt; vorübergehende Abkühlungen erzeugen. Weil wir aber regionalen Klimawandel noch nicht so gut verstehen, bleiben hier viele Aussagen im spekulativen Bereich. Die recht kalten Winter in Deutschland 2009/2010 und vermutlich 2010/2011 können einfach Ausdruck dessen sein, daß es im Rahmen sehr variablen Wetters mal warme und mal kalte Winter geben kann, unabhängig davon, daß es global immer wärmer wird und Deutschland über viele Jahre gemittelt diesen Trend sogar verstärkt wiedergibt. Da wir uns derzeit in einer kalten Phase der Nordatlantischen Osziallation befinden (was man anhand von mittleren Luftdruckunterschieden über dem Nordatlantik feststellt), &lt;a href="http://www.climatecentral.org/blog/freak-pattern-brings-europe-record-cold-and-snow/"&gt;blocken Hochdruckzonen über dem Atlantik (speziell Grönland) diesen Winter die sonst üblichen vom Atlantik herinziehenden Tiefs ab&lt;/a&gt;, die mildere Meeresluft aus dem Bereich der Nordatlantischen Strömung, der Verlängerung des Golfstroms, nach Europa bringen. Es strömt mehr Luft aus polaren Breiten ein, und das macht den Winter kontinentaler und kälter. Und wo ist die Wärme, die uns fehlt? In Kanada - global ist dieser Winter einer der wärmsten überhaupt, nur in einigen Gebieten wie bei uns in Europa ist e eher kalt. Der Zusammenhang mit der Nordatlantischen Oszillation ist ziemlich gut gesichert. Eher spekulativ ist aber folgende Annahme. Da die Eisbedeckung in polaren Meeresgebieten immer mehr abnimmt, entwickeln sich neue Wettermuster. &lt;a href="http://www.klimaktiv.de/article134_10966.html"&gt;Mildere Luft über der Karasee nördlich von Rußland bewirkt ihrerseits, daß polare Luft weiter nach Süden ziehen kann, etwa nach Europa.&lt;/a&gt; So würde also die globale Erwärmung vorübergehend zu kühleren Wintern in Europa führen, bis schließlich die weitere Erwärmung im Laufe der Jahrzehnte diesen Effekt wieder überdecken würde. Eine andere spekulative Überlegung ist, daß der schwache Sonnenfleckenzyklus Wetterereignisse steuern könnte, darunter die Hitze in Rußland, darüber den heftigen Monsunregen in Pakistan und eben auch relativ kühle Winter in Europa. Alle diese Überlegungen sind plausibel, haben positive Belege für sich, müssen aber als vorläufig gelten, da die genaue Ursachenzuordnung für regionale Wetterereignisse und Jahreszeiten noch nicht so gut beherrscht werden, wie die Beobachtung und Erklärung globaler, langzeitlicher Klimatrends.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TR3zj1KbLII/AAAAAAAAANQ/ECEW0-j4kYE/s1600/sept2011.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="260" src="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TR3zj1KbLII/AAAAAAAAANQ/ECEW0-j4kYE/s400/sept2011.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://tamino.wordpress.com/2010/10/15/go-ice-go-going-going-gone/"&gt;Quadratischer Trend (rot) an den NSIDC-Daten der Seeeisausdehnung im September und Trendvorhersage für 2011 laut Tamino.&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Da ich den Trend beim nördlichen Seeeis schon erwähnt habe, &lt;a href="http://tamino.wordpress.com/2010/10/15/go-ice-go-going-going-gone/"&gt;kann ich hier nur noch auf Taminos Blog Open Mind verweisen, der an den&amp;nbsp; Verlust des Seeeises einen quadratischen Trend angepaßt hat.&lt;/a&gt; Das heißt, das nördliche Seeeis geht im Sommer nicht nur immer weiter zurück, es geht auch immer schneller immer weiter zurück. Vermutlich haben wir hier einen Kippunkt überschritten, ab dem dieser Trend sich selbst verstärkt und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Wir werden, egal welche Maßnahmen wir treffen, im Sommer langfristig immer weniger nördliches Seeeis sehen bis es im Sommer ganz verschwindet und dieser Zustand wird über viele Generationen selbst dann so bleiben, wenn wir die Treibhausgasemissionen auf Null reduzieren. Es sind solche Kippunkte, wegen denen wir Klimaziele entwickeln. Wir wollen einige solcher unwiderruflichen Änderungen verhindern, weil sie Folgewirkungen haben. Eine im Sommer eisfreie Arktis führt zum Beispiel zum Tauen des Permafrostbodens und zur Freisetzung großer Mengen von Methan, welches Emissionsminderungen der Menschheit unterlaufen könnte. An dem Punkt verstärkt sich der Klimawandel selbst in einer Weise, daß Maßnahmen dagegen unbezahlbar werden. Wir werden dann hilflos. &lt;a href="http://tamino.wordpress.com/2010/12/27/history-of-arctic-sea-ice-part-2/"&gt;Zudem gibt es Hinweise darauf, daß der Rückgang des Seeeises in den letzten Jahrtausenden ohne Beispiel ist und nicht durch natürliche Variabilität herbeigeführt werden konnte&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne dies durch die Vielzahl von Einzelbeispielen belegen zu wollen, kann man zusammenfassen, daß der IPCC-Bericht von 2007 in vielen Punkten überholt ist. Eine große Zahl von Veröffentlichungen geht von einem erheblichen Eisverlust an den Polen aus und erhebt daraus einen Anstieg des Meeresspiegels von ca. 1 bis 2 Metern bis 2100 und von mehreren Metern bis 2200. Der Anstieg der Treibhausgasemissionen ist schneller als in allen IPCC-Szenarien angegeben. Die Klimasensitivität bisher liegt eher bei oder über 3 Grad je Verdopplung des CO2-Äquivalents. Eine Arbeit beschreibt bereits eine Abnahme der Biomasse auf der Erde im Rahmen der globalen Erwärmung, eine andere Arbeit berichtet von einem Rückgang des Planktons in den Meeren von gut 40% in den letzten 100 Jahren. Ich verlinke auf beide Arbeiten nicht, weil ich sie für spekulativ halte und dafür erst weitere Bestätigungen sehen will. Doch nimmt man das Gesamtbild aus vielen Veröffentlichungen, ist der Eindruck sehr deutlich, daß der IPCC-Bericht von 2007 überaus optimistisch war und derzeitig nicht mehr das mittlere Meinungsbild der Wissenschaftler wiedergeben würde. Daß dieser IPCC-Bericht unter Leugnern als "alarmistisch" dämonisiert wird, ist geradezu ironisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die "Leugner", das heißt die Menschen, die den Stand der Wissenschaft nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder gar dazu Lügen verbreiten, hatten 2010 ihr großes Jahr. Sie verbreiteten ein "-gate" nach dem anderen. Jedoch, nach 2 Untersuchungsberichten zu Michael Mann, nach 4 Untersuchungen zu Phil Jones, nach dem Untersuchungsbericht zum IPCC und nach dem Rückzug einiger Falschdarstellungen durch die betreffenden Zeitungen wurde im Laufe des Jahres klar, daß diese "-gates" in Wahrheit Fabrikationen waren. Sie waren der eigentliche Skandal. Dahinter steckten fein orchestrierte Hackerangriffe und Medienkampagnen, die teilweise über Koch Industries und verschiedene Energiekonzerne finanziert wurden, finanziert in Kaskaden von Think Tanks und Interessenverbänden, um die Geldquellen zu verschleiern. Niemand kann genau verfolgen, wie das Geld am Ende in den Taschen von Menschen wie Lindzen, Pat Michaels oder Singer landet. Und obwohl die angeblichen Skandale beim IPCC oder beim Hadley Centre vollkommen widerlegt wurden, können dann immer noch Lobbyisten wie Fritz Vahrenholt, Chef der RWE Inogy weiter Lügen dazu verbreiten.&lt;a href="http://www.welt.de/debatte/article11764126/Klimaforscher-sollten-sich-in-Demut-ueben.html"&gt; In einem Beitrag in der Welt schreibt er gar, die Klimaforscher, deren Vorhersagen seit über 30 Jahren so dramatisch wahr werden, sollten sich in Demut üben&lt;/a&gt;. Er schreibt "In England hat der Klimarat IPCC nach den Falschaussagen schon längst  die Deutungshoheit verloren. Zudem hat sich seit 1998 die globale  Temperatur nicht weiter erhöht (...) Kevin  Trenberth (...) bekannte  nun: „Es ist eine Schande, dass die Wissenschaft die derzeitige Pause  der Erderwärmung nicht erklären kann."" Das sind mindestens 5 Lügen und Falschaussagen in drei (Halb-)Sätzen. IPCC und Hadley Centre (England) sind zwei verschiedene Einrichtungen, Vahrenholt weiß auch, daß die angeblichen Falschaussagen keine ware, er weiß auch, &lt;a href="http://www.skepticalscience.com/Did-global-warming-stop-in-1998-1995-2002-2007-2010.html"&gt;daß die globalen Temperaturen auch nach 1998 genauso schnell gestiegen sind wie vorher und der Trend unverändert ist&lt;/a&gt;. Die Trenberth-Aussage ist zur Unkenntlichkeit verfälscht, denn er meinte nur, es sei eine Schande, daß wir bisher so schlecht den Unterschied zwischen der berechneten Wärmeaufnahme aus den Satellitenmessungen am Atmosphärenoberrand und den gemessenen Wärmefluß in den Ozeanen erklären konnten. &lt;a href="http://www.skepticalscience.com/Robust-warming-of-the-global-upper-ocean.html"&gt;Inzwischen wurde der größte Teil dieser Differenz geklärt&lt;/a&gt;. Vahrenholt ist ein schönes Beispiel für die moralische Verkommenheit der Vertreter der Energiewirtschaft, die für ihren Profit bereit sind, die Menschheit in zukünftigen Jahrzehnten die Katatstrophe laufen zu lassen. Ist es nicht bedauerlich, daß solche Menschen kein Gefühl dafür haben, was für Unmenschen sie eigentlich sind?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2010 war auch das Jahr der Demaskierung von Wegmann. Wegmann hatte in einer Anhörung die die Republikaner (Joe Barton) organisiert hatten, Michael Mann und seinen Kollegen Fehler bei der als Hockey-Stick bekannten Temperaturrekonstruktion vorgeworfen und darüber hinaus mit einer sozialen Netzwerkanalyse mafiöse Strukturen bei den Paläoklimatologen unterstellt. Diese Vorwürfe waren nicht nur nachweislich falsch, sie waren zudem über republikanische Kreise mit McIntyre und McKitrick abgestimmt. &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2010/10/dummies-guide-to-strange-scholarship-in.html"&gt;Noch schlimmer, es konnte gezeigt werden, daß Wegmanns Arbeit zu einem großen Teil ein Plagiat war&lt;/a&gt;. Die Anschuldigungen wurden von seiner Universität 2010 nur sehr unwillig verfolgt, was die George Mason University mit auf die Anklagebank setzt. Faktum ist, daß die Wissenschaft der Leugner nicht nur auf Lügen aufbaut, sondern daß die Menschen dahinter oft auch sehr schlechte Wissenschaftler sind. Vielleicht macht sie das für solche Lobbyarbeit anfällig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2010 war schließlich das Jahr des Klimagipfels in Cancun. Das Glas ist halbvoll: man hat sich darauf einigen können, daß man das Klimaziel einer Temperaturerhöhung von 2 Grad Celsius als Maximalwert international akzeptiert. Dazu gehört auch der Transfer von Geldmitteln in die Entwicklungsländer, um diesen zu helfen, Wälder zu schützen und effiziente Technik zu erwerben. Das Glas ist halbleer: obwohl die Vereinbarung auch China und die USA, die größten Emittenten, einbindet, steht letztlich nichts darin, was diese Staaten konkret verpflichten könnte. Die vereinbarten Maßnahmen sind nicht geeignet, auch nur einen Anstieg der globalen Temperatur bei irgendeinem Wert aufzuhalten - nicht bei 3 Grad, nicht bei 4 Grad, nicht bei 5 Grad...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz allem - ich wünsche allen ein schönes Jahr 2011 und einen gehörigen Schuß Optimismus, daß wir Menschen irgendwo die Kurve kriegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-1179587252932282972?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/1179587252932282972/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=1179587252932282972' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1179587252932282972'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1179587252932282972'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/12/2010-ein-jahresruckblick.html' title='2010 - ein Jahresrückblick'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TR3T7micZaI/AAAAAAAAANM/Gj_8CqPkPBM/s72-c/GISStemps_2000-09.png' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-8375935412305235374</id><published>2010-11-21T15:00:00.000+01:00</published><updated>2010-11-21T15:00:34.458+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Paläoklima'/><title type='text'>Der lebende Planet</title><content type='html'>Ich wollte ein neues Thema im Blog diskutieren, aber dazu muß ich erst einige Grundlagen legen. Und damit hier keine langen und langweiligen Vorträge stehen, gehe ich es indirekt an auf die Gefahr hin, daß ich neben Arbeit und Familie gar nicht mehr dazu komme, zum eigentlichen Punkt zu kommen. Sei es drum... Das Thema ist der lebendige Planet. Schaut man sich nämlich die Atmosphären verschiedener Planeten an, dann fällt bei der Erde auf, daß ihre Atmosphäre sich weit weg von einem chemischen Gleichgewicht befindet. Es ist ordentlich Sauerstoff vorhanden, der verschiedene andere Stoffe oxidieren könnte und auch nicht wenig Methan, das im Gleichgewicht eigentlich vollständig zu Kohlendioxid und Wasser abreagiert sein müßte. Anhand solcher Anzeiger (ein weiteres ist das vorhandene Lachgas) verrät die Erde, daß es hier Leben geht. Geologische Vorgänge könnten eine solche Atmosphäre nicht erzeugen, sondern würden uns entweder dem Mars oder der Venus ähnlich werden lassen. Schauen wir doch mal ein paar Milliarden Jahre in die Vergangenheit...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor 4,5 Milliarden Jahren ist die Erde entstanden - man rechnet gemeinhin ab dem Zeitraum, an dem sich zum ersten Mal eine feste Kruste gebildet hatte. Von dieser ersten Erdkruste ist nichts mehr übrig. Das schwerere Material bildete den Meeresboden, darauf schwammen leichtere Gesteine, die die Kontinente bilden. Die Erdkruste besteht aus Platten, die sich untereinanderschieben, wobei die letztlich eingeschmolzen werden und zwischen ihnen können sich auch Zonen befinden, in denen Magma aufsteigt und neuen Meeresboden oder gar neues Land bildet. Was wir heute an Gesteinen sehen, ist meistens entweder in den letzten Milliarden Jahren als vulkanisches Gestein (z.B. Basalt) neu gebildet worden oder wurde irgendwann einmal aus Ablagerungen gebildet, die im Laufe von Millionen Jahren zu Gestein gepreßt wurden (Tone, Schiefer, Kreide, Kalk, Sandstein).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Erde entstand, hatte sie eine Uratmosphäre. Da sie sich aus dem Plasma, Gas- und Staubwirbel um die Sonne zusammengeklumpt hatte, könnte die Uratmosphäre reich an Wasserstoff und Helium gewesen sein. Der Wasserstoff hat alles reduziert, was sonst die Atmosphäre ausmachte. Es könnten Ammoniak und Methan weitere wichtige Bestandteile gewesen sein. Aber tatsächlich weiß man es nicht und Theorien darüber ändern sich immer wieder. Doch schon in den ersten Millionen Jahre sind auch gewaltige Menge an Wasserstoff und Helium wieder im All verloren gegangen. Gleichzeitig sind gewaltige Mengen an Kohlendioxid und Wasser aus dem glühend heißen Gestein der Erde ausgegast worden. Auch Edelgase, insbesondere Helium und Argon, könnten durch radioaktiven Zerfall reichlich aus dem Gestein ausgetreten sein. Doch davon wird viel wieder in den Weltraum verloren gegangen sein. Die Atmosphäre, die aus der Erdkruste ausgedünstet wurde, war also schon die zweite Atmosphäre, und bestand vor allem aus Wasser und Kohlendioxid. Das Wasser bildete schließlich die ersten Meere und das Kohlendioxid sorgte für den Treibhauseffekt, der verhinderte, daß die Erde gleich zu Beginn zum Eisklumpen ausfror. Denn die frühe Sonne war erheblich schwächer als sie es heute ist. Der Beginn der Erde und der Beginn der Venus dürften sich sehr geähnelt haben. Der Gasdruck an Kohlendioxid und Wasser war ein Vielfaches von dem heutigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht nur regnete der größte Teil des Wassers aus, es gab auch viele Gesteine, die Carbonate mit dem Kohlendioxid der Luft bilden konnten und so auch dieses aus der Atmosphäre entfernten. Allerdings wurden viele dieser so gebildeten Carbonate aufgebrochen, wenn diese erst einmal durch die Plattentektonik in den Erdmantel abstiegen. Durch Vulkane wurde das Kohlendioxid wieder in die Atmosphäre abgegeben. Wohin ein Gleichgewicht dieser Vorgänge führt, sieht man an der Venus, die eine Kohlendioxidatmosphäre hat, die ein Vielfaches dichter als die Erdatmosphäre ist. Gleichzeitig gab es in dieser zweiten Atmosphäre keinen Sauerstoff. Gaste welcher aus oder entstand er irgendwie, müßte er direkt mit dem noch reichlich vorhandenen Wasserstoff zu Wasser reagieren. Das hatte Folgen. Ohne Sauerstoff bildet sich zum Beispiel keine Ozonschicht, die harte UV-Strahlung auffangen könnte. Die Ur-Erde war eine lebensfeindliche Strahlenhölle. Doch was die Erde anders machte als Venus oder Mars war die Tatsache, daß sich auf ihr Leben bildete. Das Leben entstand vielleicht in der Erdkruste, vielleicht in Soleblasen im Eis oder in geschützten Uferzonen des Ur-Meeres. Wo genau, ist noch unklar. Doch aus den ersten Einzellern, die zunächst Wasserstoff verwerteten, entstanden irgendwann Bakterien, die aus Sonnenlicht Energie ziehen konnten und dazu Körpermasse aus Kohlenstoff aufbauten und Sauerstoff aus Kohlendioxid und Wasser freisetzten. Im Laufe weniger Millionen Jahre gaben diese ersten Bakterien oder die frühen Algen, die diese Photosynthesebakterien als Chloroplasten nutzten, Unmengen an Sauerstoff ab. Der Sauerstoff reagierte mit dem restlichen Wasserstoff, dann mit den anderen reduzierten Substanzen der Erdkruste oder gelöst im Meer. In erster Linie war das Eisen. Die Ozeane hielten gewaltige Mengen an gelöstem Eisen der Oxidationsstufe 2, das recht gut löslich war und das Urmeer vermutlich intensiv grün färbte. Doch der Sauerstoff oxidierte das Eisen in die dritte Oxidationsstufe, welches in Wasser schwer lösliche Hydroxide und Oxide bildete und als rostbraunes Eisenoxid oder Eisenhydroxid ausfiel. Am Meeresgrund bildeten sich hunderte Meter dicke Schichten von Eisenoxid und die Erdoberfläche färbte sich ebenfalls über weite Gebiete rostbraun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist kaum zu glauben, aber Einzeller gaben Sauerstoff in solchen Mengen ab, daß sie die Zusammensetzung der Erdatmosphäre völlig änderten. Es war die erste Umweltkatastrophe der Erde. Die ganzen anaeroben Einzeller, die vom Abbau von Wasserstoff, Methan oder Sulfiden lebten, wurden vergiftet und immer tiefer ins Meer oder in den Boden abgedrängt. Dafür konnten die ersten aeroben Bakterien entstehen, die den damals noch in geringen Konzentrationen vorhandenen Sauerstoff veratmeten. Als das Sauerstoff in den Bereich von einem Prozent Anteil an der Atmosphäre angestiegen war, konnte sich die erste dünne Ozonschicht ausbilden. Das Leben konnte nun auch direkt an der Oberfläche siedeln. Kohlendioxid wurde in solchen Massen in den Lebewesen verbaut und dann in den Sedimenten abgelagert, daß der Gasdruck der Erde auf ein Bruchteil zurückging. Übrig blieb der Stickstoff, der jetzt erst zum wichtigsten Gas in der Atmosphäre aufsteigen konnte. Und dies führte zur zweiten Umweltkatastrophe der frühen Erde. Da der Treibhauseffekt des Kohlendioxids schwächer wurde und die frühe Sonne viel schwächer war als heute, fror die frühe Erde zum ersten Mal weitgehend zu. Der Eispanzer zerstörte viele Algen, verhinderte die Ablagerung von Kohlendioxid als Carbonat in Sedimenten, während Vulkane ungehindert Kohlendioxid in die Atmosphäre abgeben konnten. Irgendwann war der Kohlendioxidgehalt und damit der Treibhauseffekt wieder so weit gestiegen, daß die Erde wieder auftaute. Möglicherweise gab es mehrere solcher Ereignisse in den ersten Milliarden Jahren der Erde. Doch je älter die Sonne wurde, je mehr ihre Leuchtkraft zunahm, desto weniger Kohlendioxid war erforderlich, um die Erde in einem aufgetauten Zustand zu halten. Und so können wir für die dritte Atmosphäre der Erde aus vor allem Stickstoff und Sauerstoff mit etwas Kohlendioxid feststellen, daß sie durch das Leben auf der Erde wie ein Thermostat dafür sorgt, daß ein bestimmter Temperaturbereich eingehalten wird. Die Atmosphäre der Erde ist Teil des Lbens, und das macht die Erde einzigartig im Vergleich zu allen anderen Planeten ohne Leben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-8375935412305235374?