Sonntag, 17. Januar 2010

Im Winter ist es oft kalt

Jedes Jahr im Winter bekommen Leugner des Klimawandels Auftrieb. Denn des öfteren passiert im Winter etwas, was der Winter so an sich hat. Es wird kalt. Es gibt milde und strenge Winter und oft ist es im Winter gleichzeitig in irgendeiner Region eher mild (in der Arktis z.B.) und einer anderen Region eher streng (in den zusammenhängenden USA (ohne Alaska und Hawaii) und Teilen Europas). Zumindest für ein paar Wochen. Leugner picken sich heraus, was ihnen paßt und stricken daraus die Erzählung, die sie gerne hören möchten. Von der angeblichen globalen Abkühlung, die bisher aber niemand gesehen hat. Das passiert anscheinend regelmäßig jeden Winter und dieser ist keine Ausnahme.

Dagegen redet man vergeblich an (z.B. Hansen), denn es geht den Leugnern nicht um Fakten. Deshalb nenne ich sie ja Leugner, nicht etwa, weil mir ihre Ansichten nicht gefallen. Vielmehr wäre ich sehr froh, wenn es der Klimawandel kein Problem darstellen würde.

Woran sieht man aber, daß es keine globale Abkühlung gibt?

Dagegen stehen drei übliche Methoden, um auf die Märchenstunde mit der globalen Abkühlung zu kommen:

90% der globalen Erwärmung gehen in die Erwärmung der Ozeane, in den Rest teilen sich unter anderem die Erwärmung der Luft, der Anstieg der globalen Luftfeuchte und das Abschmelzen von Gletschereis und polarem Eis. Eine Änderung der Meeresströmungen, durch die, wie beim El Nino, verstärkt wärmere Meeresströmungen an die Oberfläche führen, können daher leicht die globale Temperatur schwanken lassen, obwohl die globale Erwärmung durch den Anstieg der Treibhausgase recht konstant voranschreitet.

Das im einzelnen über Messungen und eine Analyse der globalen Daten für jede einzelne Schwankung der globalen Temperaturen nachzuvollziehen, ist aber schwierig. Der Wissenschaftler Kevin Trenberth von NCAR hatte daher in einer Email von einer Travestie gesprochen, daß man solche globalen Temperaturschwankungen wie etwa die Abkühlung 2008 nicht genügend über die vorhanden Daten und das Wärmebudget der Erde erklären könne. Diese Email gehört zu den gehackten Emails der Climate Research Unit und diese Aussage von Trenberth wurde von Leugnern so interpretiert, als wäre hier von Schwierigkeiten die Rede, eine globale Abkühlung wegzuerklären. Bei skepticalscience kann man sich den Zusammenhang erklären lassen.

Auch wenn wir in Deutschland dieses Jahr schon recht viel Schnee gesehen haben, die globale Erwärmung schreitet ungebremst voran.

Kommentare:

billyballermann hat gesagt…

Nein, natürlich ist das Statement zum Himalaya und deren Gletschern nicht die zweite Panne.

Da jedes von der IPCC herausgegebene Papier eine politische Korruption darstellt und mit Wissenschaft und Forschnung absolut nichts gemein hat, ist es eine von tausenden "Pannen".

Die zunehmend und mit Macht an die Oberfäche dringen.

Die größte Angst der IPCC, die Medien spielen das Klimatheater nicht mehr mit und verlegen sich auf die Aufdeckung der Lügen und Verfälschungen.

Der Fehler liegt im System.
Behauptungen und lächerliche Hirngespinnste werden zur Untermauerung von politischen Vorgaben und zur Selbserhaltung herausgeblasen.

Alles was die IPCC und deren Zuarbeiter als Pamphlet abgelassen haben lässt sich leicht widerlegen.

Die Natur hilft auf besonderer Weise mit, in dem Sie sich absolut konträr zu allen idiotischen Prophezeiungen und Unkenrufen verhält.

for4zim hat gesagt…

Lieber Kommentator des Artikels,

erstens ist Ihr Beitrag offensichtlich beim falschen Artikel gelandet. Das kann im Eifer schon mal passieren.

