Der Skandal um das Heartland Institute und seine Finanzierung von Pseudowissenschaft und Pseudoexperten hat erste Auswirkungen. Der Abgeordnete im Repräsentantenhaus Raul Grajalva (Demokrat aus Arizona) fordert eine Untersuchung des Verhaltens von Indur Goklany, einem leitenden Beamten im Innenministerium, der durch pseudowissenschaftliche Publikationen über die angeblich durch den Klimawandel nicht steigende Zahl von Opfern von Naturkatastrophen zu der antiwissenschaftlichen Kampagne von Klimawandelleugnern beigetragen hatte. Die Untersuchung bezieht sich auf die bekanntgewordene Absicht des Heartland Institute, im Jahr 2012 1000 Dollar pro Monat an Goklany zu zahlen. Dies könnte gegen Regeln verstoßen, die es Beamten des Innenministeriums nicht erlauben, Zahlungen anzunehmen, die dazu dienen, die Politik des Hauses zu beeinflussen. Ich glaube, kürzer heißt es, Bestechlichkeit ist verboten.
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Donnerstag, 23. Februar 2012
Donnerstag, 16. Februar 2012
Klimaleugner unter Beschuß
Ein Mitarbeiter des Heartland Institute hatte irrtümlich ein Paket von Dokumenten zu einer Direktoriumssitzung am 17. Januar an eine dritte Stelle geschickt, die diese Dokumente Umweltaktivisten des DeSmogblog.com zur Verfügung stellten. Obwohl das Heartland Institute eines der Dokumente als Fälschung bezeichnete und die Echtheit der übrigen Dokumente nicht bestätigen wollte, konnten viele entscheidende Angaben in den Dokumenten von unabhängiger Seite bestätigt werden. Das Lobby-Unternehmen ist in Rückzugsgefechte verwickelt und es baut sein schlechtes Ansehen weiter aus. Und an anderer Stelle bröckelt es. Den Leugnerpropagandisten Fred Singer und Patrick Michaels drohen Klagen, einige Lobby-Unternehmen kommen mit der amerikanischen Steuerbehörde in einen Konflikt und einem Aushängeschild der Leugnerszene bricht die staatliche Förderung weg.
Mittwoch, 15. Februar 2012
Heartland Institute bezahlt das Lügen über den Klimawandel
Vermutungen darüber, daß es ein Netzwerk des bezahlten Lügens über den von Menschen verursachten Klimawandel gibt, sind schwer zu belegen. Die Geldgeber haben ein Interesse daran, daß zumindest in einem gewissen Umfang verschleiert wird, was sie machen. Bei Lobbyisten für die Leugnung des Klimawandels möchte man den Eindruck erwecken, daß sie selbst von dem überzeugt sind, was sie vertreten. Manche, wie Richard Lindzen, John Christy oder Roy Spencer betonen gerne, daß sie keine Gelder der Industrie für fossile Brennstoffe erhalten hätten, was man glauben mag oder auch nicht. Daher ist es so wichtig, wenn durch einen Zufall interne Dokumente einer der vielen Lobbyinstitutionen für das Lügen über den Klimawandel, in diesem Falle des Heartland-Instituts an die Öffentlichkeit geraten. Und diese Dokumente zeigen, daß Leugner innerhalb breiter Netzwerke arbeiten, viele bekannte Wissenschaftler mit Leugnerpositionen dafür bezahlt werden und die Desinformation an Schulen zu den strategischen Zielen des Lügens über den Klimawandel gehört.
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