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/8375935412305235374/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=8375935412305235374' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8375935412305235374'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8375935412305235374'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/11/der-lebende-planet.html' title='Der lebende Planet'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5557493597512708448</id><published>2010-11-17T20:50:00.001+01:00</published><updated>2010-11-17T20:50:52.583+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Unbelehrbare Journalisten und die Spinner, die sie zitieren</title><content type='html'>Vor etwas über einem Jahr wurde der angebliche Climategate inszeniert. Damals hatten Unbekannte einen Server der Climate Research Unit an der East Anglia University gehackt und Emails gestohlen, aus denen dann Vorwürfe gegen Professor Phil Jones und seine Mitarbeiter konstruiert wurden. Nachfolgende Untersuchungen zeigten, daß diese Vorwürfe falsch waren. Die Drahtzieher dieser Straftat stammen wohl aus Klimawandelleugnerkreisen, aber polizeiliche Untersuchungen verliefen im Sande. Ungefähr zeitgleich wurde auch die angebliche Aufdeckung zahlreicher Fehler im IPCC-Bericht inszeniert. Auch hier ergab die nachfolgende Untersuchung, daß die angeblichen Fehler keine waren. Die zwei einzigen echten Fehler waren eine falsche Angabe der ungefähren Zeit, zu der die Gletscher im Himalaya weitgehend abgeschmolzen sein sollten und eine von den Niederlanden falsch übermittelte Zahl über den Anteil des Landes, der unterhalb der Meeresoberfläche liegt. Gerade der erste dieser Fehler war aber von IPCC-Autoren selbst entdeckt und korrigiert worden, während die Niederlande ihre falsch übermittelte Zahl korrigieren mußten und klarstellten, daß eher die Fläche damit beschrieben wird, die bei Hochwasser von Überschwemmung bedroht ist. Doch der Wahnsinn dieser Zeit ist nicht vorüber - einige Journalisten haben immer noch nichts begriffen. Ein Blick in die Thüringer Allgemeine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schlagzeile ist "Zweifel am Klimawandel", und sie steht unter anderem in der Thüringer Allgemeine vom 15.11.2010 und über diversen Webpublikationen seit dem 12.11.2010. &lt;a href="http://www.focus.de/panorama/vermischtes/klimaerwaermung-wissenschaftler-ziehen-erwaermung-in-zweifel_aid_571418.html"&gt;Dahinter steckt ein dapd-Interview, das auch in Teilen in Focus Online angekommen ist&lt;/a&gt;. Geschrieben hat es Holger Mehlig, der äußerst verwirrt darüber ist, was ein Wissenschaftler ist. Er behauptet nämlich, daß immer mehr Wissenschaftler Zweifel daran anmelden, daß es überhaupt zu einer Erderwärmung kommen würde. Wir erinnern uns, zuletzt war jedes Jahrzehnt etwa 0,2 Grad wärmer als das vorhergehende, und der globale Erwärmungstrend zeigt seit 1970 eine Beschleunigung. Wissenschaftler, die Zweifel an einem Fortschreiten der globalen Erwärmung anmelden und dies in Fachzeitschriften publizieren, kann man an einer Hand abzählen. Mehlig ist aber kreativ. Als Wissenschaftler zählen bei ihm ein Wetteransager von Meteomedia namens Andreas Neuen und der Geschäftsführer der Webseite Donnerwetter.de Karsten Brandt. Also 2 Personen mit 0 wissenschaftlichen Publikationen zum Thema. Laut Brandt solle man bei den Szenarien für die Zukunft nicht nur Erwärmungsszenarien berücksichtigen - wie er darauf kommt, ist wohl sein Geheimnis. Neuen behauptet, der Wärmetrend sei gestoppt oder habe sich sogar umgekehrt. Das ist offenkundig falsch, und ein Meteorologe sollte dies auch wissen, wenn er etwas von seinem Fach versteht. Er behauptet sogar, daß der ganze Klimawandel nur eine Verschwörungstheorie von Wissenschaftlern sei, die sich selbst überflüssig machten, wenn sie zugäben, daß es den gar nicht gäbe. Das hat die Qualität, zu leugnen, daß die Mondlandung nicht stattgefunden hat und ist einfach undiskutabel. Mehlig zitiert auch den Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, Uwe Kirsche, der all diesen Thesen widerspricht. Dabei werden seine Aussagen aber so unglücklich in den Kontext gestellt, daß der Eindruck entsteht, er widerspräche nur halbherzig und könne kaum etwas dazu sagen, inwieweit Menschen die globale Erwärmung verursacht hätten. Was zitiert wird, könnte er so gesagt haben, aber nicht mit dem Kontext, den Mehlig da liefert. Auch Kirsche ist im übrigen kein Wissenschaftler und &lt;a href="http://www.dwd.de/klimawandel"&gt;die klaren Aussagen des DWD kann man auf dessen Webseite finden&lt;/a&gt;. Aussagen, die weitaus entschiedener sind als das, was Mehlig da Kirsche in den Mund legt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte meinen,&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/08/too-little-too-late.html"&gt; in den Medien hätte man inzwischen aus den vielen entlarvten Lügen der letzten 12 Monate etwas gelernt&lt;/a&gt;. Aber der AP-Korrespondent Holger Mehlig, der über beliebige Themen berichtet und keinerlei fachliche Qualifikation mitbringt, schwätzt hier munter auf &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/03/skandalreporter-kulke-bei-der-welt-mit.html"&gt;Kuhlke-Niveau&lt;/a&gt; Unsinn zusammen, ohne auch nur einen echten Wissenschaftler befragt zu haben. Stattdessen lesen wir zum wiederholten Mal Lügen über eine angebliche Abkühlung, die angesichts immer neuer Temperaturrekorde einfach nur noch grotesk wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geht es noch unterirdischer? In der Tat. In Tschechien gibt es einen gewissen Lubos Motl, dem wirklich keine Behauptung zu bekloppt und keine Schmierenattacke zu schäbig ist. Für ihn sind alle Grünen verkappte Kommunisten-Faschisten, die nach der Weltherrschaft streben und am besten mit Gewalt an ihrem Ökoterrorismus gehindert werden. Und in diese Kategorie der grünen Kommunisten-Faschisten fallen bei Motl praktisch alle, die wissenschaftsbasierte Vorstellungen vertreten. Auf seiner Webseite findet man eine Kritik einer kleinen Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, die dazu inspiriert wurden, weil ein sehr kleiner Kreis in der FDP ebenfalls den Lobbyismus für CO2-produzierende Industrien dahin treibt, sich mit den Leugnern von EIKE und amerikanischen Energie-Lobby-Instituten zusammenzutun und Fred Singer als angeblichen Klimaexperten zu Veranstaltungen einzuladen. &lt;a href="http://motls.blogspot.com/2010/11/pogrom-against-german-climate-realists.html"&gt;Die Tatsache, daß die Grünen-Fraktion die Bundesregierung fragt, wie sie zu diesem Treiben steht, ob sie tatsächlich glaubt, es gäbe wissenschaftliche Zweifel am menschenverursachten Klimawandel, und wie sie die Glaubwürdigkeit von Fred Singer einschätzt, vergleicht Motl, man glaubt es kaum, mit der Reichspogromnacht in Deutschland 1938. &lt;/a&gt;So völlig durchgeknallt dieser Vergleich auch ist, es findet sich auch ein deutscher Journalist, &lt;a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gruene_machen_mit_klimakatastrophen_zweiflern_den_sarrazin_2/"&gt;der dazu applaudiert und das ist Dirk Maxeiner&lt;/a&gt;, der immer wieder mal damit auffällt, Leugnerthemen auszustreuen, wo man ihn den Unfug schreiben läßt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5557493597512708448?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5557493597512708448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5557493597512708448' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5557493597512708448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5557493597512708448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/11/unbelehrbare-journalisten-und-die.html' title='Unbelehrbare Journalisten und die Spinner, die sie zitieren'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-6861585885829999409</id><published>2010-11-14T15:02:00.000+01:00</published><updated>2010-11-14T15:02:00.799+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Nicht typisch, aber erhellend</title><content type='html'>Ich schreibe selten darüber, was sich in den Hauptblogs der Leugnergemeinde tut, wie etwa Wattsupwiththat oder ClimateAudit. Inhaltlich bringt es nichts und ich sehe auch keinen Sinn darin, mich zu wiederholen - und darauf liefe es hinaus, wenn ich schon an Beispielen dargestellt habe, daß dort Unfug als Wissenschaftskritik verkauft wird. Dumme Beiträge, die man in der Kritik verreissen könnte, gibt es da fast täglich. Doch im Oktober waren Beispiele zu finden, die den Geist besonders gut darstellten, in dem diese Blogs verfaßt werden. Diese Beiträge waren vielleicht noch nicht mal typisch für diese Blogs, aber entlarvend und erhellend. Schauen wir uns das also einmal an...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das eine Beispiel von &lt;a href="http://wattsupwiththat.com/2010/10/22/mike-manns-secret-meeting-on-the-medieval-warm-period/"&gt;Watts up with that&lt;/a&gt; gibt die Paranoia des Blogs besonders treffend wieder. Der Beitrag übernimmt einen Kommentar aus einem anderen Blog. Es geht darum, daß es eine wissenschaftliche Tagung von Paläoklimatologen in Portugal gegeben hatte. Daran hatten unter anderem auch Phil Jones und Michael Mann teilgenommen. Jones und Mann gelten in Leugnerkreisen als Repräsentanten der Wissenschaft, die sie ablehnen. Insbesondere die Interpretation von alten Proxydaten für Temperaturen, die ergeben, daß die globale Temperatur in den letzten 2000 Jahren nicht sehr stark geschwankt hatte, aber seit 100 Jahren zunehmend schneller ansteigt und den Schwankungsbereich der letzten 2000 Jahre zumindest in den letzten 20 Jahren verlassen hat. Wissenschaftliche Fachtagungen werden in Fachkreisen angemeldet. Pressemitteilungen über solche Tagungen tauchen meistens nur im Wissenschaftsteil von Zeitungen auf, wenn überhaupt. So ist es auch hier der Fall, daß es kaum ein Presseecho zu dieser Tagung gab. In der paranoiden Welt der Klimawandelleugner aber ist eine offen angekündigte Wissenschaftlertagung, über die nicht in aller Breite in Zeitungen und im Fernsehen berichtet wird, "geheim". Und das ist einer der Punkte, auf die dann diese geisteskranke Neuschöpfung der Realität aufbaut, die Watts hier in seinem Blog weiterverbreitet. Der paranoide Wahn wird daran weiterentwickelt, daß auf dieser Tagung unter anderem darauf hingewiesen wurde, daß der Begriff der mittelalterlichen Wärmeperiode wenig hilfreich sei. Vielmehr müsse man den Schritt gehen, stärker zu betonen, daß Klimaschwankungen an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten physikalisch erklärt werden sollten und daß man auf diesem Weg sei, und daß der Begriff der mittealterlichen Wärmeperiode in eine beschreibende Klimatologie gehöre, die man hinter sich lassen wolle. Für Watts un seine Anhänger ein Zeichen dafür, daß Wissenschaftler nach einer Terminologie suchen, um die mittelalterliche Wärmeperiode für die Öffentlichkeit zu maskieren, in Wahrheit aber nur ein Zeichen für die Fortschritte der Forschung in den letzten 20 Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Blog ClimateAudit hat so einen nicht typischen, &lt;a href="http://climateaudit.org/2010/10/18/bradley-copies-fritts/"&gt;aber die Natur des Blogs erklärenden Beitrag&lt;/a&gt;. Oder halt stop, der Beitrag ist gerade typisch. Der Blog ist an sich bekannt dafür, daß hier irgendwelche Details zu gewaltigen Skandalen der Wissenschaft aufgebauscht werden und seitenlang Nichtigkeiten umgewälzt werden, immer verbunden mit nur halb ausgesprochenen Unterstellungen bis hin zur Rufschädigung von anerkannten Wissenschaftlern. Es könnte dabei im Laufe der Zeit auffallen, daß der selbsternannte Auditor immer nur Beiträge und Personen auditiert, die den Stand der Wissenschaft vertreten, hingegen praktisch gar nicht kritisch auf irgendeinen Beitrag des eigenen Lagers der Wissenschaftsgegner schaut. Die Strategie, Wissenschaftler mit dem Herumpicken auf Nichtigkeiten als Lügner und Unfähige hinzustellen, um zugleich Klimawandelleugnern Deckung zu geben, wird besonders fragwürdig, wenn sie auf unvollständigen oder falschen Informationen basiert. Ein Beispiel dafür ist die Diskussion über die Wegmann-Anhörung. Noch mal ganz kurz: ein Kongressabgeordneter namens Joe Barton hatte eine Anhörung vor dem amerikanischen Kongreß zu dem Hockeyschläger-Diagramm von Michael Mann und seinen Kollegen organisiert. Wegmann trat als angeblich neutraler wissenschaftlicher Experte auf und behauptete, Manns statistische Verfahren seien fehlerhaft und eine soziale Netzwerkanalyse hätte ergeben, daß es im Grunde nur Leute sind, die irgendwie mit Mann zusammenarbeiten, die ebenfalls einen Hockeyschläger für die Form der globalen Temperatur der letzten 1000 bis 2000 Jahre erhielten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine Sache, festzustellen, daß diese Behauptungen inhaltlich falsch sind. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2008/03/sind-die-gegenwrtigen-globalen.html"&gt;Der Hockeyschläger ist reproduzierbar&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.ucar.edu/news/releases/2005/ammann.shtml"&gt;wie auch Ammann und Wahl feststellten&lt;/a&gt;, und &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/10/warum-sollte-man-fehlerhafte-daten.html"&gt;wird seit nunmehr über 12 Jahren unabhängig voneinander von allen Paläoklimatologen bestätigt&lt;/a&gt;. Und eine Netzwerkanalyse würde in einem beliebigen Spezialfach zum Ergebnis führen, daß im Laufe der Jahre die meisten Wissenschaftler in diesem Fach miteinander kooperieren. Daraus kann man keinerlei Schlüsse darauf ziehen, ob nun die Ergebnisse in dem Fach korrekt sind. Andernfalls müßte man auch die Relativitätstheorie, die Quantenmechanik oder die Genetik verwerfen, alles Fächer, die mit kleinen Gruppen von sehr spezialisieren und eng kooperierenden Wissenschaftlern begonnen hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Feststellung ist es, daß die von Joe Barton organisierte Anhörung und die Mitteilungen und Berichte der teilnehmenden Wissenschaftler im Vorfeld abgesprochen und orchestriert waren. Wegmann war genauso wie McKitrick und McIntyre nur ein parteiischer Gutachter für die hier von Republikanern vertretene Lobby der CO2-Emittenten. &lt;a href="http://deepclimate.org/2010/02/04/steve-mcintyre-and-ross-mckitrick-part-1-in-the-beginning/"&gt;Im Blog DeepClimate wird die Vorgeschichte von McIntyre erzählt&lt;/a&gt;. Die Anhörung von Wegmann selbst&lt;a href="http://deepclimate.org/2010/02/08/steve-mcintyre-and-ross-mckitrick-part-2-barton-wegman/"&gt; ist als Propagandaveranstaltung der CO2-Emittentenlobby enttarnt worden&lt;/a&gt;. Trotzdem wird in Leugnerkreisen noch heute gerne diese Anhörung als angeblicher wissenschaftlicher Beleg für die Fehler von Michael Mann und der Hockeyschlägergraphik vorgezeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Geschichte wird noch unappetitlicher dadurch, daß sich herausgestellt hat, daß sowohl Wegmann als auch seine Studenten wiederholt wegen Plagiarismus aufgefallen sind und Wegmann deswegen nun zum Gegenstand einer Untersuchung durch seine Universität wurde. &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2010/10/dummies-guide-to-strange-scholarship-in.html"&gt;Die Details sind auf RabettRun als Linksammlung verfügbar&lt;/a&gt;. Unter anderem erwies sich auch Wegmanns soziale Netzwerkanalyse als Plagiat - also nicht nur inhaltlich falsch, politisch orchestriert, sondern auch noch von anderen Wissenschaftlern geklaut. Was macht nun McIntyre auf ClimateAudit? Zugeben, daß einer der Ecksteine seiner ganzen Verurteilung von Michael Mann fehlerhafte, politisch motivierte und geklaute Pseudowissenschaft war? Nein, lieber bringt er Beispiele dafür, daß angeblich andere Wissenschaftler das gleiche machen - als würde das etwas ändern. Und als Beispiel nimmt er im eingangs zitierten Link den Wissenschaftler Bradley, von dem Wegmann ebenfalls Textstellen abgeschrieben hatte, ohne dies zu kennzeichnen. McIntyre behauptet nun, Bradley seinerseits hätte von Fritts 1976 geklaut. Tatsächlich hatte Bradley Teile von Arbeiten Fritts verwendet und diese als Teile einer Publikation von Fritts 1971 zitiert. Fritts 1976 zitiert seinerseits Fritts 1971. Ob Bradley also Fritts 1976 oder Fritts 1971 verwendet hatte, ist nicht immer eindeutig erkennbar, in dem Zusammenhang auch bedeutungslos und zeigt nur, daß McIntyre jedes Mittel recht war, um hier Bradley ein angebliches Plagiat anzuhängen, wo keines vorlag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-6861585885829999409?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/6861585885829999409/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=6861585885829999409' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6861585885829999409'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6861585885829999409'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/11/nicht-typisch-aber-erhellend.html' title='Nicht typisch, aber erhellend'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5425305041060542838</id><published>2010-11-13T19:24:00.000+01:00</published><updated>2010-11-13T19:24:40.847+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Szenarien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Modelle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='IPCC'/><title type='text'>Klimaszenarien - realistisch oder brauchbar?</title><content type='html'>Klimaprojektionen basieren auf vorgegebenen Verläufen zukünftiger Emissionen der Treibhausgase. Diese Verläufe wiederum bauen auf eine gedachte Geschichte für die Zukunft auf. Mehr oder weniger erwartetes Wirtschaftswachstum kann genauso wie mehr oder weniger Bevölkerungswachstum bedeuten, daß die Emissionen von Treibhausgasen mehr oder weniger stark steigen oder vielleicht irgendwann auch sinken. Eine solche Geschichte der Zukunft mit einem solchen Verlauf der zukünftigen Emissionen und anderer Größen nennt man ein Szenario. Können wir darauf vertrauen, daß solche Szenarien für die Projektionen, die für das IPCC berechnet wurden, realistisch sind? Ich behaupte, nein. Das war auch nie Sinn der Übung. Überlegen wir einmal, warum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich ein Szenario entwickele, das ganz besonders realistisch sein soll, habe ich ein Problem. Vielleicht kommt bei den Modellrechnungen, die das Szenario verwenden heraus, daß die Zukunft für die Menschen einen katastrophalen Verlauf nimmt. Dann müßte ich dafür sorgen, daß dieses Szenario nicht eintritt. Dann wäre das Szenario aber nicht länger realistisch. Ich müßte also ein anderes Szenario rechnen, in dem die Zukunft keinen katastrophalen Verlauf nimmt. Das aber würde mir wiederum die Motivation nehmen, die Vorsorge vor einem katastrophalen Verlauf zu treffen, denn diese Vorsorge würde ja Kosten verursachen. Es wird also klar, daß ich ein Szenario nicht auswähle, weil ich überzeugt davon bin, daß es eintrifft, sondern um etwas darüber zu erfahren, welche Folgen verschiedene mögliche Entscheidungen für die Zukunft haben können. Szenarien müssen also nicht realistisch sein, sondern sie müssen möglich sein, sie müssen sich stark voneinander unterscheiden und sie müssen den ganzen Raum möglicher Ereignisse abdecken. Sie müssen brauchbar sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzteres führt mich schnell in ein Dilemma. Rechnungen von Klimamodellen kosten viel Zeit - viel teure Rechenzeit auf Supercomputern insbesondere. Ich kann also nur einen begrenzten Satz an Szenarien rechnen. Kann ich damit den gesamten Raum möglicher Zukunftsverläufe berechnen? Selbst wenn ich sonst nichts weiß, hier kann ich unbesehen sofort behaupten, nein, das geht nicht. Zunächst mal erhalte ich verschiedene Resultate je nachdem, wie weit und wie schnell ich die Emissionen von CO2, Methan, von Ruß und Sulfat und von anderen Gasen verändere, wie ich die Landnutzung variiere und was ich für den zukünftigen Eintritt an Vulkanausbrüchen und vielleicht sogar an Veränderungen der Sonneneinstrahlung annehme. Ich kann mir vielleicht noch einen begrenzten Satz an kumulativen Gesamtemissionen von CO2 bis 2100 vorstellen, aber zu jeder Gesamtemission bis 2100 kann ich mir vorstellen, daß dahinter ein schneller oder langsamer Anstieg der Emissionen und danach ein schneller, langsamer oder gar kein Abfall der Emissionen steckt. Gleiches gilt für alle anderen Substanzen. Der gesamte Ereignisraum besteht aus den Produkten aller Möglichkeiten: 4 Gesamtemissionen von CO2 mal 4 vorgestellte zeitliche Verläufe von CO2-Emissionen mal 4 vorgestellte Gesamtemissionen von Sulfat mal 4 vorgestellte zeitliche Verläufe von Sulfatemissionen mal....ich glaube man bekommt eine Idee von der Zahl, auf die wir uns vorarbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also: wir können und wollen kein besonders realistisches Szenario bestimmen und wir können auch nicht den gesamten Raum möglicher Szenarien aufspannen. Wir können nur einen kleinen Satz aussagekräftiger Szenarien festlegen. Aber was sind aussagekräftige Szenarien? Zum einen verlangen wir von den Szenarien, daß alle Veränderungen in ihnen konsistent sind. Wenn wir uns also eine Welt vorstellen mit starkem Wirtschaftswachstum und geringen Anstrengungen für den Klimaschutz würden wir annehmen, daß darin die Emissionen für CO2 stark anwachsen. Aber auch die für Methan, für Ruß und auch für Schwefeldioxid bzw. für Sulfat. Letzteres hat aber kurzfristig einen kühlenden Effekt. Die stärkste Klimawirkung hat also nicht einfach ein Szenario mit starkem Anstieg aller Emissionen, sondern ein Szenario, in dem gleichzeitig ein starkes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum erfolgt, in dem fossile Brennstoffe weiter stark genutzt werden, in dem aber zugleich auch starke Maßnahmen zur Luftreinhaltung getroffen werden. Ist so etwas realistisch? Nein und ja. Jetzt korrelieren alle Emissionen von Substanzen aus der Industrie und Stromerzeugung stark. Aber in der Zukunft könnte diese Korrelation verloren gehen. Die wesentliche Eigenschaft der Zukunft ist ihre Unvorhersagbarkeit. Die Konsistenz der Szenarien wird bei näherem Nachdenken zu einer Scheinforderung. So verschieden politische Entwicklungen sein können, so verschieden können auch Wirtschaftswachstum und damit verbundene Emissionen sämtlicher Substanzen sein. Schon jetzt merken wir, daß zwar bei dem starken Wirtschaftswachstum in China genauso das Wachstum der CO2-Emissionen mit einem Anstieg der Aerosolerzeugung verbunden ist, wie es schon beim starken Wachstum der Wirtschaft in Europa vor 40 bis 100 Jahren der Fall war. Aber das Aerosol ist nun rußhaltiger als seinerzeit in Europa und Nordamerika. Dadurch kühlt es bei weitem nicht so stark, wie es beim euorpäischen und amerikanischem Aerosol der Fall war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streng genommen bräuchten wir nur ein Szenario. Was passiert, wenn wir die gegenwärtige Steigerungsrate der Verbrennung fossiler Brennstoffe beibehalten, bis alles Gas, alles Öl, alle Kohle aus dem Boden verbrannt sind? Ist das eine katastrophale Entwicklung? Wenn ja, müssen wir was tun. Und in der Tat ist es so. Die nächste Frage ist, finden wir ein Szenario, das zu einem annehmbaren Ergebnis führt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die IPCC-Szenarien sind nicht so aufgebaut. Vielmehr steckt hinter jedem Szenario eine Erzählung darüber, wie eine alternative Zukunft verlaufen könnten und welche Emissionen daraus resultieren. Das ist angreifbar. Zum Beispiel beinhaltet eine solche Erzählung ein deutliches Wirtschaftswachstum der Welt, an derem Ende zum Beispiel Afrikaner einen Wohlstand haben auf heutigem Niveau Europas und&amp;nbsp; Europäer ein gut doppelt so hohen Wohlstand haben. Zugleich enthält dieses Szenario aber auch ein CO2-Mischungsverhältnis, das sich gegenüber heute fast noch einmal verdoppelt, und eine globale Temperatur, die um mehr als 3 Grad ansteigt. Die Annahme über das Wirtschaftswachstum ergibt den irrigen Eindruck einer reichen Welt und die sarkastische&amp;nbsp; Frage von Klimaschutzgegnern, was denn an einer Welt solch allgemeinen Reichtums erschreckend sein sollte. Erst die Untersuchung der Klimafolgen eines solchen Szenarios ergibt dann, daß es in sich inkonsistent ist. Eine solche Welt würde einen großen Teil seines Wirtschaftswachstums gegenüber heute dafür verwenden, Menschen umzusiedeln, Nahrungsmittel zu verteilen, Schäden durch Überschwemmungen, Dürren und anderen wetterbedingte Ereignissen zu vermeiden und zu beheben. Wahrscheinlich wäre ein viel größerer Teil der Wirtschaft der Zukunft Staatswirtschaft und die ökonomische Ungleichheit viel größer. Trinkwasser, Wohnraum, Heizwärme, Fleisch oder Individualverkehr könnten am Ende eines solchen Szenarios der Gruppe A, in dem die Welt sich eher auf Wirtschaftswachstum als auf Klimaschutz konzentriert,&amp;nbsp; rationiert sein oder Luxusgüter für eine kleine Schicht extrem reicher Menschen sein. Und das macht die Szenarien für die Interpretation zu einem schwierigen Instrument. Sie sind nur ein Werkzeug für Klimamodelle, sie sagen uns aber wenig darüber, wie sich in den nächsten Jahrzehnten die Lebensbedingungen ändern werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5425305041060542838?