Zweitens ist der Absatz der zweiten IPCC-Arbeitsgruppe zu Himalaya-Gletschern nicht die zweite Panne des IPCC, sondern einer von mehreren Fehlern, der Wissenschaftlern, die Beiträge für IPCC-Berichte erstellen, schon seit 2006 bekannt war (der österreichische Glaziologe Kasler machte damals darauf aufmerksam). Fehler sind keine Pannen, sondern kommen vor. Dieser eine Fehler war nicht besonders relevant, z.B. taucht er in der Zusammenfassung des IPCC-Berichts für Entscheidungsträger nicht auf.

Die Behauptung, die IPCC-Berichte hätten mit Forschung und Wissenschaft nichts zu tun, finde ich lächerlich. Ich habe wissenschaftlich gearbeitet und kann bestätigen, daß die IPCC-Berichte, und zwar vor allem der Bericht der Arbeitsgruppe 1 zum naturwissenschaftlichen Teil, in dem bisher noch keine Fehler festgestellt wurden, der Form nach wissenschaftliche nÜbersichtsartikeln entspricht. Alle Feststellungen sind ausreichend mit Literaturstellen belegt und nachvollziehbar. Mit Verlaub, ich melde Zweifel daran an, daß Ihnen klar ist, woran man gute wissenschaftliche Beiträge erkennt.

Das IPCC, und zwar weder das Sekretariat, noch die dem IPCC zuarbeitenden Wissenschaftler, haben kein Interesse daran, daß die Medien irgendein Theater für wen auch immer spielen. Wahrheitsgemäße Berichterstattung wäre erfreulich, kann leider aber nicht vorausgesetzt werden. Ängste bestehen, wie von Ihnen behauptet, keine.

Sie schreiben von Behauptungen und Hirngespinsten, die zur Selbsterhaltungherausgeblasen würden. Daran ist nichts wahr, und sie wären in Verlegenheit, darzustellen, was denn die Hirngespinste sein sollen und daß es zur Selbsterhaltung der Wissenschaftler von Nöten wäre, daß diese irgendwas behaupten. Offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt, nach welchen Kriterien Wissenschaftler beschäftigt und bezahlt werden, und glauben deshalb an diese Verschwörungstheorie.

Sie behaupten, daß sich alles leicht widerlegen ließe, was das IPCC und "seine Zuträger" (was immer das auch bedeuten soll) verlautbaren lassen. Diese Behauptung kann ich nicht ernst nehmen. Den Beweis werden sie offensichtlich schuldig bleiben, denn in den IPCC-Berichten, und ich beziehe mich dabei ausdrücklich auf den besonders maßgeblich Bericht der Arbeitsgruppe 1, sind die Kernaussagen einfach über die wissenschaftliche Literatur nachzuvollziehen. Wenn Sie etwas davon widerlegen könnten, ob leicht oder nicht, sollten sie einen Fachartikel veröffentlichen, indem sie Ihre bahnbrechenden Forschungsergebnisse mitteilen und der Kritik der Wissenschaft zugänglich machen. Bitte machen Sie nicht so leichtfertig Behauptungen, die an Ihrer Ernsthaftigkeit zweifeln lassen.

Ihren letzten Absatz kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Beobachtungen des Klimawandels (globale Temperatur, Eisbedeckung in der Arktis, Zustand der Gletscher, Meeresspiegel, Wärmegehalt der Ozeane) entsprechen den pessimistischen Szenarien über die Entwicklung des globalen Klimas. Die Natur, so die Beobachtung, verhält sich so, wie es seit den achtziger Jahren konsequent von Wissenschaftlern festgestellt wurde und warnend der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde. Zur Erinnerung: wir haben das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der weltweiter Temperaturmessungen und es ist um den Betrag wärmer als das vorhergehende Jahrzehnt, wie es aufgrund der Modellrechnungen zu erwarten ist. Das abgelaufende Jahr war nach GISS das zweitwärmste seit Beginn der Beobachtungen. Für diese Erwärmung lassen sich keine natürliche Effekt als Erklärung anführen, da insbesondere die Sonneneinstrahlung seit etwa 40 Jahren nachläßt und im vergangen Jahr so gering war, wie seit dem Maunder-Minimum nicht mehr beobachtet. Hingegen kann man mit dem Treibhauseffekt den Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte recht gut erklären.