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Sonntag, 24. Januar 2010

Lassen wir mal Köpfe rollen?

Ich habe hier bereits über den ersten echten Fehler geschrieben, den Glaziologen, selbst Mitautoren bei den IPCCC-Berichten gefunden hatten. Ich sollte besser sagen, schon länger kannten, nur sind sie bei den Autoren des Kapitels nicht durchgedrungen, die da ein falsches Zitat in die Welt gebracht hatten. In den Medien gab es viele Reaktionen, von vernünftig bis äußerst dämlich, und man weiß gar nicht, was man aus dem vielstimmigen Chor überhaupt sinnvoll zitieren kann.

Zum einen könnte man darauf hinweisen, daß es noch mehr Details zur Vorgeschichte gibt über das hinaus, was ich hier bereits erzählt hatte (siehe auch Kommentar 13 in dem verlinkten Blogbeitrag). Dem Anschein nach geisterte erst mal eine Falschinformation herum – die Gletscher im Himalaya würden zum großen Teil bis 2035 abschmelzen und ihre Fläche würde von 500.000 auf 100.000 Quadratkilometern zurückgehen. Letztere Information würde auf einen obskuren russischen Beitrag von 1996 hinweisen, nur daß hier von 2350 statt 2035 die Rede war. Also ein klassischer Zahlendreher, der sich verselbständigt hätte. 500.000 Quadratkilometer ist aber eine Fläche, die mehr als zehnmal so groß ist wie die Gletscherfläche im Himalaya. Die russische Quelle sprach von Gletschern weltweit und ist ohnehin jetzt hoffnungslos veraltet.

So oder so ist das egal. Das IPCC hat den Fehler anerkannt, wenn auch recht spät, wenn man bedenkt, daß der Glaziologe Kaser schon 2006 auf den Fehler hingewiesen hatte, und zieht diesen Absatz zurück. Hier spielt aber eine Rolle, daß das IPCC eine UNO-Veranstaltung ist. Und da gilt es auch, daß alle Länder zu beteiligen sind und der Bericht nicht vermeintlicher westlicher Vorherrschaft zum Opfer spielt. Der Teil zu Asien im Bericht der Arbeitsgruppe 2 war also indischen Kollegen überlassen, die es vorzogen, Kritik der Glaziologen zu überhören. Trotzdem kam aber der fehlerhafte Teil nicht in die Zusammenfassung für die Entscheidungsträger, was schon ein Hinweis darauf ist, daß er nicht als relevant galt.

Damit sind wir bei den Schlußfolgerungen. Ich habe schon darauf hingewiesen, daß zum Stichwort dämlich zum Beispiel gehört, aus einem falschen Absatz in einem von drei Berichten und innerhalb diesen in einem von über 20 Kapiteln zu schlußfolgern, daß der IPCC-Bericht falsch sei. Das ist einfach idiotisch. Und es ist zudem peinlich für die selbsternannten IPCC-Skeptiker und Auditoren, daß nach 3 Jahren permanenter Kritik am IPCC-Bericht nicht sie den einzigen halbwegs relevanten Fehler gefunden haben, sondern IPCC-Autoren selbst, und daß es für die Mitarbeiter beim IPCC selbstverständlich ist, den Fehler Fehler zu nennen und daraus Konsequenzen zu ziehen – etwas, daß man bei den Leugnern in der Regel nicht erwarten darf.