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5425305041060542838/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5425305041060542838' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5425305041060542838'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5425305041060542838'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/11/klimaszenarien-realistisch-oder.html' title='Klimaszenarien - realistisch oder brauchbar?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-7628746770668242932</id><published>2010-10-29T19:17:00.000+02:00</published><updated>2010-10-29T19:17:06.796+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ökonomie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='IPCC'/><title type='text'>Kann das IPCC den Nutzen des Klimawandels schönrechnen?</title><content type='html'>Professor Richard Tol hat zweimal in Beiträgen &lt;a href="http://rogerpielkejr.blogspot.com/2010/03/summary-of-richard-tols-look-at-ipcc.html"&gt;bei Roger Pielke junior&lt;/a&gt; und&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href="http://klimazwiebel.blogspot.com/2010/09/richard-tol-challenges-assertion-by.html"&gt;später hier im Blog Klimazwiebel&lt;/a&gt;&amp;nbsp;der Arbeitsgruppe&amp;nbsp;3 des IPCC implizit vorgeworfen, ihr Review hätte versagt, sie hätten vielleicht gar mit einer politischen Agenda gearbeitet und auf dieser Basis unangenehme Fachbeiträge unterdrückt oder die Analyse manipuliert. Das hätte die Ergebnisse des IPCC korrumpiert. Meiner Ansicht nach basiert der Vorwurf von Tol aber darauf, daß er zum einen aus Einzelentscheidungen der Arbeitsgruppe 3 auf die Gesamtergebnisse generalisiert, zum anderen läuft die Kritik oft darauf hinaus, daß Redakteure im IPCC zu anderen Ergebnissen bei der Berücksichtigung von Arbeiten kamen als Richard Tol und Tol daraus die Agenda des IPCC ableitet. Man könnte bei letzterem zurückfragen, ob nicht umgekehrt Richard Tol hier eine Agenda vertritt? Ich will noch mal zusammenfassen, warum ich in die Fachliteratur der Wirtschaftswissenschaften in Bezug auf den Klimawandel weniger Vertrauen habe als in die naturwissenschaftliche Literatur, warum deshalb das Heraushalten von fachbegutachteten ökonomischen Artikeln aus dem IPCC-Bericht kein Fehler sein muß und ich will nachfragen, ob Richard Tol beim IPCC und bei seinen eigenen Beiträgen mit zweierlei Maß mißt. Letzeres würde die Frage beantworten, ob Tol eine Agenda hat.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, daß verschiedene Wirtschaftswissenschaftler ein ungeeignetes Instrumentarium einzusetzen, wenn es um Kosten und Nutzen von Klimawandel und Klimaschutz geht. Menschenleben mit einem Preis zu versehen, kann sinnvoll sein, wenn es um eine Lebensversicherung oder eine Entschädigung für einen Todesfall geht. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc_16.html"&gt;Aber man kann keinen Preis auf Leben aussetzen, wenn es um vermeidbare zukünftige Todesfälle geht und die Verursacher der Todesfälle in einem Land sitzen, die vom Tode bedrohten in einem anderen Land und teilweise noch nicht geboren sind.&lt;/a&gt; Es ist auch absurd, Todesfälle in Geld umgerechnet zu vergleichen mit den Kosten geringeren Wirtschaftswachstums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc.html"&gt;Zukünftige Kosten des Klimawandels auf die Gegenwart abzuzinsen ist ebenfalls absurd&lt;/a&gt;, weil hier keine realen Alternativen verglichen werden (Geld jetzt in den Klimaschutz zu investieren oder zu sparen und zukünftig eine größere Summe in Anpassungsmaßnahmen zu stecken), denn auch hier sind Verursacher und Opfer in verschiedenen Generationen, verschiedenen Ländern, es ist auch nicht sicher, daß tatsächlich in der Zukunft mehr Kapital bereit steht und ob der Klimawandel dann überhaupt noch bewältigt werden kann.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc_18.html"&gt;Schließlich sind falsche Dilemmata unsinnig&lt;/a&gt;, bei denen vorgerechnet wird, daß Klimaschutzmaßnahmen zu Lasten anderer Maßnahmen für Entwicklung, Bildung oder Umweltschutz gingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle diese Rechnungen basieren auf anerkannten Vorstellungen der Wirtschaftswissenschaften. Insoweit sind Wirtschaftswissenschaften in stärkerem Maße von einer ideologischen Basis abhängig als wir es von den Naturwissenschaften gewohnt sind. Daher ist es mit Vorsicht zu genießen, wenn in der Diskussion um wirtschaftswissenschaftliche Modelle für die Ökonomie des Klimawandels die Berücksichtigung fachbegutachteter Literatur in dem Gebiet eingefordert wird. Der Wert wirtschaftswissenschaftlicher Arbeiten, die völlig korrekt mit den anerkannten Modellen der Ökonomie arbeiten, kann trotzdem fragwürdig sein, weil das anerkannte Instrumentarium nicht zu den besonderen Problemen des Klimawandels paßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu Publikationen in den Naturwissenschaften ist in den Wirtschaftswissenschaften die Literatur in einem wesentlichen Maß abhängig von Wertungen und politischen Einstellungen. Das IPCC würde also bei der wirtschaftswissenschaftlichen Analyse entscheiden müssen, ob sie bestimmte politische Richtungen unter den Wirtschaftswissenschaftlern bevorzugt. Daher sehe ich auch nicht, daß nicht fachbegutachtete Literatur in den Wirtschaftswissenschaften per se deutlich geringer zu gewichten ist, sofern sie aus seriösen Quellen stammt und die Qualität der Arbeiten akzeptabel ist. Beurteilen können&amp;nbsp;das nur&amp;nbsp;Wirtschaftswissenschaftler. Damit wird die Kritik von Richard Tol zirkulär: er greift das Urteil der Redaktion in einer IPCC-Arbeitsgruppe an, weil sie Literatur nicht berücksichtigt hat, die Tol aufgrund seines Urteils berücksichtigt hätte. Das wesentliche Merkmal dieser Literatur ist aber, daß sie zu den Schlußfolgerungen kommt, die Tols Ansichten unterstützen. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/04/okonomenstreit.html"&gt;Ich hatte das schon mal angesprochen, damals aber die Diskussion mit Tol nicht zum Ende geführt, weil ich nicht anfangen wollte, einzelne wirtschaftswissenschaftliche Publikationen zu bewerten&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinen Angriffen stilisiert Tol zum einen Detailentscheidungen zu Grundsatzentscheidungen - weil in einzelnen Fragen nicht Literatur gewürdigt wurde, die Tol für relevant hält, hält er die Ergebnisse der Arbeitsgruppe&amp;nbsp;3 des IPCC insgesamt für korrumpiert. Dabei fordert er einen sehr hohen Standard ein, bei der jede nicht berücksichtigte Publikation in einem Abschnitt bereits das Gesamtergebnis beschädigt. Sobald es hingegen um Arbeiten geht, die in Tols politisches Schema passen, sucht man plötzlich vergeblich diese Pedanterie. Die Rede ist hier von Lomborgs Copenhagen Consensus, der Arbeit von einer Gruppe Wirtschaftswissenschaftlern, die eine Liste verschiedener Weltprobleme danach bewerten sollten, wie man mit vorgegebenem Kapital den meisten Nutzen erzeugt. In der Liste werden Klimaschutzmaßnahmen auf die unterste Stelle gesetzt. An den Rechnungen zum Nutzen von Maßnahmen gegen den Klimawandel war Richard Tol beteiligt. Und diese Rechnungen hatten eine besondere Eigenheit: während bei allen anderen Problemen die zukünftigen Kosten von Maßnahmen mit 3 und 6 Prozent auf die Gegenwart abgezinst wurden, und in die Liste dann nur die Ergebnisse für die Abzinsung mit 3 Prozent kamen, wurde bei den Kosten für Maßnahmen gegen den Klimawandel nur mit einer Abzinsung von 4 bis 5 Prozent gearbeitet, weil es angeblich zuviel Arbeit gewesen wäre, hier zwei Rechnungen zu machen. Nun ist ein Abzinsungssatz von 6% bei globalen, langfristigen Problemen ohnehin absurd. Was wäre so schwierig daran gewesen, von vornherein Maßnahmen gegen den Klimawandel mit einem Discountsatz von 3 Prozent zu rechnen? Auf jeden Fall hat es dramatische Folgen, wenn man hier einen erhöhten Abzinsungssatz nimmt - Klimaschutzmaßnahmen werden fast 2/3 teurer als alle übrigen Maßnahmen. Und da Lomborg, der ja die Liste der wichtigsten Menschheitsprobleme vertritt, dieses Vorgehen auch verteidigt, nachdem er auf eben diesen Sachverhalt hingewiesen wurde, ist dies wohl auch Absicht. Und so wird der Klimawandel von einem der wichtigsten zum unwichtigsten Problem in der Liste des Copenhagen Consensus. &lt;a href="http://www.lomborg-errors.dk/Faadebate2008.htm"&gt;Details findet man hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte Tol dies bekannt sein müssen? Aber ja. Hätte er deshalb schreiben müssen, daß der ganze Prozess des Copenhagen Consensus korrumpiert sei? Aber ja. Hat er es getan? Nein. Der Copenhagen Consensus kam ja für Tol genau zum richtigen Ergebnis, daß Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu teuer seien. Das IPCC hingegen kommt zum Ergebnis, daß sich Emissionsreduktionsmaßnahmen lohnen. Die Frage, ob die IPCC-Ökonomen eine Agenda haben, kann ich nicht beantworten, und bleibe bei der Unschuldsvermutung. Aber daß Tol eine politische Agenda hat, scheint mir sicher. Es muß die gleiche sein von zum Beispiel Roger Pielke jr. oder Björn Lomborg, und sie muß ziemlich nahe bei dem liegen, was das Heartland Institute&amp;nbsp;oder das George C. Marshall Institute und andere Lobbygruppierungen unterstützen. Lobbygruppen, die erhebliche Geldmittel von Firmen vor allem im Energiebereich erhalten, die noch möglichst lange Kohle, Öl und Gas fördern, verarbeiten und verkaufen wollen. Und die für gefällige Expertisen von Ökonomen noch nicht mal darauf angewiesen sind, diese zu kaufen, wenn es&amp;nbsp;doch ohnehin verschiedene politische Richtungen unter den Wirtschaftswissenschaftlern gibt, aus denen man wie im Supermarkt nur auszuwählen braucht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-7628746770668242932?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/7628746770668242932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=7628746770668242932' title='18 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7628746770668242932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7628746770668242932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/10/kann-das-ipcc-den-nutzen-des.html' title='Kann das IPCC den Nutzen des Klimawandels schönrechnen?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>18</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5435387322647189225</id><published>2010-09-27T20:32:00.001+02:00</published><updated>2010-09-27T20:34:33.803+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emissionsszenarien'/><title type='text'>Wer die bösen Buben sind...</title><content type='html'>Für einen Europäer ist es eine sehr bequeme Sache, sich in den Lehnstuhl zu setzen und darüber zu philosophieren, wie der "american way of life" die Erde in die globale Erwärmung treibt. Doch kürzlich sah ich auf einer Webseite Illustrationen aus einem Buch von Prof. James Hansen ("Storms of my Grandchildren"). Und diese Graphiken zeigen ein alternatives Bild auf. Bei der Gelegenheit, &lt;a href="http://www.columbia.edu/%7Emhs119/"&gt;auch ein Tip für eine Quelle im Internet. Unter dem Link Makiko's Page findet man weitere interessante Graphiken.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn man vergleichen will, welcher Staat derzeit am meisten für den Klimaschutz unternehmen sollte, hat man die Wahl zwischen verschiedenen Vergleichsmöglichkeiten. Und jede Möglichkeit hat nicht nur seine Argumente für und wider. Jede Möglichkeit ist zugleich ein Weg, einen Staat gut oder schlecht dastehen zu lassen. Das ist nicht trivial - Staaten verhandeln darüber, wer seine Emissionen um wie viel abbauen soll und wer von wen Kompensationen und Hilfen verlangen kann. Dabei stehen wir noch ganz am Anfang globaler Systeme, Verantwortungen und Entschädigungen zuzuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betrachten wir nur die absolute Höhe der Emissionen, so ist mittlerweile die Volksrepublik China der global größte Verschmutzer. Bei den Emissionen von CO2 wird China 2008 ein Anteil von etwa 22 Prozent zugeschrieben. Und im Jahr 2010 könnte China noch zugelegt haben - genau wissen wir es erst in 1 oder 2 Jahren. Die USA, lange Zeit CO2-Emittent Nummer 1, ist mittlerweile der zweitstärkste Emittent von CO2.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/goog_1344407693"&gt;&lt;img border="0" height="154" src="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TKDc6fcrOOI/AAAAAAAAAM4/-rw7XB_vxxk/s320/cumulative+CO2+nation.gif" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.columbia.edu/%7Emhs119/Storms/"&gt;&lt;i&gt;Anteil der CO2-Emissionen eines Landes 2008 und aufsummiert 1751-2008 (Bild aus James Hansen, "Storms of my grandchildren", Bild in besserer Qualität über diesen Link.)&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TKDc6fcrOOI/AAAAAAAAAM4/-rw7XB_vxxk/s1600/cumulative+CO2+nation.gif" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es mag einige gerade in den USA geben, die darauf herumreiten, daß das meiste CO2 nun von der Volksrepublik China emittiert wird und dies als Ausrede nutzen, um zu erklären, daß alle Emissionsreduktionsmaßnahmen der USA nutzlos sind, wenn der Zuwachs der chinesischen Abgase alle möglichen US-Aktivitäten übersteigt. Aber es ist offensichtlich, daß dies nur eine Ausrede ist, um gar nichts zu tun. Es ist offensichtlich, weil wir wissen, daß in China mehr als viermal so viele Menschen leben und man von dem bevölkerungsreichsten Land der Erde schlecht erwarten kann, daß es dauerhaft ein Miniemittent bleibt. Aber ist die CO2-Emission pro Person wirklich ein fairer Wert, um zwischen Ländern zu vergleichen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Chinesen weisen darauf hin, daß sie ja auch deshalb so viel CO2 emittieren, weil sie die Werkbank der Welt sind. Sie emittieren für den Konsum der anderen. Das Gegenargument dazu ist, daß niemand China zwingt, Werkbank der Welt zu sein. Sie tun es, um dadurch ihr Wohlstandsniveau dauerhaft zu steigern, und über eine unterbewertete Währung und einigen Protektionismus arbeitet China aktiv daran, wichtigster Exporteur für die Welt zu bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine andere Sichtweise ist die, wie viel jemand an Kompensation bieten müßte, um die Gesamtmenge an Treibhausgasen auszugleichen, die bisher von seinem Land emittiert wurde. Genauer, bisher seit 1751. Auch dafür kann man sich ein Bild in dem Buch von James Hansen anschauen (oder mit entsprechenden Statistiken selbst generieren).&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;img border="0" height="191" src="http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TKDhFzLuPDI/AAAAAAAAAM8/VuZu7zQWowo/s320/cumulative+CO2+person+nation.gif" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" width="320" /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.columbia.edu/%7Emhs119/Storms/"&gt;Aufsummierte CO2-Emissionen seit 1751 pro Person für ausgewählte Länder. Graphik aus James Hansen, "Storms of my Grandchildren".)&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TKDhFzLuPDI/AAAAAAAAAM8/VuZu7zQWowo/s1600/cumulative+CO2+person+nation.gif" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Unser Wohlstandsniveau ist also durch historische CO2-Emissionen erkauft, und dies zu Lasten der Länder, die sich jetzt entwickeln. Doch auch diese Sichtweise ist zu einfach. Die Länder, die in der Vergangenheit große CO2-Emittenten waren, haben dabei auch den Grundstein des Wohlstandes der Länder gelegt, die inzwischen aufholen können, mit entwickelter Technologie und in entwickelten globalen Märkten. In jedem Fall ist im historischen Kontext Deutschland kein wesentlich geringerer Emittent als die USA. Diese Graphik zeigt besonders deutlich die Bringschuld der entwickelten Länder für die Schwellenländer wie China und Indien. Wir müssen als erste auf eine CO2-freie Wirtschaft umstellen. Die intensive Nutzung der heimischen Braunkohle paßt da nicht in unsere historische Verantwortung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5435387322647189225?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5435387322647189225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5435387322647189225' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5435387322647189225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5435387322647189225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wer-die-bosen-buben-sind.html' title='Wer die bösen Buben sind...'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TKDc6fcrOOI/AAAAAAAAAM4/-rw7XB_vxxk/s72-c/cumulative+CO2+nation.gif' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-1927910620909801061</id><published>2010-09-20T20:12:00.001+02:00</published><updated>2010-09-21T08:43:05.555+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sonne'/><title type='text'>Spiegel schreibt schon wieder Blödsinn</title><content type='html'>&lt;a href="http://arxiv.org/abs/1009.0784v1"&gt;Vor über 2 Wochen hatten Matthew Penn und William Livingston eine nicht-fachbegutachtete Studie auf arXiv geladen&lt;/a&gt;, laut der sie anhand einer Spektrallinie eine Abnahme des Magnetfeldes der Sonne und darüber der Sonnenfleckenzahl bestimmen konnten. Mit Hilfe einiger noch unbestätigter Annahmen und durch eine lineare Extrapolation meinten die Autoren, daraus ableiten zu können, das der gegenwärtige 11-jährige Sonnenfleckenzyklus nur halb so stark ausfällt wie der vorige und der nächste (25. in der internationalen Zählung) ganz ausfallen wird. Ob es so wird, geben die Autoren ehrlich zu, würde die Zukunft zeigen und empfehlen weitere Messungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf zur Geisterbahnfahrt beim Spiegel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Dort hat man anscheinend erst mal ein paar Flaschen Schnaps gesoffen, bevor man sich daran machte, über den Artikel zu schreiben. &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,717893,00.html"&gt;Experten prophezeien lange Sonnenschwäche&lt;/a&gt;, titelt der Spiegel. Davon steht nichts in der Studie. Der Spiegel-Journalist Holger Dambeck, seit 6 Jahren in der Wissenschaftsredaktion und sonst eigentlich nicht durch das Schreiben von Blödsinn auffällig geworden, führt das fast sonnenfleckenfreie Maunder-Minimum, in dem die sogenannte kleine Eiszeit lag an, und unterstellt den Autoren, sie würden ein ähnliches Minimum kommen sehen und daher sollte es auf dem Planeten kühler werden. Eine absurde Vorstellung, da die Variabilität der solaren Einstrahlung infolge eines Ausfalls der Sonnenflecken nur ein Bruchteil des Klimaantriebs erzeugt, den der Anstieg anthropogener Treibhausgase erzeugt - &lt;a href="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/ruhende-sonne-wuerde-globale-erwaermung-kaum-abschwaechen?set_language=de"&gt;bis Ende des Jahrhunderts würde ein dauerhaftes Minimum wie in der kleinen Eiszeit die anthropogene Erwärmung um weniger als 10% abschwächen.