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Samstag, 1. Februar 2014

Auf unsere Kosten

Viele Lobbyvereine, die den wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel leugnen und bekämpfen, sehen sich moralisch als Verteidiger der Geldbeutel ihrer Klienten. Sie sehen in der Wissenschaft zum Klimawandel nur die Lautsprecher grüner Umverteilungspolitik und die potentielle Verschwendung von Geldern. Es steht jedoch zu befürchten, dass ihre Sabotage der Wissenschaft und ihre irrationale Panikmache vor vernünftiger Umweltpolitik nicht nur große Schäden anrichten wird, sondern wir hinterher noch erleben werden, dass die gleichen Menschen sich dann davor drücken werden, dafür die Verantwortung zu übernehmen. Es ist davon auszugehen, dass die größte Geldverschwendung von denen verursacht wird, die ihre Ideologie über die Realität stellen. Die Leugner haben bisher schon Zweifel an der seriösen Wissenschaft gesät, dabei Wissenschaftler in ihrer Arbeit behindert und vielleicht auch verhindert, dass es größere Fortschritte bei der Vermeidung von Treibhausgasemissionen gibt. Sie haben verschiedene Wissenschaftler diffamiert, bedroht und mit sinnlosen Klagen überzogen. Sie haben den organisatorischen Hintergrund für Hacherangriffe auf Rechner verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen geboten - der Hackerangrif auf die Climate Research Unit war dabei nur der bekannteste. Und nachdem da alles geschehen ist, können wir uns sicher sein, dass sich die Leugner davor drücken werden, ihre Schäden zu bezahlen. Das ist keine Behauptung, sondern eine Beobachtung. Skeptical Science macht auf einen Bericht aufmerksam, in dem ein Wissenschaftler aus Neuseeland seine Erfahrung mit der destruktiven und unverantwortlichen Arbeit professioneller Leugner schildert.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Montag, 22. Oktober 2012

Der vielleicht dümmste Richter der Welt

Es kann einen fassungslos machen, wenn Politiker per Gesetz naturwissenschaftliche Feststellungen beschließen wollen, wie die Frage, welchen Wert die Zahl Pi hat oder ob es einen Klimawandel gibt. Und noch mehr erstaunt es, wenn Staatsanwälte meinen, sie müßten mit juristischen Mitteln gegen Naturwissenschaftler vorgehen, die seriös ihrer Arbeit nachgehen. Aber wenn Wissenschaftler dafür, daß sie korrekte Aussagen machen, ins Gefängnis geworfen werden, dann kommen einem Vergleiche mit Giordano Bruno in den Sinn, den ein Inquisitionsgericht vor gut 400 Jahren verbrennen ließ, weil er unter anderem andere Planeten jenseits der Erde für möglich hielt, auf denen es auch Leben geben sollte. In Italien hat es ein Richter geschafft: Wissenschaftler wurden zu schweren Haftstrafen dafür verurteilt, daß sie korrekte Aussagen gemacht hatten.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Fälschungsverdacht unbestätigt

Als Peter Gleick die Heartland Institute-Dokumente über verschiedene Blogs der Öffentlichkeit zugänglich machte, gab es mehrere Verteidigungslinien, um sich gegen Kritik zu immunisieren. Die erste Reaktion war, daß die Dokumente gestohlen seien und es daher illegal sei, sie zu publizieren. Darauf gründet ein wesentlicher Teil der juristischen Drohungen des Lobby-Unternehmens gegen Meinungsäußerungen über den Heartland-Skandal. Die zweite Reaktion war, daß die Dokumente oder Teile davon gefälscht seien. Daher droht das Heartland Institute nicht nur mit Klagen wegen des Verbreitens vertraulicher Interna und des Diebstahls von Dokumenten, sondern auch gleichzeitig wegen angeblicher Verleumdung, was sich natürlich widerspricht. Die dritte Reaktion ist, die Signifikanz der Dokumente herunterzuspielen, indem behauptet wird, daß nichts von dem, was dort zu finden ist, in irgendeiner Form illegal oder unmoralisch sei, sondern das normale Geschäft eines Think Tanks sei, der abweichende Ansichten zu politisch-ökonomisch-wissenschaftlichen Themen untersuchen und publizieren lasse. Die vierte Verteidigungsliste besteht aus einer Reihe von Ablenkungsmanövern. Variante a: Greenpeace hat einen viel größeren Etat als wir. Variante b: Wissenschaftler werden auch für ihre Forschung von Geldgebern finanziert (und bezahlen ihre Arbeit nicht aus ihrem Privatvermögen). Variante c) Peter Gleick hat getrickst, um unsere Dokumente zu bekommen, die im übrigen nicht unsere Dokumente sind, sondern von ihm gefälscht, was beweist, daß wir Opfer sind und viele Wissenschaftler auf der Seite des IPCC unmoralische Fanatiker mit Neigung zu ökologistischem Terror sind (das ist zwar frei formuliert, aber kaum übertrieben). Auf Ablenkungsmanöver muß man nicht eingehen, sie sind auch nicht wirklich neu, wurden allerdings in Leugnerblogs ausgiebig diskutiert. Was die anderen Reaktionen des Heartland Institute angeht, sind sie unplausibel und in sich widersprüchlich, und daher liegt der Verdacht nahe, daß das Heartland Institute hier, genauso wie in vielen anderen Verlautbarungen, nicht die Wahrheit sagt.

Dienstag, 21. Februar 2012

Geständnis

Der Mann, der die Heartland-Dokumente durch einen Trick erhalten und dann verbreitet hatte, meldete sich. Mit einem reuevollen Geständnis. Beim Heartland-Institute triumphiert man. In den Leugnerblogs wird die Nachricht mit Freude verbreitet. Ein Mißverständnis, denn die Serie von Peinlichkeiten beim Heartland Institute ist damit noch länger geworden. Denn dies ist ein neues Zeugnis, daß die Darstellung des Heartland Institute über den Vorfall nicht glaubwürdig ist.


Montag, 20. Februar 2012

Klageorgie der Leugner

Das Heartland Institute droht offensichtlich systematisch allen Bloggern mit juristischen Schritten. Ich hatte bereits auf Greg Ladens Blog hingewiesen, der als erster über einen Schreiben der Juristin des Leugner-Unternehmens berichtete. Doch nicht nur für das Bloggen über die skandalösen Vorgänge bei dem Lobby-Unternehmen gibt es Klagedrohungen. Auch in anderer Hinsicht ist das Unternehmen klagefreudig, wie zum Beispiel der Blog Rabett Run kommentiert. Eine Ergänzung zum gestrigen Blogbeitrag.