In der FAZ liest man was davon, es müßten Köpfe rollen. Auch von Storch läßt angeblich verlauten, daß Pachauri zurücktreten müßte. Und das ist wohl die Meinung bei vielen Leuten, die ohnehin kein gutes Haar am IPCC lassen. Was dabei vergessen wird ist, daß Pachauri kein Wissenschaftler ist, sondern der Vorsitzende des IPCC, ein Sprecher und Repräsentant der Organisation, seinerzeit von den USA auf diesen Stuhl gehieft, weil der Vorgänger zu energisch für den Klimaschutz eintrat und vielleicht auch zu kompetent war. Die Tatsache des menschengemachten Klimawandels ist aber so eindeutig, daß auch Pachauri nicht anders konnte, als eben diese Sache zu vertreten. Man könnte auch einen Besenstiel auf diesen Posten setzen, und der könnte auch nichts anderes vertreten als die Schlußfolgerungen der Wissenschaftler. Wegen eines falschen Absatzes, ein Fehler, der wie schon gesagt einfach zwangsläufig in einem 2000-Seiten Bericht zu erwarten war, soll also jemand, der diesen Fehler gar nicht gemacht hatte, zurücktreten? Pardon, aber wie wäre es, wenn von Storch von seinem Posten zurücktritt, nachdem er mal eine fehlerhafte Arbeit publiziert hatte, in der er behauptet hatte, die Temperaturrekonstruktion von Mann et al. von 1998 (der Hockeyschläger) sei nicht reproduzierbar, obwohl dies sehr wohl der Fall war? Er macht das nicht, weil es lächerlich wäre – fehlerhafte Arbeiten kommen vor, kein Wissenschaftler tritt deswegen von irgendwas zurück, sondern der Fehler wird korrigiert, wenn er festgestellt wird.

Schellnhuber fordert Reformen. Mag sein, daß hier etwas geht. Aber ich denke eher, daß man besser damit fährt, wenn man einfach anerkennt, daß so ein Bericht immer Fehler im Detail enthalten kann und daher immer auch die Bereitschaft bestehen muß, solche Berichte auch später noch zu korrigieren.

Zu den Skurilitäten zählt noch, wenn z.B. der Spiegel meint, der Gletscherfehler sei bereits die zweite Panne der Klimaforschung nach den geraubten CRU-Emails. Lieber überforderter Spiegelschreiberling: die Klimaforschung kratzt es nicht, wenn sie in einem IPCC-Bericht in einem Detail mal falsch wiedergegeben wird. Und daß von der Climate Research Unit Emails gestohlen wurden, ist weder für die Klimaforschung, noch für CRU, noch für das IPCC peinlich oder eine Panne, sondern es ist ein Diebstahl, der auf den Dieb zurückfällt wie auch auf die „Hehler“, das heißt auf die Leute, die diese gestohlenen Emails dann auf angebliche Skandale durchleuchtet haben und dabei nichts von Belang fanden, außer, daß die Leugner den Wissenschaftlern immerhin so auf die Nerven gegangen sind, daß diese sich überlegten, wie sie dafür sorgen könnten, daß fehlerhafte Artikel es gar nicht erst in die Diskussion für den Bericht der Arbeitsgruppe 1 des IPCC-Berichts schaffen.

Dienstag, 19. Januar 2010

Ein Fehler im IPCC-Report – Himalaya Gletscher

Der IPCC-Report ist eine umfassende Zusammenfassung der wissenschaftlichen Literatur zu den Ursachen, dem Ablauf, den möglichen Entwicklungen und den Folgen des Klimawandels und möglicher Vermeidungs- und Anpassungsstrategien. Ein so umfassender Bericht wird zwangsläufig auch Fehler enthalten. Die Frage ist, wie viele solcher Fehler gibt es und wie gravierend können sie sein? Ich würde vermuten, daß es sich mit der Zahl der Fehler im IPCC-Report so verhält wie mit der Zahl fehlerhafter Publikationen, die es durch einen Peer Review schaffen. Fehler passieren dann, wenn man an einer Stelle nicht mit der üblichen Sorgfalt gearbeitet hat. Bei einigen tausend Arbeiten, auf die der IPCC-Bericht beruht, und einer Fehlerquote von mindestens einem Prozent würde ich davon ausgehen, daß man mehr als ein Dutzend Fehler im IPCC-Bericht finden sollte, die über die Qualität eines Druckfehlers oder einer falsch bezeichneten Graphik hinausgehen. Gerade bei Details auf Spezialgebieten am Rande der Hauptstoßrichtung des Reports würde ich erwarten, daß man ein paar echte sachliche Fehler findet. Jetzt ist man fündig geworden…