&lt;/a&gt; Da fragt man sich, was denn da schon wieder den Journalisten, diesmal also Herrn Dambeck, dazu getrieben hat, einen solchen Unfug zu schreiben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gesagt, die Studie ist überhaupt nicht in einer Fachzeitschrift erschienen, sie ist spekulativ, es ist darin nicht die Rede von einer kleinen Eiszeit, hier hat ein schlecht recherchierender Journalist einfach eine Geschichte erfunden. Und es ist mal wieder der Spiegel, in dem so ein Mist steht, der nun stumpfsinnig in Internetportalen übernommen wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-1927910620909801061?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/1927910620909801061/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=1927910620909801061' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1927910620909801061'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1927910620909801061'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/09/spiegel-schreibt-schon-wieder-blodsinn.html' title='Spiegel schreibt schon wieder Blödsinn'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-7726629827291527093</id><published>2010-09-19T20:11:00.001+02:00</published><updated>2010-10-17T16:25:22.946+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimasensitivität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konsens'/><title type='text'>Currys italienische Flagge, postnormales Lagerdenken und Fehlerbalken</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TJZRmY55QHI/AAAAAAAAAMg/bWtwsmP2Is8/s1600/curry_06b.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TJZRmY55QHI/AAAAAAAAAMg/bWtwsmP2Is8/s200/curry_06b.jpg" width="136" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Prof. Judith Curry &lt;a href="http://curry.eas.gatech.edu/"&gt;ist Leiterin des Instituts für Geo- und Atmosphärenwissenschaften am Georgia Institute for Technology&lt;/a&gt;. Sie ist zugleich auch eine Person, die es in Rekordzeit geschafft hat, ihre fachliche Reputation zu zerstören. Daneben entwickelt sie Ideen, die sich schwer mit ihrer Kompetenz in der Klimaforschung vereinen lassen. Aber vielleicht ist nicht die Kompetenz das Problem, sondern politischer Wille stellt wissenschaftlichem Verständnis ab und zu ein Bein. Jedenfalls hat Curry in ihrem Blog eine recht eigenwillige Ansicht entwickelt, wie unsicher unser Verständnis darüber ist, wie viel des aktuellen Klimawandels von Menschen verursacht wird. Diese Ansicht ist absurd, und das läßt sich einfach erklären. Aber ich fange besser beim Anfang an...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Prof. Curry trat an als ehrliche Maklerin, die zwischen Lagern von Klimaalarmisten und Skeptikern vermitteln möchte. Eine so formulierte Mission läßt alle Alarmsirenen erschallen - &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/01/betroffenheitstrolle.html"&gt;selbsterklärte ehrliche Makler sind üblicherweise keine&lt;/a&gt; und Wissenschaftler, die ihr Fach ernst nehmen, haben mit Lagerkämpfen nichts zu tun. Doch die Pose, sie suche das Gespräch mit den Klimawandelleugnern bei Wattsupwiththat oder ClimateAudit, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/07/stunde-der-wahrheit-in-der.html"&gt;offenbarte schnell, daß sie Teile der Darstellungen dieser Leugnergruppen kritiklos übernommen hatte&lt;/a&gt;. Nach und nach stellte sich heraus, daß sie eine konservative politische Einstellung hat und in den USA scheint das dazu zu führen, daß man eine Allergie gegen Steuererhöhungen und staatliche Regulierung von Umweltproblemen entwickelt und daher Umweltprobleme jeglicher Art kleingeredet werden müssen. Das ist tragisch, da sie ja eine Wissenschaftlerin mit Reputation ist - war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War sie? Kürzlich publizierte sie zusammen mit Liu einen Artikel zu den Ursachen, warum im Rahmen der globalen Erwärmung die Antarktis noch zunehmende Meereisbedeckung zeigt. Aufmerksame Beobachter (&lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2010/08/judy-and-intertubes.html"&gt;siehe Rabett Run und darin zitierte Quellen&lt;/a&gt;) stellten fest, daß die Kernaussage des Beitrags bereits Manabe, Spellman und Stouffer 1992 formuliert hatten - erhöhte Niederschläge als Schneefall reichern das antarktische Oberflächenwasser mit Süßwasser an, geben ihm dadurch Auftrieb gegenüber den wärmeren, tieferen Schichten, unterbinden dadurch die Zirkulation in den antarktischen Gewässern und vermindern dadurch das Abschmelzen von Seeeis. Das Wort "Plagiat" ist eines, das kein Wissenschaftler hören möchte. Mangelnde wissenschaftliche Originalität könnte aber auch dazu führen, daß man zunehmend Bestätigung außerhalb seines Fachs sucht. Zum Beispiel in einem Blog, in dem man Ideen anbieten kann, ohne sich mit einer Fachbegutachtung plagen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://judithcurry.com/2010/09/15/doubt/"&gt;In einem Beitrag mit dem Titel "Zweifel" kokettiert sie erst mal damit&lt;/a&gt;, daß sie von verschiedenen Leuten mal als Alarmistin, mal als Leugnerin bezeichnet wurde, was wohl davon abhängt, mit wem sie es zu tun hat. Für Curry scheint das ein Ausweis dafür zu sein, daß sie als neutral gelten könne. Es ist aber eher darauf zurückzuführen, daß Klimawandelleugner so extrem in ihren Ansichten sind, daß selbst andere Klimawandelleugner von ihnen Alarmisten genannt werden können, wenn sie auch nur in Teilbereichen der Vernunft Raum geben.&lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2010/07/follow-bunny.html"&gt; Ein Beispiel dafür ist, wie mit Roy Spencer umgesprungen wurde, als er klarstellte, daß es selbstverständlich einen Treibhauseffekt gibt&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/primaklima/2010/09/climategate-reloaded---ein-kafig-voller-narren.php"&gt;Ein anderes Beispiel sind die von Georg Hoffmann in seinem Blog geschilderten Sektenauseinandersetzungen&lt;/a&gt;, deren Emails aus mir unbekanntem Grund auch in meinem Spamordner auflaufen. Die Etikettierungen sieht Curry als Merkmal einer postnormalen Wissenschaft. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/05/postnormale-wissenschaft-ein-idealer.html"&gt;Wenn jemand von postnormaler Wissenschaft redet, herrscht höchste Verschwurbelungsgefahr&lt;/a&gt;. Aber das ist nicht das Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/08/ipcc-wurde-begutachtet.html"&gt;Bei der Evaluierung des IPCC war unter anderem vorgeschlagen worden&lt;/a&gt;, daß man sich in den Arbeitsgruppen überlegen sollte, wie man am besten Unsicherheiten der Aussagen ausdrücken sollte. Das könnte (vielleicht auch nicht) Inspiration für Curry gewesen sein, eine Darstellung zu finden für das Ausmaß an Zuversicht, das man mit einer Aussage verbindet. Curry benutzt die italienische Flagge und schlägt vor, der Prozentsatz des Glaubens einer Aussage, des Nicht-glaubens der Aussage und des Zweifels, ob man irgendetwas darüber weiß, sollten durch entsprechende Farbfelder ausgedrückt werden. Grün = Hinweise für die Aussage, rot= Hinweise dagegen, weiß=weiß nicht. Diese Darstellung ist absurd, denn damit drückt man aus, daß man gleichzeitig eine Aussage glaubt und ihr Gegenteil. Curry und viele ihrer Blogbesucher finden den Ansatz originell und sinnvoll. Wissenschaftler sind es gewohnt, damit umzugehen, daß ihre Aussagen immer auch einen Fehler haben, sofern es nicht um geschlossen darstellbare Einzelfakten geht wie die Aussage "2+2=4" oder "Ein Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen erhöht den Strahlungsantrieb der Erde." Deshalb gibt es üblicherweise zu Aussagen in der Wissenschaft einen Fehlerbereich oder einen Grad der Zuversicht in die Aussage, wenn möglich quantitativ. Aber gleichzeitig eine Aussage und ihr Gegenteil als zutreffend anzugeben, ist für einen normalen Wissenschaftler zu schizophren.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://curryja.files.wordpress.com/2010/09/flag.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="98" src="http://curryja.files.wordpress.com/2010/09/flag.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Curry erläutert ihre italienische Flagge mit Beispielen. Im 4. IPCC-Bericht steht "Das meiste des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich dem beobachteten Anstieg anthropogener Treibhausgaskonzentrationen zuzuschreiben." Das ist eine knackkonservative Aussage, da niemand so recht weiß, welche alternative Erklärung es überhaupt geben könnte. Natürliche Variabilität als Erklärung ist extrem unwahrscheinlich, natürliche Einflüsse, wie etwa Änderungen der solaren Einstrahlung, können als Verursacher ausgeschlossen werden. Wir lassen also eine Unsicherheit von 5% einfach als Platzhalter dafür, daß wir Überraschungen nicht völlig ausschließen wollen und daher nicht von einer 100%-Sicherheit ausgehen wollen. Und zwischen 95% Sicherheit und 100% Sicherheit hatte die Arbeitsgruppe 1 des IPCC keine Abstufung. Doch Curry interpretiert das Ganze um. 5% Unischerheit ist für die Größe des weißen Feldes. Aber da das IPCC sagt, der größte Teil der Variabilität sei auf den Anstieg der Treibhausgase zuzuführen, heißt das nach Curry, der Temperaturanstieg sei zu ca. 2/3 anthropogen und 1/3 natürlich, und nach Abzug des unsicheren Bereichs hat die italienische Flagge also die Einteilung: 67% grün, 28% rot und 5% weiß. Das ist aber keineswegs die Aussage des IPCC. Das IPCC macht an dieser Stelle überhaupt keine Aussage dazu, wie die Aufteilung des Strahlungsantriebs ist. Das macht das IPCC an anderer Stelle, wenn Strahlungsantriebe verschiedener Art tabellarisch miteinander verglichen werden. (&lt;a href="http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/faq-2-1-figure-2.html"&gt;Siehe hier die Abbildung 2 von Seite 136 im Kapitel 2 der WG 1.&lt;/a&gt;) Die Aussage bezieht sich hier aber auf den Zeitraum 1750 bis 2005, und zu allen Strahlungsantrieben sind ihre Fehler angegeben. Die Fehler sind wesentlich größer als 5%, denn hier geht es nicht um die Frage, ist der Temperaturanstieg vor allem anthropogen, sondern wie viel davon ist natürlich - die Aussage, die Curry beschreiben will. Curry hat also scheinbar gar nicht kapiert, daß die IPCC-Aussage, daß in den letzten ca. 50 Jahren der Klimawandel vor allem anthropogen war, bezüglich des Unsicherheitsbereichs ganz anders zu behandeln ist als die Aussage, wie groß der natürliche Anteil am Klimawandel der letzten Jahrzehnte anzusetzen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder es ist ihr genehm, so zu tun, als wüßte sie es nicht. Denn im nächsten Schritt erläutert sie, wie für sie die italienische Flagge aufgeteilt sein müßte, und demnach sollte "weiß nicht" 40% groß sein, und "der Anstieg ist natürlich" und "der Anstieg ist anthropogen" jeweils 30%. Wenn man nochmal in die Tabelle des IPCC hineinschaut, wird einem sofort klar, daß es absurd ist, anzunehmen, die anthropogenen Strahlungsantriebe und die natürlichen (also Änderung der Sonneneinstrahlung) können auch nur annähernd gleich groß sein. Und wenn man dann nur die letzten 50 Jahre betrachtet, für die man den solaren Einfluß erheblich genauer beziffern kann, wird deutlich: Frau Curry hat offensichtlich gerade den Stand der Forschung der letzten 30 Jahre komplett verdrängt. Was sie also erreichen wollte, war schlicht, den bestehenden Stand der Forschung wesentlich unsicherer erscheinen zu lassen als er ist. Was ja das strategische Ziel der betroffenen Unternehmen ist, die einen Teil der Leugner direkt oder indirekt unterstützen und antreiben. Na, so ein Zufall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Rest dieses Jahrhunderts ist sich Curry sogar noch weniger sicher, welchen Einfluß Treibhausgase&amp;nbsp; und natürliche Einflüsse haben werden. Da bekommt das weiße Feld 50% und die anderen beiden Felder wieder gleich viel, nämlich je 25%. Da wir wissen, daß der Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen und somit deren Strahlungsantrieb massiv zunehmen wird, der dämpfende Einfluß der Aerosole hingegen in eine Sättigung laufen muß, da jede Nation daran interessiert ist, gesundheitsschädliches Aerosol zu filtern, und andererseits wissen, daß die Sonne nicht in naher Zukunft anfangen wird, chaotisch zu flackern, ist eines praktisch sicher: in der Zukunft wird der anthropogene Einfluß auf das Klima jede andere Größe überdecken, es sei denn, ein Supervulkan bricht aus, was aber eine Wahrscheinlichkeit weit unter 1% für diesen Zeitraum hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum aber unterschlage ich das, was Curry laut ihren Aussagen in der folgenden Diskussion als Quelle für die Unsicherheit über die relative Stärke natürlicher Einflüsse ansieht, daß wir so wenig über den Einfluß der Wolken und die Klimasensitivität wissen? Deshalb, weil jeder Strahlungsantrieb in gleicher Weise durch Rückkopplung verstärkt wird. Wir wissen also nur ungefähr, wie viel Strahlungsantrieb am Ende zu wie viel Temperaturanstieg führt. Aber wir können recht gut entscheiden, wie viel Strahlungsantrieb wir den solaren Veränderungen der letzten Jahrzehnte und wie viel dem Treibhausgasanstieg der letzten Jahrzehnte zuordnen können. Denn das können wir recht gut messen und berechnen. Und der dadurch bewirkte Anstieg der relativen Feuchte der Erdatmosphäre oder der Wolkenbedeckung kürzen sich beim Vergleich heraus. Curry sollte als Klimaexpertin das auch genau wissen. Sie leugnet es aber. So ruiniert man nicht nur seine Reputation, man begründet auch genau das Etikett, das einem angeheftet wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-7726629827291527093?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/7726629827291527093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=7726629827291527093' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7726629827291527093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/7726629827291527093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/09/currys-italienische-flagge-postnormales.html' title='Currys italienische Flagge, postnormales Lagerdenken und Fehlerbalken'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TJZRmY55QHI/AAAAAAAAAMg/bWtwsmP2Is8/s72-c/curry_06b.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-1819367606745629500</id><published>2010-09-18T22:07:00.001+02:00</published><updated>2010-09-18T22:32:44.670+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ökonomie'/><title type='text'>Wundersame Welt der Wirtschaftswissenschaften 3 - das Lomborg-Dilemma</title><content type='html'>Stellen Sie sich vor, Ihr Haus brennt. Auf dem Tisch liegt eine Brieftasche mit Geld und Kreditkarten. Außerdem liegt dort ein Ordner mit ihren wichtigsten persönlichen Papieren. Was davon ist jetzt wichtiger? Was werden Sie retten? &lt;a href="http://www.lomborg-errors.dk/"&gt;Wenn Sie anfangen, nachzudenken, heißen Sie vielleicht Björn Lomborg&lt;/a&gt;. Die meisten anderen würden sagen, daß sie beides mitnehmen. Lomborg hat die Kunst, Dilemmata zu konstruieren, extrem verfeinert, nur um irgendwie am Ende den Eindruck zu erwecken, daß die Vermeidung des Klimawandels kein wichtiges Problem sei. &lt;a href="http://scienceblogs.com/classm/2010/08/lomborg_v_lomborg.php"&gt;Neuerdings hat er seine Verwirrungstechnik noch verfeinert und es geschafft, den Eindruck zu erwecken, er halte den Klimawandel nun für ein wichtiges Problem&lt;/a&gt;. Dabei vermeidet er es jedoch, irgendetwas zu empfehlen, das geeignet wäre, den Klimawandel aufzuhalten - er ist zwar bereit, mehr Geld für das Problem des Klimawandels auszugeben, aber nach wie vor liegt dabei die Priorität nicht bei der Emissionsminderung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schauen wir uns also einmal das Lomborg-Dilemma an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Im letzten Beitrag hatte ich erklärt, es gäbe noch einen von mir unterschlagenen Grund, einem Menschenleben einen Wert zuzuordnen. Der Grund ist, daß ich nur begrenzte Mittel zur Verfügung habe und gar nicht in der Lage bin, jedes Leben zu retten. Ich muß also mein Geld so einteilen, daß ich mit der begrenzten Summe ein Maximum an Leben rette. Ein Beispiel: ich habe gerade genug Geld, um eine Infektionskrankheit auszurotten. Sollte ich dann besser Tuberkulose ausrotten oder Aids? Die erste Antwort wäre, daß ich mich auf Tuberkulose konzentrieren sollte, weil dadurch mehr Menschen sterben. Die Rechnung könnte aber komplizierter werden. Aidskranke können inzwischen ziemlich lange leben und verbrauchen dann relativ viel medizinische Ressourcen. Vielleicht sind die Gesamtkosten von Aidskranken so hoch, daß es das Budget aller anderen Kranken zu sehr belastet. Dann würden vielleicht bei einer Ausrottung von Aids direkt weniger Menschen gerettet, indirekt aber mehr, weil dann alle anderen Kranken intensiver betreut werden können. Ökonomische Modelle zu Berechnung der Kosten von Krankheiten und dem Aufwand zur Rettung eines Menschenlebens können dafür sorgen, daß Mittel zur Bekämpfung von Krankheiten effektiver einegsetzt werden. Doch leider hängen diese Modelle erheblich davon ab, welche Grundannahmen eingehen, wie vollständig Einflußgrößen berücksichtigt werden und was man eigentlich erreichen will - möglichst viele Menschenleben retten, möglichst viele Lebensjahre retten (was bedeuten würde, daß man jüngere Menschen bevorzugen müßte) oder möglichst viel Lebensqualität erhalten (wobei Schwerstkranke, die man am Leben erhalten, aber nicht mehr heilen könnte, hinten runter fallen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem solchen Zusammenhang sind solche Modelle schon haarig genug. Es wird aber schnell genug absurd, wenn man Risiken und Schäden von ganz unterschiedlichen Kategorien durcheinanderwürfelt, und dann innerhalb eines völlig unzureichenden Budgets miteinander vergleicht. Das ungefähr beschreibt, was der Copenhagen Consensus macht. &lt;a href="http://www.copenhagenconsensus.com/Projects/Copenhagen%20Consensus%202008-1.aspx"&gt;Dabei betrachte ich die Übung des Copenhagen Consensus 2008&lt;/a&gt;, aber die Übung 2004 sieht ähnlich aus. Der Ansatz ist folgender: man lasse verschiedene Arbeitsgruppen aus der Literatur zusammentragen, was man über größere Risiken und Belastungen der Menschheit weiß und bewerte einige Lösungsansätze dazu mit ökonomischen Modellen. Zum Beispiel hat eine Gruppe (Gary Yohe&amp;nbsp;, Richard Tol, Richard Richels, zusammen mit anderen) Schäden durch und Lösungsansätze für den Klimawandel bewertet. Schließlich hat ein Expertengremium von 8 sehr bekannten, sehr alten und zu 50% durch Nobelpreise ausgezeichneten Wirtschaftswissenschaftlern auf Grundlage der Papiere eine Auswahl getroffen, welche Maßnahmen die höchste Priorität bekommen, wenn man Lösungen innerhalb von 4 Jahren sehen will und nur global 75 Milliarden Dollar in diesem Zeitraum aufwenden will. Für globale, wichtige Probleme ist das vergleichbar damit, daß man im Fall eines Brandes vom selben Tisch nur entweder seine Brieftasche oder seine Dokumentenmappe mitnehmen kann, aber nicht beides. Also ein absurdes, völlig unrealistisches Dilemma. Man bedenke etwa, daß selbst die USA selbst damit rechnen, daß sie die militärische Intervention im Irak über 1000 Milliarden Dollar gekostet hat. Für die deutsche Wiedervereinigung sind in den vergangenen 20 Jahren weit mehr als 1000 Milliarden Euro an Transferleistungen geflossen. Für die Bankenkrise in den letzten 2 Jahren sind global mehr als 1000 Milliarden Euro an Subventionen, zusätzlichen Sozialleistungen und&amp;nbsp; Soforthilfen für Banken und Industrie geflossen. Kurz gesagt, wenn irgendein Problem uns wichtig erscheint, wird auch eine entsprechende Summe dafür aufgewendet werden. Und wenn es mehrere Probleme gleichzeitig gibt, wird notfalls auch diese Summe mehrfach bereitgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dem Ansatz des Copenhagen Consensus wird ein wildes Sammelsurium bewertet von Terrorismus, Krankheiten, Unterernährung, Kriege und Konflikte, Bildung, Gleichheit, Abwasser und Wasser, Luftverschmutzung und Klimawandel. Und alle diese gar nicht vergleichbaren Probleme aus dem selben Budget heraus von lächerlichen 75 Milliarden Dollar für 4 Jahre. Probleme zumal, die auf verschiedenen Zeitachsen stattfinden. Klimawandel etwa hört ja nicht nach einem bestimmten Zeitraum auf, sondern geht immer weiter, so lange die Treibhausgaskonzentrationen ansteigen. Und das kann sogar dann noch einige Zeit lang geschehen, wenn die Emissionen bereits sinken. Der Gleichgewichtswert des globalen Temperatur wird frühestens nach einigen Jahrzehnten erreicht, selbst wenn die Treibhausgaskonzentrationen bereits stabilisiert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Probleme gibt es aber auch schon vorher, wenn man sich nur das Challenge Paper zum Klimawandel anschaut. Die Szenarien orientieren sich zunächst ganz grob an einem mittleren Szenarium des 4. IPCC-Berichts - im als Business as usual gekennzeichneten Fall steigen die Emissionen immer weiter an und die globale Temperatur übersteigt 3 Grad Zunahme um 2100. Tatsächlich ist das eine sehr optimistische Annahme, weil wir beim Anstieg der Emissionen über dem pessimistischsten Szenario des IPCC liegen. Selbst bei einer Klimasensitivität von 3 Grad je Verdoppelung des CO2-Äquivalents müssen wir bei einem Szenario ohne jegliche Maßnahmen gegen den Klimawandel mit einem globalen Temperaturanstieg deutlich über 3 Grad bis 2100 rechnen. Auch ein Temperaturanstieg von 5 - 6 Grad ist noch innerhalb des 95%-Bereichs aller Projektionen und sollte daher berücksichtigt werden. Wenn die Mittel ausschließlich für die Emissionsminderung eingesetzt werden (zum Beispiel über eine CO2-Steuer), steigen die globalen Emissionen immer noch an. Sie steigen nur deutlich weniger als im Basisszenario. Damit ist der ganze Ansatz sinnlos. Bei anhaltend hohen Emissionsraten ändert sich das Klima bis weit ins nächste Jahrhundert so schnell, daß alle Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel alle paar Jahrzehnte oder gar Jahre schon wieder überholt sind. Damit hat die Arbeitsgruppe bereits festgelegt, daß sie gar nicht zu anwendbaren Ergebnissen kommen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterhin findet die Arbeitsgruppe mit ihrem Modell, daß der Einsatz von Mitteln für die Forschung nach Methoden zum effizienteren Energieeinsatz von Anfang an zu einer geringeren Steigerung der Emissionsraten von CO2 führen würde als eine Konzentration der Mittel nur auf die direkte Minderung der Emissionen. Dieses Ergebnis mag zwar innerhalb des Modells korrekt sein, ist aber absurd. Zum Beispiel braucht Deutschland für eine fast gleiche Wirtschaftsleistung pro Kopf nur halb so viel CO2 zu emittieren wie die USA. Wir erinnern uns daran, daß in dem Modell der Ökonomen die Emissionen global überhaupt nicht sinken. Ich schließe daraus, daß zumindest eine Emissionsminderung der USA um -50%, global von über -12%, wiederum zuzüglich der Emissionsteigerungen von Entwicklungsländern, die ihre Wirtschaftsleistung steigern, möglich wäre, ohne daß neue Technologien entwickelt werden müßten. Anscheinend sind einige der Prämissen in dem ökonomischen Modell entweder unrealistisch oder unvollständig. Ich kann nicht feststellen, wo der Fehler liegt, aber es ist von den Resultaten her offensichtlich, daß ein Fehler vorhanden sein muß. In den ersten Jahren sollten daher genügend Maßnahmen verfügbar sein, Emissionen zu senken, ohne daß man neue Technologien entwickeln muß. Und die Grenzkosten der Emissionsminderungen sollten gering sein oder sogar negativ, denn offensichtlich ist Deutschland trotz um ein vielfaches höherer Kosten auf seine CO2-Emissionen (mittelbar über höhere Steuern auf Energie) sehr wettbewerbsfähig gegenüber den USA. Da ist also etwas faul im Staate Dänemark. Die Annahmen darüber, was Technologien, die man erst entwickeln muß, an Emissionsminderungen bringen und was es kostet, sie zu entwickeln, sind vermutlich mit irgendeiner Logik festgestellt worden und trotzdem letztlich willkürlich und spekulativ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Angriffspunkt ist die Abzinsung der Kosten von Schäden in der Zukunft auf die Gegenwart. Diese geschieht mit 5 Prozent in der Gegenwart, marginal abnehmend auf 4 Prozent in der fernen Zukunft. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc.html"&gt;Das sind absurd hohe Abzinsungsraten&lt;/a&gt;, völlig sinnlos, da sie mehrere Generationen übergreifen und Schäden bei den einen Ländern mit erforderlichen Kosten für den Klimaschutz bei anderen Ländern verrechnen. Aber einer bestimmten Laufzeit und bei solchen Verteilungen von Verursachern und Geschädigten darf man überhaupt nicht mehr abzinsen. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc_16.html"&gt;Bei den Schäden fallen zudem der Verlust von Menschenleben und von ideellen Werten wie der Existenz bestimmter Lebensräume unter den Tisch&lt;/a&gt;, da unzureichend über Kosten abgebildet. Mit derart im Ansatz falsch bewerteten Lösungsansätzen für den Klimawandel geht man in das willkürliche Sammelsurium von Menschheitsproblemen, um dann innerhalb eines absurd kleinen Budgets eine von Anfang an manipulierte Rangordnung von Lösungen zu präsentieren. Niemand kann es überraschen, daß dann am Ende die Bekämpfung des Klimawandels als eines der geringsten Probleme herauskommt und dann auch noch die Förderung von Forschung für neue Technologien zur Emissionsminderung als einzige Maßnahme zu den 15 wichtigsten Maßnahmen der Menschheit zählt. Eine absurdes Dilemma und ein fehlerhafter Lösungsweg können nur zu einem absurden Ergebnis führen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-1819367606745629500?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/1819367606745629500/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=1819367606745629500' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1819367606745629500'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/1819367606745629500'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc_18.html' title='Wundersame Welt der Wirtschaftswissenschaften 3 - das Lomborg-Dilemma'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-8267290177074461317</id><published>2010-09-16T19:16:00.000+02:00</published><updated>2010-09-16T19:16:27.318+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ökonomie'/><title type='text'>Wundersame Welt der Wirtschaftswissenschaften 2  - was kostet ein Leben?</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Eines der Merkmale des Klimawandels ist es, daß hier in starkem Maße Schäden auftreten, die nicht direkt in Geld umgerechnet werden können. Das Aussterben von Arten, das Absterben von Korallenriffen, die massive Umsiedlung von Menschen aus Gebieten, die durch Überschwemmungen und Dürren bedroht werden und mögliche Todesfälle durch Naturkatastrophen und Hungersnöte sind allesamt nicht in Geld zu bewerten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Eines der Merkmale der Wirtschaftswissenschaften ist, daß man genau dieses dort versucht. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Von Seiten der Naturschützer versucht man wohl, mit  Ökonomen die gleiche Sprache zu sprechen und die gleiche Augenhöhe zu  gewinnen. Seht her, sagen sie, wir wollen die Natur ja gar nicht (bloß)  schützen, weil wir sentimental sind, sondern sie hat ja auch einen  Nutzwert. Geschädigte Ökosysteme erhöhen die Kosten für die  Wasseraufbereitung, führen zu Ernte- und Fischereiausfällen, erfordern  erhöhte Aufwendungen im Hochwasserschutz oder führen zu dem Verlust von  Tourismus- und Freizeitumsätzen. Auf dieser Basis wird dann gefordert,  Staaten sollten eine Gesamtbewertung ihrer Ressourcen durchführen, in  der nicht nur die Wirtschaftsleistung und Finanzmittel, sondern auch  natürliche Ressourcen gewertet werden. Das Problem ist aber, daß hier  viele Bewertungsmöglichkeiten bestehen. Zum Beispiel könnte eine  Verwüstung eines Buschlandgebietes vielleicht den Wildparktourismus  schädigen, aber andererseits einen Wüstentourismus aufkommen lassen. Der  Verlust von Trinkwassereinzugsgebieten könnte vielleicht weniger  gravierend sein, wenn sich alternative Trinkwasserquellen erschließen  ließen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Mehr noch, besteht hier das Problem, ideelle Werte zu  berücksichtigen. Das wertvolle am Unternehmen Coca Cola ist die  eingeführte Marke. Alleine der Name ist viele Milliarden wert und müßte  bei einem Verkauf des Unternehmens mit bezahlt werden. Dabei ist der  Name an sich ja ein nicht existierender Gegen­stand, aber er ist mit  Milliarden an Investitionen in Werbung aufgebaut worden.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt; Die schiere Existenz des Amazonas-Regenwalds ist Deutschen, die ihn noch nie gesehen haben, trotzdem Millionen wert, die an Spenden dafür aufgebracht werden, um ihn zu erhalten. Der Regenwald ist insoweit eine Marke, und diese Marke könnte wertvoller sein als Coca Cola – zusätzlich zum kaum abschätzbaren Nutzwert, der leider erst dann so richtig bewertbar wird, wenn er sich in massiven globalen Schäden äußert, sollte der Amazonas-Regenwald zur Steppe werden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Noch gravierender wird das Bewertungsproblem, wenn man Todesfälle in die Rechnung einbeziehen will. Was ist ein Menschenleben wert? &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Value_of_life"&gt;Es gibt dafür ökonomische Ansätze&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://ajph.aphapublications.org/cgi/reprint/57/11/1954.pdf"&gt;Man könnte zum Beispiel fragen, was denn der potentielle Nutzwert des Menschenlebens ist&lt;/a&gt;, also die zu erwartende Wirtschaftsleistung minus Sozialleistungen. Damit werden gut ausgebildete junge Menschen besonders wertvoll, schlecht ausgebildete Menschen in Entwicklungsländern oder Rentner sind hingegen weitaus weniger wert. Zugegeben, die Formulierung ist unglücklich, denn es geht ja nicht um den Wert des Menschenlebens an sich, sondern nur darum, wie man im ökonomischen Vergleich einen Todesfall berechnet. Ein anderer Ansatz ist zu fragen, für wie viel ein Mensch bereit wäre, sein Leben zu versichern. Das ist näher daran, wofür man normalerweise die Bewertung eines Menschenlebens braucht: wenn es um Entschädigungen bei Unfällen geht – durch Versicherungen zum Beispiel. &lt;a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,695642,00.html"&gt;Beispielsweise hatten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW den Wert des Lebens eines deutschen Soldaten bei 2,3 Millionen Euro angesetzt&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Eine weitere Anwendung kommt bei der Frage auf, wie viel ein Unternehmer investieren sollte, um Todesfälle seiner Beschäftigten am Arbeitsplatz zu vermeiden. Einen Arbeitsplatz so sicher zu machen, daß Todesfälle absolut ausgeschlossen werden können, kann durch zu hohe Kosten praktisch unmöglich sein. Die Frage ist dann, welcher Aufwand als angemessen gelten muß. Auch damit wird ein menschliches Leben mit einem Preis bewertet.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Die verschiedenen Ansätze zeigen aber deutlich, daß hier von objektiven Zahlen nicht die Rede ist. Bewertungen des Wertes eines Menschenlebens können von einigen 1000 US-Dollar bis über 7,5 Millionen US-Dollar reichen. Selbst im Rahmen der Wirtschaftswissenschaften ist der Wert eines Menschenlebens unbekannt. Sicher ist lediglich, daß es einen begrenzten Wert gibt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Die verschiedenen Konzepte kann man ins Absurde führen, wenn man einem Ökonomen ein Angebot macht. Man schlägt vor, ihm das Doppelte des Wertes seines Lebens nach dem besten Bewertungsschema zu zahlen. Ein guter Ökonom sollte dieses Angebot doch annehmen, wenn wir voraussetzen, daß alle Seite gleich gut informiert sind, der Wert des Lebens korrekt eingeschätzt wurde und alle Beteiligten sich rational verhalten. Selbstverständlich wird im wahren Leben der Ökonom dieses „gute“ Geschäft ablehnen. Sein Leben hat nämlich einen ideellen Wert, der bis Unendlich geht, es sei denn, er plant bereits einen Selbstmord oder hat sowieso nicht mehr lange zu leben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Bewertungsmodelle für den Wert bzw. die Kosten des Klimawandels sind also für die Praxis wertlos, weil die Bewertungen immer nur in einem bestimmten Rahmen gerechtfertigt werden können. Zudem wird die Bewertung noch dadurch absurd, daß ja hier eigener Nutzen gegen fremdes Leben verglichen wird: Industrieländer wägen ab, ob sie investieren sollen, um damit Menschenleben in weniger industrialisierten Ländern zu retten. Bei politischen Entscheidungen über Leben und Tod oder über das Fortbestehen von Lebensräumen kann man eigentlich nur Leben mit Leben vergleichen oder muss ideelle Werte ansetzen, die extrem hohe Werte annahmen können und letztlich die Kosten des Klimawandels in astronomische Höhen treiben. In Bewertungen wie etwa dem IPCC-Bericht wird man diese Berücksichtigung extrem hoher ideeller Werte nicht finden. Daher neigt die 3. Arbeitsgruppe des IPCC dazu, systematisch die Kosten des Klimawandels zu niedrig anzusetzen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ich habe allerdings noch ein Argument unterschlagen, warum es sinnvoll sein kann, einem Menschenleben einen bestimmten Wert zuzuordnen. Aber das will ich im dritten Teil des Beitrages ansprechen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-8267290177074461317?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/8267290177074461317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=8267290177074461317' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8267290177074461317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8267290177074461317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc_16.html' title='Wundersame Welt der Wirtschaftswissenschaften 2  - was kostet ein Leben?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-6953286357702195325</id><published>2010-09-13T19:52:00.001+02:00</published><updated>2010-09-13T19:53:10.225+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ökonomie'/><title type='text'>Wundersame Welt der Wirtschaftswissenschaften - Zinsen und Umverteilung</title><content type='html'>Als Naturwissenschaftler neigt man zur Naivität. Man weiß, daß unsere Lebensweise zu einer Veränderung des Klimas führt und man weiß, daß einige dieser Veränderungen das Potential haben, die Lebensgrundlage von Millionen Menschen zu zerstören. Man würde also annehmen, daß es nun darum geht, unsere Lebensweise so zu ändern, daß wir in überschaubarer Zeit aufhören, das Klima zu verändern. Dazu müssen wir auf eine kohlenstofffreie Energieerzeugung umstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch von der Politik aus betrachtet ist das zu einfach. Zunächst muß man gründlich analysieren, was die wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels bzw. von Maßnahmen zur Anpassung an ein verändertes Klima sind abzüglich des möglichen Nutzens, um das zu vergleichen mit den zu erwartenden Kosten von Maßnahmen zur Vermeidung des Klimawandels. Das klingt so, als bräuchte man viele Daten und würde dann eine Rechnung durchführen und am Ende steht ein Ergebnis: Klimaschutz rechnet sich oder Klimawandel und Anpassung daran sind billiger. Ich habe jedoch den Verdacht, daß das weder bisher durchgeführt wurde noch überhaupt möglich ist. Warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wirtschaftswissenschaftler haben eine Reihe von ökonomischen Theorien und Modellen entwickelt. Um sie zu beurteilen, sollte man díe zugrunde liegenden Prämissen kennen. Doch meine Leser können sich hier entspannen: da ich selbst kein Wirtschaftswissenschaftler bin, werde ich hier auch nicht in die Details einsteigen, sondern auf die offensichtlichen Schwierigkeiten hinweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Schwierigkeit ist, daß die Maßnahmen zur Vermeidung des Klimawandels jetzt bezahlt werden müßten, die Kosten des Klimawandels oder die fälligen Anpassungsmaßnahmen (höhere Deiche, Umsiedlung von Millionen Afrikanern oder Bangla Deshis an sichere Orte [Europa? USA?&amp;nbsp; - War nur ein Scherz...], Umstellung der Landwirtschaft und der Fischerei, immer mehr Klimaanlagen und Umbau der Städte, Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen und Wasserreservoirs...) hingegen erst in der Zukunft anfallen. Wenn man Kosten jetzt mit Kosten in der Zukunft vergleichen will, muss man letztere auf die Gegenwart abzinsen oder zu ersteren Zinsen aufschlagen, um die Kosten vergleichbar zu machen. Denn man könnte sich ja vorstellen, daß ich mir die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen heute spare, das Geld investiere, Zinsen erwirtschafte und in 100 Jahren dann, wenn der Klimawandel voll zuschlägt, für das Geld allen Afrikanern die Ernteausfälle ersetze und sie kostenlos beköstige. Wirtschaftswissenschaftler scheinen, so meine Beobachtung, diese Überlegung für logisch zu halten, also tue ich zuerst mal so, als wäre das der Fall. Aber schon die erste Frage (für Wirtschaftswissenschaftler erste Frage) ist nicht ohne. Was für einen Zins setze ich an?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei einem Zins von 1% mache ich aus 1 Milliarde Euro in 90 Jahren 2,45 Milliarden Euro. Eine Investition in Emissionsminderung heute im Wert von 1 Milliarde Euro braucht nur 2,5 Milliarden Euro an Klimaschäden im Jahr 2100 aufzuwiegen. Bei einem Zins von 5% habe ich aber 2100 80,7 Milliarden Euro. Wenn ich also vermute, daß ich 2100 maximal Klimaschäden von 80 Milliarden Euro zu ersetzen habe, die ich heute durch eine Investition von 1 Milliarde Euro vermeiden könnte, dann lasse ich es doch (als Wirtschaftswissenschaftler) lieber darauf ankommen. Gibt es nun irgendetwas, das für mich entscheidet, welchen Zins ich ansetzen kann? Einfache Antwort, nein, wie denn? Zinssätze in der Vergangenheit waren vor allem veränderlich und das Wirtschaftswachstum schwankte je nach Region, Branche und Zeitfenster schwindelerregend hin und her. Hätte Japan Investitionen nach 1990 aufgeschoben, dann wären die letzten 20 Jahre bei einem Zinssatz nahe 0 reichlich frustrierend gewesen. China andererseits konnte aus Geld, das in das eigene Wachstum investiert wurde, mit Wachstumsraten um die 10 Prozent gewaltig Kapital aufbauen, mit denen heute viele großzügiger Umweltschutzmaßnahmen finanziert werden könnten, als es vor 20 Jahren möglich gewesen wäre. Ich könnte ja vermuten, daß bei einem globalen Mittel und mit einem irgendwie geglätteten Zinssatz der jüngeren Vergangenheit eine plausible Prognose möglich wäre. Aber ich könnte nicht sicher sagen, ob wir bis 2100 1% oder 4 % Wachstum der Weltwirtschaft ansetzen können und das wäre ein Unterschied von einem Faktor 14. Das heißt, je nach politischer Ausrichtung des Wirtschaftswissenschaftler wird er mit dem richtigen Abzinsungssatz genau das herausbekommen, was er herausbekommen will. Klimaforscher müssen sich schon bei einem Fehlerfaktor von ca. 2 für die Klimasensitivität wegen des großen Fehlers sagen lassen müssen, daß das alles doch sehr unsicher sei. Wenn die ökonomische Analyse da eine Spanne von einem Faktor 14 draufsetzt, ist es für den Laien sehr irritierend, daß auf dieser Grundlage fachbegutachtete ökonomische Artikel überhaupt möglich sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die für einen Nicht-Wirtschaftswissenschaftler wichtigen Fragen sind aber noch viel verstörender. Die ganze Analyse unterschlägt nämlich, daß die Verursacher des Klimawandels, die die Kosten für die Vermeidung des Klimawandels zu tragen hätten, die heutigen Industrieländer sind: die EU, Japan, vor allem aber die USA. Die Staaten hingegen, die vor allem die Kosten zu tragen hätten, sind meistens sich entwickelnde Länder: Indien, China, Afrika, Pakistan, Bangla Desh zum Beispiel. Kann man nun damit rechnen, daß die USA, wenn sie sich heute nach dem Rat genehmer Ökonomen Klimaschutzmaßnahmen schenken und dafür in das Wirtschaftswachstum investieren, dafür einen Fonds aufbauen, mit dem sie dann den vom Klimawandel betroffenen Staaten im Jahr 2100 ihre Anpassungsmaßnahmen finanzieren? Daß also die USA jetzt den Hilfsfonds Bangla Desh 2100 auflegen? Wie gesagt, Wirtschaftswissenschafler scheinen das für eine realistische Prämisse zu halten, sonst wären ihre ganzen Rechnungen dazu schon im Ansatz sinnlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Schlußfolgerung ist: wenn über mehr als 10 oder maximal 20 Jahre abgezinst wird, ist jede Rechnung sinnlos. Und wenn die Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassungsmaßnahmen von unterschiedlichen Staaten zu tragen sind, ist auch diese Rechnung sinnlos, da es keinen entsprechenden Transfermechanismus gibt (auf Deutsch: weder die USA noch Deutschland wären je bereit, vermiedene Investitionen in Emissionsminderungen zu Gunsten der zukünftig betroffenen Staaten anzulegen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt aber noch gravierendere Probleme mit der ökonomischen Analyse, aber dazu schreibe ich ein anderes Mal etwas.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-6953286357702195325?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/6953286357702195325/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=6953286357702195325' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6953286357702195325'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6953286357702195325'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/09/wundersame-welt-der-wirtschaftswissensc.html' title='Wundersame Welt der Wirtschaftswissenschaften - Zinsen und Umverteilung'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-3904558636105548842</id><published>2010-09-01T19:58:00.000+02:00</published><updated>2010-09-01T19:58:35.023+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bekloppt'/><title type='text'>Das kann man nicht erfinden...