Wie unter anderem der New Scientist berichtet (kostenfreie Registrierung erforderlich), haben Glaziologen Anstoß darauf genommen, daß unter den Feststellungen des IPCC-Berichts auch die Behauptung war, daß es sehr wahrscheinlich (>90 %) sei, daß bis 2035 Gletscher des Himalaya bei einer anhaltenden globalen Erwärmung abgeschmolzen sein können. Dieser Satz wurde z.B. vom indischen Glaziologen Vijay Raina als unglaubwürdig angegriffen wie auch die Behauptung, daß die Gletscher im Himalaya schneller abschmelzen würden als irgendwo anders auf der Welt. Der IPCC-Vorstand Rajendra Pachauri verteidigte aber die Feststellungen des IPCC-Berichts als Ergebnis fachbegutachteter Forschung. Das war voreilig.

Geht man in den IPCC-Bericht, findet man normalerweise wirklich Feststellungen, die durch fachbegutachtete Artikel abgesichert sind. Auch zu der Lage der Gletscher findet man eine große Zahl von Literaturangaben und vorsichtige Feststellungen. Als ich von dem Satz las, daß die Gletscher im Himalaya bis 2035 verschwinden könnten, hatte ich allerdings zunächst große Schwierigkeiten, ihn zu finden. Üblicherweise schaue ich zuerst in die Ergebnisse der Arbeitsgruppe 1 (WG 1) zum naturwissenschaftlichen Stand des Klimawandels. Im Kapitel 4 findet man auch den Stand zu Beobachtungen: Änderungen bei Schnee, Eis und gefrorenem Boden. Abschnitt 4.5 enthält Feststellungen zu Gletschern und 4.5.3 auch einen Satz zu Gletschern in Asien, die demnach mit unterschiedlichen Raten abschmelzen, wobei einige in Karakorum auch Zuwachs zeigen, belegt mit 5 verschiedenen Artikeln. Das war wohl nicht der Punkt, also suche ich weiter bei dem Bericht der Arbeitsgruppe 2 (WG 2) Auswirkungen, Anpassung und Verletzlichkeit und finde unter Kapitel 10 die Feststellungen zu Asien. Unter 10.2.4.2 finde ich einige Feststellungen zum Abschmelzen der Gletscher in Zentralasien und der Auswirkungen auf den lokalen Wasserhaushalt, die jedoch durch eine Reihe von Literaturzitaten gesichert sind und offensichtlich auch keine beanstandete Stelle enthalten.

Im Abschnitt 10.6.2 über Himalaya Gletscher hoffe ich endlich, die kritische Textstelle zu finden. Und da steht es, direkt vor einer Tabelle über Abschmelzraten ausgewählter Gletscher „Glaciers in the Himalaya are receding faster than in any other part of the world (see Table 10.9) and, if the present rate continues, the likelihood of them disappearing by the year 2035 and perhaps sooner is very high if the Earth keeps warming at the current rate.” „Gletscher im Himalaya gehen schneller zurück als irgendwo auf der Erde (siehe Tabelle) und, wenn die gegenwärtige Geschwindigkeit der globalen Erwärmung anhält, ist die Wahrscheinlichkeit bei der gegenwärtigen Abschmelzrate sehr groß, daß sie bis 2035 oder früher verschwinden.“ Das ist eine sehr weitgehende Behauptung und die einzige Referenz dafür ist ein Bericht des World Wildlife Fund WWF von 2005.

Unter der Tabelle kommen weitere Feststellungen zu Gletschern im Himalaya, die dann allerdings durch zwei weitere Literaturstellen abgedeckt sind. Aber zurück zum Zitat aus dem WWF-Bericht. Das ist nun gerade keine fachbegutachtete Literatur. Durfte man sich denn darauf berufen? Die Antwort lautet, ja, schon, aber… Der WWF-Bericht selbst ist gut recherchiert und faßt seinerseits fast 200 Literaturstellen zusammen, meistens aus der fachbegutachteten Literatur. Ein Überblick über Gletscher, Gletscherrückzug und die resultierenden Auswirkungen in Nepal, Indien und China ist eine gute Quelle für die Aussagen im IPCC-Bericht. So weit, so gut.