</title><content type='html'>Das Thema der Klimaveränderung ist in den USA eine Kontroverse zwischen den beiden großen Parteien - das ist schon seltsam genug. In Europa ist es undenkbar, daß es eine Frage der Parteizugehörigkeit sein könnte, ob man wissenschaftliche Erkenntnisse akzeptiert oder nicht. Aber die antiwissenschaftliche Haltung der politischen Rechten kann zu komischen Auswüchsen führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die antiwissenschaftliche Einstellung der amerikanischen Republikaner hat verschiedene Ursachen. Einerseits vertritt diese Partei die Interessen kapitalkräftiger Bürger und großer Unternehmen, speziell solche, für die Regulierungen durch Umwelt- und Gesundheitsbehörden ein Problem wären. Andererseits sammeln sich in der Partei religiöse Fundamentalisten und Extremisten, die in den USA eine große Wählergruppe darstellen. Nicht zuletzt ist für viele Amerikaner eine leistungsfähige Bundesregierung, das Erheben von Steuern und das Anbieten von Sozialleistungen etwas, was vehement abgelehnt wird, und Wissenschaftler werden dabei auch nur als staatsfinanzierte Schmarotzer gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abneigung gegen Steuererhöhungen bzw. die Forderung von Steuersenkungen hat bei Teilen der Amerikaner etwas religiöses an sich, das Europäer kaum nachvollziehen können. Alle drei Gruppen überschneiden sich. Und da die USA bereits in den vergangenen 30 Jahren eine Bewegung nach rechts gemacht haben, ist die Erwartungshaltung da, daß das so weitergeht - man gewöhnt sich daran, daß das Land religiöser wird, die soziale Infrastruktur schwächer wird und die Forderung nach weiteren Steuersenkungen ständig gesteigert werden muß, damit man als wirtschaftsliberale Partei noch wahrgenommen wird. Die Folge ist, daß von Zeit zu Zeit in der erzkonservativen republikanischen Partei sich Untergruppen bilden, die die Partei rechts überholen, um dann den Konsens in der Partei noch mehr nach rechts zu ziehen. In dem Sinne wirkt die Tea Party, eine Bewegung der religiös fundamentalistischen, marktradikalen, staatsfeindlichen, übernationalistischen Menschen, die versuchen, die Kandidatenaufstellung bei den Republikanern zu beeinflussen, um die Partei noch ein Stück weiter nach rechts zu ziehen. Die Tea-Bagger, die Anhänger der Tea Party, sind nicht nur rechts, sie glauben auch alles, was ihnen rechte Medien vorsetzen, insbesondere die Verdächtigungen zwischen den Zeilen und die Haßpredigten von Kommentatoren wie Rush Limbaugh oder Glenn Beck. Sie sind, kurz gesagt, vor allem extrem - hirnlos. Kein Grund, sie deswegen zu unterschätzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derzeit läuft die Kandidatenauswahl für die Zwischenwahlen 2010. &lt;a href="http://climateprogress.org/2010/09/01/tea-party-candidate-survey-global-warming-denial/"&gt;Und eine lokale Tea Party-Gruppe, die The Freedom Institute of Erie County in Ohio, hat dabei an Kandidaten eine Reihe von Fragen geschickt, um zu untersuchen, ob sie hinreichend staatsverdroßen, marktradikal, religiös-fundamentalistisch und wissenschaftsfeindlich sind.&lt;/a&gt; Frage oder vielmehr zu unterstützende Position Nummer 2 kann man nicht erfinden (Fettung von mir):&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Kontrolle von Kohlendioxid in unserer Atmosphäre muß Gott überlassen bleiben und nicht dem Staat&lt;/b&gt; und ich lehne alle Maßnahmen des Emissionshandels ab, wie auch das Lehren der Lehre von der globalen Erwärmung an den Schulen.&lt;br /&gt;(The regulation of Carbon Dioxide in our atmosphere should be left to   God and not government and I oppose all measures of Cap and Trade as   well as the teaching of global warming theory in our schools.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstredend, daß niemand auf die Idee kommt, daß wir schon mit der Emission von Kohlendioxid aus fossilen Brennstoffen Gott spielen. Interessant wäre aber auch, Kohlendioxid in dieser Position durch anderes zu ersetzen - zum Beispiel durch Asbest, Quecksilber, Dioxin und andere üble Giftstoffe. Aber man sollte es nicht beschreiben - vielleicht schwebt genau diese Verallgemeinerung dieser Gruppe vor. Immerhin haben sie Verbindung zu bekannten Think Tanks, wie dem Heartland Institute und dem Cato Institute, die wiederum von Industriekonglomeraten wie Koch Industries mitfinanziert werden. Und denen wäre es ganz recht, wenn sie Abgase und Abfälle nur mit Gott abzumachen hätten und nicht mit irgendwelchen Umweltbehörden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-3904558636105548842?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/3904558636105548842/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=3904558636105548842' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3904558636105548842'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/3904558636105548842'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/09/das-kann-man-nicht-erfinden.html' title='Das kann man nicht erfinden...'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5923442706310286446</id><published>2010-08-31T11:56:00.007+02:00</published><updated>2010-08-31T12:04:00.183+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='IPCC'/><title type='text'>IPCC wurde begutachtet</title><content type='html'>Das Inter Academy Council, ein Begutachtungskomitee mit Mitgliedern der nationalen Wissenschaftsakademien und anderer Forschungsgremien&amp;nbsp;&lt;a href="http://reviewipcc.interacademycouncil.net/report.html"&gt;hat eine Begutachtung des IPCC durchgeführt und nun einen Entwurf seines Abschlußberichts vorgelegt&lt;/a&gt; (Änderungen verschiedener Punkte&amp;nbsp;sind noch möglich). Der Bericht sieht hilfreich aus, bietet aber keine Überraschungen. Ungefähr so hätte man sich das Ergebnis einer Begutachtung vorgestellt, denn im Grunde war schon vorher bekannt und andiskutiert, wo das IPCC eine bessere Managementstruktur braucht, wo die Transparenz verbessert werden muss und wo Mängel im Review-Prozess beobachtet worden waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Komitee stellt fest, daß das IPCC insgesamt erfolgreich gearbeitet hat. Durch veränderte Rahmenbedingungen und erhöhte wissenschaftliche Anforderungen sei aber eine Fortentwicklung des IPCC erforderlich. Also wurden einige Empfehlungen abgegeben:&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kernempfehlungen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Handlungsfähigkeit des IPCC zu erhöhen, sollte der IPCC-Rat (panel) einen Exekutivausschuss einrichten, damit permanent Beschlüsse ergehen und überwacht werden können. An die Spitze des Sekretariats sollte ein Exekutivdirektor gesetzt werden, um auch dieses handlungsfähiger zu machen. Dieser sollte aber nur für die Zeit jeweils eines Sachstandsberichts arbeiten (derzeit ca. 5-7 Jahre), statt wie der derzeitige IPCC-Vorsitzende bis zu zweimal 6 Jahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Review-Prozess sollten die Redakteure stärker Einfluß darauf nehmen, daß Review-Kommentare tatsächlich umgesetzt werden und daß echte Kontroversen besser im Bericht dokumentiert werden. Außerdem sollten die Redakteure Review-Kommentare sammeln und zusammenfassen, damit sich die Autoren auf die Grundsatzpunkte in ihren Antworten und Überarbeitungen konzentrieren können. (Zum Beispiel wurden alleine für den Bericht der Arbeitsgruppe 2 37.000 Review-Kommentare bearbeitet. Es ist nahe liegend, daß die Gefahr von Fehlern oder nicht genügend beachteten Kommentaren erheblich ist, wenn zudem die damit befaßten Autoren die Arbeit für das IPCC neben ihrer bezahlten Forschungs- und Lehrtätigkeit erledigen. Und da die Autoren im Grunde freiwillige Arbeit leisten, konnte manchmal die Qualität dieser Arbeit ungenügend sein. Daher würde ein verbesserter Durchgriff der Redakteure dafür sorgen, daß die Autoren sich stärker auf diese Arbeit konzentrieren. Allerdings löst das nach meiner Meinung nicht das Problem, daß die Autoren im Grunde freiwillig und unbezahlt arbeiten und ihr Einsatz daher nicht wirklich eingefordert werden kann.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Bewertung von Ergebnissen sollten alle Arbeitsgruppen den Ansatz der 3 Arbeitsgruppe im 4. Sachstandsbericht übernehmen und Ergebnisse qualitativ nach dem Konsensniveau (level of understanding) einstufen. Man würde sich also weniger an einer ungefähren Skala orientieren, wie wahrscheinlich oder sicher ein Ergebnis ist, sondern wie gut dieses Ergebnis in der Literatur abgesichert ist und inwieweit es dabei noch Kontroversen gibt. Quantitative Wahrscheinlichkeitsaussagen sollten nur dort getroffen werden, wo es genug Daten gibt, um solche Aussagen sinnvoll treffen zu können. Die empfohlene Skala wäre also zweidimensional mit den Eckpunkten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;hohe Übereinstimmung&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;hohe Übereinstimmung&lt;br /&gt;begrenzte Belege&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;viele Belege&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;niedrige Übereinstimmung&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;niedrige Übereinstimmung&lt;br /&gt;begrenzte Belege&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; viele Belege&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Und die Skala würde ergänzt um quantitative Wahrscheinlichkeitsaussagen dann und nur dann, wenn dafür belastbare Daten zur Verfügung stehen. Das wäre nach meiner Meinung eine wesentliche Verbesserung der Nutzbarkeit der IPCC-Berichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das IPCC sollte eine Kommunikationsstrategie einrichten, um rasch und angemessen Anfragen im Sinne der Mitglieder beantworten zu können, und regeln, wer für das IPCC sprechen darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Bestimmung der Teilnehmer an Bewertungen der Literatur für die IPCC-Berichte sollten Regeln festgelegt werden. Es sollte außerdem besser nachvollziehbar gemacht werden, welche Quellen für die IPCC-Berichte berücksichtigt wurden, selbst wenn diese dann im Bericht nicht erwähnt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Weitere Empfehlungen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den regionalen Abschnitten des Berichtes sollten sowohl lokale Experten eingesetzt werden als auch bei Bedarf Experten anderer Regionen, wenn sie sinnvoll beitragen können. (Das richtet sich ganz speziell auf den Fehler mit den Himalaya-Gletschern). Werden als Quellen andere als bereits veröffentlichte oder fachbegutachtete Publikationen verwendet, soll es dafür Richtlinien geben und soll dies im Bericht gekennzeichnet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt löbliche Vorschläge, teilweise auch echte Verbesserungen. Insgesamt aber wenig überraschend, sondern Empfehlungen, über die schon im Vorfeld geredet wurden und die teilweise auch wohl schon ohne dieses Komitee umgesetzt worden wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,714668,00.html"&gt;Warum jetzt bei dem Spiegel darüber wie eine Kriegsberichterstattung geschrieben wird&lt;/a&gt;, ist nicht nachvollziehbar, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/05/wenn-schon-mist-schreiben-dann-richtig.html"&gt;abgesehen davon natürlich, daß der Autor Bojanowski heißt und bislang zu dem Thema nicht&lt;/a&gt; mit Kompetenz geglänzt hatte. &lt;a href="http://rogerpielkejr.blogspot.com/2010/08/report-of-iac-review-of-ipcc.html"&gt;Immerhin durfte Roger Pielke jr. dabei ablassen, daß der Bericht den IPCC hart treffen würde. (The report is remarkably hard hitting with constructive and far-reaching consequences.)&lt;/a&gt; So sieht Wunschdenken aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5923442706310286446?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5923442706310286446/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5923442706310286446' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5923442706310286446'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5923442706310286446'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/08/ipcc-wurde-begutachtet.html' title='IPCC wurde begutachtet'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-5392532939624226743</id><published>2010-08-30T22:42:00.000+02:00</published><updated>2010-08-30T22:42:24.521+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Vertrauen wir den Journalisten?</title><content type='html'>Die Frage lautet eigentlich: Vertrauen wir den Wissenschaftlern? &lt;a href="http://dotearth.blogs.nytimes.com/2010/08/26/on-harvard-misconduct-climate-research-and-trust/"&gt;Und sie wird gestellt von Andrew Revkin&lt;/a&gt;, den früheren Wissenschaftsjournalisten der New York Times, der sich wacker bemüht, sein einstiges hohes Ansehen zum Teufel gehen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wort "Vertrauen" ist gut. Es geht nicht darum, den Wissenschaftlern zu glauben. Glaube gehört in die Kirche und bedeutet, daß man nicht vorhat, nachzufragen und zu überprüfen, was einem da als Wahrheit angedient wird. Wenn jemand vertraut, dann behält er es sich vor, irgendwann auch mal zu überprüfen, ob das Vertrauen berechtigt war. Kontrolle ist möglich, aber solange man vertraut, spart man sich eine Mühe, die nach vorläufigem Kenntnisstand nicht erforderlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir vertrauen Wissenschaftlern deshalb, weil wir sie als Profis auf ihrem Gebiet anerkennen. Und wir erkennen sie als Profis an, weil wir wissen, daß sie eine anspruchsvolle Ausbildung durchgemacht haben und dann permanent auf ihrem Spezialgebiet arbeiten. Und wir vertrauen ihnen schließlich auch deshalb, weil wir davon gehört haben, daß die Wissenschaftler sich gegenseitig auf die Finger gucken. Fehler kommen vor, aber früher oder später (meist früher) stellt ein Wissenschaftler fest, daß er andere Ergebnisse als sein Kollege hat. Und da der Wissenschaftsbetrieb ein Konkurrenzkampf ist, in dem jeder möglichst viel publizieren möchte und zeigen möchte, daß er mehr weiß als seine Kollegen, ist der Antrieb sehr groß, Kollegen korrigieren zu wollen. Präzise gesagt, Wissenschaftler würden sogar dann noch ihre Kollegen korrigieren wollen, wenn es dafür keinen Cent gäbe, sondern einfach nur darum, es besser zu wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie viele Wissenschaftler braucht es denn, damit sie sich gegenseitig kontrollieren können? Wenige. Vielleicht sogar nur 3. Immer 2 könnten für einen anderen ein Peer Review machen. Mehr wären natürlich besser, um eine Diskussion in Gang halten zu können. In den Anfängen der neuen Physik um Niels Bohr, Pauli, Heisenberg, De Broglie waren wenige Dutzend Wissenschaftler ernsthaft involviert. &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2010/08/andy-revkins-rent-party.html?showComment=1283160466917#c1933434770337617452"&gt;Trotzdem haben sie die Quantenmechanik aufgebaut und gewaltige Erkenntnisse angesammelt&lt;/a&gt;. Möchte jemand behaupten, daß dieser kleine Verein von Wissenschaftlern, die sich in den zwanziger Jahren noch alle persönlich kannten und trafen, sich nicht gegenseitig effektiv kontrollierten und gemeinsam in der Lage waren, das Wissen um die Welt zu erweitern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://dotearth.blogs.nytimes.com/2010/08/26/on-harvard-misconduct-climate-research-and-trust/"&gt;Zurück zu Revkin. Er ist anderer Meinung&lt;/a&gt;. Man braucht nicht seinen ganzen Beitrag zu lesen, um ein flaues Gefühl im Magen zu bekommen. Revkin zitiert einen Fall aus der Kognitionsforschung, in der Kollegen kürzlich feststellten, daß der Wissenschaftler Marc Hauser seine Ergebnisse wohl gefälscht hatte. Aus irgendeinem Grund fand jemand, daß dies ein guter Anlaß wäre, darüber zu diskutieren, ob die Klimaforschung zu sehr unter Gruppendenken leidet, unter schützendem Stammesdenken und die Bereitschaft, Ergebnisse zu verdrehen, damit sie der Umweltschutzagenda entsprechen. Und weil jemand das fand, meinte Revkin dann, im Rahmen einer Email-Diskussion die Frage für die Klimaforschung beantworten zu müssen. Und dies teilt er dann der Welt mit Zeitungsartikel und Blogbeitrag mit. Bereits hier möchte man nicht weiterlesen. Was hat denn das Fehlverhalten eines Kognitionsforschers mit dem Zustand der Klimaforschung zu tun? Wie soll man davon etwas über Gruppendenken in einem ganz anderen Fach ableiten? Überhaupt, was für ein Gruppendenken, was für ein Verdrehen von Ergebnissen? Und was ist das für eine hinterfotzige Art: irgendjemand spricht eine Verschwörungstheorie aus und Revkin erklärt nun, wie er sich Wissenschaft vorstellt, genauso, wie ein Blinder von Farbe redet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://climateprogress.org/2010/08/29/andy-revkin-climate-science-aclimate-journalism/"&gt;Auf Climate Progress hört man beim ersten Übelkeitsanfall nicht auf&lt;/a&gt;, sondern seziert den Beitrag, &lt;a href="http://rabett.blogspot.com/2010/08/andy-revkins-rent-party.html"&gt;mit Links&lt;/a&gt; zu anderen, nicht minder &lt;a href="http://www.easterbrook.ca/steve/?p=1874"&gt;befremdeten &lt;/a&gt;Kommentatoren. Denn Revkin legt ordentlich drauf. Er führt als Argument für das Stammesdenken in der Klimaforschung an, daß hier ja eine Reihe sehr spezialisierter Felder tätig seien. Klopfen sich da nicht die Paläoklimatologen, die Eiskernforscher, die Glaziologen, die Klimamodellierer nicht alle gegenseitig auf die Schulter? Es mag ja verzeihlich für Klein-Erna sein, wenn sie sich so Altherrenclubs von Forschern vorstellt, aber wie oben dargestellt klopft sich auch ein sehr kleiner Kreis hochspezialisierter Wissenschaftler nicht gegenseitig auf die Schultern. Zumal in der Klimaforschung die Zusammenarbeit der verschiedenen Spezialgebiete essentiell ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kommt noch schlimmer. Revkin will Belege dafür haben, daß Klimaforscher für eine Umweltagenda Ergebnisse verdreht hätten. Und er führt nicht etwa einen systematischen Nachweis, sondern zum einen an, daß im IPCC-Bericht steht, daß wahrscheinlich 20-30 Prozent der Arten von einer globalen Temperaturzunahme um etwa 1,5 - 2,5 Grad oder von über 2 Grad bezogen auf einen unklaren Bezugszeitsraum bedroht seien. Je nachdem, wo man im Bericht bzw. in der Zusammenfassung nachschaut, ist der Beitrag etwas anders formuliert. Ist das jetzt Schlampigkeit in einem minder schweren Fall oder ist das "Verdrehen von Ergebnissen"? Und ist so ein Einzelfall geeignet, ein ganzes Forschungsgebiet zu beurteilen? Der zweite und einzige weitere Beleg ist, daß Peter Huybers in einer Diskussion erklärte, daß Beiträge, die extreme Ereignisse erläutern, ein bessere Chance hätten, in gut sichtbaren Journalen wie Nature abgedruckt und in den Medien Widerhall zu finden als mehr technische Publikationen, die nicht so dramatische Ergebnisse haben, sondern das Für und Wider in einem bestimmten Punkt diskutieren. Ist das ausreichend, daraus zu konstruieren, Klimaforscher wollten eine Umweltagenda umsetzen und würden dafür Ergebnisse verdrehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plausibler ist wohl, daß Revkin für seine Erzählung von Gruppendenken unter Wissenschaftlern mit Agenda, die in IPCC-Berichten die Klimakatastrophe konstruieren, ordentlich die Tatsachen verdreht und aus einem Minimum an Anhaltspunkten ein Maximum an Verallgemeinerungen erzeugt hat. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/08/too-little-too-late.html"&gt;Lassen wir doch mal Revue passieren, was in der letzten Zeit von verschiedenen Medien alles an Falschbehauptungen zurückgezogen werden mußte&lt;/a&gt; - die meisten behaupteten Fehler des IPCC waren keine. &lt;a href="http://www.telegraph.co.uk/news/7957631/Dr-Pachauri-Apology.html"&gt;Zuletzt mußte der Daily Telegraph seine Behauptung zurücknehmen, IPCC-Direktor Rajendra Pachauri hätte Millionen Dollars durch seine Position beim IPCC und Einflußnahme auf die IPCC-Berichte gemacht&lt;/a&gt;. Eine Untersuchung durch die KPNG befreite Pachauri von jedem Verdacht, eine weitere Untersuchung, &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/04/viele-leute-schulden-viele.html"&gt;die wichtige Personen des IPCC von Unterstellungen freisprach, die vorher von Journalisten ohne Prüfung verbreitet wurden&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo also sollte man das Gruppendenken verorten und wo sollte man die Vertrauensfrage stellen. Bei den Wissenschaftlern, die die globale Erwärmung seit über 3 Jahrzehnten korrekt vorhersagen? Oder bei den Journalisten, die eine Unmenge von Unwahrheiten verbreitet haben, nur einen Bruchteil davon zurücknehmen und ihre eigene Falschberichterstattung bis heute weder einer Berichterstattung wert halten, noch auch nur erwägen, daß es für den Journalismus eine Qualitätskontrolle geben sollte?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-5392532939624226743?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/5392532939624226743/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=5392532939624226743' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5392532939624226743'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/5392532939624226743'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/08/vertrauen-wir-den-journalisten.html' title='Vertrauen wir den Journalisten?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-6416705388292071683</id><published>2010-08-29T20:38:00.001+02:00</published><updated>2010-09-01T19:59:42.988+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leugner'/><title type='text'>Der letzte Nagel zum Sarg der globalen Erwärmung...</title><content type='html'>In den meisten englischsprachigen Blogs, in denen oben mit unten und links mit rechts vertauscht wird und die globale Erwärmung nur eine Erfindung einer grün-kommunistisch-faschistischen Verschwörung der IPCC-Weltregierung ist, deren Steuern auf Energie uns alle ruinieren kann, wie man am Beispiel des völlig verarmten Deutschlands sehen kann, wo ein dreimal so hoher Preis von Energie im Vergleich zu den USA dazu führte, daß kein Mensch mehr deutsche Waren kaufen will und die USA uns beim Export um Längen geschlagen haben...Verzeihung, ich bin auf meiner Ironiespur ausgerutscht und habe einen Bandwurmsatz erzeugt. Wo war ich? Ach ja, es gibt Leute, für die ist der Konsens der Wissenschaft zur globalen Erwärmung ein Schwindel und Wissenschaftler wie Lindzen, Spencer, Christy, Michaels, McKitrick, Pielke sr. oder Singer oder eingebildete Wissenschaftler wie Monckton, Watts, d'Aleo oder McIntyre mit ihrer alternativen Realität definieren den akzeptierten Wissensstand. Und wann immer aus diesem erlauchten Kreis ein neuer Beitrag kommt, wird er als ultimativer Beweis gefeiert, daß die normalen Wissenschaftler sich geirrt hätten - der finale Nagel im Sarg der menschengemachten globalen Erwärmung. Nun hat die Standardtheorie die für Leugner unangenehme Eigenschaft, mit dem Gang der realen Welt übereinzustimmen - deshalb ja nenne ich diese Leute Leugner. Aber wie gut haben denn die Wissenschaftler abgeschnitten, die da dauernd diesen Sarg nageln, der dann, verflucht nochmal, einen Nagel nach dem anderen einfach so weggesteckt hat? Eine historische Nachlese:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erinnern uns: &lt;a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/allgemein/2010-07-28/global-warming-hat-geburtstag"&gt;1975 sagte Wally Broecker voraus&lt;/a&gt; (in Science &lt;b&gt;189&lt;/b&gt;, 460-463, &lt;i&gt;1975&lt;/i&gt;: Climatic Change: are we on the brink of pronounced global warming?), als die Welt gerade 30 Jahre einer, wenn auch geringfügigen, Abkühlung hinter sich hatte, daß ansteigende CO2-Konzentrationen zu einer globalen Erwärmung führen würden, die um 2000 bei ca. 0,8 Grad Celsius liegen würde. Das ist fast auf den Punkt bei dann tatsächlich 0,7 Grad Erwärmung im 20. Jahrhundert. &lt;a href="http://www.atmos.ucla.edu/%7Ebrianpm/download/charney_report.pdf"&gt;1979 kam der Charney-Report heraus&lt;/a&gt;, der ähnliche Resultate hatte. Die Klimasensitivität gerechnet in W/m²/K wurde mit 1,7 bestimmt bzw. ca. 3 Grad Celsius je Verdopplung des CO2-Äquivalents (Fehler plus/minus 1,5 Grad). 1983 folgte der Nierenberg-Report, der etwa zu gleichen Ergebnissen kam. 1988 stellte Hansen mit Kollegen fest, daß er nicht nur in Modellrechnungen diesen Wert bestätigen konnte, sondern daß auch globale Messungen der Temperatur eine Erwärmung&amp;nbsp; anzeigten. Seit 1991 bis 2007 haben 4 Berichte des IPCC diese Feststellungen bestätigt und präzisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Anfang an widersprachen einige Wissenschaftler, aus denen sich zunehmend ein harter Kern einsamer, aber über konservative Think Tanks gut vernetzter Leugner entwickelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An vorderster Front der Leugner ist das George C. Marshall-Institute, das von Jastrow, Nierenberg und Seitz gegründet wurde, und die Aufgabe hat, marktradikale, konservative und den Interessen bestimmter Industrieunternehmen dienender Verdrehungen der Wissenschaft zu streuen, wie etwa die Behauptung, die Wissenschaft um die globale Erwärmung wäre noch unsicher, im Disput und in den Auswirkungen vielleicht noch nicht mal schädlich. Leugnen auf zivilisiertem Niveau. In Energy publizierten die drei Wissenschaftler 1991 unter dem leider nicht ironisch gemeinten "Titel: Global Warming: What does the Science tell us?" die Behauptung, daß globale Modelle voraussagen, daß eine globale Erwärmung in den Messungen bereits sichtbar sein müsse. Jedoch wären alle Modellvorhersagen widerlegt: die Temperatur der Nordhemisphäre würde nicht stärker steigen als die der Südhemisphäre, die hohen Breiten würden nicht mehr erwärmen als die niederen Breiten und die globale Temperatur würde laut Satellitenmessungen global nicht steigen. Jede dieser Ausagen ist nach kurzem Blick auf die Daten falsch, und &lt;a href="http://scienceblogs.com/stoat/2010/08/nierenberg_vs_hansen.php"&gt;William Connolley demonstriert auf seinem Blog zudem, wie das Trio die Ergebnisse einer Publikation von Hansen und Kollegen fälscht&lt;/a&gt;, die zeigen, daß der gemessene globale Temperaturanstieg sich gut durch Modellrechnungen reproduzieren ließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders aktiv ist nach wie vor Fred Singer, der ein Ein-Mann-Institut für Wissenschaftsleugnung betreibt (Science and Environmental Policy Project) mit einem Wissenschaftlerbeirat, dessen meisten Mitglieder schon länger verstorben sind, was vermutlich Probleme reduziert. &lt;a href="http://ossfoundation.com/projects/environment/global-warming/myths/revelle-gore-singer-lindzen/cosmos-myth/Cosmos_article.pdf"&gt;1991 publizierte er mit Kollegen in COSMOS&lt;/a&gt;, daß die meiste Erwärmung des 20. Jahrhunderts vor dem Einsetzen des größeren Teils des zusätzlichen Treibhauseffektes erfolgt sei, es in den letzten Jahrzehnten eher kühler geworden sei und die Klimamodelle unzuverlässig und getunt seien, daher könne man derzeit nicht sagen, ob etwas an der Theorie einer menschengemachten globalen Erwärmung dran sei. Nachdem es in den letzten 20 Jahren ca. 0,4 Grad wärmer geworden ist, wirkt der Beitrag reichlich neben der Spur, zeigt aber exemplarisch, was für eine nBart die Leugner-Märchen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2009/04/wie-viel-globaler-temperaturanstieg.html"&gt;Zu Richard Lindzen hatte ich schon mal etwas beigesteuert&lt;/a&gt;,  sein Wert für die Klimasensitivität liegt bei 0,3 Grad je Verdopplung  des CO2-Äquivalents, und der von ihm in dem Beispiel von 1995 maximal  für möglich gehaltene Temperaturanstieg ist bereits deutlich überschritten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Leugnern gehörte Sherwood Idso, der wiederholt Artikel publizierte, wonach die Klimasensitivität nur bei maximal 0,4 Grad je Verdopplung des CO2-Äquivalents liege. 1998 publizierte er in Climate Research den Artikel "&lt;a href="http://www.mitosyfraudes.org/idso98.pdf"&gt;CO2-induced global warming: a skeptic’s view of potential climate change&lt;/a&gt;", in dem er seine Behauptungen seit 1980 zusammenfaßte. Demnach basierte seine Behauptung einer niedrigen Klimasensitivität auf Beobachtungen aus dem jahreszeitlichen Zyklus von Strahlung und Temperatur von Punkten in den USA (völlig unrepräsentativ für die Erde und die interessierende Zeitskale) oder aus der Division des gesamten Treibhauseffektes (über 33 Grad Celsius) durch die solare Einstrahlung (statt des gesamten Strahlungsantriebs aller Treibhausgase). Als er den Artikel Ende 1997 erstellte, war die globale Erwärmung des 20. Jahrhunderts bei etwa 0,5 bis 0,6 Grad angelangt (1996), wovon ein Teil als Ergebnis eines solaren Einflusses vorgestellt werden konnte. In den letzten 10 Jahren lag die globale Temperatur im Mittel knapp 0,3 Grad höher. Berücksichtigt man die Abschwächung der solaren Aktivität in den letzten 30 Jahren, müßte nach Sherwood Idso die globale Temperatur des letzten Jahrzehnts mehr als 0,5 Grad niedriger liegen als sie derzeit ist. Allein Idso hat über ein Dutzend "letzter Nägel im Sarg der globalen Erwärmung" beigetragen. 1984 ging es sogar noch radikaler. Im Artikel "&lt;a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/joc.3370040405/abstract"&gt;What if increases in atmospheric CO2  have an inverse greenhouse effect? I. Energy balance considerations  related to surface albedo&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;" im International Journal of Climatology, &lt;b&gt;4&lt;/b&gt;, 399-409 (1984) spekuliert er sogar darüber, daß mehr CO2 die Erde kühlen könnte, weil nach seiner Meinung nach einem Anstieg des globalen CO2 Mischungsverhältnisses Temperaturen auf der Erde insgesamt eher gesunken seien. Bei der Gelegenheit wies er gleich noch darauf hin, daß mehr CO2 sogar nützlich sei, weil dadurch die Produktivität der Pflanzen steigen würde, auch dies ein gern benutztes Leugnermotiv, &lt;a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/329/5994/940"&gt;das realen Daten widerspricht&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist deprimierend, daß diese Aufzählung nur ein winziger Ausschnitt aus eine Serie von Leugnerbeiträgen seit den 80er Jahren ist, die sich permanent wiederholen, ohne zur Kenntnis zu nehmen, daß seit 30 Jahren die Realität sich immer weiter von diesen Märchen entfernt. &lt;a href="http://aerosol.ucsd.edu/classes/sio217a/sio217afall08-myth1970.pdf"&gt;Und nein, in den 70er Jahren gab es keinen Konsens der Wissenschaft, daß eine neue Eiszeit bevorstünde&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-6416705388292071683?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/6416705388292071683/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=6416705388292071683' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6416705388292071683'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/6416705388292071683'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/08/der-letzte-nagel-zum-sarg-der-globalen.html' title='Der letzte Nagel zum Sarg der globalen Erwärmung...'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-8237729394401980702</id><published>2010-08-26T21:27:00.000+02:00</published><updated>2010-08-26T21:27:57.940+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ENSO'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimafolgen'/><title type='text'>ENSO, Hochwasser und Klimawandel</title><content type='html'>Wird die Tiefenzirkulation des pazifischen Ozeans vor der äquatorialen Küste Südamerikas unterbunden, bildet sich eine erwärmte Schicht Oberflächenwassers in einem Band weit nach Westen. Dies kann dadurch geschehen, dass die starken Passatwinde, die normalerweise aus dem Osten kommen, Wasser von der Küste wegtreiben und kaltes Tiefenwasser aufsteigen lassen, sich zeitweise abschwächen und warmes Oberflächenwasser des Zentralpazifik bis zur südamerikanischen Küste vordringen lassen. Die dadurch erwärmte Luft sorgt dafür, daß die globale Temperatur bis zu 0,2 Grad wärmer ist als in Zeiten stärkerer Durchmischung im Pazifik. Diese zeitweilige zusätzliche Erwärmung von Oberflächenwasser und Luft zieht in den folgenden Monaten in viele andere Regionen , und trägt möglicherweise zu Hitzewellen an anderen Orten bei. Diese Konstellation heißt El Niño, weil sie üblicherweise im Winter auftritt, zur Zeit des Christkindes (el Niño=das Kind bzw. in dem Zusammenhang das Christkind im Spanischen). Das Gegenstück zum El Niño ist La Niña, wenn die Passatwinde besonders stark sind und kaltes Tiefenwasser vor Südamerika verstärkt aufsteigt und für kaltes Oberflächenwasser im äquatorialen Pazifik sorgt, gepaart mit starken Niederschlägen in Südostasien, aber auch Kältewellen in Südamerika (wie in den letzten Wochen). Zusammen sind dies die Phasen des ENSO-Zyklus, wobei dies in Wahrheit kein Zyklus ist, sondern eine chaotische Abfolge der Phasen, die jeweils stärker oder schwächer ausgeprägt sein können. Außerdem hängen an den ENSO-Phasen Wetterauswirkungen vielfältiger Art. Unter anderem bringt man die katastrophalen Niederschläge in Pakistan und derzeit in Indonesien und zerstörerische Hochwasser mit La Niña in Verbindung. Außerdem wird der ENSO-Zyklus anscheinend von der globalen Erwärmung beeinflußt. Und das nicht zum Guten. &lt;a href="http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-277"&gt;Es gibt einen neuen Bericht der NASA und der National Oceanic and Atmospheric Agency NOAA in den USA, der Anlaß zur Sorge gibt.&lt;/a&gt; Was steht da drin?&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/THaw7i3do6I/AAAAAAAAAMQ/Eh0V8KMiu50/s1600/elnino20100825-browse.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="218" src="http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/THaw7i3do6I/AAAAAAAAAMQ/Eh0V8KMiu50/s400/elnino20100825-browse.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="photo_caption"&gt;Abweichungen von der normalen Meeresoberflächentemperatur (links) und Höhe (rechts) 2009-2010 (Spitzenwerte) beim zentralpazifischen El Niño. Messung durch polarumlaufende Satelliten von NOAA bzw. Jason-1-Station von NASA. Maximalwerte im zentralen äquatorialen Pazifik. &lt;a href="http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-277"&gt;Quelle: NASA/JPL-NOAA&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;El Niño 2009/2010 war ungewöhnlich. Der klassische El Niño ist gekennzeichnet durch wärmer als normales Meeresoberflächentemperaturen im Ostpazifik vor Südamerika. Doch dieser El Niño zeigt eine Erwärmung weiter im Westen und auch nördlicher. Und das nicht erst seit 2009. Seit 1990 konnte dieser mehr westliche Typ des El Niño zunehmend beobachtet werden. Wie Tong Lee und Michael McPhaden vom Jet Propulsion Laboratory der NASA feststellten, hatte sich in den letzten 20 Jahren die Stärke des zentralpazifischen El Niño verdoppelt. Dieser Trend erklärt fast die gesamte Erwärmung der Meeresoberflächentemperaturen in dieser Region. Diese Entwicklung ist von vielen Klimamodellen so berechnet worden. Doch da der ENSO-Zyklus in Stärke und genauer Ausprägung schwankt und in den Auswirkungen Kopplungen mit anderen Zyklen zeigt, ist es schwierig, Wetterereignisse genau dem Stand des ENSO-Zyklus zuzuschreiben oder zu bestimmen, wie stark sich die globale Erwärmung darauf auswirkt. Doch wenn es sich weiter bestätigt, daß die globale Erwärmung den ENSO-Zyklus sowohl verändert wie auch intensiviert, dann deutet das auf zwei Entwicklungen in der Zukunft hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen werden wir damit zunächst gerade erworbene Fähigkeiten zur saisonalen Vorhersage wieder verlieren, die nicht zuletzt darauf basierten, daß wir einigermaßen den Ablauf von ENSO in den nächsten bis zu 6 Monaten vorhersagen konnten. Zum anderen bedeutet es auch, daß die jeweilig angekoppelten Trockenzeiten (z.B. in Australien, Indonesien und Kalifornien bei einem El Niño) oder extremen Niederschläge (in Indonesien, Teilen Amerikas und sogar Pakistan und dem Westen Indiens in der Monsunregenzeit bei einer La Niña) an Stärke mit der globalen Erwärmung zunehmen werden. Obwohl wir also sagen können, daß die Extremniederschläge in Pakistan und Indonesien durch die gegenwärtige La Niña-Phase begünstigt wurden, ist das Ausmaß vielleicht auch eine Folge der globalen Erwärmung. Derzeit ist dieser Zusammenhang noch spekulativ. Für die El Niño-Phase ist es besser belegt, aber auch noch nicht gesichert. Aber wir wissen zunehmend besser, worauf wir achten müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt verschiedene Analysen dazu, warum die Hitzewelle in Rußland so intensiv war, wie es seit in denletzten 1000 Jahren (oder länger) nicht beobachtet werden konnte. &lt;a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/08/lockwood-zu-solaren-anderungen-und-das.html"&gt;Es wird über den Einfluß der geringen solaren Aktivität spekuliert&lt;/a&gt;, über die Entwicklung eines abgeschwächten und Tiefdruckgebiete blockierenden Tropopausenstrahlstroms durch ungewöhnlich warmes Wasser im Nordatlantik und einen Einfluß bzw. eine Verstärkung dieser Effekte durch die globale Erwärmung. &lt;a href="http://www.wunderground.com/blog/JeffMasters/comment.html?entrynum=1576&amp;amp;tstamp="&gt;Über letzteres spekuliert auch der Meteorologe Jeff Masters in seinem Blog&lt;/a&gt;.&lt;a href="http://www.wunderground.com/blog/JeffMasters/comment.html?entrynum=1585&amp;amp;tstamp="&gt; Er meldet außerdem, daß mit 51,4 Grad ein neuer Hitzerekord in Palästina gesetzt wurde (am 7. August), somit melden nun 18 Staaten und Territorien für 2010 einen Hitzerekord, mehr als je zuvor&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-8237729394401980702?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/8237729394401980702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=8237729394401980702' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8237729394401980702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/8237729394401980702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/08/enso-hochwasser-und-klimawandel.html' title='ENSO, Hochwasser und Klimawandel'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/THaw7i3do6I/AAAAAAAAAMQ/Eh0V8KMiu50/s72-c/elnino20100825-browse.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-660935608004145390</id><published>2010-08-18T22:51:00.000+02:00</published><updated>2010-08-18T22:51:13.627+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klimafolgen'/><title type='text'>Wann wissen wir, ob der Klimawandel mehr Menschen tötet?</title><content type='html'>Die Frage im Titel hat eine einfache Antwort: 2100, vielleicht auch schon einige Jahre vorher, wissen wir es. Wir können nämlich nur dann sicher sagen, wie viel Menschen der Klimawandel tötet, wenn er erfolgt ist. Und auch dann mit der Einschränkung, daß wir irgendwie feststellen müssen, wie der Vergleichszustand ohne Klimawandel aussieht. Das ist nicht immer einfach. Als 1917 die kommunistische Diktatur sich in Rußland an die Macht putschte und das Land mit Bürgerkrieg und die unbotmäßige Ukraine schließlich mit einer Hungersnot überzog, was nehmen wir als Verursacher der Millionen Hungertoten in der Ukraine: die politischen Verhältnisse, den Krieg, die Zwangskollektivierung und Beschlagnahmen in der Ukraine? Oder rechnen wir die Toten als Ergebnis einer Dürre, eines klimatischen oder meteorologischen Einflusses? Wenn Sie letzteres für plausibler halten, heißen Sie Indur Goklany und publizieren Sie im Interesse diverser Think Tanks Artikel, die "beweisen", daß der Klimawandel zu einer abnehmenden Zahl von Toten führt und die Toten durch den Klimawandel ohnehin gegenüber denen durch andere Ursachen vernachlässigt werden können. Gehen wir mal in die Einzelheiten.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGxG1i2TggI/AAAAAAAAAMM/HDtyohyFPsI/s1600/1514785309.png" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="185" src="http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGxG1i2TggI/AAAAAAAAAMM/HDtyohyFPsI/s320/1514785309.png" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.thegwpf.org/the-observatory/1378-indur-m-goklany-global-death-toll-from-extreme-weather-events-declining.html"&gt;Nach Meinung von Goklany beweist das, daß Klima und Wetter früher tödlicher waren. Nach meiner Meinung zeigt das, daß eine Ansammlung von Einzelereignissen keine belastbare Statistik gibt (Zahl der Toten pro Jahr und Todesfallraten pro Millionen Menschen für jeweils ein Jahrzehnt aufgrund von Ereignissen, die irgendwie mit Wetter und Klima zu tun haben könnten)&lt;/a&gt;.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indur Goklanys Ansatz, eine abnehmende Zahl von Toten durch Dürre, Überschwemmungen und Stürme zu ermitteln, &lt;a href="http://www.thegwpf.org/the-observatory/1378-indur-m-goklany-global-death-toll-from-extreme-weather-events-declining.html"&gt;kann man zum Beispiel unter diesem Link finden.&lt;/a&gt; Sein Beweis ist eine Graphik, die er aus &lt;a href="http://www.emdat.be/"&gt;Daten der International Desaster Database der WHO Collaborating Centre for Research on the Epidemiology of Disasters (CRED&lt;/a&gt;)zusammengestellt hat. Da sieht man zwischen 1920 und 1949 furchtbar viele Menschen durch Dürren und Überschwemmungen sterben, 1950 bis 1969 immer noch recht viele, und dann vergleichsweise wenige Menschen umkommen. Für jemanden, der marktradikalen Gedanken nahesteht, der entsprechende Positionen in einer Stellung beim Innenministerium der USA und für das Cato-Insitut und das Heartland-Institut vertreten hat, ist das ein klarer Beweis dafür, daß die globale Erwärmung keinen Einfluß auf Todesfälle hat (oder gar, globale Erwärmung Menschenleben rettet).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man hingegen versucht, ein statistisch belastbares Ergebnis zu erzielen, dann stößt man sofort auf ein Problem: die ganze Zeitreihe wird von wenigen Einzelereignissen bestimmt. Also kann man gar keine Korrelation aufstellen, sondern man muß die Einzelereignisse betrachten. Das sind konkret für die 20er Jahre 3 Dürren: 1921 Ukraine mit 1,2 Millionen, 1928 China mit 3 Millionen und 1920 China mit 0,5 Millionen. Bleiben 0,15 Millionen für den ganzen Rest übrig. Und warum gab es da diese Toten? 1921 Bürgerkrieg und Zwangskollektivierung in der Ukraine, in China war Bürgerkrieg und eine Herrschaft von Warlords. Die gleiche Dürren zu anderen Zeiten hätten vielleicht überhaupt keine Toten zur Folge gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den 30er Jahren sind Überschwemmungen das Thema: 3,7 Millionen Tote 1931 und 0,5 Millionen 1939. Und dann bleiben noch 0,26 Millionen für den ganzen Rest. Warum war das so? 1931 trat der Yangste über die Ufer, was in Monsun-Zeiten geschen kann. &lt;a href="http://www.naturgewalt.de/ueberschwemmungen.htm"&gt;1851-1865 sollen sogar über 40 Millionen Menschen in einer Reihe solcher Überschwemmungen ums Leben gekommen sein.