Die Aussagen im IPCC-Bericht dazu, wann es im Himalaya keine Gletscher mehr gibt, wird man im WWF-Bericht aber so nicht finden. Jedenfalls nicht im Textkörper. Nur in der Einleitung und Zusammenfassung findet man einen Abschnitt „Überblick über das Problem“ auf Seite 2, wo eine Motivation gegeben wird, sich mit dem Problem des Gletscherrückgangs im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung zu beschäftigen. Da beruft man sich auf einen Artikel im New Scientist vom 5. Juni 1999, in dem der Glaziologe Syed Hasnain zitiert wird, der behauptet, die meisten Gletscher der Himalaya Region werden aufgrund der globalen Erwärmung innerhalb der nächsten 40 Jahre (also bis 2039) verschwinden. Der WWF-Bericht hatte sich diese Aussage keineswegs zu Eigen gemacht, sondern sie als apokalyptische Vision angeführt. Es wäre auch ein Fehler gewesen, diese Aussage als gesicherte Feststellung zu nehmen, denn sie war nur eine Meinung Hasnains in einem Telefoninterview und keineswegs ein publiziertes wissenschaftliches Ergebnis. Diese Aussage hat Hasnain inzwischen zurückgezogen. Im IPCC-Bericht ist also aus grauer Literatur, immerhin aber einer respektablen Quelle, aus einem Aufmacher für den eigentlichen Bericht eine Aussage genommen worden, die selbst nur Hörensagen aus einer Zeitung darstellte und dann war diese Aussage auch noch falsch zitiert worden, denn Hasnain redete nur von einigen und nicht von allen Gletschern im Himalaya und noch nicht mal der Zeitrahmen bis 2035 stammte aus dieser Quelle. Eine Grundlage dafür, dieser Aussage eine bestimmte Wahrscheinlichkeit zuzuordnen, gab es auch nicht.

Was für Folgen hat das nun? Eigentlich keine. Diese Aussage im IPCC-Bericht der WG 2 war nicht die Basis für weitergehende Schlussfolgerungen und tauchte auch nicht in der Zusammenfassung für die politischen Entscheidungsträger auf. Fast alle anderen Aussagen zu Gletschern im allgemeinen und Gletschern in Asien im besonderen sind fundiert und können auf Fachliteratur zurückgeführt werden. Und doch hat es viele Folgen. Leugner des Klimawandels können aufgrund einer Aussage aus vielen hundert Seiten IPCC-Berichten sagen, daß das alles Mist sei – haben sie doch gleich gewußt. Pachauri als Vorstand des IPCC, der sich massiv gegen Angriffe auf diese Aussage eingesetzt hatte, hat eine peinliche Niederlage erlitten, die zudem vermeidbar gewesen wäre, wenn er für sich akzeptiert hätte, daß selbstverständlich auch der beste Bericht einzelne Fehler enthalten wird. Entscheidend ist immer, ob diese Fehler Grundaussagen betreffen. Im IPCC-Bericht 5, dessen Erstellung derzeit beginnt, wird man den Fehler korrigieren müssen, was Murari Lal, der leitende Autor für das Kapitel über Gletscher, auch in Aussicht stellt. Für Politiker ergibt sich eine Ausrede, den IPCC-Bericht insgesamt anzugreifen, obwohl keine der Grundaussagen zur globalen Erwärmung betroffen sind. Wie gesagt, ich mußte erst ziemlich suchen, um in dem riesigen Bericht diesen einen falschen Absatz zu finden. Die Lehre für die Autoren der Arbeitsgruppe 2 sollte aber sein, zurückhaltend mit grauer Literatur umzugehen und sorgfältiger weitgehende Aussagen zu überprüfen, ob sie belastbar sind. Leider muß man aber auch sagen, daß es unvermeidlich ist, daß im fünften IPCC-Bericht neue, eben andere Fehler auftreten werden, daß man im vierten IPCC-Bericht bestimmt noch weitere Aussagen finden, hinter denen sich Schlampigkeit oder Fehler verbergen und daß auch beim bestmöglichen Bericht es immer genug Vorwände geben wird, um anhand einer Aussage den ganzen Bericht aller drei Arbeitsgruppen abzulehnen.

Hier diskutiert James Hrynyshyn diesen Fall als wirklich peinlich für das IPCC.

In Leugnerblogs wird man selbstverständlich eine intensive Diskussion des Falls finden, wenn auch kaum mit der richtigen Gewichtung und brauchbaren Details. Symptomatisch die vergleichsweise seriöse Klimazwiebel mit der folgenden Wertung von Rainer Grundmann: „Such are the dangers of alarmism. There can be no doubt that as a result the IPCC and climate science will loose credibility. Is it a consolation that in this case we see some ready admission of mistake and not an endless circling of wagons?” „Das sind die Gefahren des Alarmismus. Es kann keinen Zweifel geben, daß als ein Ergebnis das IPCC und die Klimawissenschaft Glaubwürdigkeit verlieren werden. Ist es ein Trost, daß wir in diesem Fall ein teilweise bereitwilliges Zugeben des Fehlers sehen und nicht den endlosen Aufbau einer Wagenburg?“
Womit der Absatz gleich mal wieder festgelegt hätte, daß der IPCC-Bericht den Gefahren des Alarmismus unterliegt und daß ein fehlerhafter Satz in einem Abschnitt über ein Spezialthema in einem Bericht die Glaubwürdigkeit des ganzen IPCC und sogar der ganzen Klimaforschung beeinträchtigt. („honest broker“ von Storch meldet sich dann auch in der Diskussion und will aufgrund Lals Aussage in der Presse ihn auch noch aus dem IPCC kicken – na so was…) Auf Grundmanns Planeten ist das Zugeben eines Fehlers anscheinend bei Wissenschaftlern etwas ungewöhnliches und der Bau von Wagenburgen üblich. Auf meinem Planeten allerdings ist es üblich, daß man, wenn man Fehler feststellt, sie eben korrigiert und daß die Glaubwürdigkeit auch nicht daran hängt, ob Fehler passieren, sondern, ob man bereit ist, daraus zu lernen, und daß die einzigen, die ihre Fehler gar nicht aufgeben wollen und Wagenburgen bauen, keine Wissenschaftler sind, sondern jene, die seit den 80er Jahren konsequent leugnen, daß es eine globale Erwärmung aufgrund des Treibhauseffektes gibt, daß sie menschengemacht durch unsere Emission von Treibhausgasen ist, daß sie potentiell schädliche Auswirkungen haben kann und daß wir etwas dagegen unternehmen können.

Unter die Gürtellinie geht es dann, wenn Roger Pielke Jr. behauptet, daß Pachauri, der gar nicht Autor in der entsprechenden Arbeitsgruppe war, und Hasnai, der wenig dazu kann, wenn eine Zeitungsaussage von 1999 über einen falsch zitierten Bericht wieder im IPCC-Bericht auftaucht, aufgrund ihrer Mitarbeit im The Energy & Ressources Institut TERI ein monetäres Interesse an einer Falschaussage im IPCC-Bericht gehabt hätten, weil TERI einen Auftrag zu eben diesem Thema akquiriert hätte. Ein Zusammenhang, der an den Haaren herbeigezogen ist, den man aber Verschwörungstheoretikern auch nie wird ausreden können. Weder kann man annehmen, daß sich die Autoren in der entsprechenden Arbeitsgruppe hätten von Pachauri anweisen lassen, was da im IPCC-Bericht stehen soll, noch hätte man annehmen können, daß diese eine Aussage ausschlaggebend für die Auftragsvergabe an TERI war. In dem Sinne wird man sicher noch andere weitgehende Schlußfolgerungen finden, die nur zeigen, was man so alles an den Haaren herbeizerren kann.

Nachtrag: Inzwischen berichtet auch Spiegel Online und - man muß das dazu schreiben, korrekt. Die Leserdiskussion dazu ist, wie üblich, grottig.