&lt;/a&gt; Flußregulierungen haben schließlich die Gefährdung durch den Yangtse reduziert. Aber 1931, in einer Zeit ständiger Bürgerkriege, schließlich auch des Krieges mit Japan, konnte davon noch keine Rede sein.Eine Folge des Klimas oder eher des Standes der Flußregulierung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den 40er Jahren geht es wieder um Dürren: 1,9 Millionen 1943 in Ostindien (heute Bangladesh) und 1,5 Millionen 1942 in Indien. Bleiben 0,3 Millionen für den ganzen Rest. Man darf jetzt überlegen, ob es ohne den 2. Weltkrieg in der britischen Kolonie Indien auch so viele Hungertote in einer Dürre gegeben hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den 50er Jahren gibt es nur ein Ereignis: 1959 eine Überschwemmung durch den Gelben Fluß in Ostchina mit 2 Millionen Toten, wobei hier Ertrunkene und Verhungerte durch Ernteschäden zusammengezählt sind. Da das Ereignis in die Zeit des "Großen Sprungs" fällt, als insgesamt bis zu 50 Millionen Chinesen verhungerten, ist auch hier zweifelhaft, ob man die Toten einem Wetterereignis oder nicht eher der damaligen Situation in China zuordnen sollte. Die Toten der 60er Jahre lassen sich einer einzigen Dürre 1961 in Indien zuordnen. Wetterereignis oder Ausdruck der damaligen politischen Lage in Indien? In den 80er Jahre lasse nsich fast alle Toten durch 3 Dürren in Kriegs- und Bürgerkriegsländern erklären: 1981- 1985 in Sudan, Äthiopien und Mocambik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, eine Liste von 12 Einzelereignissen, bei denen durchweg Krieg, Bürgerkrieg und fehlende zentrale Kontrolle oder Unterstützung eine Rolle spielen, dominieren die gesamte Statistik, mit der Goklany argumentieren will. Das Zahlenwerk ist für diesen Zweck ungeeignet. Und man braucht auch nicht lange zu raten, ob Goklany das nicht hätte bewußt sein müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber womit müssen wir eigentlich rechnen? Zum einen mit ausgedehnten Hitzeperioden, die schließlich zu Hitzetoten, Waldbränden und schwersten Umweltschäden mit Toten durch Belastung der Luft oder des Wassers führen wie 2003 in Südeuropa oder dieses Jahr in Rußland. Das werden in jedem Einzelereignis bis einige 10.000 Menschen sein, stark abhängig davon, wie gut entwickelt der Staat ist, den es trifft und wie zeitig Abwehrmaßnahmen getroffen werden. Zum anderen müssen wir damit rechnen, daß Ernteausfälle in mehreren Staaten gleichzeitig so eintreten können, daß die globale Versorgung mit Nahrungsmitteln zusammenbricht. Das wäre dann ein Ereignis, daß plötzlich und unvorhersehbar eintritt. So ein Ereignis kann man nicht durch die Fortschreibung irgend eines linearen Trends bestimmen, denn so lange immer nur in einzelnen Regionen Ernteausfälle auftreten und die Belastung der Erde ein bestimmtes Maß nicht überschritten hat, wird man auch keine Nahrungsmittelkrise erkennen können, höchstens die durch Mißwirtschaft oder Kriege möglichen Versorgungskrisen in einzelnen Regionen. Statistiken wie die von Goklany zeigen uns nur, daß Krisen, die Staaten in Kriegen, Bürgerkriegen, mit starker Mißwirtschaft und ohne internationale Solidarität erwischen, zu vielen Todesfällen führen. Für Aussagen über die Folgen des Klimawandels sind sie sinnlos, denn die Statistiken des 21. Jahrhunderts werden mit denen des 20. Jahrhunderts nichts zu tun haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-660935608004145390?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/660935608004145390/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=660935608004145390' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/660935608004145390'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/660935608004145390'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/08/wann-wissen-wir-ob-der-klimawandel-mehr.html' title='Wann wissen wir, ob der Klimawandel mehr Menschen tötet?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGxG1i2TggI/AAAAAAAAAMM/HDtyohyFPsI/s72-c/1514785309.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-2439552852202907104</id><published>2010-08-15T20:15:00.000+02:00</published><updated>2010-08-15T20:15:19.829+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Statistik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Seeeis'/><title type='text'>Rekordticker - nur eine Spielerei?</title><content type='html'>Rekordticker sind anscheinend dieses Jahr in. Immerhin spricht viel dafür, daß zumindest in einer, vielleicht in mehreren globalen Temperaturzeitreihen 2010 ein neuer Jahresrekord aufgestellt wird. Auf Basis eines &lt;a href="http://climateprogress.org/2010/06/03/nasa-giss-james-hansen-study-global-warming-record-hottest-year/"&gt;gleitenden 12-Monate-Mittels gab es bereits Rekorde in den Zeitreihen von NASA-GISS und NOAA-NCDC&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.ncdc.noaa.gov/sotc/?report=global"&gt;war das erste Halbjahr 2010 das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen&lt;/a&gt;. Von Zeit zu Zeit gibt zum Beispiel &lt;a href="http://www.scienceblogs.de/primaklima/2010/07/rekordticker-juni-2010.php"&gt;Georg Hoffmann auf seinem Blog PrimaKlima einen Rekordticker heraus&lt;/a&gt;. Spannender ist der Blick auf das Seeeis in der Arktis, obwohl wir 2010 ziemlich sicher keinen neuen Rekord bei der Eisausdehnung sehen werden, beim Eisvolumen hingegen schon.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGgsYbixIsI/AAAAAAAAAL8/N6QLRkbcKYg/s1600/N_stdev_timeseries+15+August+2010.png" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGgsYbixIsI/AAAAAAAAAL8/N6QLRkbcKYg/s400/N_stdev_timeseries+15+August+2010.png" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://nsidc.org/data/seaice_index/images/daily_images/N_stddev_timeseries.png"&gt;Eisausdehnung (mindestens 15% Eisbedeckung) des Nordpolarmeers in Millionen Quadratkilometern nach NSIDC.&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich mit der Statistik verschiedener Trends beschäftigt hat, weiß daß der Blick auf Rekorde manchmal eher eine Spielerei ist. Einer der Gründe dafür ist, daß selbst in einer Zeitreihe, die keinen Trend hat, im Laufe der Zeit immer neue Rekorde in beide Richtungen zu erwarten sind. Sollte das statistische Rauschen auf der Zeitreihe normal verteilt sein, dann steckt hinter der Statistik der Extremwerte auch wieder die Normalverteilung. Die weiter vom Zentrum entfernten Werte sind schnell sehr unwahrscheinlich, aber auch der weiteste Ausreißer ist nicht unmöglich. Den Abstand vom Mittelwert bestimmt man bequemerweise in Vielfachen des Streuungsmaßes, insbesondere der Standardabweichung. Das Integral der Verteilung kann man für beliebige Grenzen berechnen und weiß daher, daß zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit, auf einer Seite die doppelte Standardabweichung zu übertreffen, bei 2,3% liegt. Bei der dreifachen Standardabweichung sind wir bei 0,13%, beim vierfachen Wert bei 0,003%. Wenn wir innerhalb von 100 Jahren ein Jahr haben, das vom Mittelwert um das doppelte der Standardabweichung abweicht, sind wir nicht überrascht, sondern würden das gemäß der Verteilungswahrscheinlichkeit erwarten. Weichen hingegen gleich 5 Werte um mehr als 2 Standardabweichungen ab, ist das schon ungewöhnlich, wenn auch noch nicht sehr. Ab einem gewissen Umfang solcher Abweichungen müßten wir die bislang angenommene Verteilung um den Mittelwert anzweifeln. Entweder haben wir einen falschen Wert für die Standardabweichungen angenommen oder die Verteilung ist breiter als eine Normalverteilung oder die Eigenschaften der Verteilung haben sich irgendwann verändert. Liegt ein Trend unter, ist das Prinzip das gleiche, wir schauen jetzt nur nach der Größe der Abweichung vom Trend, wieder gemessen in Einheiten der Standardabweichung. (Wer sich mit Statistik auskennt, wird sich wundern, warum ich so viele Worte mache - es gibt exakte Tests, die für eine Normalverteilung bei bestimmten Voraussetzung zeigen, wie signifikant ungewöhnlich Ausreißer sind. Aber in der Realität sind die Daten weder genau normalverteilt, noch sind sie unkorreliert, was Auswirkungen auf den zu wählenden Test hat. Daher bleibe ich bei groben, eher qualitativen Einteilungen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betrachten wir nun Maße für die Seeeisbedeckung in der Arktis. Da haben wir verschiedene Maße zur Verfügung, insbesondere die Seeeisausdehnung (extent) gemessen als die Fläche, auf der das Meer zu mindestens 15% (oder 30% - je nach Quelle) mit Eis bedeckt ist. Je nach Satellit und Berechnungmethode können verschiedene absolute Werte herauskommen, aber der berechnete Trend ist nicht sehr verschieden. &lt;a href="http://nsidc.org/data/seaice_index/index.html"&gt;Ich schaue normalerweise (wie viele andere) auf die NSIDC-Daten&lt;/a&gt;. Abweichungen kommen zum Beispiel dadurch herein, daß zum einen die Satelliten den Nordpol nicht abdecken, und daher für eine Scheibe Annahmen gemacht werden müssen, etwa die, daß in der Scheibe um den Nordpol die Bedeckung durch Eis durchgängig ist. Zum anderen ist an der Küste nicht ganz eindeutig, ob jetzt Seeeis oder Schnee an Land oder einfach Land vom Satelliten als Seeeispixel identifiziert werden. Es gibt also einen gewissen Fehler, vor allem zwischen verschiedenen Produkten, weniger aber innerhalb einer Zeitreihe, weshalb der Trend genauer ist als der Einzelwert. Ein besseres Maß, aber schwieriger zu bestimmen ist das Eisvolumen, wo also Eisausdehnung und Eisdicke eingehen. Es ist deshalb ein besseres Maß, weil der Wind unter Umständen Eis zusammenschieben und auseinandertreiben kann und dadurch die Eisausdehnung ein Zufrieren oder Abschmelzen andeuten kann, welches gar nicht real ist. Für die Beurteilung der Eisschmelze ist es natürlich sehr relevant, ob die Fläche gleich bleibt und die Eisdicke auch oder ob bei stabiler Eisschmelze das Eis dünner wird. Letzteres war in den letzten Jahren festzustellen.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGguGVXy1JI/AAAAAAAAAME/vfoYceqJQwU/s1600/N_09_plot.png" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="228" src="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGguGVXy1JI/AAAAAAAAAME/vfoYceqJQwU/s400/N_09_plot.png" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="ftp://sidads.colorado.edu/DATASETS/NOAA/G02135/Sep/N_09_plot.png"&gt;Eisausdehnung (min. 15% Eisbedeckung) im Nordpolarmeer - Anomalie für September 1979 bis 2009 und Trend.&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Bei der Seeeisausdehnung war der letzte Rekord für das jährliche Minimum im Eis (üblicherweise im September) 2007 aufgrund der globalen Erwärmung und zugleich ungewöhnlichen Windverhältnissen, die das Eis zusammengeschoben hatten. Weil das Minimum so deutlich war, hatte ich damals darüber spekuliert, ob hier ein Bruch des bisherigen Abwärtstrends vorlag. Die Seeeisausdehnung war um 0,06 Millionen Quadratkilometer pro Jahr gesunken, doch der Wert von 2007 wich um mehr als 3 Standardabweichungen von diesem Trend ab (Trend berechnet ohne die Werte ab 2007!). Die Wahrscheinlichkeit dafür bei 31 Werten war 0,2% bzw. ein Ereignis, das man alle 15.000 Jahre erwarten würde. Doch in den folgenden 2 Jahren war das Minimum im September nicht mehr ganz so stark ausgeprägt. In Einheiten der Standardabweichung ausgedrückt 2008 noch 2,2 und 2009 1,5 unter dem Trend - Abweichungen, die statistisch gesehen nicht mehr aufregend sind, aber in der Häufung doch unwahrscheinlich. 2010 ist nach Angaben der NSIDC nicht von einem neuen Rekordwert auszugehen, aber doch vermutlich von einem Minimum unter dem von 2009 (falls die Schmelzrate im August auf dem mittleren Niveau der Vorjahre liegt) und somit um 2 Einheiten der Standardabweichung unter dem Trend. Bei dann 4 aufeinanderfolgenden Werten, die um 1,5 bis über 3 Einheiten der Standardabweichung unter dem Trend liegen würde ich von einem Trendbruch ausgehen und das Fazit ziehen: ja, der Trend bei der sommerlichen Eisschmelze, der von 1979 an bestanden hatte, wurde 2007 gebrochen und weist seitdem steiler nach unten - die sommerliche Eisschmelze hat sich durch die globale Erwärmung beschleunigt.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGgqR64fmkI/AAAAAAAAAL0/_vsCs19axDs/s1600/BPIOMASIceVolumeAnomalyCurrent.png" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="287" src="http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGgqR64fmkI/AAAAAAAAAL0/_vsCs19axDs/s400/BPIOMASIceVolumeAnomalyCurrent.png" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://psc.apl.washington.edu/ArcticSeaiceVolume/IceVolume.php"&gt;Anomalie des Eisvolumens nach Analyse mit PIOMAS bezogen auf Mittelwert getrennt für jeden Tag des Jahres für 1979-2009 (Polar Science Center)&lt;/a&gt;.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Deutlicher ist das Bild bei dem Eisvolumen. &lt;a href="http://psc.apl.washington.edu/ArcticSeaiceVolume/IceVolume.php"&gt;Hier werden bekannte Eisdaten in ein Eismodell eingegeben, das durch Datenassimilation das gesamte Eisvolumen als Abweichung von einem Mittelwert für den jeweiligen Tag zwischen 1979 und 2009 berechnet&lt;/a&gt;. Diese Modellrechnungen werden durch Satellitenmessungen des Eisvolumens überprüft. Auch hier gibt es einen klaren Trend aufgrund eines jährlichen Abschmelzens des Eises (und da hier eine Anomalie betrachtet wird, ist der Gang der Jahreszeit hier bereits herausgerechnet). Seit Mai 2010 wurde der Bereich von 2 Standardabweichungen um den Trend verlassen und im Sommer lag die Anomalie des Eisvolumens mehr als 4 Standardabweichungen unter dem Trend, was für weniger als 0,0032% der Werte zu erwarten ist - bei bisher 11500 Tagen an Daten ist das für 0,37 Tage zu erwarten, doch hier ist es für über eine Woche der Fall. Wie man in der Graphik sehen kann, war im Sommer 2007 der Bereich von 2 Standardabweichungen um den Trend schon einmal kurz verlassen worden. Danach ist der Trend nicht mehr wirklich erreicht worden. Auch hier ist anscheinend schon 2007 der Trend verlassen worden, aber bisher war dieses Ereignis noch nicht statistisch signifikant. Seit diesem Jahr ist das der Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Rekordticker sind zwar eine spannende Sache, aber erst eine Häufung von Rekorden und vor allem Trendbrüche und Abweichungen vom Trend, die den normalen Streuungsbereich verlassen, sind bedeutsam. Genau das aber beobachten wir in den letzten Jahren. Für das arktische Seeeis gilt, daß seit 2007 die globale Erwärmung eine neue Qualität erreicht hatte, die in ca. 30 bis 40 Jahren zum sommerlich eisfreien Nordpolarmeer führen wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2689918605321543012-2439552852202907104?l=globalklima.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://globalklima.blogspot.com/feeds/2439552852202907104/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2689918605321543012&amp;postID=2439552852202907104' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/2439552852202907104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2689918605321543012/posts/default/2439552852202907104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://globalklima.blogspot.com/2010/08/rekordticker-nur-eine-spielerei.html' title='Rekordticker - nur eine Spielerei?'/><author><name>for4zim</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16880423024219145955</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='25' src='http://3.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/SXSTXnE2f6I/AAAAAAAAAFQ/jizqXSmdhQo/S220/unbenannt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGgsYbixIsI/AAAAAAAAAL8/N6QLRkbcKYg/s72-c/N_stdev_timeseries+15+August+2010.png' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2689918605321543012.post-4372507639561934281</id><published>2010-08-13T15:02:00.000+02:00</published><updated>2010-08-13T15:02:25.636+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sonne'/><title type='text'>Lockwood zu solaren Änderungen und das Klima</title><content type='html'>Wenn ich schon im Beitrag vom Vortag Professor Mike Lockwood erwähne, sollte ich die Gelegenheit nutzen, noch einen anderen Rundumschlag von ihm durchzugehen. &lt;a href="http://rspa.royalsocietypublishing.org/content/466/2114/303.full"&gt;Der steht in Solar Change and Climate: an update in the light of the current solar minimum, in den Proceedings of the Royal Society A, 466, 303 (2010)&lt;/a&gt;. Hier findet man noch einmal eine kompakte Zusammenfassung dafür, warum der menschengemachte Treibhauseffekt real ist und warum Änderungen der solaren Einstrahlung für die laufende globale Erwärmung nicht mehr verantwortlich sein können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGU9PTmVjDI/AAAAAAAAALs/jBBoVtr_nGE/s1600/strahlung+und+temperatur.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_zHKu6-179Hs/TGU9PTmVjDI/AAAAAAAAALs/jBBoVtr_nGE/s400/strahlung+und+temperatur.jpg" width="362" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://rspa.royalsocietypublishing.org/content/466/2114/303.full"&gt;Satellitendaten für Tagesmittel (grau) und Mittel über 3 Sonnenumdrehungen (81 Tage) für (von oben) Modulus der radialen Komponente des interplanetaren magnetischen Feldes (ein Maß für die Sonnenaktivität), PMOD-Komposit der solaren Strahlungsstärke (in W/m-2 am Oberrand der Atmosphäre), Sonnenfleckenzahl, planetarer geomagnetischer Index, Zählrate für kosmische Neutronen des Oulo-Instruments (druckkorrigiert) und Anomalien der globalen Oberflächentemperaturen nach HadCRUT3 (schwarz) und GISS (grau). Aus der zitierten Publikation von Mike Lockwood in den Proceedings of the Royal Sciety.&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der  Artikel stellt zunächst noch mal dar, warum wir wissen, daß die globale  Erwärmung keine Folge einer stärkeren Sonneneinstrahlung sein kann,  sondern im Gegenteil aufgrund des Treibhauseffektes erfolgt und eine  Abnahme der solaren Einstrahlung überlagert. Zunächst einmal ist der Treibhauseffekt an sich berechenbar. Er ergibt sich einerseits aus der Differenz zwischen Bodentemperatur und der Temperatur am oberen Rand der Atmosphäre bzw. der daraus berechenbaren, aber auch meßbaren Unterschiede der Strahlung. Wenn man argumentieren will, daß die Emissionen von Treibhausgasen nicht zu einem wesentlichen Beitrag zur Erwärmung führen, muß man nicht nur erklären, was denn dann zum globalen Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte geführt hat, sondern auch zusätzlich erklären, was denn die Erwärmung durch den Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen überlagert hat. Lockwood führt vor, um wieviel sich die solare Einstrahlung und der daraus folgende Strahlungsantrieb am Boden im Laufe der Zeit ändern konnte und wie klein das ist relativ zum Strahlungsantrieb aus dem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen der letzten ca. 250 Jahre. So bringt er die möglichen Beiträge der Änderung der solaren Einstrahlung in das Verhältnis zu den möglichen Temperaturänderungen in der sogenannten kleinen Eiszeit und zur aktuellen Erwärmung. Fazit: mittlerweile ist der Strahlungsantrieb aus dem zusätzlichen Treibhauseffekt mehr als eine Größenordnung größer als die Differenz zwischen dem solaren Strahlungsantrieb in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts und im Maunder Minimum vor über 300 Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den folgenden 3 Kapiteln  wird der Zusammenhang zwischen Sonnenphysik, Sonnenflecken und soalre  Strahlung erläutert und erklärt, warum man gerade ein bestimmtes  Satellitensignal (PMOD) zur Bestimmung der absoluten Stärke der solaren  Abstrahlung bevorzugt. Pikantes Detail am Rande - die Betonung des  anderen, des ACRIM-Signals, um die Beziehung zwischen solarer Strahlung  und Zahl der Sonnenflecken zu bestimmen, würde dazu führen, daß im  Maunder Minimum vor ca. 300 Jahren die abgeleitete solare Strahlung  höher wäre als heute. Auf diese Beziehung schwören aber gerade Zeugen  der Leugner des anthropogen verursachten Klimawandels, nämlich Scafetta  und West, die mit den ACRIM-Daten argumentieren wollen, daß die globale  Erwärmung in starkem Umfang durch einen Anstieg der solaren Strahlung  bewirkt sei. Würde das stimmen, könnten wir anderseits nicht erklären,  warum es eine kleine Eiszeit gab. Eine ähnliche Inkonsistenz wie bei den  Hockeystick-Gegnern - wäre das Klima in der Vergangenheit wirklich so  variabel gewesen, wie sie meinten, müßte die Klimasensitivität viel  höher sein, als allgemein angenommen und nicht etwa viel kleiner, wie es  die gleichen Leugner behaupten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Kapitel 7 geht  Lockwood auch auf Svensmarks Behauptung ein, er hätte einen Zusammenhang  zwischen der Bedeckung durch niedrige Wolken und galaktischer  kosmischer Strahlung nachweisen. Dieses Ergebnis beruht auf eine Auswahl  einer sehr kleinen Zahl von Ereignissen, die daher keine statistisch  signifikante Korrelation ergeben. Es besteht zudem der Verdacht, daß  über eine zeitliche Verschiebung des Zusammenhangs diese insignifikante  Korrelation überhaupt erst erzeugt wurde, ohne daß sich dieser  Verschiebungsfaktor von 7 Tagen überhaupt physikalisch plausibel machen  läßt. Auch das eigentlich abseits vom Thema, aber ein interessantes  Detail. Lockwood widerspricht auch im weiteren Scafetta und West, daß  mit der Nutzung verschiedener Kopplungsmoden von Klima und solarer  Strahlung mit verschiedenen Zeitskalen ca. 65% der Änderung der globalen  Temperatur in den letzten Jahrzehnten durch Änderungen der solaren  Aktivität erklärbar wären. Hier ist schon aufgrund der großen Zahl der  Variablen auf Seite von Scafetta der Verdacht eine Überdeterminierung  der globalen Temperaturzeitreihe naheliegend. Das heißt, es wurde so  lange gedreht und angepaßt, bis herauskam, was Scafetta haben wollte,  und das auch nur mit Hilfe der ungeeigneten ACRIM-Daten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: eine Betrachtung der Physik der Sonne und des Strahlungshaushalts der Erde läßt keinen Raum für Zweifel daran, daß der von Menschen verursachte zusätzliche Treibhauseffekt derzeit und für die Zukunft der dominierende Antrieb der globalen Klimaänderungen ist. Keine der von Leugnern propagierten Alternativen ist in der Lage, widerspruchsfrei die Beobachtungen zu erklären, weder die Behauptung, der solare Einfluß würde imemr noch dominieren, noch die Behauptung, galaktische kosmische Strahlung wären über den Einfluß auf die Bewölkung eine wichtige Größe noch die Behauptung, interne Variabilität der globalen Temperatur könnte die beobachtete Erwärmung erklären. Das Bil
